Aachen vorwärts bringen: 367 wollen mitmachen und Ideen beisteuern

367 Bürgerinnen und Bürger haben auf die im Juli von der Oberbürgermeisterin versandten Schreiben eine positive Rückmeldung gegeben. Damit stimmen 10,5 Prozent der angefragten Personen einer Teilnahme am Bürger*innenrat zu.

„Diese Quote ist sehr zufriedenstellend“, freut sich Albert Halfmann aus dem Fachbereich in einer Mitteilung der Verwaltung. Es hätten sich aus allen Sozialräumen, Alters- und Bildungsstrukturen ausreichend Personen zurückgemeldet, sodass einer repräsentativen Annäherung an die Stadtgesellschaft der 56 Mitglieder nichts im Wege steht. 

Hintergrund: Die Stadt Aachen schickte Anfang Juli 3.500 Briefe an ausgeloste Personen, die im Rahmen des Bürger*innenrats 2023 über das Thema „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktives Einkaufsziel werden?“ beraten können. Im nächsten Schritt lost das zuständige Sekretariat aus den eigegangenen Rückmeldungen die Mitglieder des Rates aus. Bei der Auslosung sind Alter, Bildung und Sozialräume berücksichtigt worden.

Stellvertretend und repräsentativ für die Zusammensetzung der Aachener Bevölkerung bilden diese Personen dann den Bürger*innenrat und werden eingeladen, an mehreren Wochenenden im Herbst 2023 über das Thema zu diskutieren.

Aktiv, partizipativ, freiwillig 

Dieser neue Rat sei ein wichtiges Instrument, um Menschen aktiv in politische Prozesse einzubeziehen, so wird mitgeteilt. Als ständige, institutionalisierte Einrichtung gehe das Gremium weit über ein Diskussionsforum hinaus. Durch die Diskussion zwischen ganz unterschiedlichen Menschen erfolge ein spannender Perspektivwechsel. Gemeinsam und unterstützt von Expertinnen und Experten würden Empfehlungen erarbeitet und ein Gutachten verfasst, das der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird.

Wer sich über den neuen Bürger*innenrat informieren möchte: www.aachen.de/buerger_innenrat.

Bei Fragen steht zudem Albert Halfmann unter Tel.: 0241 432-7223 oder unter buerger_innenrat@mail.aachen.de zur Verfügung.

Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Einzigartiges, atemberaubendes Kino-Erlebnis

„Oppenheimer“ ist ein Film, den man gesehen haben MUSS. Auf AachenNews kann man alles schreiben über den Film, aber es ist schwer. Spoilern ist jedenfalls nicht möglich, denn jede/r weiß, dass am Ende zwei Bomben fallen: auf Hiroshima und Nagasaki. Wir wissen, was Robert Oppenheimer tut, wie die Sache ausgeht. Trotzdem ist der Film spannend, spannend wie sonstwas. 

Wie das geschafft wurde: spannend zu sein obwohl alles bekannt ist, das ist die Kunst. Der Film ist hervorragende, große Kunst, auch aus anderen Gesichtspunkten. Wenn man schon längst wieder zu Hause ist, wirkt der Film nach, und zwar bezüglich Verstand und Gefühl. Sehr interessant, magisch und inspirierend.

Gut, es geht um Quantenphysik, die versteht kein Mensch. Aber durch den Film begreift man, was sie bedeutet. Und dass Quantenphysik jeden Menschen auf der Welt betrifft. Sagenhaft, ein Film, in dem sich 8 Milliarden Menschen sofort mit dem Hauptdarsteller identifizieren (können). Einmal alles für alle.

Mittendrin in dieser Fimbiographie sieht man plötzlich sich selbst . . . wie man mit den Wissenschaftlern hofft, dass die Bombe funktioniert. Man sieht die Welt der Wissenschaftler, erlebt diese interessanten Typen, nicht mal 40 Jahre alt und schon Nobelpreisträger, und deren Berufsleben, wo Frauen null Chancen haben, aber so war es nun einmal. Das Manhattan-Projekt war rein männlich dominiert, Frauen kommen aber natürlich im Privatleben von Robert Oppenheimer vor.

