Unter dieser Überschrift muss die Stadtverwaltung eine traurige Mitteilung machen: Es müssen weitere Bäume gefällt werden.
Die Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs beginnt in dieser Woche mit Baumfällungen im Stadtgebiet. „Alle betroffenen Bäume sind in einem schlechten Zustand und nicht mehr verkehrssicher. Dadurch stellen sie eine Gefahr für Bürger*innen dar.“
Die betroffenen Bäume seien teilweise oder ganz abgestorben und durch Pilzbefall oder eine Vorschädigung in Form von Fäulen oder Rissen in ihrer Stand- und Bruchsicherheit gefährdet. Besonders betroffen seien beispielsweise die Breslauer Straße, die Roermonder Straße, die Nordstraße und die Reinhardstraße.
Die Maßnahme, so wird weiter mitgeteilt, werde bewusst im Herbst und Winter umgesetzt, außerhalb des Brut- und Nistschutzes, der von März bis September gilt. Nachpflanzungen an den jeweiligen Standorten würden nach der Fällung geprüft und voraussichtlich für den Herbst 2024 geplant.
Soll das (falls uns das Klima nicht vorher killt) Aachen in 100 Jahren sein? Nur noch Sand, Kakteen und ein paar Palmen in der Ferne? (Am Reichsweg gesehen.)
Der Weihnachtsbaum steht, er erfüllt den Aachener Markt mit einem wunderbaren, festlichen Leuchten. Eine Stadt, die einen Baum so prächtig schmückt und in den Mittelpunkt stellt, wird wohl Bäume generell schätzen und pflegen. Könnte man meinen. Aber: schaut selbst.
Traumhaft schön und über 10 Meter hoch: Ein festlich geschmückter Nadelbaum zwischen Buden mitten auf dem Aachener Marktplatz. Dort wird am kommenden Freitag, 24. November, um 11 Uhr der 50. Weihnachtsmarkt eröffnet. Tags zuvor wird der neue Weihnachtsmarkt auf dem Gelände am Büchel erstmals eröffnet.Kahlschlag am Reichsweg im Ostviertel. Da wurde die Böschung von Bäumen und anderem Gehölz „befreit“. Dort wird ab dem Frühling der Krach durch die Züge nun lauter sein, wer aus dem Fenster schaut, schaut nicht mehr ins Grüne, und die frische Ausstrahlung von mit Blättern prallvollen Bäumen ist auch dahin. Zahllose Bäume am Reichsweg gibt es nun nicht mehr.Wen diese Bäume gestört haben? Keine Ahnung. Angeblich wurde befürchtet, dass sie auf die Schienen fallen. Ein Scheinargument. Die Baumfäller sind bis zur Mitte des Reichsweg vorgedrungen.Werden die restlichen Bäume (bis zur Stolberger Straße) etwa auch noch gefällt?
UPDATE:
Jemand fragt: Das war ja wohl die Deutsche Bahn (DB) und nicht die Stadt, oder?
Antwort: Ehrlich gesagt, ist es mir schon egal wer das war. Die Bäume sind gefällt, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Wer es auch war: Die haben immer „gute“ Gründe. – Es kann aber gut sein, dass die DB am Reichsweg aktiv war. Es wird noch versucht, das zu ermitteln.
Die Ukraine ist nicht vergessen: Als eine Anfrage des Deutsch-Ukrainischen-Vereins Blau-Gelbes-Kreuz den Aachener Stadtbetrieb erreichte, ob Fahrzeuge gespendet werden können, kam direkt eine Zusage. Die Wahl fiel auf ein Abfallsammelfahrzeug und einen Radlader, beides Fahrzeuge, die nach zehn Jahren Einsatz im Stadtbetrieb ausgemustert worden waren. Diese Woche bringt der Verein das Abfallsammelfahrzeug mit einem Hilfskonvoi an die polnisch-ukrainische Grenze.
