Und ewig jammert der Einzelhandel

Schwarz vor Menschen war die Innenstadt – also der Bereich rund um Dom und Rathaus – am vergangenen Samstag. Gleichwohl jammern Einzelhandels-Vertreter jetzt schon zum dritten Mal und langweilen uns. Anstatt zur Abwechslung mal irgendetwas anzuführen, was im Einzelhandel noch einigermaßen gut klappt. . . Man möchte den Einzelhandel schon wegen der miesen Stimmung, die dort herrscht meiden. Das Weihnachtsgeschäft komme nicht richtig in Gang, ja klar. Hatte jemand etwas anderes erwartet?

Weihnachtsbaum auf dem Aachener Marktplatz.

Du musst zu Besuch in ein Krankenhaus? Das ist umständlich. Besuche sind nur noch geimpften und genesenen Personen erlaubt, die zusätzlich einen Testnachweis vorlegen können. Auch für Kinder ab fünf Jahren ist der Test einer zugelassenen Teststelle erforderlich! Je Patient*in sind weiterhin maximal zwei Besucher*innen gleichzeitig erlaubt. Der Besuch von Covid-19-Patienten ist aufgrund der Quarantäne grundsätzlich nicht gestattet. Die Begleitung Sterbender bleibt weiterhin jederzeit möglich. 

Patient*innen, die zu einer ambulanten Behandlung oder Sprechstunde in das Krankenhaus kommen, müssen immer einen negativen Test vorweisen – auch, wenn Sie vollständig geimpft, geboostert oder genesen sind. Das gilt auch für Begleitpersonen. Der Testnachweis muss von einer zugelassenen Teststelle ausgestellt worden sein. Ein Bürgertest (PoC)-Test ist maximal 24 Stunden gültig, ein PCR-Test hat eine Gültigkeit von maximal 48 Stunden. Notaufnahmen sind von der Regelung grundsätzlich nicht betroffen.

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Die Aachener SPD bedauert, dass es in Aachens Innenstadt keinen wirklich schönen Kinderspielplatz gibt. Die Herrschaften sollten mal zu normalen Zeiten, also wenn es keinen Weihnachtsmarkt gibt, durch die Innenstadt gehen. Da sehen sie innerhalb von Stunden keine 10 Kinder. Es wohnen einfach kaum noch Kinder in der Innenstadt. Die Wohnungen sind zu teuer, die Situation für Kinder zu gefährlich. Einzig am Lindenplatz spielen im Sommer gelegentlich Kinder. 

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Die Silvesterböllerei soll ausfallen. Man hat einfach in den Krankenhäusern keinen Platz mehr für die, die sich einen Finger wegsprengen oder ein Auge oder sonstige Verbrennungen zufügen. Mal sehen, wie sich das in Aachen gestaltet. Kürzlich waren Bund und Länder der Forderung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem von ihr initiierten breiten Bündnis aus Umwelt- und TierschützernGewerkschaft der Polizei sowie Ärzten gefolgt und haben das zweite Jahr in Folge ein Verkaufsverbot (das ist kein Böllerverbot) für private Silvesterböller und Raketen beschlossen. 

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Die Aachener Grundschulen haben ihre Anmeldezahlen bekannt gegeben. Und welche Schule verzeichnet die meisten Anmeldungen für das Schuljahr 2022/23? Tja, es ist die Montessori-Schule in der Mataréstraße. 92 Kinder wurden für das 1. Schuljahr angemeldet, man startet 3-zügig. Wieso aber ausgerechnet diese beliebte Schule seit vielen Jahren auf die dringend erforderliche, bauliche  Erweiterung wartet, das ist ein Rätsel, bzw. kein Rätsel, es ist eine ausgemachte Gemeinheit den Kindern gegenüber. Was hat die Verwaltung eigentlich genau gegen diese Schule, wo die Kinder im Keller ihr Mittagessen einnehmen hinter vergitterten Fenstern?

Die Grundschule am Höfling nimmt 84 I-Dötzchen auf und ist damit die zweitbeliebteste Schule. Am Römerhof, Düppelstraße, Laurensberg Reumontstraße, Richterich – ebenfalls alle 3zügig – beginnen mit maximal 70 Kindern. Mataréstraße ist 3zügig mit 92 Kids, die anderen – mit 20 Kindern weniger – ebenfalls 3zügig. Finde eigentlich nur ich das ungerecht und unfair?

Übrigens: 165 Jungen und Mädchen gibt es, die wurden noch an keiner Schule angemeldet. Es gibt nämlich tatsächlich Eltern, denen ihre Kinder total egal sind. Sie kümmern sich um gar nichts. Fristgerecht angemeldet wurden 2049 Kinder.

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Es gibt ja, Menschen, die beklagen den Umstand, dass noch niemand einen komfortablen Radweg (Protected Bike Lane) an der Lütticher Straße in Nähe der belgischen Grenze gefordert hat. Also da, wo beim besten Willen kein Radweg fehlt. Nur da, wo das Fahren für Radfahrer*innen lebensgefährlich ist (Vaalser Straße an der Grenze, Lintertstraße, Ludwigsallee usw.) da soll gerade keine Protected Bike Lane hin. Manomann wie bescheuert kann man sein?! Mal sehen, ob sich die Politiker*innen in Aachen dermaßen verarschen lassen. Ich schätze mal dass nein. 

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Im Vorbeigehen gesehen: Sarg-Geschäft in der Wilhelmstraße. Könnte das Angebot die Impfgegner interessieren?

Viel Aufsehen bei Passanten erregte am Samstag eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Diese Leute hat man am Samstag viel lernen lassen: Dass sie nämlich endlich mal im Mittelpunkt stehen können, sich einmal im Leben als Rebell fühlen können, der es besser weiß und es „denen da oben“ mal so richtig zeigt. Sie schwadronieren von Hitler und Nürnberger Prozessen und müssen dabei gar nicht in einer Diktatur leben und dort Verhaftung und Folter riskieren. 

Ahnungslos riskieren sie es, sich im Krankenhaus täglich mit Massen von Medikamenten vollpumpen zu lassen (hier zu sehen) anstatt eine kleine Menge Impfstoff in sich aufzunehmen. Na dann: Viel Erfolg. 

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