Spielplätze müssen im Schatten liegen

Der Spielplatz in Rothe Erde liegt weitgehend im Schatten. Dort sitzen auf den Bänken oft Mütter mit kleinen Kindern. Doch es gibt in Aachen auch Spielplätze, wo Kinder in keiner Weise vor glühenden Sonnenstrahlen geschützt sind.

Aachens Politiker*innen kümmern sich um alles (ohne Witz). Und insbesondere Grüne und SPD haben immer ein Auge auf Kinder und Familien. Kürzlich ging es Politik und Verwaltung im Ausschuss um Aachens Spielplätze und die Frage, ob eigentlich dort überall ein ausreichender Sonnenschutz besteht.

Ein schöner Spielplatz ist der am Alten Tivoli, er liegt aber in der prallen Sonne. Genauso wie der relativ neue Spielplatz am Brander Markt, wie der am Branderhofer Weg oder der in der Siegmundstraße, der erst kürzlich fast aller Bäume beraubt wurde. Picobello hergerichtet und schattig ist z. B. der Spielplatz auf dem Lindenplatz. Dort plätschert sogar Wasser. Erstklassig hergerichtet wird in Kürze der Platz an der Kockerellstraße/Augustinergasse.

Die Spielplätze werden derzeit Zug um Zug entweder grunderneuert, oder nur mit neuen Geräten ausgestattet, manche werden behinderten-gerecht umgestaltet, einige werden geschlossen, weil die Kinder in der Nachbarschaft längst erwachsen geworden sind. Bäume sind für alle Kinder interessant und schützen. Wo sie fehlen, müssen Sonnensegel aufgestellt werden. Die Stadtverwaltung wurde entsprechend beauftragt, sich an die Arbeit zu machen.

Dabei ist zu bedenken, dass man Kleinkinder bei heißen Temperaturen – und die werden wir jedes Jahr wochenlang bekommen – von 12 bis 15 Uhr gar nicht draußen sehen wird. Wer gelegentlich in Südfrankreich, Spanien, Italien Urlaub macht, möge sich erinnern: Kinder bleiben über Mittag innen, man sieht sie nachmittags ab 16 Uhr und abends bis 22 Uhr draußen. Kinder in sengender Hitze am frühen Nachmittag unter ein Sonnensegel zu setzen, das verbietet sich.

Bäume werfen Blätter ab, Sonnensegel sind Vandalismus ausgesetzt. Wofür auch immer man sich entscheidet: Es wäre von Vorteil, wenn Anwohner für einen Spielplatz eine Art Patenschaft übernehmen und sich kümmern könnten. Das alles soll nun angegangen werden – am besten noch dieses Jahr.

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Nicht schlecht: NRW-Bauministerin bringt 45 Millionen Euro nach Aachen

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach war zu Gast am Ort des Neubauprojekts „Wohnen an der Burtscheider Brücke“ und an der Karl-Marx-Allee. Die beiden Projekte werden mit insgesamt rund 45 Millionen gefördert. Unter anderem entstehen dort insgesamt rund 350 Wohnheimplätze für Studierende und etwa 80 Mietwohnungen.

Das Projekt „Wohnen an der Burtscheider Brücke“ wird vom Land mit viel Geld unterstützt. Es entsteht an einem „lost place“, nämlich in Nähe des Hauptbahnhofs. Geplant sind 80 Mietwohnungen und 110 Appartements für Studierende. Foto: AachenNews Archiv
Mittlerweile eine Ruine: Das Gebäude des BLB in der Karl-Marx-Allee in Burscheid wurde verkauft und wird bald abgerissen. Es entsteht bis Ende 2025 ein 6-geschossiger Wohnkomplex für Studierende (mit 2 Innenhöfen). Baubeginn soll Februar 2024 sein.

In fußläufiger Entfernung zur Fachhochschule in Burtscheid werden auf dem ehemaligen Standort des Landesbetriebes Straßen.NRW 233 Wohnplätze für Studierende entstehen. Geplant ist die Realisierung eines Neubaus als Effizienzhaus 40 mit starker Begrünung der Flachdächer und Begrünung der Fassadenstruktur. Bauherr ist die Kölner Frey AG. Verantwortlich für den Entwurf zeichnen die PBS Architekten, die einen entsprechenden Wettbewerb gewonnen haben. Mal sehen, wie es den Bäumen geht, wenn das neue Gebäude fertig ist!!!

