Jetzt in der eigenen Wohnstraße Bäume und Pflanzen mit Wasser versorgen

Was wir aus dem vorigen Jahr kennen, passiert in diesem Sommer schon wieder. Die Freiwilligen Feuerwehren in Aachen müssen die Bäume wässern. 12 Löschzüge unterstützen während ihrer regulären Übungsfahrten und an zusätzlichen Terminen den Stadtbetrieb bei dieser wichtigen Arbeit.

Man fragt sich da natürlich sofort: Muss das jetzt jedes Jahr so sein, dass wegen der allgemeinen Trockenheit die Bäume nur dann in der Stadt zu halten sind, wenn so viele Ehrenamtliche ihre Freizeit opfern und zupacken? Auf Hitze folgt hierzulande Trockenheit und auf Trockenheit folgt Brandgefahr. Was ist, wenn die Hilfe der Freiwilligen beim Brandschutz und bei Bränden verlangt wird?

Verwundert beobachte ich, dass ich mir (in den großen Ferien!) Regen wünsche und dass Aachen als Regenloch endlich noch mal seinem Beinamen alle Ehre macht. Wann hat es das jemals gegeben? (Antwort: letzten Sommer). „Straßenbäume im Stress“, „Kampf ums Überleben“, „nur noch Restfeuchtigkeit im Boden“ – das klingt dramatisch.

Andreas Schulz, Leiter der Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs berichtet: „Die anhaltende Trockenheit setzt den Bäumen zu.“ Und weiter meint er, wenn der Stadtbetrieb nicht selbst aktiv alle Bäume bewässern würde, würden sie uns absterben oder Schaden nehmen. Es könne aber auch jede/r einzelne etwas zum Erhalt der Bäume tun.

Vorne braune Hecke, hinten gelbe Baumscheibe.

Zur Erinnerung: Vor wenigen Wochen hat der Rat der Stadt Aachen den Klimanotstand ausgerufen. Jeder kann dazu beitragen, ein gesundes Stadtklima für Mensch und Umwelt zu bewahren. Der Erhalt der Baumvitalität in unseren Straßen und auf unseren Plätzen ist dabei ein wichtiger Mosaikstein.

Deshalb ergeht von Seiten der Stadtverwaltung ein Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger in Aachen: Das einzige, was hilft, ist gießen. Jeder Liter, der an einen Baum kommt, zählt. Es müsste Tage lang anhaltend regnen, um den Boden wieder ausreichend zu befeuchten. Deswegen gießen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs Bäume und Pflanzen. Das können die Bürgerinnen und Bürger unterstützen, indem sie Bäume in der eigenen Wohnstraße mit Wasser versorgen.

Es gilt: Zu viel Wasser gibt es nicht. Leitungs- und Regenwasser sind gleichermaßen geeignet. Ein Baum benötigt angeblich einhundert Liter Wasser, nach Möglichkeit mehr. Optimal ist es, zweimal hintereinander zu wässern, um den Boden zu öffnen. Nach der Erstaufnahme sollen betroffene Bäume in einem Intervall von zwei bis drei Tagen gewässert werden, bis sich die aktuelle Situation durch Regen entspannt.

Ich frage mich ganz ehrlich, wie lange sich das durchhalten lässt und wie teuer uns der zusätzliche Verbrauch von Wasser kommt.

Tschüss, bin mit zwei vollen Eimern in Richtung Straßenbäume unterwegs.

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