Desaster in Afghanistan treibt die Menschen auf die Straße. Heute, 14 Uhr, Marktplatz.

Aufgrund der chaotischen Situation in Afghanistan finden seit Anfang der Woche und in den kommenden Tagen bundesweit Proteste statt. Dabei setzen sich Menschen für eine schnelle und unbürokratische Evakuierung von bedrohten Personen ein.

Die Seebrücke ruft für den heutigen Samstag, 21. August, gemeinsam mit weiteren Akteuren zu einer Kundgebung auf dem Aachener Markt auf. Motto der Veranstaltung: „Luftbrücke jetzt!“

Die Veranstalter teilen mit: Die Ereignisse in Afghanistan überschlagen sich. Seit Ende Juni 2021 sei der Bundeswehreinsatz in Afghanistan beendet, die Taliban seien auf dem Vormarsch und setzten ihre Macht gewaltsam durch. Deutschland müsse jetzt Verantwortung übernehmen.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, umgehend so viele Menschen wie möglich aus Afghanistan zu retten. Die Rettung darf nicht nur einigen wenigen vorbehalten bleiben. Wir dürfen die Ortskräfte, Aktivist*innen, Frauenrechtler*innen, Journalist*innen und weitere gefährdete Menschen nicht im Stich lassen. Deutschland trägt Verantwortung und darf diese Menschen nicht zurücklassen.”

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Im Fall von Afghanistan haben in Deutschland sage und schreibe 3 Ministerien komplett versagt: Innenministerium, Außenministerium, Verteidigungsministerium. Die verantwortlichen Herrschaften Horst Seehofer, Annegret Kramp-Karrenbauer und Heiko Maas müssen wir nur noch 5 Wochen ertragen, wir werden sie nach der Bundestagswahl am 26. September nicht mehr wiedersehen. Und wie immer hat auch der Bundesnachrichtendienst nicht wirkungsvoll mitteilen können, wie schnell die Taliban vorrücken würden und wie schnell die afghanische Armee desertiert ist.

Überraschend ist, dass bei uns die Mehrheiten, die seinerzeit gegen die Verlängerung des Militäreinsatzes in Afghanistan gewesen sind, jetzt offenbar der Meinung sind, dass der Einsatz NICHT hätte beendet werden dürfen. Weitere Jahre an Militärpräsenz? Ist man nach 20 Jahren doch noch zu früh rausgegangen aus Afghanistan?

18 Millionen Menschen hungern in Afghanistan. In verschiedenen Regionen herrscht große Trockenheit, es hat teils seit Monaten nicht mehr geregnet. Die Taliban werden finanzielle Unterstützung brauchen und diese auch verlangen, um ihr islamistisches Regime zu etablieren. Eine schwierige Situation. Offenbar wird die islamistische, fundamentalistische Lebensweise in der Breite der Bevölkerung eher akzeptiert als ein System, das die USA herbeibomben wollten (s. Drohnenkrieg, Bomben auf Zivilisten/Hochzeitsgesellschaften/Kinder usw.).

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Die Kundgebung findet am heutigen Samstag um 14 Uhr auf dem Aachener Markt statt.

s. auch https://www.facebook.com/events/543836807064138/

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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