Hilfskonvoi ab Köln
Am Donnerstag startet ein nächster Hilfskonvoi des Blau-Gelbes-Kreuzes mit vier Fahrzeugen und einem Begleitfahrzeug in Köln. Voraussichtlich am Freitagabend wird die polnisch-ukrainische Grenze erreicht. Das Abfallsammelfahrzeug aus Aachen wird künftig in Aachens Solidaritätspartnerschaftsstadt Chernihiv eingesetzt – ebenso der Radlader, der bei einem der nächsten Hilfskonvois in die Ukraine gebracht wird.
Weitere Spenden geplant
In den vergangenen Wochen waren die Fahrzeuge in der Werkstatt des Stadtbetriebs intensiv geprüft worden. Die aktuellen Spenden sollen einen Auftakt markieren: Perspektivisch ist geplant, weitere Fahrzeugspenden mit Unterstützung des Blau-Gelbes-Kreuzes nach Chernihiv zu bringen. Eine konkrete Spende ist schon in Vorbereitung: ein Bodenbearbeitungsgerät soll bald in die Ukraine gebracht werden. (Infos: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing)
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Meinung: Vielen Menschen ist nicht bewußt, dass – sollte Russland diesen Krieg gewinnen – die Kosten für Deutschland und Europa gigantisch sein werden. Dann wird man sich wünschen, im Vorfeld dieses russischen Sieges mehr getan zu haben: Hätten wir doch mehr geholfen und die Ukraine in die Lage versetzt, den Krieg zu gewinnen. Die Zögerlichkeit der Sozialdemokraten in Berlin ist ein unverzeihlicher, schwerer Fehler. Es werden der Ukraine immer nur so viele Waffen und so viel Munition geliefert, dass sie nicht verliert, aber auch nicht gewinnen kann.
Der Bundeskanzler als Hauptzögerer lädtgerade eine schwere Schuld auf sich. Seine Berater ebenfalls. Sie haben nicht erfasst, worum es in Wirklichkeit geht beim Krieg Russlands gegen die Ukraine. Podcast zur Ukraine hier.
(s. dazu unten den Kommentar)
Dr. Kateryna Kravchenko (3.v.l.) freute sich über die Unterstützung. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (3.v.r.) bedankte sich ebenso wie Dezernent Heiko Thomas (2.v.r.) und Luise Clemens, Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung (2.v.l.) bei Martin Bergen, Bereichsleiter Innovations- und Mobilitätsmanagement des Stadtbetriebs(l.), und Marlon Knops, Ressortleiter Zentrale Dienste des Stadtbetriebs (r.). Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Der November hat es in sich. Es ist ein Monat mit diversen Anlässen zum Trauern. Tagsüber wird es manchmal gar nicht mehr richtig hell . . . bis anlässlich Weihnachten alle Lichter leuchten, dauert es noch eine Weile. In der Bismarckstraße hat unterdessen eine Künstlerin schon mal die Schaufensterscheiben vom REWE bemalt. Das sieht gar nicht so schlecht aus.
Schaufenster von REWE im Frankenberger Viertel.
Ebenfalls im Frankenberger Viertel, Bismarckstraße 149, hat Alnatura (s. unten) auf knapp 800 Quadratmetern eine neue Filiale eröffnet. Die Räume wirken riesig, das Warenangebot ebenfalls (angeblich 6000 Bio-Produkte). Es ist quasi exquisit und nicht gerade preiswert. Es gibt dort auch eine Café-Bar mit Sitzmöglichkeiten.
Weitere Alnatura-Filialen gibt es in der Kapellenstraße in Burtscheid und am Karlsgraben. Wir wünschen für die Zukunft „gute Geschäfte“ und immer viele Kund*innen im Laden.
In der Bismarckstraße.
