Zum ganzen sonstigen Wahnsinn ist jetzt noch der Weihnachtswahnsinn hinzugekommen. Das ist auch nicht für jede/n leicht auszuhalten.
Unterdessen hat in Aachen (!) ein Juwelier, der eher nach Düsseldorf oder Antwerpen zu passen scheint, neue Geschäftsräume eröffnet. Auf 400 Quadratmetern (oder sind es sogar 600 ?) werden jetzt in der Krämerstraße Juwelen und Uhren verkauft. „Herzlich willkommen“, kann man da nur sagen. Das Unternehmen füllt die Räume von vormals Beneton, davor Modehaus Helg, und WMF.
Juwelier mit feinster Adresse: Der Aachener Dom ist nur einen Steinwurf entfernt.
Allein aus der StädteRegion wird die stark expandierende Vogl-Gruppe (aus Aschaffenburg) ihre Kundschaft nicht rekrutieren können, das ist klar. Ist Aachen vielleicht als erste Stadt hinter der belgischen Grenze – von Antwerpen aus gesehen – interessant? Wer mit Juwelen handelt und mit Armbanduhren, die 20.000 Euro kosten, fühlt sich möglicherweise in Aachen sicher, in Antwerpen aber nicht mehr.
Die Objekte, mit denen gehandelt wird, sind bekanntlich klein, die Steine sogar sehr klein. Man muss davon schon eine Menge herbeischaffen, um in den Geschäftsräumen (auf 3 Etagen) direkt am Puppenbrunnen nicht den Eindruck gähnender Leere entstehen zu lassen.
Da wurde gewaltig investiert, nicht zuletzt in Sicherheitsschleusen und Sicherheitskameras. Lücker am Elisenbrunnen machte vor etwa einem Jahr zu. Die dortigen Räume wollte Vogl nicht übernehmen, wie hier nachzulesen ist.
Gleich gegenüber – also ebenfalls in der Krämerstraße – hat vor Monaten der Wohn-und Küchenladen Dille & Kamille eröffnet. Da gibt es praktisch alles, was man im Haushalt so braucht, in guter Qualität: Küchenutensilien, Geschirr, Tischdecken, Kerzen, Holzspielzeug, Bastelbedarf, Marseiller Seife und praktische Aufbewahrungslösungen wie Vorratsgläser und Etiketten. Dort geht es zu wie in einem Taubenschlag.
Zwei Personen, die laut Kanzler Merz (wenn wir ihn richtig verstanden haben) das Stadtbild gefährden, sind hier dabei, das Stadtbild zu verschönern.
Die Mehrzahl der Menschen, die gerade dabei sind, der Bismarckstraße in Aachen ein neues Gesicht zu verpassen, sind deutlich sichtbar nicht seit Generationen in Deutschland ansässig. Es verschönern bei uns genau diejenigen das Stadtbild, von denen Friedrich Merz meint, sie seien ein Problem für das Stadtbild.
Merz, der sich derzeit auf internationaler Ebene, im Umgang mit den EU-Staatsmännern und -frauen und mit dem unsäglichen US-Präsidenten gerade haufenweise Lorbeeren verdient, äußert sich leider manchmal . . . schwierig, um es freundlich zu sagen.
Wie dem auch sei: Die Bismarckstraße geht weiter ihrer Fertigstellung entgegen.
Ein breiter Bürgersteig, Fahrradbügel, Stromtankstellen, Platz für große Bäume, Platz für Pkw: Die Menschen im Frankenberger Viertel können sich freuen.
„Und was wird aus uns?“
Man blickt von Forst aus neidisch in Richtung Frankenberger Viertel: Forst hat bekanntlich mit der Trierer Straße zu kämpfen. Die ist laut Verkehrsexperten eine der gefährlichsten Straßen Deutschlands. Warum? Weil es dort ziemlich häufig kracht. Wie beobachtet, drehen dort Autofahrer*innen gerne mal unerlaubt, sie ändern die Fahrtrichtung und kommen mit dem Gegenverkehr in Kollision.
