Aachener Sozis im Ausschuss – Zum Fremdschämen

Ich rate eigentlich jedem, sich nicht zu ausführlich auf Facebook zu äußern und misstrauisch bei den dort geäußerten Berichten zu sein. – ABER ich kann die Seite https://www.facebook.com/KeupenSibylle empfehlen. Sie ist sehr gut (gemessen an dem, was sonst sich auf Facebook tummelt).

Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos) berichtet auf Facebook von dem, was sie so die Woche über macht. Hoffentlich tut sie das weiterhin, hört damit nicht auf. Unter anderem besuchte sie Baumschützer auf einem fast kahl geschlagenen Grundstück, wo nur noch genau 13 große Bäume stehen. Die OB begrüßte die Baumrettung und versucht, die Aufforstung zu organisieren.

Davon berichtete sie auch (auf inquisitorisches Nachfragen der SPD, so peinlich) vor den Mitgliedern des Stadtrates. Schwieriges Feld. Die Frage ist, wer die Aufforstung bezahlen muss: der alte Eigentümer, der sich jetzt bereit erklärt haben soll, das kleine Grundstück zu verkaufen, zu einem zivilen Preis? Oder der Käufer? Als Käufer kommen bisher in Frage: der NaBu, die Anwohner und die Stadt Aachen.

Die Sozis kommen im Moment noch gar nicht klar mit dem Ansehen, dass die OB sich dabei ist zu erarbeiten und schon genießt. Sie sind so offensichtlich bei ihr auf der Suche nach dem Haar in der Suppe, dass man sich fremdschämt, wenn man gerade zugegen ist. „UiUIUiUi, da hat aber jemand ein Riesenproblem“, dachte ich jüngst im Hauptausschuss. Wenn die schon irgendwelche Facebook-Einträge (die ich leider nicht kannte) so extra-breit vor der Presse ins Gespräch bringen müssen, irgendwelcher Laberkram, wo selbst bei Facebook nach 10 Tage kein Mensch mehr dran denkt . . .

Was passiert ist: Die SPD hatte neulich bei einer wichtigen Entscheidung (gegen die Oberbürgermeisterin) die Abstimmung nur deshalb knapp in ihrem Sinne entscheiden können, weil sie die Stimme der AfD bekam, die von CDU und FDP sowieso. So konnten die Sozis der OB sozusagen in die Suppe spucken, was sie sicherlich gefreut hätte, aber zur Katastrophe wurde, weil man nur mit der Stimme der Ultrarechten erfolgreich war.

Ein Kuddelmuddel, seitdem haben die Sozis ein Imageproblem, denke ich. Sie mussten sich für ihr Zusammengehen mit der AfD böse beschimpfen lassen. Das steckt denen ganz offensichtlich noch in den Knochen. Es war gestern nicht nur für mich mit Händen zu greifen. Arme Sozis.

Erfreulich sachlich waren die Wortbeiträge der CDU. Offensichtlich haben sie sich vorgenommen, auf Nachkarten und Nachtreten (wg. der verlorenen Wahl in 2020) einfach zu verzichten (bringt ja doch nichts) und Sacharbeit zum Wohle der Stadt und der Menschen zu machen. Fast meint man, die grüne Fraktion sollte mal prüfen, was mit der CDU geht. Vielleicht mehr als mit der SPD. In Köln haben sich die Grünen (mit Volt) auch zu einer Koalition mit der CDU zusammengeschlossen.

Die Bäume sind gerettet, wer muss nun das teilweise gerodete Grundstück aufforsten? Diese Frage sollte geklärt werden. Foto: AachenNews Archiv

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