Im Film wird der Gedanke angedeutet, dass die Atombombe dazu führen würde, dass es keinen Krieg jemals mehr geben wird. In Japan habe die Menschheit gesehen, dass es diese eine Bombe gibt, was sie kann und allein die Drohung mit dieser Bombe werde schon dafür sorgen, dass kriegerische Aggressionen begrenzt wenn nicht gar unterlassen werden. Und richtig,  es wurde außer auf diese zwei Städte in einem Krieg nie wieder eine Atombombe abgeworfen. 

Die Drohung funktioniert derzeit, wie Putin zeigt. Er hat schon drei Dutzend mal mit Atombombeneinsatz gedroht, und immer erschreckt er in Deutschland reihenweise Leute. Diese Waffe funktioniert, ohne dass sie eingesetzt wird. Seit über 18 Monaten. 

Die Musik und die Reihe der berühmten amerikanischen Schauspieler in dem Film (Stars noch in den kleinsten Nebenrollen) und in erster Line Christopher Nolan als Regisseur und Drehbuchschreiber machen den Film zur Sensation. Schön übrigens, dass Matthias Schweighöfer den Werner Heisenberg spielen durfte, einen der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts. 

Im Cineplex in Aachen war die Vorstellung am Sonntag voll. Man sollte sich frühzeitig ein Ticket besorgen: https://www.cineplex.de/film/oppenheimer/378680/aachen/

Warum der Film besonders wertvoll ist, unbedingt ebenfalls lesen.

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Diskussion im Polizeipräsidium. Thema: Verhältnis von Behörden, Medien und Migration

Es gibt wieder eine Podiumsdiskussion im Polizeipräsidium. Die StädteRegion und die Polizei Aachen laden ein. Das Thema lautet: Vielfalt ist Alltag – zum Verhältnis von Behörden, Medien und Migration.

Vielfalt im Alltag ist schön, macht aber viel Arbeit – im schlimmsten Fall der Polizei. Aber auch die seit Generationen hier lebenden Bürgerinnen und Bürger und die Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich Mühe geben. Ziel ist ein friedliches, freundlichen, wertschätzendes Miteinander. Alles andere ist Mist und macht uns nur unglücklich.

Bei der Veranstaltung (Montag, 7. August , 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr) soll beleuchtet werden, wo wir alle als Gesellschaft im Hinblick auf das Thema Migration stehen und was notwendig ist, um eine ganzheitliche migrationsgesellschaftliche Öffnung erfolgreich zu gestalten. Die Behörden hätten, so wird mitgeteilt, „die Kompetenzen internationaler Mitarbeitender erkannt und intensiveren seit Jahren ihre Bestrebungen, mehr Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte zu gewinnen“. Auch die Polizei in NRW möchte gezielt diese jungen Menschen gewinnen, um eine migrationsgesellschaftliche Öffnung in den eigenen Reihen anzuregen.

Weiter heißt es in der Einladung, den Medien komme eine besondere Verantwortung zu. Medien und ihre Berichterstattung über Migration prägten die öffentliche Meinung. Durch die Berichterstattung zu den Ausschreitungen an Silvester rund um den Jahreswechsel 2022/23 in Berlin sei beispielsweise die Wirkung der gesamten Migrations- und Integrationsarbeit bundesweit infrage gestellt worden.

Es stellen sich der Diskussion: Polizeipräsident Dirk Weinspach, der Dezernent für Soziales, Gesundheit und Digitalisierung Dr. Michael Ziemons, Multimedia-Journalist Kian Tabatabaei und Demet Jawher als Vorsitzende des Arbeitskreises der Integrationsräte sowie die Polizistin und Hochschullehrende für Interkulturelle Kompetenz Hülya Duran.

Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich. Der Parkraum ist begrenzt.

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Viel zu sehen, lachen, lernen in der aktuellen Öcher-Bend-Ausstellung

Musik gehört zur Kirmes. Gesehen im Centre Charlemagne am Katschhof.

So eine farbenfrohe Ausstellung hat es selten gegeben in Aachens Heimatmuseum am Katschhof. Da ist für Erwachsene und Kinder viel Kurioses zu bewundern und darüber zu lachen. Noch bis zum 20. August ist „Der Bend ist auf! Jahrmärkte in Geschichte und Gegenwart“ im Centre Charlemagne zu sehen.

