Erinnerung an die Öffnung der Grenze, genannt „Mauerfall“

Mauern, die schon fast Kunstwerke sind, gibt es in Monschau. Schön, nicht wahr? Foto: Archiv

Aus gegebenem Anlass auch von mir heute eine Erinnerung:

Heute vor 30 Jahren – das weiß ich noch genau – war ich von einem anstrengenden Arbeitstag abends sehr müde. Die Mauer sei nun geöffnet, wurde in den ARD-Nachrichten mitgeteilt. Und ich saß mit meinem Lieblingsmenschen in einer Wohnung in der Weberstraße in Aachen vor dem TV-Gerät und fragte: Was denkst du was jetzt passiert? Er meinte lachend, er sei ganz sicher, „dass die jetzt alle rüberkommen werden“. Ich dachte: Das kann ich mir auch morgen noch ansehen, stand auf, ging ins Bett und schlief sofort ein.

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Wenn jetzt alle Deutschen gedenken und sich erzählen, an was sie sich erinnern, fällt mir der Soziologe Harald Welzer ein. Er ist Gedächtnisforscher. Welzers These lautet: Gehen Sie davon aus, dass das Meiste, an das Sie sich zu erinnern glauben, so nicht stattgefunden hat.

Das Meiste . . . einiges aber doch.

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Mauer, auf der Menschen stehen. In Aachen gesehen. Foto: Archiv

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