An zwei verschiedenen Orten werden in knapp drei Jahren (wenn es dann diese Welt noch gibt) die Weltmeisterschaften der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) stattfinden. Dies gab die FEI am frühen Sonntagmorgen (MEZ) auf ihrer Generalversammlung in Mexico City bekannt.
Ex-Kollege Ulrich Simons schreibt: „Den dicksten Brocken sicherte sich Aachen mit den Disziplinen Springen, Dressur, Para-Dressur, Vielseitigkeit, Gespannfahren und Voltigieren in der Zeit vom 10. bis 23. August 2026. Die Distanzreiter gehen am 17. Oktober 2026 im saudi-arabischen El-Ula an den Start.“ Hier weiter.
Diese Info haben wir am Wochenende diversen Leuten per SMS mitgeteilt. Was kam? Keine einzige Reaktion.
Foto: Eröffnungsveranstaltung 2023.
Liebe Leserinnen und Leser, es gibt nicht nur die Alemannia, die am vergangenen Wochenende in einem nervenzerfetzenden Spiel gegen Düren mit 2 : 1 gewonnen hat. Es gibt in Aachen auch noch den CHIO, und zur Weltmeisterschaft in gut zweieinhalb Jahren werden – wenn nicht noch eine Pandemie, ein Krieg, eine Eurokrise oder ähnliches ausbricht – wohl 500.000 Menschen nach Aachen kommen. Und es steht die Frage im Raum, ob für das Voltigieren nicht in Windeseile eine neue Halle errichtet werden muss oder ob die alte Albert-Vahle-Halle reicht. Vermutlich nämlich nicht. Und ob die Stadt Aachen sich an dem Neubau finanziell beteiligt. Vermutlich das nämlich auch nicht.
Das Stadion ist eines der schönsten Reitstadien der Welt. Der ALRV hat bewiesen, dass er große Turnierveranstaltungen perfekt organisieren kann. Die Weltmeisterschaft kann kommen.
Zum guten Schluss noch ein Foto von dem Platz (Nähe Siegel), auf dem eines (fernen) Tages nach schier unendlich langer Planung die vierte Feuer- und Rettungswache von Aachen stehen wird. Der Aachener Süden soll von dort aus im Falle von Einsätzen viel schneller angefahren werden, als das bisher der Fall ist. Da kann man nur hoffen, dass der Wettbewerb für den Neubau schnell zu einem Sieger-Entwurf führt und flott gebaut wird. Obwohl: Für das Gebäude wird wieder eine Menge Boden versiegelt.
Vor einigen Monaten standen auf dem Platz noch Zelte für Flüchtlinge. Doch die Zelte wurden relativ schnell wieder abgebaut. Bis die neue vierte Wache funktionsfähig ist, wird es eine Interimswache an der Adenauerallee geben. Auch auf einer Grünfläche (2300 Quadratmeter) übrigens.
Platz für eine neue, vierte Feuerwache ist reichlich vorhanden.
Die Bismarckstraße: Rechts ragt der Neumarkt ins Bild. Zwischen Schlossstraße und Drimbornstraße befindet sich der größte Teil der Bismarckstraße (Frankenberger Viertel) und ist in einem schlimmen Zustand.
Die Bismarckstraße: Wer da entlang radelt, ist mutig. Sie soll in eine Fahrradstraße umgebaut werden, erst Ende 2025 soll alles fertig sein. Kosten sollte der Ausbau etwa 3 Millionen Euro. Aber die Explosion der Kosten in der Baubranche und diverse andere, nicht vorhersehbare Ereignisse (Kriege, Inflation usw.) bewirken, dass nunmehr mit 5,88 Millionen Euro gerechnet werden muss.
Eine Fahrradstraße soll sie werden, was man in Aachen so „Fahrradstraße“ nennt: rote Fahrbahn, Pkw fahren drauf, Radler*innen werden an den Rand gedrängt. Eine Fahrradstraße nach Aachener Machart ist einfach eine Straße wie alle anderen auch, nur rot.
