Zum Jahresende

Eine Mauer – diese befindet sich am Vennbahnweg – ist oft ein Hindernis und symbolisiert unüberwindliche Probleme. Doch meist ist alles nur scheinbar unüberwindlich. Bleibt nicht vor Mauern stehen, tut was!

2017 war – trotz der versemmelten Bundestagswahl – für Aachen ein gutes Jahr. Also, ein relativ gutes Jahr, möchte ich mal sagen. „Tuwat“, das Motto des 34. Chaos Computer Congress, haben die Aachener 2017 schon umgesetzt.

Viele von uns haben sich eingemischt, sich für eine Sache engagiert, die es wert ist. Für die Abschaltung des belgischen Risse-Reaktors Tihange zum Beispiel – in einer grenzüberschreitenden Menschenkette sogar. 40.000 sollen mitgemacht haben.

Wieder andere hat es für Europa auf die Straße getrieben. Gut 2000 kamen sonntags mit dem Arsch aus dem Sessel, standen im Sommer auf dem Katschhof und setzten bei „Pulse of Europe“ ein Zeichen.

Steht im Durchgang zum Katschhof: Tihange-Abstimmungssäule.

Hunderte Radler trafen sich jeden Monat, um als „Critical mass“ Touren durch die Stadt zu unternehmen. Sie machten mit ihrem konzentrierten Auftreten auf sich und auf den Radverkehr als eine Form des Individualverkehrs aufmerksam. Ihr Ziel: „. . . mit dem Druck der Straße mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einfordern.“

Tagesmütter und -väter sah man 2017 vor dem Rathaus stehen und offensiv für ihre Sache kämpfen. Menschen kamen eigens ins Rathaus hinein: Im Bürgerforum sprachen Tierschützer vor – gegen Pferde im Karneval, Aachener mit Parkplatznot (für schnelles Anwohnerparken) verschafften sich Gehör, vom Kuhscheiße-Gestank (auf den Wiesen) schwerst belästigte Bürgerinnen und Bürger meinten „so nicht!“, andere beklagten die Fällung eines über 100-jährigen Baumes und so immer weiter . . . bis zuletzt die Ängste bezüglich der neuen Monster-Gaspipeline durch den Ortsteil Brand Thema waren.

Die Wohnungsnot führt naturgemäß zu mehr Wohnungsbau. Und damit die Neubauten uns nicht die Sicht verstellen und die Luft zum Atmen abschneiden, taten sich am Boxgraben/Weberstraße/Südstraße die Anwohner gegen die zu hoch und zu groß geplanten „Luisenhöfe“ zusammen.

2017 war ein Jahr mit erstaunlichen Bürger-Aktivitäten. Wenn das mit der Einmischung so weiter geht, muss einem für 2018 nicht bange sein.

Alles Gute für 2018 und: Tut was.

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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