Feuerwerksverbot und Leuchttürme, die bei Katastrophen zu Rettungsankern werden

So ändern sich die Zeiten: Vor 12 Monaten war Deutschland noch eine bedeutende Fußballnation, Putin war ein zuverlässiger Regierungschef und Nordstream 2 für die meisten von uns ein sinnvolles Projekt. Deutlich weniger schnell ändern sich die Zeiten auf Aachener Ebene – also im lokalen Bereich. Da stellten sich auch vor einem Jahr CDU und FDP gegen eine fahrradfreundliche Innenstadt quer und tun das noch heute. Das ist Vorhersehbarkeit, die nicht beruhigt. Was im Dezember 2022 noch so los ist, darauf wollen wir jetzt wieder mal einen Blick werfen.

Die „Gemeinsame Anlaufstelle“ von Polizei und Ordnungsamt wird nun doch bald gegenüber vom Bushof (Peterstraße) eröffnet. Vor über zwei Jahren wurde dieses Anlaufstelle auf AachenNews vollmundig angekündig, nichts ahnend, dass die Umsetzung des Projekts noch soooooo lange dauern würde. Jetzt aber: Die Vertreter der beiden Behörden seien „froh über die neue Anlaufstelle am Bushof, die es in der Art und Kooperation zuvor in Aachen noch nicht gegeben hat“. Dort könnten künftig – so wird mitgeteilt – unter anderem Anzeigen und Meldungen aufgegeben, zahlreiche ordnungsbehördliche Angelegenheiten geklärt und der direkte Austausch mit den Polizist*innen und dem Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt gepflegt werden. 

***

Vielleicht werden die Herrschaften in der neuen Anlaufstelle schon an Silvester aktiv. Da gilt nämlich zum Schutz der Altstadt ein Feuerwerksverbot. Es ist beschränkt „auf das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können“, so wurde entschieden. Das Verbot gilt auf und innerhalb des Grabenrings sowie auf dem Theaterplatz. In diesem Bereich konzentrieren sich in der Aachener Innenstadt die historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke. Sie will man einer Brandgefahr nicht aussetzen.

Unvergessen: Vor 12 Jahren kam es in der Silvesternacht zu einem Brand in der Nikolauskirche. Verursacht durch eine Silvesterrakete entstand Schaden am Gebäude und am historischen Hochaltar. Mehr Infos: hier aachen.de/ohnefeuerwerk Wir wünschen guten Rutsch. 

***

Wer hat im Frankenberger Viertel noch den Überblick, wenn es um die Gastronomie geht? Wir nicht. Wir haben nur gesehen: Memos Grill (Ecke Bismarckstraße/Haßlerstraße) ist definitiv geschlossen, dort ist jetzt „Boho Bowls“ eingezogen. Nach Döner, Fritten und Pizza klingt das nicht mehr. Eher nach Hawaii und Trendküche aus New York, wie die örtliche Tageszeitung schrieb. Man kommt im Frankenberger Viertel kaum noch nach mit den Neueröffnungen und dem Test-Essen. Wir wünschen guten Appetit.

***

Wo man geht und steht: Piktogramme. Also so viele sind es auch wieder nicht, aber was mag es bedeuten? Wir haben nachgefragt und erfahren, dass diese Zeichen auf dem Boden auf eine Rad-Vorrang-Route hinweisen. Zusätzlich haben wir sogenannte Fair-Zusammen-Logos gesehen. Die gibt es da, wo Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sich ein Stück Verkehrsfläche teilen müssen. Teils lebensgefährlich. Wir wünschen gute Fahrt.

Fahrrad-Piktogramme pflastern unseren Weg.

***

Funktionieren die Kitas in Aachen noch? Die Frage muss gestellt werden, denn immer wieder kommt es ganz plötzlich zu Einschränkungen der Betreuungszeiten bis hin zu Schließungen für ein paar Tage. Die Situation sei „sowohl für die Familien mit Kindern als auch für die Mitarbeitenden in den Einrichtungen“ schlimm, teilt die Behörde mit. 