Beim Projekt an der Burtscheider Brücke wird die GeWoGe AG mit rund 20 Millionen Euro Fördermitteln in zentraler Lage Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen im Neubau errichten. Es entstehen 177 Wohnungen, davon rund 100 für studentisches Wohnen, sowie in Kooperation mit der Lebenshilfe zwei Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen.

Der Aachener Wohnungsmarkt sei angespannt, Aachen wachse und das erzeuge eine hohe Nachfrage nach Wohnungen. „Allein die Zahl der Studierenden stieg in den Jahren 2010 bis 2020 um 53 Prozent“, sagte die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bei ihrem Zusammentreffen mit der Ministerin. Gleichzeitig, so Keupen, nehmen die Angebote der sozialen Wohnraumversorgung durch das Auslaufen der Mietpreis- und Belegungsbindung stetig ab.

Scharrenbach gab noch folgendes Statement ab: „Wir wollen motivieren, sich für mehr bezahlbaren Wohnraum zu engagieren. Von der Modernisierung über den generationengerechten Neubau bis zum Klimaschutz – die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt für die Zeit von 2023 bis 2027 rund neun Milliarden Euro bereit. Alleine in diesem Jahr stehen 1,6 Milliarden Euro mit nochmals verbesserten Förderkonditionen zur Verfügung.”

Foto: zum Schauen auf das Bild klicken.

Man sieht, dass das Gebäude zwei Lichthöfe hat. Das Gelände an der Karl-Marx-Allee in Burtscheid ist 5000 Quadratmeter groß. Die Miete soll pro Wohneinheit 200 Euro plus 150 Euro Nebenkostenpauschale betragen.

Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Asphaltdeckensanierung Alte Vaalser Straße

Die Asphaltdecke der Alten Vaalser Straße, zwischen der Einmündung zur Vaalser Straße und der Keltenstraße wird zur Zeit instand setzen. Die Maßnahme wird voraussichtlich am Freitag, 8. September, abgeschlossen sein, so schätzt der Stadtbetrieb.

Es ist notwendig, dass der Baubereich komplett gesperrt wird. Die Hof- und Garagenzufahrten sind während dieser Zeit nur bedingt erreichbar. Die Gehwege bleiben weiterhin frei, Fahrradfahrer*innen werden gebeten, ihr Fahrrad über den Gehweg zu schieben. 

Die Umleitungsstrecke zu den Stichstraßen führt über die Vaalser Straße, Püngelerstraße und Burgstraße. Die Erreichbarkeit der Straße „Im Mittelfeld“ ist jeder Zeit gewährleistet. Der Bauablauf wird entsprechend gestaltet. Die Anwohner*innen wurden von der ausführenden Baufirma über die Arbeiten informiert. 

(Foto: Vaalser Straße/Archiv)

Von Montag, 4. September, 15 Uhr, bis Freitag, 8. September, 7 Uhr, kann im gesamten Fahrbahnbereich kein KFZ-Verkehr zugelassen werden, weil die Fahrbahndecke angespritzt wird. Es wird dringend empfohlen, die angespritzte Fahrbahnfläche nicht zu betreten, da die Gefahr besteht, dass Kleidung dauerhaft verschmutzt wird. Gleiches gilt für das Befahren mit Fahrzeugen.

Die Bushaltestelle Püngelerstraße wurde ersatzlos aufgehoben. Für die Haltestelle Keltenstraße wird in der Vaalser Straße, höhe Hausnummer 517, für die Haltestelle Schmiedgasse Richtung Aachen in der Vaalser Straße, ca. 50 Meter vor der Einmündung Alte Vaalser Straße jeweils eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Der Büchel in den Farben des Regenbogens

Beim Christopher Street Day (CSD) in Aachen auf dem Büchel-Gelände. Etwa 5000 feierten die Vielfalt.

Beim Christopher Street Day (CSD) am gestrigen Samstag (12. August): Aachens queere Community feierte sich selbst und alle, die sich ihr verbunden fühlen. Motto: Keine Demokratie ohne Vielfalt.

