. . . Es kommen herrliche Zeiten

Ich freu mich ja jetzt schon auf die Zeit, wenn gewisse, noch relativ unerfahrene Kommunalpolitiker folgendes mal realisiert haben werden: Dass jemand ein Grundstück in einer Stadt gekauft hat, das bedeutet noch lange nicht, dass er auch das Recht hat, an dieser Stelle etwas zu errichten, was kaum ein Mensch will.

Viele Diskussionen über Stadtgestaltung sind leider schnell zu Ende, wenn jemand sagt: Das Grundstück gehört einem Investor. „Ja ne is klar. Da kann man ja dann nix machen“, denken sich viele. Erst bei Grundstücken, die der Stadt gehören, erlaubt man sich den Gedanken, dass Bürger auf die Gestaltung dieses Fleckchens Innenstadt Einfluss nehmen könnten.

Wenn die gewählten Politiker meinen, ein bestimmter Bereich in der Innenstadt oder in den Randgebieten, sei zum Wohle der Allgemeinheit nicht in einen Konsumtempel zu verwandeln, dann gibt es nur eins: verhandeln, verhandeln, verhandeln. Normal ist, dass auch ein Investor sich an bestimmte Vorschriften zu halten hat, die in Aachen zum Beispiel vom ARCHITEKTENBEIRAT vorgelegt werden. Und normal ist, dass ein Investor angewiesen ist  auf eine gewisse Akzeptanz  – der Nachbarschaft und der Stadt, in der er investiert.

Der Bushof mag wohl in Teilen einem Investor gehören. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Investor alle Bestrebungen der Stadt, diese Ecke neu und schön zu gestalten, torpedieren kann. Da muss eben mit dem Mann verhandelt werden. Auch Investoren empfinden manchmal eine gewisse Liebe zu ihrer Stadt und wollen sich mit einem „schönen“ Bauwerk ein Denkmal setzen. Das funktioniert nicht mit so einer Scheußlichkeit, wie es der Bushof, das Parkhaus Büchel oder das CityCenter ist (Ecke Franzstraße/Alexianerstraße).

Auch, was die von vielen Bürgern favorisierten Pläne für eine Markthalle betrifft, so ist dort noch lange nicht aller Tage Abend, nur weil das Gelände vielleicht einem Investor gehört. Nach meinem Kenntnisstand gehört es übrigens der Stadt Aachen, also uns allen. Und warum sollen wir da nicht mitbestimmen dürfen, was dort gebaut wird?

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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