Kardinal Woelki in Aachen? Mädchen sagen: Nicht mit uns

Der Dom strahlt frisch geputzt, die Menschen sehen und staunen. Doch die katholische Kirche, in deren Einrichtungen jahrzehntelang Kinder missbraucht wurden und wo der Missbrauch von den Führungspersonen unter den Teppich gekehrt wurde, hat große Schuld auf sich geladen.

Es ist Halbzeit bei der Heiligtumsfahrt. Die Menschen strömen – lange nicht so zahlreich wie in früheren Jahren – und denken vielleicht ihrerseits an Personen, deren Tod man unendlich betrauert hat und von denen man zu Hause ein paar Kleidungsstücke aufbewahrt. Sei es um den Verlust zu verarbeiten, sei es ihn letztlich vielleicht ertragen zu können.

Wie auch immer und was auch immer die Verehrung der alten Textilien bedeuten mag: Zu allem Rätselhaften kommt ausgerechnet auch noch Kardinal Rainer Woelki aus Köln nach Aachen um am kommenden Sonntag (18. Juni) auf dem Aachener Katschhof eine besonders festliche Messe zu lesen. Jener Woelki, der die Veröffentlichung eines Gutachtens zum sexuellen Missbrauch im Kölner Erzbistums verhindert hat, der möglicherweise sogar selbst Sexualstraftäter geschützt und ihre Taten vertuscht haben könnte.

Der Mädchenchor des Aachener Doms hat jedenfalls mit Woelki ein Problem. Nicht wenige Mädchen wollen/können mit oder für oder neben Woelki nicht singen. Von 120 Sängerinnen (alle zw. 10 und 18 Jahre alt) wollen nur 54 singen, wenn Woelki zelebriert. Genau 66 Mädchen haben wissen lassen, dass sie nicht dabei sein werden. (siehe hier und hier)

Unfrieden stiften, das kann er

Dass nun Woelki selbst sagt: „Na gut, dann bleibe ich eben in Köln“ würde man ja sogleich vermuten. Aber nein: Ihm ist es offenbar ganz egal, dass er den Chor spaltet in Mädchen die mitmachen und Mädchen die sich verweigern/verweigern müssen, weil ihre Eltern das so entschieden haben. Woelki ließ sogar eigens mitteilen, Mädchen-Protest hin oder her, er freue sich auf seinen Besuch in Aachen. Und der Bischof von Aachen und seine Priester haben natürlich auch nicht die Charakterstärke um zu sagen: „Herr Woelki, Sie sind hiermit ausgeladen.“

Wir bei AachenNews hoffen, dass die Gläubigen bei der Messe diesem Kardinal Woelki den Rücken zudrehen und „hau ab, hau ab“ skandieren. – Insgesamt gilt es nicht zu vergessen, dass die Priester der katholischen Kirche meinen, sie wüssten etwas über Gott. Richtig ist: Sie wissen nichts über Gott. Nichts.

Appell: Solltet ihr dort noch Mitglied sein, so tretet aus.

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Künstliche Intelligenz hilft dem Rettungsdienst und im Krankenhaus

Ein Projektteam aus Aachen ist in Berlin – bei der berühmten Digitalkonferenz „re:publica“ – ausgezeichnet worden.

Es handelt sich um das Institut für Rettungsmedizin & zivile Sicherheit und den AcuteCare InnovationHub. Die beiden haben „AI2destination“ entwickelt, das ist ein auf künstlicher Intelligenz basiertes System für stationäres Bettenmanagement und Krankenhausverlegungen.

Die Pressestelle der Stadt teilt mit, dass die beiden Institute den Fachbereich Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Aachen sowie die Klinik für Anästhesiologie der Uniklinik RWTH Aachen repräsentieren. Im Wettbewerb sei es darum gegangen, eine gemeinwohlorientierte, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Idee zu entwickeln und ein ausgewähltes Expertengremium von dieser zu überzeugen.

Im Projekt „AI2destination“ soll ein intelligentes Managementsystem entwickelt werden, das bei der Planung von Patientenverlegungen unterstützt und zusätzlich in Großschadenslagen genutzt werden kann. Ziel: Verletzte schnellstmöglich auf umliegende Krankenhäuser verteilen. Gesundheitsdaten sollen bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes an das Krankenhaus übermittelt werden. Ziel ist es ferner, das Personal der Rettungsdienste und Krankenhäuser zu entlasten, Patienten optimal zu versorgen und die Ressourcennutzung zu optimieren.

