Schräge Typen (im Stadttheater)

Ängste, Rückschläge und kleine Freuden erleben Elling und sein Kumpel Kjell Bjarne (im Bild) in der gemeinsamen Wohnung, die sie nach einem längeren Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung beziehen dürfen.

Wer im Stadttheater Aachen „Elling“ noch nicht gesehen hat, hat am kommenden Donnerstag, 31. Januar, zum letzten Mal die Gelegenheit dazu. „Elling“ ist eine Komödie, die einen zwar nicht prustend lachen, aber doch gelegentlich schmunzeln lässt. Und am Ende hat man gute Laune.

Elling (Thomas Hamm) und sein Kumpel haben eine Weile in einer psychiatrischen Einrichtung verbringen müssen und sollen nun in einer gemeinsamen Wohnung den Weg ins „normale“ Leben finden. Unterstützt von einem Sozialarbeiter (Benedikt Volley) natürlich, der sie ab und zu besucht.

Wer skurrile Typen kennt oder selbst ein wenig neurotisch ist (und wer ist das nicht?), hat seinen Spaß am Wiedererkennen von Verhaltensweisen, die hier vier Schauspieler total lebensecht darstellen. Man ist sofort „gefangen“ in der Aufführung – und denkt ständig: „perfekt“, genau so ist es.

Wie leicht und vollständig gute Schauspieler bestimmte Typen und bestimmte Verhaltensweisen imitieren können, das ist echt der Hammer. Frank ist ganz der engagierte Sozialarbeiter, Elling und sein Kumpel (Simon Rußig)  kämpfen mit dem Alltag, wo sie telefonieren müssen, einkaufen, in ein Restaurant gehen und Kontakt zu Frauen haben sollen. Die schwangere Nachbarin – wunderbar gespielt von Katja Zinsmeister – stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe.

Am Schluss gab es lang anhaltenden Applaus für alle vier Schauspieler.

Im MOVIE war über das Stück zu lesen: „Mimik, Gestik, Sprache, alles im Einklang und alles so wunderbar schräg. Eine erstaunliche Leistung!“

Und:

https://www.aachener-nachrichten.de/kultur/elling-in-der-kammer-des-theaters-aachen-mit-vielen-surrealen-episoden_aid-24407747

***

Ein Tipp: Freitag, 1. Februar, ist das Erfolgsstück „Die Räuber“ von Friedrich Schiller zum letzte Mal im Stadttheater zu sehen. Dauert zwar über drei Stunden, scheint aber keine verlorene Lebenszeit zu sein, wie mir berichtet wurde.

https://www.aachener-nachrichten.de/kultur/theater-aachen-schillers-raeuber-mit-hard-rock-klaengen_aid-24473041

Weitere letzte Chancen: „Das kalte Herz“, Freitag, 15. 02. – „Der Kaufmann von Venedig“, Samstag, 23. 02. – „Lenz“, Samstag, 23. 02.

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