Die Trierer Straße in Aachen galt laut Studien von 2024 (basierend auf Daten von 2023) als die gefährlichste Straße Deutschlands mit 63 Unfällen, darunter 11 mit Schwerverletzten, und führt diese Statistik auch 2024 noch in NRW an, mit 58 Unfällen und einem tödlichen Unfall. Sie ist eine wichtige Verkehrsader mit hohem Verkehrsaufkommen, engen Kreuzungen und vielen Radfahrern, was zu Staus und riskanten Situationen führt. Hier nachlesen. Drei bis vier Kreisverkehre würden da schon Abhilfe schaffen.
Das hängt alles mit den politischen Mehrheiten im Stadtrat zusammen. Was AachenNews.org auch im neuen Jahr weiter beobachten wird: Welche Partei (CDU, Grüne, SPD, die Linke, AfD) wird sich im Stadtrat für Forst starkmachen?
Der Rat der Stadt Aachen hat die Erhöhung der Friedhofsgebühren beschlossen.
Hintergrund seien die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen „Kosten im operativen Bereich der Friedhofsunterhaltung“, so wird mitgeteilt.
Die Friedhofsverwaltung des Stadtbetriebs unterhält 27 Friedhöfe und fünf Gedenkstätten im Stadtgebiet. Das Bestattungswesen habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert. „Sargbestattungen in Reihengräbern und Wahlgräbern nehmen stetig ab.“ Stattdessen würden kleine, für die Angehörigen nicht so pflegeintensive Urnenreihen- und Urnenwahlgräber genutzt.
Friedhof Kolpingstraße in Brand. Foto: Stadt Aachen/Elisa Bresser
Auch die Nachfrage nach Baumwahlgräbern und Urnenrasengräbern sei deutlich gestiegen. Ein intensiver Pflegerhythmus sei bei diesen Grabarten Voraussetzung. So würden etwa bei Baumwahlgräbern neue Flurstücke angelegt, Bäume und Stauden gepflanzt sowie eine dreimal jährlich angepasste Wechselflorbepflanzung. Wegen der steigenden Nachfrage erhöhe sich auch der Personalbedarf.
Die im Friedhofswesen entstehenden Kosten sollen planmäßig zu 75 Prozent durch die Gebührenzahler*innen gedeckt werden. Die verbleibenden 25 Prozent stellt der allgemeine Haushalt bereit.
Die Gesamtkosten des Friedhofswesens „können durch die aktuellen Einnahmen nicht mehr gedeckt werden“, heißt es in der Mitteilung des Presseamtes. Die nun vom Rat der Stadt Aachen beschlossenen Erhöhungen würden sich auf alle Grabarten beziehen sowie auf die jeweiligen Beisetzungsleistungen „und liegen zwischen rund 10 und 20 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Aufwänden“.
Die vom Architekten Rudolf Schwarz entworfene Kirche in Forst. Fotografiert aus einer Wohnung in der Nachbarschaft.
Ein vorweihnachtliches Konzert in Forst hat gestern den Teilnehmer*innen viel Freude bereitet. Es gab für drei Gruppen viel Beifall. Eine Besucherin des Konzerts schreibt auf Facebook: „Der Choriander Waldorfschule, ein mitreißender Gospelchor und ein mich sehr berührender ukrainischer Chor haben ein gemeinsames Konzert gestaltet in einem wunderbaren Raum. Herzlichen Dank an die Organisatorin, ElisabethPazen!“
Ein ukrainischer Chor ist in St. Bonifatius in der Mataréstraßeaufgetreten.Gleichzeitig nahmen die Verhandlungen in Berlin mit diversen Regierungschefs und Amerikanern – unter der Leitung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz – offenbar eine kleine Wendung zum Guten hin.
Samstag ging es wieder zum Tivoli (Alemannia Aachen/Viktoria Köln), und zwar auf dem Fahrrad: Über Monheimsallee und Bastei ging es die Krefelder Straße runter und wir erreichten das Stadion. Unfallfrei, wie ungefähr 20.000 andere – zu Fuß, im Auto oder Bus und auf dem Fahrrad. Dabei ist es zwischen Knoten „Bastei“ und Soerser Weg sehr gefährlich.
Es soll in stadtauswärtiger Fahrtrichtung ein sicheres Angebot für den Radverkehr geschaffen werden. Zur Zeit ist kein Radweg vorhanden.