Die Gewinnerteams des Wettbewerbs wurden im Rahmen der Konferenz am Montag, 5. Juni, in Berlin jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 20.000 Euro prämiert, um einen förderfähigen Antrag zu formulieren und somit weitere Fördergelder für die Umsetzung des Vorhabens zu akquirieren.

Zusätzliche Infos zum Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit (ARS) online: https://www.ukaachen.de/kliniken-institute/institut-fuer-rettungsmedizin/ueber-uns/

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Am Freitag, 16. Juni: Die Verwaltung spricht mit euch über den Sportpark Soers

Politik und Verwaltung in Aachen haben derzeit eine Menge Projekte in Angriff genommen. Alle eint folgendes: Sie sind horrende teuer.

Das Neue Kurhaus in der Monheimsallee wird saniert und wird am Ende wohl 60 Millionen Euro gekostet haben.

Die Kita-Plätze für Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 54.000 Euro (bisher 28.000 Euro) sind (ab 1. 1. rückwirkend) kostenlos. Für die Einkommen bis 68.000 Euro wurden die Beiträge halbiert.

Für vermutlich 120 Millionen Euro möchte man entweder ein „Haus der Neugier“ errichten (im ehemaligen Horten-Gebäude). Oder für 70 bis 80 Millionen den Bushof so umgestalten, dass dort die Volkshochschule attraktiv arbeiten kann.

Der Büchel bekommt (das bröckelige Parkhaus ist ja weg) bald ein anderes Outfit. Das heißt: Dort muss ebenfalls investiert werden.

Und auch der Sportpark Soers wird – wenn das alte Polizeipräsidium mal abgerissen ist – nicht gänzlich mit Geld aus Düsseldorf und Berlin zu finanzieren sein. Entstehen soll ein Sportpark für alle Bürger*innen Aachens mit einem breiten Sport- und Freizeitangebot. Darüber hinaus wird geprüft, wie der Standort einer neuen Multifunktionssporthalle und einer neuen Reithalle in die Planung integriert werden kann.

Im Rahmen der Erarbeitung des Masterplans zur Entwicklung der Flächen am Sportpark Soers lädt die Verwaltung gemeinsam mit den zuständigen Planungsbüros dazu ein, die Beteiligten und deren erste Visionen kennenzulernen. Das Treffen findet statt am Freitag, 16. Juni, 17 bis 20 Uhr, auf dem Vorplatz des Tivoli-Stadions (Höhe CHIO-Brücke). Bei Rundgängen, Gesprächsrunden und Workshops hat man die Gelegenheit, das Plangebiet vor Ort zu entdecken und Anregungen einzubringen.

Weitere Infos auf www.aachen.de/sportparksoers.

Mehr Infos hier
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„Sorry Baum“ mit UPDATE

Diesen Baum hatte AachenNews schon aufgegeben. Aber vielleicht war das voreilig. Einige wenige Austriebe hat die Baumhasel (Ecke Lütticher Straße/Habsburgerallee Hohenstaufenallee) ja immerhin noch geschafft.

Leute vom Aachener Baumschutzbund haben ihn jedenfalls nicht aufgegeben und den Baum mit Wasser versorgt, Unbekannte* haben ein Laken beschriftet und den schlimmen Zustand des Baumes mit dem nebenan errichteten Gebäude in Verbindung gebracht.

Unterdessen empfehlen wir zur erbaulichen Lektüre den gesellschaftskritischen Roman von Therese Anne Fowler mit dem Titel „Gute Nachbarn“ aus 2021. In dieser spannenden Geschichte spielen ein alter Baum und ein neues Gebäude neben dem Baum eine entscheidende Rolle.

*Inzwischen ist das Rätsel, wer sonst noch engagiert ist, gelöst. Carmelo L. (ehemals Baumpfleger der Stadt Aachen) ist mit anderen aktiv geworden. Außerdem gibt es ein Treffen am Baum am Freitag, 9. Juni, um 10 Uhr. Diverse Presse soll ebenfalls ihr Erscheinen zugesagt haben.

Prägnant zusammengefasst, was hier geschehen ist: „Ein Haus mehr, ein Baum weniger“. Foto: G.H.
Außer dem Baumschutzbund haben noch andere Menschen in Aachen diesen Baum im Auge und beklagen seinen schlimmen Zustand. Unbekannte schrieben auf den Gehweg: „Sorry Baum“. Die lokale Presse berichtete hier.
Ob da noch was zu machen ist?
Baumhasel in Aachen, Ecke Lütticher Straße/Hohenstaufenallee, in der typischen Pyramiden-Form.
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Wenn plötzlich eine Autotüre geöffnet wird . . .