Es gab am Münsterplatz die Enthüllung einer Gedenktafel (s. links), die an das Schicksal und die Verfolgung der Homosexuellen in der NS-Zeit erinnert, eine Regenbogenfahne wurde gehisst (von Oberbürgermeisterin Sybille Keupen), es gab eine kurze Demo durch die Innenstadt und natürlich ein Fest. Alles friedlich, freundlich und mit viel Musik. Im Stadtrat vertretene Parteien feierten mit, man sah insbesondere Grüne, Mitglieder der UWG und der Piraten.

(Zum Lesen auf das Foto klicken)

Das ehemalige Parkhaus-Grundstück erweist sich als ideal für Feste und ähnliche Zusammenkünfte. Es wird sehr gut angenommen. Es ist gerade so, also hätten die Menschen auf dieses Areal gewartet.

Soweit bis jetzt bekannt kam es nicht zu Zwischenfällen. Wie man Xwitter entnehmen konnte, mussten z. B. ins Sachsen-Anhalt bei einer CSD-Parade Rechtsradikale durch die Polizei in Schach gehalten werden.

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Sehr bedauerlich: Baumhasel erholt sich nicht

Mit Sorge blickt die Nachbarschaft seit vielen Monaten auf diese Baumhasel. Es geht ihr weiterhin nicht gut. Foto: Hans Falk

Diesen Baum (Ecke Lütticher Straße/Hohenstaufenallee) haben die Nachbarn und die Aachener Baumschützer noch nicht aufgegeben. Aber: Es steht nicht gut um die beliebte Baumhasel, sie hat sich ganz offensichtlich nicht erholt.

Hans Falk vom Aachener Baumschutzbund hat sie nochmals fotografiert und teilt mit: Der Zustand sei weiterhin schlecht. Düngung und Regen hätten aber zumindest die Bodenvegetation stark begrünt. Leider wird Aachen auch an anderen Stellen auf prägnante, schöne Bäume verzichten müssen. Erinnert sei nur an die große Kastanie am Marienplatz, die wegen schwerer Pilzerkrankung und Astbrüchen gefällt werden muss.

Eine Verarmung

Verschwindet so ein prächtiger Baum aus einer Straße oder von einem Platz, dann ändert sich viel. Das Straßenbild wirkt ärmlicher, die Straße und die Wohngegend wirken etwas mehr heruntergekommen und öde. Es fehlt an Schatten und insbesondere am belebenden Spiel von Licht und Schatten. Vögel bauen da keine Nester mehr, und statt ihrem Tirilieren hört man den Automotoren-Lärm deutlicher. Der Wechsel der Jahreszeiten ist nicht mehr deutlich ablesbar.

Baumhasel (Corylus colurna)

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In der Stadt aufgestellt: Erst das Schängche, jetzt Walter Hasenclever. Wer noch?

Auf dem Gelände der Barockfabrik: sieht aus wie das Öcher Schängche, ist es aber nicht.

Huch, wer sitzt denn da direkt neben der Barockfabrik am Löhergraben hinter einer Hecke? Und gestikuliert unbeholfen und sticht gleichzeitig mit einem Stift in die Luft? Wurde jetzt außer der Schängchen-Gruppe auf dem Holzgraben noch ein weiteres Schängche aufgestellt?

Ohje: AachenNews hat die Aufstellung eines Denkmals verpasst. Es soll sich um den expressionistischen, deutschen Schriftsteller Walter Hasenclever (1890 – 1940) handeln. Er wurde von den Mordkommandos der Gestapo gehetzt und nahm sich 1940 in Aix-en-Provence das Leben.

In Bronze ist er das Werk vom Puppenbrunnen-Künstler Bonifatius Stirnberg aus Aachen und sieht jetzt aus wie das Öcher Schängche, dessen lustige Streiche ja tatsächlich nebenan in der Barockfabrk aufgeführt werden.

Das Öcher Schängche aus der Figurengruppe am Holzgraben/Dahmengraben.

Jetzt freuen wir uns schon auf das Konterfei von Ludwig Mies van der Rohe, jenes weltberühmten Aachener Architekten. Und vielleicht wird auch noch der gute Ewald Mataré in Bronze aufgestellt. In der Innenstadt ist noch viel Platz.

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Reichlich Platz mal wieder für den Kfz-Verkehr

In der Turmstraße soll nach der Fertigstellung der Radverkehr zu seinem Recht kommen. Das fordern die Vertreter*innen von ADFC, UUM, und VCD. Fotos: Ben Jansen, ADFC Aachen/Düren

Langsam wird auch die Turmstraße, insbesondere die Turmstrassen-Brücke fertig. Jetzt muss sich die Politik – zwecks Aufteilung des Straßenraums – mit diesem Stück Aachen befassen. Da kommt was auf uns zu.