Erst jüngst wurde mit Politiker*innen im zuständigen Gremium ausführlich der Umbau der Straßenstücke hinter der Bastei (Rolandstraße und Krefelder Straße) diskutiert. Die Regionetz wird dort Kanäle verlegen. . . und danach wird der Straßenraum neu aufgeteilt. Das scheint erforderlich, denn von der Monheimsallee oder der Innenstadt aus kommend haben es hinter der Bastei zumindest Radfahrer*innen und Fußgänger*innen schwer.
Die Verwaltung hat der Politik jüngst zwei Vorschläge gemacht, wie die Situation ab 2027 einmal aussehen könnte. Hier einsehbar. Beide Vorschläge kamen nicht gerade gut an, besonders der dargestellte Wegfall einer Fahrspur für Kraftfahrzeuge fand wenig Zustimmung. Möglicherweise bastelt die Verwaltung derzeit schon an einer dritten Variante.
Schade wäre es, wenn die kleine Grünfläche (Rolandstraße) verschwinden müsste.
Als Naturliebhaber*in hofft man, dass tatsächlich – wie zugesagt – dieser grüne Flecken erhalten bleibt. Die Dreiecksfläche (hier von der anderen Blickrichtung aus aufgenommen) soll im Rahmen der Überplanung des Straßenraums nicht berührt werden.
Die Verwaltung schreibt: Bei der letzten Zählung am 13. Mai 2025 seien im Zeitraum zwischen 7 und 19 Uhr etwa 800 Radfahrende auf der Fahrbahn und etwa 300 Radfahrende über die Furt Monheimsallee erfasst worden. In stadtauswärtiger Fahrtrichtung sei kein Radweg vorhanden. Der Radverkehr fahre also gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr im Mischverkehr.
Wird die zu kurze Bushaltestelle verlängert, so müssen Parkplätze geopfert werden.
Im Planungsgebiet gibt es die Bushaltestelle „Bastei“ in stadtauswärtiger Fahrtrichtung. Die Haltestelle wird im Wesentlichen durch die Linie 54 (Halbstundentakt) und einzelne Fahrten der Linie 30 bedient. Die Haltestellenkante ist nur circa 8,50 m lang und damit für Gelenkbusse nicht mit allen Türen anfahrbar. Es ist kein Fahrgastunterstand vorhanden und aufgrund der geringen Einsteigerzahlen von täglich 20 bis 25 Fahrgästen auch künftig nicht vorgesehen.
Bevor der Umbau in Angriff genommen wird, wird es noch eine Bürgerbeteiligung geben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden, da wo es möglich und sinnvoll ist, in der Planung aufgegriffen. Anschließend wird eine Entscheidung über die Umgestaltung der Rolandstraße/Krefelderstraße in den politischen Gremien getroffen.
„Mit großer Erleichterung bestätigt der Karlspreis die Nachricht zur Freilassung der Karlspreisträgerin 2022, Maria Kalesnikava, unter Berufung auf ihre Schwester Tatsiana Khomich.“ Das teilte gestern der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit. Weiter heißt es in der Meldung,
der Karlspreis bedanke sich bei allen, die sich seit Jahren stetig für die Freilassung eingesetzt haben, darunter eine Vielzahl vormaliger Karlspreisträger*innen, sowie zivilgesellschaftliche Akteure und Menschenrechtsorganisationen. Dieser historische Moment gebe Hoffnung und unterstreiche, dass die Stimme der Zivilgesellschaft, europäische Solidarität und direkte und kluge Diplomatie Veränderung möglich machen.
Armin Laschet als neuer Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums und Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons zeigten sich hocherfreut. Ziemons meinte: „Eine schönere Überraschung hätte ich mir nicht wünschen können, und es wäre mir eine besondere Freude, die Karlspreisträgerin von 2022 im kommenden Mai endlich persönlich in Aachen begrüßen zu dürfen.“ Es sei gut möglich, dass der gemeinsame Druck und die Appelle der Karlspreisträgerinnen und -träger, des Direktoriums und der Stadt Aachen mit dazu beigetragen haben, dass die Freilassung von Maria Kalesnikava auf diplomatischer Ebene erreicht werden konnte.