Egal. Die Straße sollte erneuert werden, sie hat es nötig. Sie ist die z. Z. kaputteste Straße von Aachen und gefährlich. Die Bismarckstraße war jetzt Gegenstand von Beratungen in der Bezirksvertretung Mitte. Am Donnerstag, 23. 11., am 5. 12. und am 13. 12. wird die Politik weiter diskutieren. Und wenn alles gut geht entscheiden, ob die Straße vielleicht in einer abgespeckten Light-Version gebaut werden kann oder so wie geplant. Dann aber doppelt so teuer.
Sparen könnte man sich, so hat die Verwaltung aufgelistet, zum Beispiel: den Einbau einer Druckleitung für eine spätere Offenlegung des Beverbachs, geschlossene Fahrrad-Abstellanlagen, die Aufpflasterung im Bereich der Kreuzungen, die Roteinfärbungen usw. Dann würde die Sanierung der Straße eine Million Euro preiswerter. 19 neue Bäume kosten überraschend praktisch nichts, weil noch jemand irgendwo Bäume gefällt hatte, die an anderer Stelle ersetzt werden müssen.
Diese edel anmutenden Kisten sind sehr teurer. Um innen sein Fahrrad abzustellen, schadet es nicht, einige Semester Informatik studiert zu haben. Fahrräder stehen bis jetzt auch nicht drin. Wir haben jedenfalls reingelugt und keine gesehen. An der Bismarckstraße könnte man auf solche Gehäuse verzichten.
In der Diskussion sind noch Fragen nach der Breite der Bürgersteige (müssen es überall 5 Meter sein?) und ob die Trennung zwischen Fahrradspur und Fußgängern wirklich gelungen ist oder zu Unfällen führt. Zu Letzterem hat der ADFC AachenNews umfangreiche Einschätzungen zugeschickt.
ADFC kritisiert Pläne und kündigt Demo an
Der ADFC Aachen/Düren begrüßt die Gesamtplanung zur Gestaltung der Bismarckstraße. Dort verlaufen die wichtigen Radvorrangrouten zwischen dem Elisenbrunnen und Brand bzw. Eilendorf. Bereits heute nutzen etwa 2.000 Radfahrende täglich die Bismarckstraße – Tendenz steigend. Der ADFC freut sich über viele kleine Details, die zu einer technisch guten und ausführlichen Ausführungsplanung beigetragen haben.
Allerdings äußert der ADFC starke Bedenken gegen die vorgesehene Gestaltung der Bismarckstraße auf Höhe des Neumarkts. Die Verwaltung möchte an dieser Stelle eine „Mischfläche“ einrichten und diese mit einem Schachbrettmuster pflastern, so wie man es an der Bushaltestelle Ehrenmal in der Ludwigsallee vorfinden kann.
„Die vorgeschlagene Gestaltung der Fahrbahn am Neumarkt steht im klaren Widerspruch zu den im Radentscheid festgelegten Zielen. Sie gefährdet dieSicherheit und den Komfort der Radfahrenden und zu Fuß Gehenden“, kritisiert Ben Jansen, Vorsitzender des ADFC Aachen/Düren und weiter: „Die Planung ignoriert wichtige technische Standards und den politischen Beschluss zum Radhauptnetz. Sie führt zu einer unklaren Verkehrsführung, die Konflikte provoziert.“
„Am Neumarkt fordern wir eine durchgängige, asphaltierte und rot eingefärbte Fahrradstraße, um eine sichere und intuitive Nutzung zu gewährleisten“, so Jansen. Als Kompromiss schlägt der ADFC die Einrichtung eines Zebrastreifens vor.
In der Bezirksvertretung Aachen-Mitte konnte der ADFC zuletzt einen Teilerfolg feiern, denn die Verwaltung möchte nun bis zum Mobilitätsausschuss am 23.11. zwei weitere Varianten zum Neumarkt ausarbeiten und in einer zusätzlichen Vorlage präsentieren. Der ADFC nimmt dies zum Anlass, sein Anliegen auf die Straße zu tragen und für eine klare und intuitive Lösung am Neumarkt zu werben.