Erwartungsgemäß melden sich bei dem Thema ADFC Aachen/Düren, Uni.Urban.Mobil. und VCD Aachen-Düren zu Wort und schicken eine Stellungnahme. Resümee: Es wird dazu aufgerufen, bei zukünftigen Planungen mutiger zu sein und dem Radverkehr den Stellenwert einzuräumen, den er auch verdient.

Der Radentscheid mit seinen sieben Zielen wurde 2019 von einer überwältigenden Mehrheit politisch beschlossen und zugleich von über 37.000 Aachener*innen unterschrieben. Die neue Aachener Facebook-Gruppe, die eine althergebrachte Verkehrspolitik wünscht, hat in 6 Wochen nicht mehr als 1361 Sympathisanten auftreiben können. Sie kann quasi den Radentscheid-Freunden (noch) nicht das Wasser reichen. Insofern: Strengt euch mal etwas an, sonst wird das nichts mit „Aachen, wie es früher war“.

Zunächst aber wird im Rathaus diskutiert: Öffentlich am morgigen Mittwoch, 9. August, um 17 Uhr. Ende 2024 will man schließlich wieder eine rundum komplette Straße haben.

Die Verbände teilen mit, dass die vorliegenden Pläne „bereits eine signifikante Verbesserung zum Status vor dem Brückenabriss“ darstellen. Ben Jansen vom ADFC Aachen/Düren, sagt allerdings, die aktuellen Planungen für Turmstraße und Junkerstraße „schöpfen die Potenziale für einen sicheren Radverkehr nicht aus“. In der Planung werde auf eine reine Markierungslösung gesetzt, die die Anpassung des Verkehrsraums begrenzt.

„Wir sehen in diesem Straßenraum ein viel größeres Potential für den Radverkehr“, so Sebastian Lukas von Uni.Urban.Mobil. Er erinnert daran, dass die Nähe zur RWTH und zum Westbahnhof diese Straße bereits jetzt zu einem Hotspot für Radverkehr mache. Der werde in den kommenden Jahren durch immer mehr Radverkehr und den Campus West noch steigen. 

Das Urteil der Rad-Fachleute lautet: „Die aktuellen Planungen greifen zu kurz.“

Die Drei plädieren dafür, die Anforderungen des Radentscheids stärker in den Vordergrund zu rücken. Man dürfe die Chance nicht verpassen, jetzt schon eine durchgängige Radachse zu schaffen, die gleichzeitig auch den Zielen des Radentscheids entspricht.

Überbreite Kfz-Fahrstreifen könne man in der Form nur akzeptieren, wenn ein Radfahrstreifen eine angemessene Breite und einen baulichen Schutz hat. Ansonsten könnten die Überholabstände zu den Rädern bei zwei nebeneinander fahrenden Kfz nicht eingehalten werden, betont Emanuel von Heel vom ADFC Aachen/Düren.

Und auch der ÖPNV sollte –  wenn man wirklich möchte, dass die Busse schneller voran kommen – eine stärkere Berücksichtigung erhalten. Dies, obwohl die Busse in diesem Planungsbereich nur auf dem vergleichsweise kurzen Stück zwischen Pontwall und Claßenstraße fahren.

Ein langfristiger Umbau wird in der Verwaltungsvorlage in Aussicht gestellt. Es sei aber unklar, wann dieser geschehen wird. Die Verkehrsverbände fordern eine gute Zwischenlösung, damit der Fokus auf den Umbau weiterer Straßenräume gelegt werden kann.

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Vorlage für den Ausschuss: hier klicken

Die Seite von ADFC, hier klicken

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Bäume aus den Straßen verschwinden, sie tauchen auf Hauswänden auf

Gesehen in der Schützenstraße in Aachen.
Gesehen in der Beverstraße in Aachen. Aktuell: Baum ab.
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Bismarckstraße bekommt einen neuen Kanal

Die Bismarckstraße, neuerdings mit 4 Meter hohem, oberirdischem Kanal. Sie soll mal eine Fahrradstraße werden.

