Der Bahnhof, die Kunst und das Bundesverdienstkreuz

Der „Bahnhof“ von Eilendorf, der nur ein Haltepunkt und kein richtiger Bahnhof ist, bekommt – wie erwartet – eine Brücke mit zwei (2!) Fahrstühlen. Da gratulieren wir: Was in Düren am Bahnhof nicht funktioniert und in Stolberg an der Bahn ebenfalls ein Reinfall ist  – die Fahrstühle (dauernd defekt) – wird jetzt in Eilendorf für viel Geld  noch mal ausprobiert. Hier seht ihr ein Modell.    Das ist lernen mit Schmerzen, nur ohne lernen. Die Fahrstühle werden keine 10 Monate nach der Installation schon defekt sein, wetten?

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Schön war, was man am heutigen Dienstag in Aachen beobachten konnte: Wo vor 10 Uhr noch schwarze Erde an gar nichts erinnerte, leuchteten wenig später weiße und gelbe Blümchen in der Sonne.

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Von Aldi kommend, mit zwei Einkaufstaschen schwer bepackt, keuche ich in Richtung Markt. Vor dem Geldbrunnen werde ich von einem Schülertrupp aus Belgien ins Auge gefasst und angesprochen. „Warum heißt dieser Brunnen Hühnerdieb?“, fragt ein Junge und zeigt auf den Geldbrunnen. In der Hand hat er ein Papier, offenbar einen Fragebogen, den er ausfüllen muss.

Ja, Leute, jetzt geht das wieder los. Horden von Jugendlichen, die Fragebögen ausfüllen müssen und dafür auf die Hilfe von Ortskundigen angewiesen sind. Ein Tipp: Tief durchatmen und freundlich bleiben. 🙂

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„Der Kunstmarkt wird immer unersättlicher“ titelte dieser Tage eine Aachener Zeitung. Wohl wahr. Und kein Wunder, wenn man weiß, dass zwischen 2000 und 2014 weltweit mehr Museen gegründet wurden als im gesamten 19. und 20. Jahrhundert zusammen (schreibt Artprice). Diese Museen müssen gefüllt werden. Und leider alle mit dem Zeug, das schon in den anderen Museen der Welt hängt: Warhol, Picasso, Francis Bacon, Gerhard Richter und Mark Rothko, dazu Monet, Giacometti und Jeff Koons. Nicht besonders abwechslungsreich, aber die Preise steigen natürlich.

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Leute, Leute, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Im Aachener Ortsteil Brand sind ab sofort Internet-Bandbreiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich.  50 Megabit pro Sekunde! 25 Jahre nach Erfindung des Internet wird das groß herausgestellt. Die Bürger sind vermutlich komplett aus dem Häuschen, denn sie werden für kommenden Mittwoch, 11. März, ins Pfarrhaus St. Donatus eingeladen (ab 19 Uhr, Infoveranstaltung zum Thema „Schnelles Internet in Brand“). Seien wird ehrlich: 100 Megabit pro Sekunde wäre doch eigentlich Mindeststandard. Dazu passt, was Herrn Wirtz (IHK) aufgefallen ist:

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 „Wir müssen natürlich auch den Betrieben, den Unternehmen in der Eifel die Möglichkeit geben, am weltweiten Netz teilzuhaben.“

Bert Wirtz , Präsident der IHK Aachen am heutigen Dienstag im Krönungssaal des Rathauses.
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Das Bundesverdienstkreuz ist eine Auszeichnung, die Männer reihenweise Männern verleihen, vorzugsweise Männern, die in der Kommunalpolitik aktiv sind oder waren.

Große Ausnahme: Am 18. März verleiht Oberbürgermeister Marcel Philipp Frau Wilhelmine Boßhammer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (16 Uhr, Weißer Saal des Rathauses). Wenn Frauen derart ausgezeichnet werden, dann weil sie sich bis zur Erschöpfung jahrzehntelang aufgeopfert haben für andere Menschen. Frau Boßhammer wird entsprechend „für ihr jahrzehntelanges Engagement vor allem in der Seniorenarbeit“ ausgezeichnet. Den Rest kann man sich denken.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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