. . . dann hast du auf dem Rad schlechte Karten

In Aachen gibt es viele Radfahrstreifen, die befinden sich zwischen parkenden Autos und dem fließenden Verkehr. Dort mit den Rad zu fahren, das ist brandgefährlich. Der Mobilitätsausschuss, der permanent an das Wohl von uns Radfahrer*innen denkt (Zwinkersmiley), will da was ändern.

Eine neue Verwaltungsvorschrift legt außerdem fest, dass es bei diesen Radfahrstreifen zwingend einen Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen geben muss. „So sollen Radfahrende vor unachtsam geöffneten Fahrzeugtüren geschützt werden“, schreibt die Verwaltung in ihrer Pressemitteilung. Und wird danach noch deutlicher: „Rund 28 Kilometer Schutz- und Radfahrstreifen müssen angepasst werden.“ Das ist eine Menge.

Während nun in der Ludwigsallee schon alles – im Sinne der Radfahrer*innen – wölkchen ist, sieht es zum Beispiel am Boxgraben übel aus. Werden dort zugunsten der Räder die Parkplätze am Straßenrand (Berg runter) wegfallen? Schön wäre es. Zunächst soll aber ein Gutachten in Auftrag gegeben werden.

Das macht Sinn: Beim Umbau sollen Streckenabschnitte mit erhöhter Gefahrenlage, zum Beispiel durch Gefälle, bevorzugt behandelt werden. Für jeden Abschnitt sollen schnell umsetzbare Lösungen aufgezeigt und eingeordnet werden. Das letzte Wort haben wie immer die politischen Gremien (Mobilitätsausschuss, Stadtrat).

Ausführliche Infos in der Vorlage, unbedingt lesen.

Der Ausschuss trifft sich heute, Donnerstag, 1. Juni, um 17 Uhr im Rathaus. Die Sitzung ist öffentlich, der Tagesordnungspunkt Sachstandsbericht Radverkehrsanlagen – Sicherheitsräume zu Parkstreifen bzw. Seitenstreifen ist der vorletzte.

Parkende Autos am Straßenrand. Es werden vom Auto aus manchmal Zeitgenossen, die per Rad unterwegs sind, übersehen. Da kann man sich im Auto noch so oft vornehmen, achtsam zu sein. Wenn man es plötzlich eilig hat, sind alle guten Vorsätze dahin. Foto: AachernNews Archiv (Symbolbild)
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Aachen hatte vor 110 Jahren eine Yogurt-Centrale

Im Juni zeigt das Archivale des Monats ein Werbeplakat der Firma „Johannes Schirp Aachener Yoghurt-Centrale & Milchgeschäft“. Mit diesem Plakat bewarb die Firma im Juni 1913 ihre Hauptgeschäftsgegenstände – „Yoghurt · Milch“. Die Archivale des Monats stellt das Aachener Stadtarchiv so vor:

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erfreute sich sogenannte Gesundheitsmilch großer Beliebtheit. Gegen Brechdurchfall und Verdauungsstörungen wie auch als Muttermilch-Ersatz für Säuglinge wurde der Nutzen von „Backhausmilch“ propagiert. Benannt war sie nach ihrem Erfinder Alexander Backhaus (1865–1927). 

In Aachen übernahm die Firma „Nutricia“ den Alleinvertrieb. Die Gesellschaft „Nutricia“ bestand aus diversen Gesellschaftern, darunter mehreren Apothekern, agierte überregional und hatte um 1902 ihren Sitz in Berlin. 1905 wechselte die Verkaufsstelle für die Produkte von „Nutricia“ in das Haus an der Bismarckstraße 29 und wurde nun von dem Apotheker Fritz Boddin geleitet.

Neue Erkenntnis: Joghurt ist gesund

Neue Produkte wie Kefir und Joghurt, damals noch „Yoghurt“ geschrieben, wurden zusätzlich in das Portfolio aufgenommen. Bis Anfang des Jahrhunderts kannten die meisten Menschen in der westlichen Hälfte Europas Joghurt gar nicht.

Den gesundheitlichen Nutzen von Joghurt zeigten 1905 ein bulgarischer Natur- und Medizinwissenschaftler, Stamen Grigorow, und ein russischer Bakteriologe, Ilja Metschnikow. Die beiden Wissenschaftler beschäftigten sich mit der bakteriellen Zusammensetzung des Milchprodukts. Seit 1907 produzierten daraufhin städtische Molkereien vielfach Joghurt im Deutschen Reich. Über spezielle Geschäfte und Reformhäuser wurde das neue Produkt angeboten – so auch in Aachen. 

