Corona: Interessante Links mit neuen Infos

In der Zollernstraße in Aachen: Die Pandemie ist bei weitem noch nicht besiegt, und die Plakate am Haus der StädteRegion sind durchaus berechtigt.

Ganz unten wird sehr gut erklärt, wie das Corona-Virus den Körper befällt. Langsam runterscrollen. Das könnte interessant sein, da ja jetzt die Zahl der Infizierten wieder steigt. Das weiß ich, weil ich eine Minute gegoogelt habe.

Und Vorsicht: Die Krankheit ist keine Krankheit mehr, die nur Personen höheren Alters befällt. Glaubt nicht denen, die sagen, das Virus gäbe es nicht, die ganze Angelegenheit basiere auf einer Hysterie, bestimmten Virologen dürfe man nicht vertrauen, nur Mediziner hätten Ahnung, Virologen nicht und jemand plane, die Menschheit zu schädigen (alles so gehört und gelesen).

Unten also der Link, kann sein, dass ich dem heute noch weitere hinzufüge. Wer sich von der Berichterstattung zum Thema Corona runtergezogen fühlt, sollte hier nicht mitlesen. Es gibt Gründe, dass wir zuversichtlich bleiben: Das Gesundheitssystem in Deutschland ist nicht schlecht (im Vergleich zu denen in anderen Ländern), und dass viele Menschen Kurzarbeitergeld bekommen, das ist sozusagen auch grandios.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/grafik-erklaerstueck-wie-das-coronavirus-den-koerper-befaellt/

Weitere Links: https://www.timesofisrael.com/amid-spike-in-virus-cases-schools-in-outbreak-areas-set-to-shutter/

Was zum Lachen: https://www.youtube.com/watch?v=mIjJedupOLU&feature=emb_logo

Erstaunlich, wie anschaulich alles darstellbar ist: Aerosole. Dreidimensionale Animation. https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/3-d-animation-warum-abstand-halten-so-wichtig-ist-e546790/

Ach ja, was Pfingsten eigentlich ist, das habe ich noch nie verstanden. Trotzdem: frohe Pfingsten.

***

Hier geht es noch mal um die Corona-Maßnahmen und um die Frage, ob die  Maßnahmen, die die Pandemie stoppen sollten, ob die (bisher) geholfen haben. Das kann man am Verlauf der Pandemie erkennen, die zunächst fröhlich vor sich hingaloppierte und dann mehr und mehr gestoppt wurde.
Die ganz große Katastrophe ist ja – gottseidank – ausgeblieben. Die Pandemie ist in Deutschland bisher relativ glimpflich abgelaufen (im Gegensatz zu Frankreich und Italien, England und den USA. Und auch die Schweden haben auf 100.000 Einwohner genau 4 X so viel Tote zu beklagen wie wir. Die haben die ganzen Toten in den Alten- und Pflegeheimen in Kauf genommen. Krass..

Entsprechend dem milden Verlauf kommen jetzt die Schwafler um die Ecke, die sagen: Seht ihr, es war doch alles gar nicht so schlimm. Es wurde vollkommen übertrieben reagiert. So ein Mist, Drosten will nur mit seinen Impfungen Kasse machen usw, usw. Die Wirtschaft geht kaputt, weil die Politik auf Virologen gehört hat.

Nebenbei: Das ist das Präventions-Paradox. Gerade weil die Maßnahmen so erfolgreich waren, gibt es keinen Beweis für ihre Wirksamkeit. d. h. Immer, wenn du das Richtige machst, sind die Leute zufrieden, aber du bist definitiv nicht der Held. So als würde man sagen: Wir brauchen keine Feuerwehr mehr, es hat ja jetzt schon so lange nicht gebrannt.

Jetzt können wir fragen: Haben wir richtig reagiert? Was lernen wir für die Zukunft daraus, denn es könnte durchaus mal wieder eine Pandemie geben. Und was können wir uns sparen an Maßnahmen, weil sie gar nicht viel gebracht haben? 

Das hat eine Wissenschaftlergruppe untersucht, deren Text ihr hier findet. Das öffentliche Leben wurde bei uns in drei zeitlich fest definierte Schritten heruntergefahren. Deswegen ist genau zu sehen: Was haben die einzelnen Maßnahmenpakete im einzelnen bewirkt? Welche Effekte hatten die einzelnen Maßnahmen auf die Infektions-Zahlen? 

Mit den Zahlen ist das so eine Sache: Es gibt Hinweise, dass die Zahlen nicht gerade ultrakorrekt bis hin zum Robert-Koch-Institut weitergeleitet werden. Von den Krankenhäusern zu den Gesundheitsämtern, von da zur Landesbehörde und dann noch nach Berlin. Das dauert jeweils unterschiedlich lange, und manchmal liegen die Meldezettel wohl auch tagelang rum, ehe sie weitergeleitet werden. Dazu hört ihr mehr im UKW-Podcast von Tim Pritlove

Die Studie hat die Covit 19-Fallzahlen in Deutschland in vier Phasen angeschaut. 
1. Vor Beginn der Maßnahmen.

2. Als große öffentliche Veranstaltungen/Events abgesagt wurden.

3. Nach der Schließung von Bildungseinrichtungen und Geschäften am 16. März.

4. Nach der weitreichenden Kontaktsperre am 22. März. Jeder bleibt möglichst zu Hause. 

Das haben sich die Wissenschaftler angeschaut und die ganzen Verzögerungen noch irgendwie rausgerechnet. Die Details spare ich mir hier. 

Bild Nummer 3  ist besonders gut, man sieht die Stufen in den Wachstumsraten. Da sieht man die Wendepunkte.

Die erste Stufe ist etwa am 8. März zu sehen, da halbiert sich die Wachstumsrate. Das Datum passt mit der Absage der Großveranstaltungen zusammen. Und die Bevölkerung war da sowieso sehr vorsichtig, weil jeder dachte: Da stimmt was nicht, wir kommen irgendwie in eine gefährliche Situation. Wenn es im TV plötzlich heißt: Alle Großveranstaltungen werden abgesagt, da ändert man sein Verhalten auch im privaten Bereich etwas.

Die 2. Stufe um den 16. März, da wurden Schulen, Kitas, Geschäfte geschlossen. Da sinkt die Wachstumsrate weiter. 

Der 3. Einschnitt am 22. März, der passt mit dem Zeitpunkt der  Kontaktsperren Maßnahmen überein. Ein Beinah-Shutdown.

Das Wachstum des Fallzahlen muss unter 1 kommen. Und das wurde erst nach der 3. Maßnahme erreicht, nämlich mit der Kontaktsperre.

Die Maßnahmen waren gut, die Zeitpunkte waren korrekt. Das hätte man nicht besser machen können.  Bei der 1. Stufe wurde klar: Das reicht noch nicht. Bei der 2. Stufe sah man: Das reicht noch nicht, aber wir sind nah dran. Die 3. Stufe brachte es voll: Das reicht und da blieben wir dann eine Weile.

Die Maßnahmen sind natürlich nicht allein verantwortlich für die Folgen, man verhält sich nämlich automatisch anders, wenn man erfährt, dass z. B. Kinder nicht mehr in die Schule gehen dürfen. Wenn man das hört, da ändert man sein Verhalten, ob es nun vorgeschrieben wird oder nicht.

Resümee im Podcast „Methodisch inkorrekt“, Folge 167, vom 26. 05. 2020:

Die Entscheider haben genau richtig entschieden und gehandelt und/oder sie hatten gute Berater. Aber das sehen bestimmt manche Leute ganz anders. 

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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