google street view

Ein wenig wundere ich mich ja doch: Da legen sich Dörfer und Städte wie Embken oder Heimbach, Nideggen oder Kreuzau mächtig ins Zeug und machen sich schön. Fachwerkhäuser werden herausgeputzt, Gärten angelegt, Burgen vorsichtig mit modernem Equipment ausgestattet.
In den Rathäusern zermartern sich seit Jahren die Bürgermeister das Hirn darüber, wie man mehr Touristen in die Gemeinde locken kann. Die Gastronomie soll Umsatz machen und Steuern zahlen, auf dass sich der Stadt- oder
Gemeindesäckel fülle.Wer einmal Golddorf wurde, prunkt damit am Ortseingang. Für werbende Auftritte bei der Internationalen Tourismusmesse in Berlin ist man sich
nicht zu schade. Im Gegenteil: Die ITB ist ein Pflichttermin nicht nur für Bürgermeister, sondern auch für den Landrat.

Und dann kommt eine Firma wie Google mit seinem Streetview und will das alles weltweit sichtbar machen und was passiert? Es gibt einen Aufschrei und niemand möchte abfotografiert werden. Hektisch wird überlegt, wie man am besten den flächendeckenden Wiederstandorganisieren kann. Und Beobachter reiben sich die Augen: Wie denn jetzt? Unser Dorf soll schöner werden, aber niemand soll es sehen?
Klar, die Menschen haben Angst vor Kriminellen. Aber bisher haben die Spitzbuben im Kreis Düren auch ohne Streetview reihenweise Häuser gefunden, in die sie eingestiegen sind. „Zeigt euch der Welt“, möchte man den Eifelorten zurufen. Denn: „Ihr könnt
euch sehen lassen.“

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