Maria Kalesnikava stellte sich als Musikerin und Aktivistin mutig dem autoritären Regime von Alexander Lukaschenko entgegen und kämpfte unbeirrt für freie Wahlen, Menschenrechte und demokratische Werte – trotz Drohungen, Entführungen und jahrelanger Inhaftierung. 2021 wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt. Angesichts der zuletzt deutlich verschlechterten gesundheitlichen Situation ist ihre Freilassung zum jetzigen Zeitpunkt von besonderer Bedeutung.
Berichten zufolge sollen aktuell auf Vermittlung der USA mindestens 123 politische Gefangene freikommen.
Während sich andere Parteien für die Wahlen 2026 in den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden-Würtemberg, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sortieren, ist für die SPD in Aachen die Kommunalwahl noch nicht ganz abgeräumt: Im Eisenbahnweg blickt uns seit September der SPD-Oberbürgermeister-Kandidat unentwegt freundlich entgegen.
Lächelt freundlich und gibt nicht auf: OB-Kandidat Michael Servos.
Dabei ist seit 13 Wochen alles entschieden, jedenfalls für Michael Servos. Wer sagt es den Sozialdemokraten? Der neue OB heißt Ziemons, und der ist von der CDU. Ziemons hat zwar noch nicht mitgeteilt, wie er im Rat die nötige Mehrheit für sein Programm zusammenbekommen will, aber jetzt ist erst mal Weihnachten, dann Karneval und im Sommer ist Fußball-Weltmeisterschaft, da denkt sowieso kein Mensch an Politik.
Vielleicht schwärmt ja mal ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus und beendet den 2025er Kommunalwahlkampf der SPD endgültig.
Ab voraussichtlich Anfang Januar 2026 wird die Regionnetz in der Weberstraße, zwischen Wichernstraße und Barbarossaplatz, das Fernwärmenetz ausbauen. Das teilt das Unternehmen mit. Im Zuge dieser Arbeiten werde der Netzbetreiber auch die Versorgungsleitung für Strom erneuern und die entsprechenden Hausanschlüsse auswechseln.
Nach derzeitigem Planungsstand dauere diese Baumaßnahme rund sechs Monate.
Gearbeitet werde in Abschnitten, beginnend ab Einmündung Wichernstraße. „Die Wichernstraße bleibt aus Richtung Boxgraben befahrbar“ wird in der Mitteilung versprochen. Gültige Sicherheitsnormen „geben eine Vollsperrung des unmittelbaren Arbeitsbereichs vor“. Es könne von beiden Seiten bis an das Baufeld herangefahren werden.
Die Weberstraße in Aachen. Foto: AachenNews Archiv
Die Regionetz bittet um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten. Mit den von ihr beauftragten Unternehmen bemüht sie sich, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Der Museumsdienst des städtischen Kulturbetriebs bietet in den Ferien ein kostenfreies Programm für Familien an. Das Suermondt-Ludwig-Museum, das Couven Museum, das Ludwig Forum, das Zollmuseum und das Centre Charlemagne sind in diesem Jahr wieder mit dabei.
Zwischen den Jahren könne man die Museen als Orte erleben, in denen Familien willkommen sind. „Es gibt Führungen und die Kombination aus Ausstellungsrundgängen mit kreativen Workshops in den Kunstwerkstätten der Häuser“, freut sich Irit Tirtey, Geschäftsführerin des Kulturbetriebs Aachen.
Aus insgesamt neun Angeboten können Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, Tanten, Onkel, Nichten und Neffen ihr Wunschthema wählen. „Wir freuen uns darauf, den Familien Kunstwerke aus verschiedenen Epochen in den Museen zu zeigen und sind gespannt auf ihre Eindrücke und Fragen“, sagt Pia vom Dorp, Leiterin des städtischen Museumsdienstes.
Abenteuer Archäologie Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Centre Charlemagne, Katschhof 1, 52062 Aachen, Sa 27.12.2025, 11 – 13 Uhr.
Aachen ist eine alte Stadt und immer wieder findet die Stadtarchäologie bei ihren Grabungen neue Puzzlestücke der Vergangenheit. Welche Werkzeuge werden dazu benutzt? Wie wird festgestellt, ob der Fund wirklich alt ist? Und wem gehören die Fundstücke eigentlich? In der Museumswerkstatt kann dazu vieles selbst ausprobiert werden.
Mode-Design früher und heute Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen, So 28.12.2025, 11 – 13 Uhr.
