2021 wurde in Aachen schon viel demonstriert

Aachen hat selten so viele Demonstrationen in so kurzer Zeit erlebt wie in den ersten 5 Monaten dieses Jahres. Möglicherweise in den 1960er Jahren, aber das ist hier nicht bekannt. Glücklicherweise leben wir in einem Land, in dem Bürger*innen das Recht haben, ihre Ansichten öffentlich kund zu tun.

Demonstrationen machen der Polizei viel Arbeit und halten meistens auch den Verkehr auf. Aber: Das Recht zu demonstrieren ist bedeutender, als mancher weiß. Polizei und Gerichte tun sich schwer, Demonstrationen zu verbieten. Es muss schon erkennbar eine große Gefahr von so einer Demonstration ausgehen, sonst wird sie nicht untersagt. Hier eine Auswahl der bisherigen Demos in Aachen:

14. Mai:   „Free Pelestine“-Demo im Stadtgarten an der Monheimsallee mit etwa 500 Menschen, friedlich aber doch mit vereinzelten hetzerische Slogans gegen Israel. Über 100 Polizist*innen haben einen ruhigen Tag.

1. Mai:   Die traditionelle 1.-Mai-Demo fällt aus. Eine heterogene Szene trifft sich gleichwohl auf dem Marktplatz. Etwa 150 Menschen sind es, von „Seebrücke“ bis MLPD. Auch am Elisenbrunnen wird demonstriert.

24. April: Eine Querdenker-Demo trifft sich im Stadtgarten. Es sind 700 Demonstranten anwesend, darunter zur nicht enden wollenden Überraschung und Verwunderung wieder der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke).

19. März:   Große Fahrrad-Demonstration der Gruppe Fridays for Future (FFF). 2000 Menschen radeln durch Aachen. Weil sie zunächst mitgeteilt hatten, sie wollten auf die Autobahn fahren, ist auch viel Polizei (zur Abwehr) im Einsatz. 

27. März: Eine kleine Querdenker-Demo geht vom Tivoli zum Markt, begleitet von einer kleinen Gegendemonstration. 

8. März:   Am Weltfrauentag demonstrieren 500 Personen am Elisenbrunnen für Frauenrechte, „Viva la Vulva“. 

14. Februar: Eine Querdenker-Demonstration in der Innenstadt. Es kommt zu mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen.

2. Januar:   Verschwörungsfreunde treffen sich am Elisenbrunnen. Etwa 100 sind es insgesamt. Sie sehen den Papst, verschiedene Virologen und Frau Merkel vereint mit finsteren Absichten gegen die Menschheit gerichtet.

Dazu machen relativ unangekündigt „Cat Calls of Aachen“ auf sich aufmerksam. Sie prangern sexuelle Übergriffe auf Aachener Straßen an, hinterlassen überraschend Botschaften auf den Bürgersteigen.

Eine Gruppe „Maria 2.0“ ist ebenfalls noch in Aachen aktiv. Herr, hilf! Es sind Frauen, die die katholische Kirche reformieren wollen.

Und nicht zuletzt machen auch gelegentlich noch die Retter des Hambacher Forst auf sich aufmerksam. Dies allerdings weniger in Aachen als vielmehr in den Dörfern, die überflüssiger Weise noch abgebaggert werden sollen.

Eine Szene bei der Palästina-Demonstration im Aachener Stadtpark. Foto: AachenNews Archiv

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