Köln und Aachen: Zwei Städte, ein Problem

Was tun, wenn preiswerter Wohnraum fehlt und Menschen anfangen, in Zelten zu leben? Wie es in Köln geschieht.

Der Landschaftsverband (LVR) in seiner alle und alles umfassenden Güte, hatte im Winter (!) stillschweigend hingenommen, dass sich der ein oder andere Obdachlose nachts dort zum Schlafen hinlegt. Rund um das LVR-Hauptgebäude in Köln ist man geschützt, wegen bestimmter Leitungen ist es nicht so kalt, man kann überleben.

Das war im Winter. Man muss wissen, dass der Landschaftsverband für etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland zuständig ist, und zwar immer dann, wenn diese Menschen Hilfe brauchen. Der LVR übernimmt Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und auch in der Kultur. Alles Bereiche, die sich nicht selbst tragen, und naturgemäß haben die Verantwortlichen und die Beschäftigten dort – das muss man sagen – ein großes Herz.

Wie könnte man also – dermaßen der Toleranz, Hilfeleistung und auch Inklusion verpflichtet – arme Obdachlose aus seinem Innenhof verjagen? Never ever.

Die Obdachlosen durften bleiben, ich fand das beachtlich, dass da kein Hausmeister kommt und die ungepflegten Gestalten verjagt. Nur: Es wurden immer mehr. Und sie blieben mit ihren Minizelten, obwohl schon Sommer ist (s. Foto). Jetzt scheint sich dort eine kleine Zeltstadt zu entwickeln. Was tun?

Die Chefinnen dieses Verbands mit seinen 41 (Förder-)schulen, zehn Kliniken für psychisch Kranke und drei Netzen heilpädagogischer Hilfen sowie 19 Museen und Kultureinrichtungen sind durchsetzungsstark, sehr stark sogar. Da läuft weder finanziell noch bei Bauten etwas aus dem Ruder. Was also werden sie hinsichtlich der Obdachlosen unternehmen? (Ich werde berichten)

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Offenlage: Ich bin beim LVR als Mitglied der Fraktion der Freien Wähler aktiv. Dort darf ich (Mitglied der Piratenpartei Aachen) als Sachkundige Bürgerin im LVR-Schulausschuss ein Wörtchen mitreden.

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Andere Stadt, gleiches Thema: In der Alfonsstraße in Aachen wurde preiswerter Wohnraum zerstört. Und nicht einmal der Stadtverwaltung ist klar, was hier der Investor zu bauen gedenkt und wer dort wohnen wird. Menschen, die dauerhaft in Zelten leben, haben wir in Aachen noch nicht gesehen.

Aachen, Alfonsstraße. Die Gebäude aus den 60er Jahren wurden abgerissen. Zuletzt hatten hier Flüchtlinge gewohnt. Wir warten gespannt darauf, ob und was nun hier gebaut wird.

Diese Gebäude in der Alfonsstraße werden ebenfalls noch abgerissen.

Seht euch unbedingt an, wie unsere Freunde, die Amerikaner, mit dem Problem umgehen. https://www.youtube.com/watch?v=KF7hWzqdPDk

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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