Wo ist mein Container geblieben?

altkleidercontainer vor Kirche in Aachen

Leider sind nur sehr wenige Menschen bereit, auf einen regelmäßigen, massenhaften Zukauf von Textilien zu verzichten. Über 120 DRK-Altkleider-Container müssen deshalb in Aachen die abgelegten Textilien  aufnehmen. Doch die Container wurden kürzlich alle sang- und klanglos entfernt. Übrig blieben einige wenige andere Container. Einer davon steht vor der Kirche St. Bonifatius in Forst.

Die Garderobe wird einer Inspektion unterzogen, die Winter-Klamotten müssen raus aus dem Kleiderschrank, es wird Platz für die Sommersachen gemacht. Prompt finden sich Teile, die zwar noch schön sind und mal teuer waren, die man aber im kommenden Sommer lieber doch nicht mehr anziehen möchte. Jetzt steht Textilrecycling auf dem Programm.

Ja, und dann stehst du mit einer großen Tüte voller Kleidung an der Stelle, wo immer ein Altkleider-Container war und fragst dich: Wo ist denn der Container geblieben? Alle weg. . . . Der und die anderen im Stadtgebiet auch?

Stellt sich raus: Die Stadtverwaltung hat umgeplant. Das DRK musste über 120 Container entfernen, übrig blieben etwa 30 von anderen Gruppen (Malteser, WABe usw.). Bei der WABe am Freunder Weg zum Beispiel, da türmen sich die Altkleider-Berge. Dem DRK fehlen demgegenüber jetzt natürlich die Einnahmen (300 Euro gibt es angeblich pro Tonne).

PS.: Ich fand dann doch noch einen aufnahmefähigen Container. Ausgerechnet in der Mataréstraße, auf dem Hof der Kirche St. Bonifatius.

Die Angelegenheit wird bald auf politischer Ebene ausführlich behandelt. Nämlich hier: Die., 12. 03., um 17 Uhr im Sitzungssaal des Aachener Stadtbetriebs, Madrider Ring 20. Bin gespannt, wie die Stadtverwaltung gedenkt, der Flut von alten Klamotten in Aachen Herr zu werden.  http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4070 

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Auch der Punkt „Zustand des Elisengartens und mögliche Maßnahmen“ dürfte die Verwaltung in diesem Ausschuss  aufs Äußerste herausfordern. Denn der Elisengarten in Aachen sieht aus wie Sau, er wurde meiner Meinung nach insofern falsch geplant, als seine Anlage nicht auf die Massen von Menschen eingestellt ist, die sich bei schönem Wetter dort niederlassen, weil dieser „Garten“ quasi die einzige Grünfläche der Innenstadt ist.

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Nicht zuletzt ist der Erfahrungsbericht interessant, der sich mit den Abbiegeassistenzsystemen von städtischen Fahrzeugen befasst. Seit Januar 2017 wurden bereits 20 Fahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystemen ausgestattet: 8 Abfallsammelfahrzeuge, 3 Containerfahrzeuge, 2 Lkw mit  Kofferaufbau, 5 Winterdienstfahrzeuge, 2 Pritschenfahrzeuge.  Den Bericht kann man hier einsehen. 

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Und morgen lest ihr: Was hat es eigentlich mit diesen Upload-Filtern auf sich? Wat soll der Driss? Warum wird am 23. März dagegen demonstriert – in Aachen und in vielen anderen Städten in Europa?

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Wo ist mein Container geblieben?

  1. Peer van Daalen schreibt:

    Für mich hat das DRK nicht mal ansatzweise den Hauch von Gemeinnützigkeit https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz#Kritik

    https://www.stern.de/wirtschaft/rotes-kreuz–finanzaemter-interessieren-sich-fuer-geschaefte-der-drk-blutspendedienste-8130976.html

    Die haben genug Kohle und kriegen ihren Hals nicht voll … Etwa sechzig Prozent der gesammelten Altkleider gehen über die Verwertungsfirma Efiba nach Afrika und Asien. Durch die verschieden Geschäftsfelder des DRK werden jährlich etwa 4,5 Mrd. Euro umgesetzt.

    Wenn ich was zu vergeben habe dann bekommt es entweder die AWO in Eschweiler (das sind die fairsten) oder eines der drei Sozialkaufhäuser von WABE und Diakonie in Stolberg oder die Kleiderstube St. Peter und Paul in Würselen.

    Mal wieder fassungslos … | Peer

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    Hallo Peer, hier gehts nur darum, dass die Leute in Aachen nicht wissen, wohin mit den Altkleidern. Die Stadt hat die Container vom DRK überraschend wegräumenlassen, Ersatz gibt es nicht, Container die noch stehen (Malteser usw) sind längst übervoll. Die WABe hat jetzt das Problem, dass sie so viele Klamotten bekommt, dass sie nicht mehr weiß, wohin damit, sozusagen. Die sind auf die Berge von Klamotten nicht vorbereitet gewesen. Es war keine gute Idee, die DRK-Container entfernen zu lassen und keine neue Firma ranzulassen. Gruß, Margret

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