Turnier in Aachen: Viele Plätze müssen leer bleiben

Eine Szene aus besseren Tagen (2019): Beim Empfang der Reiterinnen und Reiter in der Innenstadt. Foto: AachenNews Archiv

Leserfrage: „Wie ist es denn dieses Jahr mit dem Reitturnier? Findet es überhaupt statt?“

Wirklich wissen tut das keine/r, es hängt von Covid 19 ab. Aber bisher ist nichts anderes geplant, als vom 10. bis zum 19. September eine (verschlankte) Version des „Weltfest des Pferdesports“ stattfinden zu lassen. 2020 ist es bekanntlich komplett ausgefallen.

Um die komplizierten Abstands- und sonstigen Corona-Verhinderungsregeln einhalten zu können, muss einiges anders laufen als in den Jahren zuvor. Dressur- und Reitstadion werden nicht mal zur Hälfte voll sein. Und es gibt zum Beispiel keine Sitzplatz-genaue Buchung – für niemand. Man kann sich den Block aussuchen, von dem aus man die Wettkämpfe verfolgen soll – das ist alles.

Weiter: Es gibt nur personalisierte Tickets, so wie neuerdings auch im Stadttheater, mit Namen (und Geburtsdatum?) drauf. Die Tickets für den CHIO werden außerdem alle nur per E-Mail verschickt. Man muss sie sich zu Hause ausdrucken. Wer keinen Drucker hat, kann ja mal Kontakt zum Nachbarn aufnehmen. Und wie neuerdings überall, gilt die 3-G-Regel: Man kommt nur dann in den Genuss dieser sensationellen Veranstaltung, wenn man entweder getestet, geimpft oder genesen ist. Vermutlich wird – wie am Eingang vom Tierpark – an den Zugängen je ein Impfzelt aufgestellt.

Beim Betreten des CHIO-Geländes wird – deshalb muss man seinen Personalausweis mitbringen – überprüft, ob die Daten übereinstimmen. Und, wichtig: Man kann nicht 1 oder 3 oder 5 Tickets kaufen. Man bekommt nur 2 oder 4 oder maximal 6 Karten pro Reitsportfan/pro Veranstaltung. Bitte scrollt hier etwas runter, lest euch die Infos und Hinweise durch: Infos und Hinweise hier

Wurde mehrfach verschoben, auch der im Winter angekündigte Termin wurde storniert. Foto: AachenNews Archiv

Der CHIO ist eines der schönsten, wunderbarsten Ereignisse, die es in Aachen gibt. Die Tiere sind phantastisch gepflegt, topfit und strahlen Bewegungsfreude und Kraft aus. Als Zuschauer kann man ihnen in Aachen ungewöhnlich nah kommen.

Die Reiterinnen und Reiter sind – sogar wenn sie nicht besonders erfolgreich sind – glücklich in Aachen, wie sie sagen, weil sie sonst auf der ganzen Welt nie so ein vielköpfiges Publikum haben. Es ist ein besonderes Publikum, das bei weitem nicht nur den eigenen Favoriten tosenden Beifall spendet. 40.000 füllen das Stadion zu normalen Zeiten an den Turniertagen fast täglich.

Der CHIO ist auch immer noch ein Volksfest, obwohl er durch Promi-Events von diesem Charakter schon einiges verloren hat. Mal sehen, vielleicht kommt das Turnier ohne die Champagner schlürfenden Semi-Reitsportfans wieder ein wenig näher an seine Wurzeln heran.

Hier das gesamte Programm auf dem Ticketflyer. Der Empfang des Partnerlandes Japan auf dem Markt in Aachen ist nicht verzeichnet. Er fällt aus.

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