An und für sich keine schöne Vorstellung: Die Abwässer fließen über unseren Köpfen dahin und nicht mehr in der Erde. In der Bismarckstraße ist das einige Monate lang erforderlich. Abwasser wird oberirdisch durch Rohre gepumpt. Der Grund: Der Kanal in der Straße wird erneuert.

Achtung, „Mobile Vernunft“*, Extra-Info für euch: Zwischen den Pfeilern darf weiterhin geparkt werden.

Von der Schlossstraße bis zur Beverstraße wird, so ist zu sehen, der Mischwasserkanal erneuert. Die Regionetz Aachen erklärt ihr Vorgehen hier. Und meint: „Nach heutigem Planungsstand wird die Baumaßnahme circa acht Monate dauern.“ Häuser, Geschäfte, Garagen würden weiterhin erreichbar sein. Der Notdienst komme sowieso jederzeit an alles dran.

Vier Baugruben wird es geben, über die die Rohre in das neue System eingestellt werden. Zum Schluß gibt es eine Neuaufteilung des Straßenraums, bei der Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nicht benachteiligt werden. Die Bismarckstraße wird dann Teil der Radvorrangroute zwischen Brand/Eilendorf und Innenstadt.

*„Mobile Vernunft“ nennt sich eine neue, geschlossene Facebook-Gruppe, die sich für mehr Pkw-Verkehr in der Stadt Aachen stark macht. Wie man hört (AachenNews ist nicht Mitglied) gibt es dort intellektuell hochstehende Diskussionen über die Verkehrswende und über die Schönheit Benzin-verbrennender Autos. Sagenhaft. Alles mit viel Niveau. Aber dafür ist Facebook ja berühmt, dass  wer mit etwas richtig gut Bescheid weiß sich vorzugsweise bei Facebook äußert. 

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Teilsperrung der A 544 verbreitet weiterhin Angst und Schrecken. Bisher alles gut.

Autobahnauffahrt Aachen-Rothe Erde. Die Auffahrt auf die A 544 ist zu – wie auch die Auffahrt über den Europaplatz.

Wird uns in Aachen die Sperrung der A 544 vom Leben abtrennen und ruinieren? Jeglichen Verkehr – in und um Aachen herum – wegen Dauerstau zum Stillstand bringen? Möglich ist alles, aber bisher sieht es ehrlich gesagt nicht danach aus.

Seit dem 24. Juli ist ein überflüssiges Stück Autobahn (zwischen Europaplatz und Anschlussstelle Würselen) in Richtung Köln gesperrt. Überflüssig? Ja, zumindest hielten im Wahlkampf 2020 (also erst kürzlich) die Grünen das jetzt gesperrte Stück Straße für verzichtbar. Sie schlugen vor, dort Wohnungen zu errichten.

Die A 544 könnte doch vom Aachener Kreuz Richtung Europaplatz bereits an der Abfahrt Rothe Erde enden – zugunsten eines neu angelegten Wohngebietes, so lautete der Vorschlag. Die Idee fand keine Freunde, der Handel fasste sich an den Kopf, CDU und FDP ebenfalls.

Wie viele Fans dieses kleine Stück Autobahn hat, erlebt man jetzt, wo es wegen schwerster Mängel der Haarbachtalbrücke gesperrt wird. Als ob man nach Köln nicht auch über Brand oder die Krefelder Straße fahren könnte. Und insgesamt nicht vergißt, dass man auch via Jülicher Straße/Lombardenstraße/Grüner Weg/Prager Ring/Krefelder Straße zur Autobahn kommt. Die marode Haarbachtalbrücke wird übrigens ab Januar 2024 abgerissen und dann innerhalb von 22 Monaten neu aufgebaut. Dazu wird die A 544 in beide Richtungen gesperrt.

Doch jetzt, also genau zum Ende der Schulferien, muss Aachen (ab Montag, 7. August) erst mal die einseitige Sperrung dieser Zufahrt in die Stadt hinein verkraften. Im normalen Berufsverkehr! Im Internet macht man sich schon lustig über dieses Ereignis, das in seinen allumfassenden Dimensionen sogar aus dem Weltall beobachtet werden könne.

Das Chaos ist bisher ausgeblieben, die Stadtverwaltung und die Autobahn GmbH in Berlin schauen gespannt dem ersten Schultag nach den Ferien und dem Berufsverkehr entgegen. AachenNews wünscht vorerst allen einen geschmeidigen Urlaubsausgang. (Weitere Berichte folgen).

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