Wie so oft: Altes Gebäude ist in schlechterem Zustand als zunächst angenommen

Unsere Lieblingbaustelle

Das Neue Kurhaus. Das Erdgeschoss (Bild oben) sowie das Kellergeschoss (unten) und die Obergeschosse sind auf den Bauzäunen abgebildet. Wie die weitläufigen Räume mal genutzt werden, ist dort abzulesen. Über Mangel an Transparenz kann sich niemand beklagen.

Doch leider ist die Bausubstanz kaputter als man gedacht hatte. Die Bauzeit wird sich vermutlich um ein Jahr verlängern. Jetzt wird erst mal untersucht, die Baustelle liegt still. Ob sie auch teurer wird als die früher genannten 50 Millionen Euro, ist noch nicht bekannt.

Zur Geschichte: Vor dem Neuen Kurhaus stand an gleicher Stelle (Monheimsallee, neben dem Eurogress) ein für die damalige Zeit hochmodernes Krankenhaus. Die pompöse Architektur und die großzügige Anlage machten das Mariahilfhospital (was für ein Name!) zu einem der damals eindrucksvollsten Krankenhäuser Deutschlands. Es wurde 1914 abgerissen.

Ob das jetzt hier für diese wenigen Zeilen das richtige Format ist, das ist auch noch nicht entschieden. Die Bilder sind zu klein, aber wenn man drauf klickt, werden sie größer.

Prachtvolle Kassettendecke in einem Saal im Neuen Kurhaus an der Monheimsallee.

Die Decken sind das Problem. Sie haben sich als instabiler erwiesen, als zunächst angenommen wurde. Sollten sie ersetzt werden müssen, würde damit auch manch erhaltenswertes Teilstück verschwinden. Ein herber Verlust für die Freunde der Denkmalpflege.

Die Revitalisierung des alten Kastens hatte im Rathaus zu Kontroversen geführt: Grüne und Piraten wollten das Gebäude verkaufen, jedenfalls keine 50 Millionen Euro für die Restaurierung ausgeben. Insbesondere CDU und SPD, aber auch Die Linke und die FDP wollten es im Eigentum der Stadt Aachen belassen.

Wird erwartungsgemäß später fertig, erst Ende 2024. Und es wird vermutlich auch – das steht aber noch nicht fest – teurer als zunächst geplant: das Neue Kurhaus. Es ist ein großartiges Gebäude, mit dem viele Aachener*innen besondere Erinnerungen verbinden. Dort wurde z. B. grandios Karneval gefeiert.

Zuletzt war es ein Spielkasino. Im dazugehörenden Restaurant „Gala“ kochte einst Sterne-Koch Gerhard Gartner.

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