Der ADFC ruft deshalb zu einer Demonstration am Mittwoch, 22. November, um 17 Uhr am Neumarkt unter dem Motto „Fahrradstraße Bismarckstraße auch am Neumarkt!“ auf.
Gestern (15. November, 18.20 Uhr) ist es am Kaiserplatz zu einer schweren Schlägerei gekommen. Der Platz ist Video-überwacht. Aber, wie von Mitgliedern der Aachener Piratenpartei oft ausgeführt, hat NICHT die Überwachungskamera dazu geführt, dass die Polizei herbeigerufen wurde. Es waren vielmehr Beobachter der Schlägerei vor Ort, die die Beamten informierten und diese dann in Gang setzten.
Nach ersten Ermittlungen, so teilt die Polizei mit, ist ein 39-Jähriger mit einem anderen Mann in Streit geraten. Daraus soll sich „eine körperliche Auseinandersetzung“ entwickelt haben. „Zwei weitere Männer kamen dazu, schlugen und traten ebenfalls auf das 39-Jährige Opfer aus Würselen ein“, so wird mitgeteilt. Und: „Zeugen riefen die Polizei.“
Noch vor Eintreffen der Polizisten flüchteten zwei der Täter unerkannt. Ein Tatverdächtiger – einer der beiden Männer, die zur Auseinandersetzung dazu kamen – konnte am Tatort gestellt werden. Es handelt sich um einen Mann (34) aus Herzogenrath. Die Verletzungen des Opfers mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Die Tat konnte über die Videobeobachtungsanlage immerhin aufgezeichnet werden. Die Polizei: „Die Aufzeichnung wird nun ausgewertet.“
Die Aachener CDU-Fraktion (und in ihrem Schlepptau die 3-Personen-Minifraktion der FDP) regt sich künstlich auf: Darüber, dass eine Abteilung der Stadtverwaltung einen Teambildungs-Ausflug ins Phantasialand unternommen hat – auf Kosten der Stadtkasse. Jetzt hat man es sogar geschafft, dass die Staatsanwaltschaft sich den Fall ansehen muss. Die Juristen haben ja auch sonst nichts zu tun in Aachen.
(UPDATE: Es soll auch einen Aufenthalt in dem Luxus-Kurort Alsdorf gegeben haben. Preiswert ist in ALSDORF ja bekanntlich nichts, oder? Den Traum-Urlaubsort Alsdorf einen Tag lang besuchen auf Kosten der Steuerzahler, da sind wir aber neidisch!!!)
Was für ein Glück, dass es in Aachen noch eine CDU-Fraktion gibt (allerdings aus Gründen halbiert gegenüber der vorigen Ratsperiode), die schwerste Verfehlungen der Verwaltung aufdecken hilft.
Scherz beiseite: So kleinkariert wie die Aachener CDU ist man in Berlin nicht.
Die Berliner CDU-Fraktion hat das Reisefieber gepackt. In der kommenden Woche geht es für die 52 Abgeordneten plus Mitarbeiter zur Fraktionsklausur nach Warschau, schreibt der Berliner Tagesspiegel in seinem Checkpoint. „Warum nach Warschau?“, haben die Kolleg*innen in Berlin nachgefragt.
Wegen der „deutsch-polnischen Freundschaft“ und aus „Solidarität mit Osteuropa“, heißt es noch etwas vage aus der Fraktion. Und wie? Mit dem Flugzeug. Checkpoint-Hinweis an die Reiseleitung: „In 5:40 Stunden ginge es auch per Berlin-Warschau-Express mit dem Zug von Stadtzentrum zu Stadtzentrum.“
Uiuiuiui, die Polizei hat schon das Rathaus umstellt, wegen ausufernder, ganztägiger Teambildung einer Abteilung natürlich. Die Abteilung war und ist mit schwierigsten Aufgaben befasst, hatte aber wohl in der Vergangenheit wegen Corona und wegen vieler Neueinstellungen etwas den Kontakt zueinander verloren. – Die Wahrheit ist: Es handelt sich um ein AachenNews Archiv-Foto aus September 2023.