Eine Schau, die man sich in den letzten Ferientagen gönnen sollte.

Auf über 300 Exponaten – viele sind Erinnerungsstücke aus Privatbesitz – ist die Geschichte des Öcher Bend zu erleben. Als es noch keinen Strom gab, keine Lautsprecher und erst recht keine Stahlkonstruktionen hat man sich schon prächtig amüsiert.

Heute stehen wir kichernd vor den Fotos und staunend vor den Geräten, an denen Männer damals ihre Muskelkraft bewiesen. Die Ausstellung ist ein einziges Vergnügen.

So spannend, so lustig: Gebannt hören zwei Jungen (10 und 7) zu. Eine positive Verwirrung entstand, als der Jüngere verärgert meinte, er verstehe einiges nicht, es sei nämlich Englisch und kein Deutsch. Der Ältere setzt sich die Kopfhörer auf und sagt: „Das ist kein Englisch!!!“ – „Doch“ – „Neeiiiin“, sagt der 10-Jährige im Bewusstsein seiner offenbar gigantischen Kenntnisse der englischen Sprache. – Der Streit ließ sich am Ende schlichten. Es stellt sich nämlich raus: Es ist Öcher Platt, eine Sprache, in der z. B. Aachen „Oche“ heißt. Da staunen 2 Eifeler Kinder und ihre Tante ebenfalls.

Diese Kirmes, also der Öcher Bend, ist erst seit 1927 auf dem heutigen Bendplatz. Wo der Bend vorher war, kann man zu den üblichen Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen) erfahren. Am Samstag, 5. August, gibt es um 15 Uhr eine Führung (bis 16 Uhr) Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro und ist für Kinder frei.

Mehr Infos hier

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Nur noch heute einen Vorschlag machen: Wer soll den Integrationspreis bekommen?

In Aachen setzen sich viele Einzelpersonen, Organisationen, Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt die Vereine sehr für die Integration in allen Bereichen des Lebens ein. Dieser außergewöhnliche Einsatz und die herausragenden Leistungen werden mit dem Integrationspreis in der Öffentlichkeit besonders hervorgehoben. Und zwar demnächst schon zum 12. Mal.

Noch bis heute, 28. Juli, können Vorschläge und Bewerbungen zum Preis gemacht werden. Vorschläge schicken an: „Stadt Aachen, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, Geschäftsstelle des Integrationsrates, 52068 Aachen“ oder an integrationsrat@mail.aachen.de  Die Richtlinien zum Integrationspreis und den offiziellen Ausschreibungstext gibt es unter www.aachen.de/integrationsrat 

Der Integrationspreis soll eine Anerkennung sein und erfolgt durch eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der Leistungen der Preistragenden. Die Verleihung des Integrationspreises findet statt am Freitag, 25. August, um 15 Uhr im Rahmen des Festivals der Vielfalt in der Rotunde des Elisenbrunnens .

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Die Bastei war einst ein Tanzpalast und als Treffpunkt wegen der Autos zu gefährlich.

Schulklassen trafen sich vor dem Besuch des Reitturniers z. B. an der Bastei. Keine gute Idee, fand in den 1960er Jahren die Polizei. Kaum zu glauben: Der Polizeipräsident meinte, dass von den Autos (links) eine Gefahr ausgeht. Foto: Stadtarchiv Aachen, Schulamt, rote Nr. 131, o. Pag.; unbekannter Fotograf

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig Stücke als Archivale des Monats. Im kommenden August 2023 ist das Archivale des Monats ein Foto der Bastei, deren Abriss gerade diskutiert wird. Gut zu erkennen ist hinter den sommerlich gekleideten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen über dem Eingang des Gebäudes auf dem Eckfenster die Beschriftung: „Tanzpalast – cha cha cha – Bar“.