Apotheker Boddin zog sich schließlich ganz aus dem Geschäft in Aachen zurück und verkaufte dieses an Johannes Schirp, der ab Juni 1912 in wöchentlichen Anzeigen in den Tageszeitungen mit „Sanitäts-Milch, Kur- und Kinder-Milch, Kefyr, Yoghurt, Apotheker Fritz Boddin Nachf. (Inh. Johs. Schirp), Bismarckstr. 29“ warb.

Die Yogurt-Centrale befand sich zunächst in der Bismarckstraße 29 und zog später um in die Bismarckstraße 39. Da hat heute der deutsch-ukrainische Verein seine Zelte aufgeschlagen. Bild: Stadtarchiv Aachen SLG 211-1

Zum 12. November 1912 wurde in das Handelsregister beim Amtsgericht Aachen die Firma „Johannes Schirp Aachener Yoghurt-Centrale & Milchgeschäft“ mit Sitz in der Bismarckstraße eingetragen. Im darauffolgenden Juni 1913 warb diese neue Firma mit dem hier als Archivale des Monats gezeigten, prägnant gestalteten Plakat in Aachen für ihre Hauptgeschäftsgegenstände: „Yoghurt · Milch“. Im Mai 1914 wurde die Firma in „Johannes Schirp Milchanstalt Nutricia“ umbenannt, einen Monat später zog sie einige Häuser weiter, in das Haus Bismarckstraße 39

Dort befindet sich heute der Laden des Vereins der Ukrainer in Aachen (s. unten)

Ende des Betriebs durch den 1. Weltkrieg

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges verschwanden die Werbeanzeigen dieser Firma aus den Tageszeitungen. Dieser Krieg hatte auch auf den Vertrieb von Milchprodukten maßgebliche Auswirkungen. Im September 1918 wurde das Verkaufslokal in der Bismarckstraße nochmals als Milchausgabestelle für rationierte Milch genannt, aber schon bald darauf wechselte Johannes Schirp den Geschäftszweig völlig.

Unter dem 26. August 1920 vermerkt das Handelsregister den Eintrag für die Firma „Johannes Schirp in Aachen … Geschäftszweig: Tabakfabrik“. Im Februar 1921 ging diese Firma dann in der „Johannes Schirp GmbH“ auf, die ebenfalls Tabak herstellte. Die kurze Ära der Aachener Yoghurt-Centrale war nun endgültig Geschichte.

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Ukraine im Stadtbild präsent

In Aachen im Frankenberger Viertel in einem Schaufenster gesehen: typisch ukrainisches Kunsthandwerk.
In diesen Räumen befand sich einst die Aachener „Yoghurt-Centrale“. Das war die Zeit, als man vor über 100 Jahren die wohltuende Wirkung von Yogurt überhaupt erst entdeckte. Jetzt haben sich dort die „Ukrainer in Aachen“ e. V. einquartieren können. Eine Spende freundlicher Menschen macht es möglich. https://www.ukrainer-in-aachen.de
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Eine Stadt trifft ihre Hochschulen. Festival am Büchel

Die Stadt Aachen und ihre Hoch­schulen wollen sich begegnen und Wissenschaft und Ingenieurkunst in Aachen sichtbar machen. Dazu gibt es unter anderem das FUTURE LAB.

Das FUTURE LAB Aachen geht erstmals mit einer Veranstaltung an den Start, die wahrscheinlich überwiegend die 16- bis 39-Jährigen interessieren dürfte. Aber wer weiß? Die ältere Generation ist ja auch ganz schön auf Zack was die Wissenschaft betrifft. Man trifft sich auf dem FUTURE LAB Aachen Festival am Büchel.

Von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. Juni, gibt es dort bei freiem Eintritt jede Menge zu erleben und zu genießen: elektronische Musik, Talks und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit, leckeres Essen und Trinken, eine Ausstellung wissenschaftlicher Exponate u.v.m.

Nicht zu übersehen: Werbung für das FUTURE LAB an der Außenwand des Standesamt in Aachen.

Was ist das Future Lab Aachen?

Seit 2016 ist das Future Lab Aachen die gemeinsame Dachmarke einer Allianz von RWTH und FH Aachen, der Hochschule für Musik und Tanz, der Katholischen Hochschule (katho) NRW und der Stadt Aachen.