Zu der Angelegenheit in Aachen immer schön die örtliche Tageszeitung kaufen und dann auch lesen. z. B. hier
Es ist mit weiteren „Enthüllungen“ der skandalösesten Art zu rechnen. Jau.
Seit dem 1. November gilt die Winterdienstpflicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs stehen parat. Straßen, Wege und Plätze werden nach Dringlichkeitsstufen durch den maschinellen Winterdienst von Schnee und Eis befreit. Grundstückseigentümer sind verantwortlich, Schnee und Glätte vor ihrem Grundstück zu beseitigen.
Seit Wochen werden die Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände des Aachener Stadtbetriebs vorbereitet. Räumschilder und Aufbauten für Streumittel wurden montiert, etwa 1.600 Tonnen Salz und 100 Tonnen Granulat sind eingelagert. Foto: Stadt Aachen/Elisa Bresser
310 Mitarbeitende des Stadtbetriebs sind im Winterdienst eingesetzt und rücken sofort aus, wenn Schnee und Glätte entstehen.
Maschineller Winterdienst
Im Einsatz sind 90 Fahrzeuge, darunter Großstreufahrzeuge, Kleinstreufahrzeuge, und Traktoren. Auf rund 1.200 Straßen mit einer Streckenlänge von etwa 1.500 Kilometern wird für sichere Verhältnisse gesorgt. Es gibt einen Dringlichkeitsplan.
Ab 3 Uhr werden die Fahrbahnen mit besonderer Verkehrsbedeutung von Schnee und Eis befreit. Hierzu zählen etwa Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern. Ist diese Dringlichkeitsstufe 1 gegen 7 Uhr abgearbeitet, haben die Winterdienstfahrer bereits eine Strecke von 555 Kilometer zurückgelegt. Im Anschluss werden die rund 457 Kilometer der Dringlichkeitsstufe 2 betreut. Hierzu zählen vornehmlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen.
Zur Dringlichkeitsstufe 3 gehören reine Wohn- und Anliegerstraßen. Der Winterdienst auf diesen Straßen wird im Anschluss an die Stufe 2 durchgeführt und umfasst eine Streustrecke von 423 Kilometern.
Manueller Winterdienst
Parallel zum maschinellen Winterdienst kümmern sich etwa die Mitarbeitenden des manuellen Winterdienstes in der Regel schon ab 3 Uhr um die Verkehrssicherheit an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen.
Winterdienst auf Radwegen
Auch auf den Radwegen übernimmt der Stadtbetrieb die Winterdienstpflicht. Dies betrifft im Stadtgebiet eine Streckenlänge von 90 Kilometern in der Dringlichkeitsstufe 1, hinzu kommen weitere 25 Streckenkilometer in der Dringlichkeitsstufe 2.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Was wird aus Burtscheid? Etliche Bäume sind im Kerngebiet gefällt worden, neue werden seit Jahren nicht mehr gepflanzt. Was hat der neue, mächtige Player im bundesweiten und im Burtscheider Kurwesen, die „Alexianer GmbH“ mit den Grundstücken vor, die er gekauft hat? Was darf diese GmbH dort – mit den Stimmen der Mehrheit im Rat der Stadt – einmal bauen?
Es steht nicht nur die Zukunft des Burtscheider Klostergartens auf dem Spiel. Alles zusammengerechnet (Burtscheider Kurpark und Planungsumgebung) wird wahrscheinlich eine weitere, fast ebenso große Fläche bebaut.
