Zwei eher niederschmetternde Meldungen

1. Man muss sich fragen, ob die Sanierung des Tivoli, die teuer ist und städtisches Personal bindet, auf Kosten der Schulen stattfindet.

In Aachens Schulen und Kitas werden normalerweise in den Sommerferien immer die nötigen Reparaturen und Sanierungen ausgeführt. Schließlich: Wo so viele Kinder und Jugendliche tagaus, tagein rumtoben, geht auch mal was kaputt. Vorgesehen war, in den Schulferien an 20 Schulen in Aachen für 2,7 Millionen Euro Reparaturen auszuführen.

Aber wenn in diesem Sommer alle Kapazitäten in den Tivoli fließen müssen, damit dort im Herbst überhaupt noch Fußballspiele stattfinden können, wann sind dann die Reparaturen in den Schulen dran, von welchem Geld? Das fragen die Piraten den Oberbürgermeister. Dazu lest ihr heute (Samstag, 18. Juni) mehr in den „Aachener Nachrichten“, Stadtausgabe, Seite 18.

*

2. Die Produzentengalerie „Kunstwechsel“ in der Aachener Wilhelmstraße 26 muss schließen. Das teilte jetzt Professor Dr. Wolfgang Becker mit, der für die Galerie verantwortlich zeichnet. Er schreibt: „Wir danken Gerd Sauren, der uns das Ladenlokal seit 2013 großzügig kostenlos zur Verfügung gestellt hat, und hoffen, dass er uns helfen wird, einen anderen Raum zu finden.“

Sauren hat jetzt vermutlich einen zahlungskräftigen Mieter für die Räume an der Hand und da muss die Kunst verständlicherweise weichen. Die letzten Veranstaltungen sind: Am Samstag, 25. Juni, um 20 Uhr, die Gruppe BOLD SUN, am Sonntag, 26. Juni, beenden Karin Odendahl und Arndt Lorenz ihre Ausstellung PLAN 2 (17-21 Uhr Uhr). Danach wird aufgeräumt.

Jetzt wird ein neuer Raum gesucht. Becker schreibt: „Wo ein angemessenes Ladenlokal leer steht, wo ein Besitzer bereit ist, sich am Leben der Aachener Kunstszene zu beteiligen, sich Applaus und Dankbarkeit zu verdienen – er möge sich melden!“

Ich erlaube mir mal, hier die Mail-Adresse anzugeben: wbecker@heimat.de

Der Beitrag von „Kunstwechsel“ zur Aachener Kunstszene kann sich sehen lassen. Hier zur Erinnerung nochmal die Ausstellungen. Der Zuspruch bei Eröffnungen und auch danach war immer groß. Auch die Aachener Presse hat die Relevanz der ausgestellten Kunst immer erkannt:

2013 Dahmengraben: Karl von Monschau – Klaus Herzog – Wilhelmstraße: „AHHA Aachens heiße Quellen und die Künstler“

2014 6 rumänische Künstler(Radu Dobre Sima) – „Bulgur“ Karl von Monschau – „Pollen – Samen – Blätter“ Mohammed Ahmed, Alan Sonfist, Mahmut Telfah – „Großraum“ Ralf Wierzbowski, Bernd Radtke

2015 Eugenie Degenaar – Wolfgang von Contzen, Arthur Jaworski – „Helden“ Brele Scholz, Ralf Wierzbowski – „Bezlan“ Mohammed Ahmed – „Das Schiff“, Flüchtlingskinder mit Eva Sous – „Kobane“, kurdische Fotografen – Performance, Installation Elana Katz – „Stadtlabor“ Junge Freunde des Ludwig Forums – „Quer“ Künstlerinnengruppe Dreieck – Installation Gerhard Benz

2016 Detlef Kellermann – Karl von Monschau „Carte Blanche“ „Paarweise“

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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