Unter dieser Dachmarke tritt der Wissensstandort Aachen auf. Mehr Infos unter: https://futurelab-aachen.de/ueber-uns/ und  www.futurelab-aachen.de 

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Zwischen Dom und Rathaus: Bühne aufgebaut

Bereit für Veranstaltungen und Messen: die Bühne auf dem Katschhof in Aachen.

Bevor hier zwischen Dom und Rathaus gebetet und gesungen wird – alles im Rahmen der Aachener Heiligtumsfahrt – gibt es zunächst einen Fronleichnamsgottesdienst. Der findet statt, wie könnte es anders sein, an Fronleichnam, also am Donnerstag, 8. Juni.

Beginn ist um 10 Uhr aber nicht wie gewohnt auf dem Lindenplatz. Stattdessen wird der Gottesdienst (am Vortag der Heiligtumsfahrt) auf der großen Altarbühne auf dem Katschhof gefeiert, und er wird auch noch live in der ARD ausgestrahlt.

Man wird Aachens Bischof Helmut Dieser sehen und weitere Priester. Unter der Leitung von Domkapellmeister Berthold Botzet gestalten das Vokalensemble Aachener Dom und ein Bläserensemble das musikalische Programm.

***

So eine Fronleichnamsprozession war zumindest früher in der Eifel ein Fest der Sinne. Eimerweise wurden ein, zwei Tage zuvor Blumen und Blühten gesammelt und zu farbenfrohen, prächtigen Bildern auf der Straße zusammengelegt. Dann der Umzug, zu dem sich alles aufstellte, und wo jeder wusste, welchen Platz in welcher Abteilung er/sie einnehmen durfte. Da waren die Kommunionkinder in Weiß, die Messdiener in Rot/Weiß, der Pfarrer in einer Art Talar mit in der Sonne golden glänzender Monstranz unter einem hellen Tuch, „Himmel“ genannt, die Blaskapelle mit ihren golden glänzenden Blasinstrumenten, die Schützen, die Damen und Herren vom Pfarrgemeinderat und die „Schwestern“ aus dem Kloster und viele andere mehr, alles in einer gewissen schönen Ordnung.

Die katholische Kirche hat in jenen Jahren große Schuld auf sich geladen. Man denkt heute, es ist eine Organisation zum ungestraften Missbrauch von Kindern und fragt sich, warum die Staatsanwaltschaft sich nicht endlich mal in die Archive begibt und Akten beschlagnahmt. Es ist ungeheuerlich, was zum Vorschein kam, als einige Mutige anfingen, die Wahrheit zu erzählen. Das trübt alle schönen Erinnerungen.

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Beirat für mehr Schutz vor Hochwasser in Kornelimünster, Hahn, Friesenrath, Sief

Ein begleitender Beirat „Hochwasserschutz in Kornelimünster, Hahn, Friesenrath und Sief“ hat sich jüngst gebildet und sich bereits 2 mal getroffen. Das erste Treffen fand in Kornelimünster statt. Dabei stellte der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) den Masterplan für den Aachener Süden vor. Hier: www.hochwassergefahrenvorbeugen.de

Der neue Beirat, das sind: Hochwasser-Schutz-Initiative (HSI), Wasserverband Eifel-Rur (WVER), Fachverwaltung, Wissenschaft, Politik sowie eingeladene Interessierte mit Orts- und Fachkunde. Ziel des Gremiums ist, den Hochwasserschutz in Kornelimünster, Hahn, Friesenrath und Sief grundlegend zu verbessern.

Im Beirat werde, so wurde von der Stadtverwaltung mitgeteilt, nach Lösungen für einen wirksamen Hochwasserschutz suchen. Insbesondere die Kommunikation mit den Betroffenen des Hochwassers 2021 will man verbessern. Entscheiden kann der Beirat allerdings nichts.

Die Ergebnisse der Debatten sollen zeitnah in die Öffentlichkeit getragen werden. Die 3. Sitzung ist für Oktober 2023 geplant. Der Aachener Klima- und Umweltdezernent Heiko Thomas hat den Vorsitz übernommen. Die Ansprechpartnerin für das Gremium bei der Stadt Aachen ist Klimaanpassungsmanagerin Susanne Ehret.

Die Mitglieder des Beirats (mit Umweltdezernent Heiko Thomas, 1. Reihe, rechts) „Hochwasserschutz in Kornelimünster, Hahn, Friesenrath und Sief“ haben sich im April und im Mai getroffen. Weitere Sitzungen des Gremiums folgen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
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