Aber wen man auch fragt in Burtscheid, immer hört man: „Wir wissen nicht genau, was eigentlich geplant ist, wir fürchten das Schlimmste!“ Eins sei klar: Die „Alexianer GmbH“ (nicht verwechseln mit dem Aachener Alexianer Krankenhaus am Alexianergraben) ist eine Riese (Umsatz 2021: 1,7 Milliarden Euro), und der will bauen, bauen und noch mal bauen.
Ein Neubau in Burtscheid. Wo vormals alles saftig grün war, steht jetzt ein Erweiterungsbau des Marienhospitals. „MarienPlus“ heißt der Riegel mit 78 Plätzen für Privatpatienten, den manche Menschen tatsächlich schön finden. Ganz hinten (im Foto rechts) ist ein Außenraum entstanden, von dem man – sobald man ihn betritt – nur noch weg möchte. „MarienPlus“ steht vorne am Riegel dran. Das keck drangeschriebene „plus“ bedeutet wohl, dass dort Patient*innen mit einem „plus“ auf dem Bankkonto aufgenommen werden.Direkt neben dem Gebäude steht übrigens ein neues Parkhaus.
Die Planer haben Visionen, der Kern von Burtscheid soll „ein modernes Gesicht“ bekommen. Burtscheid sei im Aufbruch, und es fällt der Ausdruck „Gesundheitscampus“, dieser soll errichtet werden. Ein Campus? Wir dachen bisher, wir wüssten, was ein Campus ist, nämlich ein Komplex von Gebäuden, die zur Hochschule gehören. Bekommt da in Burtscheid eine überdimensionale, umfassende Neu- und Zubebauung einen wohlklingenden Namen verpasst?
Vieles ist unklar, viele Fragen gibt es. So wie im Baugebiet „Luisenhöfe“ und in anderen Gebieten in Aachen, wo Grünflächen, die im Sommer die Innenstadt mit kühlen Temperaturen und einem frischem Lüftchen versorgen möglicherweise zugebaut werden. Möglicherweise aber auch nicht. Gut wäre es, wenn sich die von solchen Maßnahmen Betroffenen zusammenfinden würden. Auch mit Menschen aus der Innenstadt.
Denn wenn in Burtscheid großflächig gebaut wird, dann verliert nicht nur Burtscheid, es leidet die Innenstadt, die heißer und heißer wird in den Sommern, die noch vor uns liegen.
Der rückwärtige Teil der Kurparkterrassen ist nicht denkmalgeschützt und soll entfernt werden. Könnte sein, dass dort dann ein großer Glaskubus errichtet wird. Ökologisch wenig sinnvoll, aber warten wir’s ab. Allein um die Baustelle dann zu erreichen müssten wohl mehrere alte Bäume gefällt werden.
Studierende der Fachhochschule haben sich schon mal den Kurgarten vorgeknöpft und mit dem Mut und der Verwegenheit junger Menschen offene Thermalwasser-Badebrunnen vorgeschlagen, wo sich dann jede*r offen ins Thermalwasser setzen kann. Der Kurgarten zwischen Dammstraße und Michaelsbergstraße soll schließlich ebenfalls vollkommen neu gestaltet werden. Ein Stück vom jetzigen Schulhof bebaut, sowieso.
Wie dem auch sei: Wir werden die Veränderungen in Burtscheid beobachten. Bleibt dran und empfehlt AachenNews.org weiter.
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Zum Weiterlesen: hier klicken und wegen der Bäume hier. Angeblich waren da 171 Bäume vorhanden. Das kann jedoch schwerlich stimmen, es sei denn, man zählt auch Büsche mit oder z.B. den Stumpf des gefällten Silberahorns. Die Baumzählung im Kurpark und wie sie erfolgt ist, ist leider undurchsichtig.
