Büchel: Markthalle könnte Parkhaus ersetzen

So könnte laut Albert Sous die Markthalle aussehen, die den Platz vom Parkhaus Büchel einnehmen soll.

So könnte laut Albert Sous die Markthalle aussehen, die den Platz vom Parkhaus Büchel einnehmen soll.

Es ist eine endlose Geschichte. Und es geht und geht nicht weiter. Die Rede ist von der Neugestaltung eines Areals mitten in Aachens Innenstadt. Das marode „Parkhaus Büchel“ ist ja an Hässlichkeit kaum noch zu überbieten, und das Areal drum herum ist ebenfalls alles andere als schön.

Dazu gibt es seit mindestens 20 Jahren Überlegungen. Die Investoren und Eigentümer kamen und gingen. Und auch die zuletzt hymnisch gefeierten Vorschläge zweier Aachener Investoren scheinen nicht recht voran zu kommen. Vom Scheitern des Projekts „Bel Etage“ hat man aus der Zeitung erfahren.

Jetzt macht der Bildhauer Albert Sous einen Vorschlag, den auch einige Piraten für diskussionswürdig halten. Das konnte man auf  Twitter schon lesen.

Sous schlägt vor, eine Markthalle zu errichten. Er wirbt auf Flugblättern für seine Idee und bittet die Bürgerinnen und Bürger um eine Meinungsäußerung. Die Markthalle sieht er als „eine Antwort auf Globalisierung und Ladenketten“. Eine Markthalle steht für qualitätvollen, ursprünglichen Handel und Wandel und ist auch ein Ort der Kommunikation. Die Waren, meistens Lebensmittel, sind unmittelbarer zu erleben. Man kann oft die Produzenten antreffen und sogar nach den Waren befragen. Die Wochenmärkte auf Markt und Münsterplatz könnte man sich dann sparen.

„Frisch, lebendig, vielfältig“, so stellt sich Sous die Markthalle samt Inhalt vor. Nachmittags sollten die Händler den Raum in der Halle räumen und Platz machen für allerlei Veranstaltungen. In Außenläden könnte es Cafés, kleine Küchen oder kleine Restaurants geben, auch Geschäfte und Werkstätten.

Sous stellt sich einen offenen, lichtdurchfluteten Bau vor. Er schreibt: „Die Anlehnung an einen Basilikabau läge nahe.“ Die hohe Halle sollte den Anforderungen der Marktstände (Platz, gute Zulieferbedingungen usw) genügen. Sein Entwurf folgt traditionellen Mustern der Baukunst. „Die Bögen, konstruiert aus farblich abgesetzten Sichtbetonblöcken“, erinnern an das orientalisch anmutende Innere des Domes aus karolingischer Zeit.

Geplant ist jetzt eine Podiumsdiskussion (laut Flyer) zu dem Thema, der Termin wird hier, auf Twitter und auf Facebook noch bekannt gegeben. Und vielleicht bringen die Piraten die Idee als „Open Antrag“ in den Rat.

Update: Hier ist die Markthalle auch Thema. Siehe auch: die Kommentare, es gibt fast nur Zuspruch

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Eine Antwort zu Büchel: Markthalle könnte Parkhaus ersetzen

  1. Uschi59 schreibt:

    Als ich 1991 mit meinem Büro an den Holzgraben zog und einen Dauerparkplatz für mein Auto mieten mußte, hieß es: „Wollen Sie das wirklich machen? Das lohnt sich nicht mehr, das Parkhaus wird doch bald abgerissen.“ Ich glaube das also erst, wenn mehr passiert als nur Gerede.

    Ich glaube im übrigen aber auch, daß ein Parkhaus an der Stelle wichtig ist.

    Wenn das aber politisch nicht gewollt ist, finde ich alternativ die Markthallenidee extrem viel sympathischer und sinnvoller als noch einen Shopping-Tempel – eines Tages werden wir alle vermutlich in allen Städten vor Langeweile sterben, weil wir diese ganzen Dinger nicht mehr sehen mögen!

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