Ehre, wem Ehre gebührt. Arthur Kampf wohl eher nicht.

Arthur Kampf war ein Historienmaler. Seine Bilder wurden in der Propaganda beider Weltkriege genutzt. „Gerade das NS-Regime feierte Kampf als Maler. Er gehörte zu den vom System privilegierten Auftragskünstlern, deren Arbeit auch als Blut-und-Boden-Kunst bezeichnet wird.“ So liest man es in der Wikipedia.

Die Stadt Aachen hat irgendwann eine Straße nach Arthur Kampf benannt. Wann genau und warum? Und muss dieser Mann wirklich geehrt werden? Ich denke nicht.

Die Arthur-Kampf-Strasse ist eine Wohnstrasse und befindet sich in Burtscheid. Sie zweigt von der Bertholdstrasse ab.

Die Arthur-Kampf-Straße befindet sich in Burtscheid. Das Straßenschild ist jemand aufgefallen, der einfach mal wissen wollte, wer Arthur Kampf ist und im Internet zu recherchieren begann. Mit einem überraschenden Ergebnis. „1944, in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, wurde Arthur Kampf von Hitler persönlich als einer von nur vier Malern in die Sonderliste der sogenannten Gottbegnadeten-Liste aufgenommen“, liest man in der Wikipedia weiter.

Man kann einen Menschen wohl kaum mehr ehren, als wenn man eine Straße nach ihm benennt. Könige und Kaiser, Priester und Industrielle werden so ausgezeichnet, aber auch manchmal tapfere Gewerkschafter, Künstler, kluge Wissenschaftler und wohltätige Menschen, Männer wie Frauen. Auf dass die Bürgerinnen und Bürger bis ans Ende aller Tage die hochverdiente Person nicht vergessen und sie ihnen ein Vorbild ist.

Bereits 2006 hat die Stadtverwaltung in Aachen auf Beschluss des Hauptausschusses eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die Straßennamen überprüfen sollte. Umbenannt wurden später eine Kaserne, die Graf-Schwerin-Straße und die Carl-Diem-Straße. Damals wurde auch schon über die Agnes-Miegel-Straße nachgedacht, sie wurde aber erst später (2016) umbenannt.

Jetzt sollten sich die Spezialisten in der Hochschule und im Suermondt-Ludwig-Museum, wo es ja Bilder von Arthur Kampf geben soll, mit diesem Aachener einmal befassen. Und überlegen, ob er tatsächlich als Vorbild dienen kann. Ich zumindest würde mich freuen, wenn die Angelegenheit im Bürgerforum thematisiert und dann – unter Beteiligung der Anwohner der Straße – diese umbenannt würde.

siehe dazu auch: http://letteraturaartistica.blogspot.com/2017/03/arthur-kampf.html

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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