Besuch des Reitturniers

Wie heute so lud der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) bereits in den 1960er-Jahren die Schulklassen aus Stadt und Regierungsbezirk Aachen sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer ein, an festgelegten Tagen das Reitturnier zu besuchen. Der Unkostenbeitrag lag 1963 bei 30 Pfennig. Anmerkung: Auf diese Weise geschah es, dass viele Aachener Kinder das Turnier erlebten und es als etwas besonders Interessantes im Kopf behielten. Davon profitiert die Veranstaltung noch heute.

In dem Einladungsschreiben für das Turnier 1963, das an das Schulamt der Stadt gerichtet war, wies der ALRV auch auf eine polizeiliche Anordnung hin: „Treffpunkt und Ort der Sammlung [der Schulklassen vor dem Turnierbesuch] darf nicht der Turnierplatz sein. Aus Gründen der Verkehrssicherheit soll für die Anfahrt oder den Anmarsch sowie für das Betreten des Platzes nur die Soers genutzt werden.“

Probleme mit der Verkehrssicherheit

Im Jahr zuvor war es an den Treffpunkten der Schulklassen in der Nähe des Turnierareals zu Problemen gekommen. Die Polizei sah die Verkehrssicherheit gefährdet. Im Nachgang des Reitturniers von 1962 hatte sich der Polizeipräsident an das städtische Schulamt gewandt. Er wies darauf hin, dass die Polizei das Schulamt bereits seit 1956 „wiederholt schriftlich und fernmündlich“ darum gebeten habe, „auf die Lehrkräfte einzuwirken, die Schulkinder zum Besuch des Aachener Reit- und Fahrturniers nicht an den Verkehrsbrennpunkten zu sammeln. […] Ich habe leider feststellen müssen, daß die Schulkinder nach wie vor an den Verkehrsbrennpunkten gesammelt werden. Auch in diesem Jahr wurden die Kinder wieder zur Allee und zur Krefelder Straße bestellt und warteten dort auf die Lehrer. In der Wartezeit veranstalteten die Kinder Spiele und gefährdeten sich und andere Verkehrsteilnehmer.“

Diesem Schreiben beigefügt waren vier Fotoaufnahmen der Gefahrensituationen, unter anderen das Foto (s. o.) der Archivale des Monats, das einen Sammelpunkt an der Bastei zeigt.

Ordnungsamt wird eingeschaltet

Die Polizei bat das Schulamt zu prüfen, ob nicht umliegende Schulhöfe oder der Tivoli nach Rücksprache mit der Alemannia als Sammelplätze bestimmt werden könnten. Das Schulamt gab diese Bitte im Folgejahr per Rundschreiben an die Schulen weiter, die Wirkung blieb jedoch aus, wie ein Schreiben des damaligen Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerers Hans Wertz an die Polizeipräsidenten von September 1963 belegt. Wertz kündigte an: „Ich habe das Ordnungsamt veranlaßt, im Benehmen mit Ihnen und dem Schulamt im nächsten Jahr die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.“

Quelle für Text und Bild: Stadtarchiv Aachen, Schulamt, rote Nr. 131, o. Pag.; unbekannter Fotograf

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Umorganisation bei Stadtglühen

„Aufgrund der aktuellen Wetterprognose“, so teilt die Stadtverwaltung mit, entfallen am heutigen Mittwoch, 26. Juli, im Stadtpark am NAK alle Outdoor-Veranstaltungen im Rahmen des Stadtglühens, dem Sommer-Festival der freien Kulturszene in der Stadt. Es seien Unwetter vorausgesagt.

Und weiter heißt es: Am  Donnerstag, 27. Juli, finden die Outdoor-Veranstaltungen soweit wie möglich Indoor statt.

Um 18 Uhr stellen „Brunocopter“ mit Mitgliedern von „Sarkofuck“ ihre Performance im NAK, Passstraße 29, vor. Der Einlass beginnt um 17 Uhr. Ganztägig ist dort auch die Ausstellung „Aixitus – Gabor Baksay befindet sich in Sicherheit“ zu sehen. 

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Um 20 Uhr treten „Ted Milton´s Blurt“ sowie Theresa Riemann im Musikbunker, Goffartstraße 26, auf. Einlass ist ab 19 Uhr.