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In den Parkterrassen zu finden: Das kleine Fürstenbad(1864 erbaut). Es ist vom Kaiserbad (im Krieg zerstört) im Jahr 1963 nach Burtscheid in die Wandelhalle, die heutigen Kurparkterrassen, umgezogen.
Wer mal etwas wirklich Kleinkariertes sehen will, der schaue sich die örtliche Tageszeitung (von Freitag, 10. November) und da die erste Seite vom Lokalteil an. Ganzseitig wird über die Verwaltung lamentiert, die nach sehr viel Arbeit im Homeoffice und angesichts vieler Neueinstellungen sowie Personalmangel zur Teambildung den ein oder anderen Ausflug unternommen hat.
Ausflüge in die nähere Umgebung, nicht etwa nach Sylt oder Düsseldorf oder Berlin oder sowas. Sondern nach Alsdorf und in die Eifel – für einen Tag. Eine solche Kleingeistigkeit solltet ihr, liebe Leserinnen und Leser, nicht verpassen. Kauft euch mal in Aachen die Tageszeitung, es lohnt sich. Es gibt Berichte über die „Verschwendungssucht“ der Stadtverwaltung, eine Verschwendungssucht, die gar keine ist.
Die Darstellung ist so beschränkt (angesichts eines Haushalts von 1,2 Milliarden Euro), dass sie sehenswert ist. Aachener Journalismus, z. B. am Tag nach dem Pogromnacht-Gedenken, wie man ihn sich absurder nicht vorstellen kann. Da versuchen Leute auf Pepita Schach zu spielen. Absolut sehenswert.
Teile der Stadtverwaltung haben sich doch tatsächlich z. B. ins Phantasialand begeben (Brühl), um mal zusammen etwas Spaß zu haben (Teambildung) und die dauernden Anwürfe geistiger Tiefflieger aus der örtlichen Presse zusammen auszuhalten. Die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos, Günen nahestehend) an der Spitze versucht, eine Stadt wie Aachen nach mehrjährigem Große-Koalition-Politikstillstand auf Vordermann zu bringen. Und da fällt der örtlichen Presse nichts Besseres ein, als ganzseitig an Ausflügen rumzunörgeln, die alles in allem in einem ganzen Jahr maximal 16.000 Euro gekostet haben?
What?
Andersrum wird ein Schuh daraus: Hätte man angesichts der vielen Neueinstellungen bei der Aachener Stadtverwaltung (derzeit etwa 6000 Mitarbeitende) die Teambildungs-Maßnahmen nicht vorgenommen, DANN müsste man die Verwaltungsspitze scharf kritisieren.
Die CDU, die als treibende Kraft hinter dem Ganzen vermutet werden kann, hat zusammen mit der FDP jetzt diverse umfangreiche Sonder-Beratungen und Prüfungen beantragt. Ein Glück also, dass wir im Aachener Rathaus eine CDU-Fraktion haben. Da werden bestimmt noch viele andere Groß-Verfehlungen ans Licht kommen. Hahaha.
Wenn man auf Leute, die mal für eine ganze Abteilung einen Betriebsausflug aus der städtischen Kasse finanzieren, so dermaßen eindrischt, dann ahnt man die Antwort auf diese Frage. Wer möchte dort eine Führungsposition einnehmen, wo so verfahren wird? Nur Mitarbeiter*innen, für die der Arbeitgeber auch was springen lässt, bleiben im Amt bzw. im Unternehmen.
Und wer heute noch denkt, die freie Wirtschaft sei etwas GANZ ANDERES als der Dienst in einer Behörde, der hat wirklich wenig Ahnung von der modernen Arbeitswelt – hüben wie drüben – und sollte sich ganz schnell anderen Themen zuwenden. Es gibt ja noch genug. Die Alemannia zum Beispiel, die am Freitag unter Flutlicht 1 : 0 gewonnen hat. Oder das Wetter, das ist in Aachen doch auch immer ein nettes Thema, nicht wahr?
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).