Eurogress wird richtig teuer

Durch das Dach des Eurogress tritt manchmal Wasser ein, besonders bei den jetzt häufiger vorkommenden Starkregen. Es ist ein Sheddach, das zwar schön aussieht, aber überall und ganz generell Starkregen nicht besonders gut aushält. 

Im September 2020 habe eine solche Wassermasse dazu geführt, dass bei einer Aufführung des Das Da-Theaters (am 28. September) im Brüssel-Saal Besucher*innen sogar umgesetzt werden mussten, so sehr kam das Wasser von oben. „Letztmalig hatten wir am 29. Januar 2021 einen Wassereintritt im Foyer des Brüssel-Saals“, teilte die Leitung des Eurogress jetzt mit.

Fachleute untersuchten den Fall und fanden: Nur eine umfassende Dachsanierung macht Sinn. Schöne Pleite, das wird teuer. Und das, wo noch nicht einmal klar ist, wann und ob sich jemals wieder hunderte Menschen im Eurogress werden versammeln können! Sichtwort: Leben mit dem Virus, dritte Welle und so.

Ausführliche Vorlage hier.

Das Eurogress an der Monheimsallee, Haupteingang. Rechts daneben ragt das Neue Kurhaus ins Bild.

Wo hier gerade vom Eurogress-Dach die Rede ist: Das Dach gilt als geeignet für die Aufstellung einer Photovoltaikanlage. Strom könnte zum Selbstverbrauch produziert werden. „Bei geschätzten Investitionskosten von 398.271 Euro netto würde sich die Investition in eine solche Anlage nach ca. 9 Jahren amortisiert haben“, erfuhren die Politiker*innen jüngst vor Ort. Und weiter: „Bei einer geschätzten Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eurogress sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht sinnvoll.“

Was würde der Spaß nun voraussichtlich kosten? Wenn man Zug um Zug das Dach saniert, für Wärmedämmung sorgt und zusätzlich auch noch eine Photovoltaikanlage installiert? 

Im Sommer 2022 könnte man (nach europäischer Ausschreibung) mit der Photovoltaikanlage beginnen. Kosten: 398.271 Euro. Das Dach würde in drei Abschnitten (von 2022 bis 2024) saniert. Kosten insgesamt 2.442.735 Euro. 
VORSICHT: Das sind alles Schätzungen, und hinzu kämen noch diverse Planungs- und Nebenkosten, summiert sich auf (vorerst) 3,4 Millionen Euro für alles zusammen. 

Bekanntlich hat sich ja im Eurogress in 2020 kaum jemand treffen können, es gab weniger Kongresse, Konzerte oder sonstige Veranstaltungen. Es gingen dem Haus dabei 2,71 Millionen Euro durch die Lappen. 3,3 Millionen werden es wohl dieses Jahr sein.

Das Eurogress (1977 eröffnet) kommt uns also richtig teuer und wird der Aachener Stadtkasse viel abverlangen. Das passt gewissermaßen. Nebenan wird ja bekanntlich für mindestens 50 Millionen das Neue Kurhaus saniert. Mal sehen, was am Ende noch übrig bleibt für den ein oder anderen neuen Kindergarten, den Umbau von Kreuzungen und für Radvorrangrouten.

Im Neuen Kurhaus befand sich zuletzt ein Spielkasino. Jetzt wird das imposante Gebäude saniert.

***

Zur Abwechslung mal etwas anderes (gefunden beim Pressedienst turi2):

Lustige Werbung: Matratzen-Händler Bett1.de bietet in seinem neusten Werbeclip ein „Kopier-Set“ an, mit dem sich dessen Werbung „perfekt nachmachen“ lässt. Darin enthalten sind u.a. die Kostüme der Darsteller, der Regisseur und der weiße Raum. Für Schnelle gibt’s ein Alpaka gratis dazu.
youtube.com (1-Min-Video)

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