
Oberbürgermeister Marcel Philipp hatte 23 neu berufene Professoren (dabei wie man sieht nur 2 Professorinnen, von Diversität keine Spur) der Aachener Hochschulen ins Rathaus eingeladen. Das teilte die Pressestelle der Stadt mit und lieferte freundlicherweise auch gleich ein Foto mit.
Die offiziellen Vertreter der Stadtgesellschaft sind sehr bemüht um Kontakte zur RWTH, man möchte diese Hochschule und ihr Personal in die Stadt integrieren. Sie alle sollen Teil der Stadtgesellschaft werden. Auch die neuen Studentinnen und Studenten werden ja mit Veranstaltungen eigens begrüßt. Das Bemühen ist da, doch es gelingt nur schwer. RWTH und FH waren Jahre und Jahrzehnte eine Art Fremdkörper in der Stadt, das zu ändern ist nicht leicht und bisher leider nur selten gelungen.
„Wissenschaft, Forschung und Entwicklung zählen zu den wichtigsten Aushängeschildern der Stadt Aachen und sind zugleich eine wertvolle Ressource“, sagte Philipp in seiner Begrüßungsansprache. Ihm ist die Bedeutung der Wissenschaftler für die Stadt durchaus bewusst.
Jahr für Jahr beginnen tausende Studierende ihre akademische Laufbahn, gleichzeitig verlassen tausende die Hochschulen der Stadt als bestens ausgebildete Fachkräfte. Zu viele von ihnen kehren Aachen den Rücken, so die Ansicht etlicher Kommunalpolitiker. OB Philipp erklärte im Rathaus: Ausschlaggebend für den Erfolg der RWTH und der Fachhochschulen sei „eine exzellente Lehre, die durch Hunderte von Professorinnen und Professoren täglich vermittelt wird“.
Jedes Jahr beginnen zahlreiche neuberufende Professorinnen und Professoren ihre Lehr- und Forschungstätigkeit an einer der Aachener Hochschulen. Es ist wichtig, dass die sich in Aachen wohlfühlen. Und dass sie die Stadt im Westen als vielfältige und lebenswerte Stadt erleben.
Nach dem Empfang im Aachener Rathaus gab es für die Neuen noch eine Führung durch das am Katschhof gelegene Stadtmuseum Centre Charlemagne.
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