„Wir bedauern die Umorganisation sehr“, so Erik Gluth vom städtischen Veranstaltungsmanagement, „aber aufgrund des Veranstaltungscharakters im Freien und der Sicherheit der Besucher*innen haben wir die Veranstaltungen den Gegebenheiten anpassen müssen“.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen und Spielorten des Stadtglühens gibt es unter www.stadtgluehen.de sowie unter #aachenmachtkultur.

Gerade haben wir es in Aachen noch gut: Kein Unwetter, keine Fallwinde, die plötzlich Wassermassen auf uns kippen. Der Blick geht nach Griechenland (Waldbrände), Norditalien (faustgroße Hagelkörner) oder Sardinien (48 Grad im Schatten). Der Urlaub im Süden ist passé, so steht es in der FAZ. Die Menschen, die ans Mittelmeer fliegen, wissen gar nicht, wie sehr sie mit ihren massenhaften Flügen das Klima ruinieren, das ihnen dann den Urlaub versaut.
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Solarmarkt wächst rasant. Fördermittel der Stadt für 2023 bereits ausgeschöpft

Die fortschreitende Klimakatastrophe mit Hitzewellen und Überschwemmungen legt es nahe, sich für alternative Möglichkeiten der Energiegewinnung zu interessieren. Warum nicht Strom und Wärme aus Sonnenenergie gewinnen? Schwer ist das nicht. Braunkohle aus der Landschaft abzukratzen und zu verbrennen ist viel umständlicher und letztlich sehr viel teurer.

In Aachen gibt es sogar eine Solarförderung, doch der ziemlich prall gefüllte Fördertopf für das Jahr 2023 ist jetzt, im Juli, schon leer. Der Stadtrat hatte beschlossen, dass 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Damit werden etwa 1.200 Solarstromanlagen von Hauseigentümern, Mietern und Gewerbebetrieben gefördert, darunter etwa 264 Balkonkraftwerke, sowie 357 Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von etwa 3200 Kilowattstunden.

„Das Interesse von Gewerbebetrieben und Bürgerschaft an der Solarstromerzeugung wächst seit Jahren konstant.“

Pressestelle der Stadt

Gingen 2017 im Stadtgebiet noch weniger als 100 Solaranlagen mit einer Leistung von ca. 800 Kilowatt Peak (KWp) ans Netz, so waren es in 2019 bereits gut 170 Anlagen mit über 2.000 KWp. Im bisherigen Rekordjahr 2022 wurden dann erstmalig über 1.000 Anlagen mit 4.500 KWp an das Stromnetz der Regionetz gekoppelt. Und nun sind es bereits in den ersten sechs Monaten 2023 weitere 900 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 KWp.

Heiko Thomas, Beigeordneter für Klimaschutz: „Der Wachstumstrend wird sich weiter fortsetzen. Die Speichertechnologien werden günstiger und erweiterte Nutzungsoptionen – wie zum Beispiel das Laden von Elektrofahrzeugen – werden die Dynamik weiter erhöhen.“

Gründe für die verbesserte Wirtschaftlichkeit seien der Wegfall der Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen und Speicher im Jahr 2023 und auch gestiegene Strompreise. Zudem seien in der Nach-Corona-Zeit die Preise für Komponenten wie Wechselrichter gesunken; ebenfalls deutlich verbilligt hätte sich 2023 gegenüber 2022 die Anschaffung von steckerfertigen Solargeräten.

Bitte keine neuen Anträge

Auf Grund der erschöpften Haushaltsmittel nimmt der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen ab dem 15. August 2023 keine neuen Anträge auf Sonnenenergienutzung mehr entgegen. Jochen Lowis vom Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen sagt: „Für alle Anträge, die bis zum 14. August 2023 vollständig eingegangen sind, gilt: Die Bescheide sind in Arbeit, alle Antragsteller erhalten ihre Förderung.“

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Die Habeck-Hasser dürfen übrigens mal zur Kenntnis nehmen, dass die CDU 16 Jahre lang nicht hinbekommen hat, was Robert Habeck und die Grünen jetzt in zwei Jahren hinbekommen haben.

Habeck ist im Monat Juli nur noch 8 Prozentpunkte vom 80 Prozent-Erneuerbaren-Ziel entfernt, das eigentlich erst im Jahr 2030 erreicht werden sollte. Der Kohlestromanteil sinkt gegenüber dem Juli 2022 um 50 Prozent und PV wird mit 1GWp/Monat weiter volle Pulle zugebaut.