In diesem Zusammenhang (Personalmangel, viele Kranke, Schwangere, Pensionierungen) plant man eine angemessene, finanzielle Entlastung für die Familien. Hierbei soll der Verwaltungsaufwand in den Kitas klein gehalten werden. Die Verwaltung wird der Politik im Frühsommer eine angemessene möglichst pauschale Entlastung vorschlagen. Die soll dann am Ende des laufenden Kita-Jahres im Sommer 2023 umgesetzt werden. 

Die Stadt rät übrigens dringend davon ab, die Beitragszahlungen selbstständig zu vermindern oder einfach gar nichts mehr zu zahlen. Das soll vorgekommen sein. Wir wünschen: immer ein volles Konto.

***

Das wichtigste Thema zum Schluss. Es ist die Vorsorge für den Katastrophenfall. Der tritt sowieso nicht ein, aber sicher ist sicher.

Im Fall z.B. eines großflächigen Stromausfalls und eines Ausfalls des Notrufs wurden Standorte definiert, die in solchen Situationen als Notfallmeldestellen dienen. An diesen dezentralen „Leuchttürmen“ – vielerorts angedockt an Gerätehäuser, Wachen und Anlaufstellen von Feuerwehr und Polizei – können bei einem Katastrophenfall und insbesondere dann, wenn etablierte Kommunikationswege wie Telefon, Internet und Mobilfunk unterbrochen sind, Notrufe abgesetzt werden. Hier bekommt man zudem zentrale Informationen. Die Leuchttürme werden also auch bei einem größeren Stromausfall mit Energie versorgt. 

Rund 70 solcher Leuchttürme sind in Stadt und StädteRegion Aachen vorgesehen Eine interaktive Karte mit den Leuchttürmen sowie Adresslisten stehen online auf www.aachen.de/notfall  und auf www.staedteregion-aachen.de/notfall.

Kernaufgaben dieser Leuchttürme sind: Notrufe an die Leitstelle absetzen, lebensrettende Erstmaßnahmen durchführen, Informationen zu zentralen Belangen (Lageentwicklung, Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung, Notunterbringung, Gesundheitsversorgung etc.) an die Bevölkerung weitergeben, Informationen zur Lage vor Ort an übergeordnete Entscheidungsgremien weiterleiten. Das System steht flächendeckend zur Verfügung. Für jeden Betroffenen (Bewohner*innen, Pendler*innen, Touristen etc.) sollte der nächstgelegene Leuchtturm möglichst zu Fuß von seinem Wohnort aus zu erreichen sein.

Andreas Bierfert, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Aachen, empfiehlt: „Schauen Sie sich die Karte jetzt einmal in Ruhe an und informieren Sie sich, wo im Notfall der nächste Leuchtturm zu finden ist. Experten halten es für sehr unwahrscheinlich, dass es zu einem großflächigen Stromausfall kommt. Zugleich gilt: Wer gut vorbereitet ist, kann im Notfall richtig handeln.“ Wir wünschen viel Erfolg.

Ein Feuerwehrwagen kann ein Leuchtturm sein. Foto: Stadt Aachen/Heike Lachmann

Sirenennetz in Aachen

In der Stadt Aachen existiert aktuell ein Netz von 55 funktionstüchtigen Sirenen. Das Netz wird weiter ausgebaut. Die Bereiche, die aktuell noch nicht durch Sirenen abgedeckt sind, werden im Notfall mit mobilen Warnfahrzeugen abgefahren, so dass auch dort eine Warnung erfolgen kann. Schon heute steht Aachen im deutschlandweiten Vergleich angeblich gut da.

Auf diesen Homepages gibt es wichtige Informationen

Stadt Aachen: www.aachen.de/notfall

StädteRegion Aachen: www.staedteregion-aachen.de/notfall

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:  www.bbk.bund.de

Deutscher Wetterdienst: www.dwd.de

Hochwasserzentralen der Länder: www.hochwasserzentralen.de

Mit Infos vom Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..