Aber die CDU/CSU/FDP ficht das nicht an. Nach den nächsten Wahlen werden sie dann wieder ein paar AKWs hochfahren.

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Sechsstelliger Geldbetrag weg

Schon wieder haben es Unbekannte geschafft, einen älteren Menschen zu betrügen. Eine 89-jährige Frau verlor so eine sechsstellige Summe.

Folgendes teilt die Pressestelle der Polizei mit: Die Frau war am vergangenen Donnerstag angerufen worden. Am Telefon hatte ihr ein Mann die erfundene Geschichte über einen schweren Unfall ihrer Schwester und einer nun fälligen Kaution erzählt. Daraufhin war die Frau in die Bank gefahren, hatte eine sehr hohe Geldsumme aus dem Bankschließfach geholt und es einem Unbekannten nahe ihrer Wohnanschrift überreicht.

Doch damit nicht genug.

Am nächsten Tag wurde die Frau wieder angerufen: „Das Geld reicht nicht“, sagte der Unbekannte am Telefon. Daraufhin ging die Frau erneut zur Bank und holte ihre letzten Ersparnisse vom Konto. Einer Bank-Mitarbeiterin fiel das nervöse Verhalten der Seniorin auf. Sie alarmierte schließlich die Polizei.

Kommentar: So oft, wie derartige Meldungen von der Polizei abgesetzt werden, handelt es sich nicht um Einzelfälle sondern um ein Massenphänomen. Man muss diesbezüglich endlich neue Wege gehen und sollte dazu übergehen, dass ältere Menschen hohe Geldbeträge nur noch dann abheben würfen, wenn sie zuvor ein ausführliches Gespräch mit einer Bank-Angestellten geführt haben oder – besser noch – mit jemand von der Polizei.

Immer wieder werden vor allem ältere Menschen Opfer dieser Schockanrufe. Sie lassen sich durch Schreie, laute Forderungen oder Tränen am Telefon emotional massiv unter Druck setzen.

Wenn Sie ältere Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte haben, dann informieren Sie diese Menschen unbedingt über diese Betrugsmasche. Bei Fragen stehen die Kolleginnen und Kollegen des zuständigen Kriminalkommissariats gerne für Gespräche zur Verfügung. (sk)

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Stein auf Stein . . . und Twitter heißt jetzt X

In der Krakaustraße wird gebaut: Einmal mehr sind es Appartemets für Studierende. Offenbar gibt es immer noch nicht genug Unterkünfte dieser Art in Aachen, und die Bauherren gehen davon aus, dass nicht zu Hause am Computer sondern vor Ort in den Hörsälen und Instituten gelernt wird.
In der unteren Adalbertstraße wird ebenfalls gebaut. Bauherr ist der in Aachen allseits bekannte Investor Sauren. Werden dort auch Studierende wohnen? Das wäre unpassend, aber bei Sauren ist alles möglich. Es ist schwer, über die Pläne dieses Aacheners genaue Informationen zu bekommen.

Von unersetzlich zu unerträglich

Etwas Musik, die passt zu der Stimmung, die einen befällt angesichts der Tatsache, dass unser Lieblings-Multimilliardär unser gutes altes „Twitter“ in „X“ umbenannt hat. : hier klicken

„Seit Musk Twitter im vergangenen Oktober für 44 Milliarden Dollar gekauft und die Hälfte aller Mit­ar­bei­te­r*in­nen entlassen hatte, führt er die Plattform langsam, aber sicher in den Tod.“ (aus der TAZ) – Wieso haben die Voreigentümer eigentlich Twitter verkauft? Aus Geldgier? Konnten sie die Plattform nicht an die Europäische Union verkaufen? Hätte Brüssel den Deal gemacht?

Für Journalist*innen war Twitter unersetzlich. Jetzt wird es wegen sehr viel Werbung und wegen Pöbeleien, Beschimpfungen und Flachwitzen unerträglich.

Dazu meint unser freier Mitarbeiter Aristoteles: „Jede/r kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, das ist schwer.“ 

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