Kleidung und Mode waren auch früher schon wichtige Themen. Im Museum erkunden wir die Mode der Renaissance – die Damen trugen Hauben, bodenlange prächtige Kleider aus kostbaren Stoffen mit kunstvoll gestalteten Ärmeln und Verzierungen aus Spitze, Perlen und Edelsteinen. Männerkleider waren kürzer, oft aus Samt oder Brokat gefertigt und mit aufwendigen Stickereien oder Zierknöpfen geschmückt. In der Kunstwerkstatt werden eigene Kleider-Entwürfe aus Stoffen, Spitzen, Bändern, Garnen auf DIN-A4-Pappen gestaltet. Wer möchte, kann auch eine „Anziehpuppe“ aus Pappe anfertigen.
LGBT … Lila, Gelb, Blau, Türkis…
Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen, Di 30.12., 11 – 13 Uhr.
Foto: Ludwig Forum, Eingang.
Regenbögen spielen eine faszinierende und vielseitige Rolle in unserer Welt. So bunt wie seine Farben, so vielfältig sind auch seine Bedeutungen. Wenn du einen Regenbogen siehst, kannst du selbst entscheiden, was er für dich bedeutet. Du wirst staunen, wie unterschiedlich und bunt der Regenbogen ist, genau wie wir Menschen. Auch die Künstlerin Rochelle Feinstein arbeitet seit einigen Zeiten besonders in den Farben des Regenbogens. Sie verwendet hierfür ganz viele unterschiedliche Techniken, sodass die Farben immer wieder neu und anders erscheinen.
Familienführung „Geschichten von Grenze und Zoll“ für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Horbacher Straße 497 52072 Aachen-Horbach, Di 30. Dezember 2025, 11.00 – 12.30 Uhr.
Das Zollmuseum Aachen erinnert an die europäische Grenzgeschichte und ihre Zölle. Spannende Geschichten aus den 1950er Jahren erzählen von abenteuerlichen Verfolgungsjagden von Zöllnern und Schmugglern. Zu sehen sind auch geschmuggelte und beschlagnahmte Souvenirs wie z.B. ein ausgestopfter Bär, Elfenbeine, Krokotaschen, Schlangenhaut sowie Zeugnisse der Markenpiraterie, aber auch Uniformen, ein Zimmer mit Originalmöbeln und ein Miniaturmodell des Zollübergangs Aachen-Lichtenbusch.
Familienführung in der Ausstellung „Auf die Spitze getrieben. Kostüme aus dem Theater Aachen“ Führung für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Couven Museum, Hühnermarkt 17, 52062 Aachen, Di, 30.12.2025, 15 – 16 Uhr.
Die Ausstellung öffnet den Vorhang für die den Theaterbesucher*innen üblicherweise verborgene Welt der Kostüme und gewährt einen faszinierenden Einblick in die Kostümkunst des Theaters Aachen.
Freestyler Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen, Fr, 02.01.2026, 14 – 16 Uhr.
Foto: Ludwig Forum, Dach.
Bohren, sägen, stecken und verbinden. In einem Materialfundus aus verschiedenen Holzteilen und anderen Naturmaterialen findest du allerlei Ideen für einen einfachen Figurenbau. Mit verschiedenen Konstruktionen und intuitiven Kombinationen entstehen Körper, die sich bewegen lassen. Frei und mit viel Fantasie findet jede Figur ihren eigenen Style.
Familienführung „Zeitreise im Couven Museum“ für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Couven Museum, Hühnermarkt 17, 52062 Aachen, Sa 03.01.2026 / 15 – 16 Uhr / Couven Museum.
Wie lebten reiche Aachener Familien im 18. und 19. Jahrhundert? Im Couven Museum lässt sich dazu vieles entdecken: einen Festsaal, ein Musikzimmer, eine geheimnisvolle astronomische Uhr, kostbare Gläser, Fußwärmer, Taschenuhrhalter und Flohfalle. Statt WhatsApp-Nachrichten wurden Briefe geschrieben, Puppen gab es nur für Mädchen und Steckenpferde für Jungen. Und warum ist eine Apotheke im Haus, in der Schokolade als Medizin verkauft wurde?
Der Wind und der Teufel Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Centre Charlemagne, Katschhof 1, 52062 Aachen, So 04.01.2026, 11 – 13 Uhr.
Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, warum es am Dom oft so windig ist? Eine Aachener Sage erzählt was der Teufel sich ausgedacht hat, um mit dem Wind gemeinsam die Aachener zu ärgern. Zu dieser Geschichte könnt Ihr in der Museumswerkstatt ein eigenes Kunstwerk gestalten.
Abenteuer Wunderkammer Workshop für Familien mit Kindern ab Grundschulalter, Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen, Di, 06.01.2026, 11-13 Uhr.
Foto: Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße
Schon immer sammelten Menschen Dinge, die wertvoll waren, die ihnen gefielen, die sie neugierig machten, die besonders und selten waren. Im Suermondt-Ludwig-Museum gibt es eine solche Schatz- und Wunderkammer! Wir betrachten vor allem die Dinge, die für die Orientierung zu Wasser und Land gebraucht wurden wie z.B. reich verzierte Kompasse, Globus, Sonnenuhr und verschiedene Messinstrumente. Wie wurden die genutzt? Und wie orientieren wir uns heute? In der Kunstwerkstatt werden Schatzkarten gestaltet, die wir mit Kaffeesatz altern lassen. Welcher Schatz soll versteckt werden?
Kirsten Haacke, Unternehmenskommunikation STAWAG, Pia vom Dorp, Leitung Museumsdienst (Mitte), Carmen Roebers, Kuratorin Couven Museum präsentieren die kostenfreien Familienangebote. Foto: Stadt Aachen/Andreas Schmitter
Das Stadtarchiv schickte dieser Tage wieder die „Archivale des Monats“ mit einem Text, der hier sehr gern veröffentlicht wird. Diesmal geht es um die Eröffnung eines Kaufhauses in der Aachener Großkölnstraße. Im Text heißt es dazu: „In der Geschichte des Kaufhauses spiegelt sich die Bedeutung jüdischer Unternehmer in der Aachener Wirtschaftsgeschichte, aber auch die Gewalt des NS-Regimes und seiner antisemitischen Maßnahmen.“
*
Im Februar 1908 veröffentlichte das Aachener Warenhaus „Gebrüder Kaufmann“ eine aufwändige Werbegrafik im Zeitungsformat. Sie zeigt die Großkölnstraße – allerdings in idealisierter Form als breite Einkaufsmeile mit zahlreichen kleinen Läden. Am rechten Blattrand ist das Warenhaus „Gebrüder Kaufmann“ zu sehen: Ein reich verzierter Jugendstilbau mit Schaufenstern auf allen Stockwerken. Quer über der Fahrbahn steht der Schriftzug: „Das Jahr 1908 eröffnet der Firma Gebr. Kaufmann Aachen ihren neuen Wirkungskreis“.
Alles für mehr Aufmerksamkeit
Auch das übrige Stadtbild ist idealisiert: Die Großkölnstraße läuft – ganz anders als in der Realität – geradlinig auf die Rathausfassade mit ihren beiden wuchtigen Türmen zu. Die Türme des Doms, der Kirche Sankt Foillan und des Verwaltungsgebäudes am Katschhof hingegen sind aus Gründen der Bildkomposition weggelassen. Aus demselben Grund wurde ein in Wirklichkeit nicht vorhandener Turm hinter die turmlose Nikolauskirche an der Großkölnstraße gesetzt.
So entsteht das Bild einer winterlichen Altstadt mit drei romantischen Türmen vor einer schneebedeckten Landschaft. Am Nachthimmel prangen mehrere Kometen, der größte mit dem Namen „Gebr. Kaufmann“. Die Ikonografie erinnert an das christliche Motiv des Sterns von Betlehem, der die Geburt von Jesus anzeigte.
Quelle: Stadtarchiv Aachen, SLG 116-5010
Das weihnachtliche Motiv wurde jedoch nicht zum Weihnachtsgeschäft veröffentlicht. Vielmehr wurde das Blatt im Februar 1908 mehreren Tageszeitungen beigelegt und kündigte die Neueröffnung des Kaufhauses an der Großkölnstraße 59-63 an. Die irritierende Verwendung der weihnachtlichen Symbolik außerhalb der Adventszeit wurde offensichtlich bewusst genutzt, um Aufmerksamkeit zu generieren. Die Verwendung großformatiger und detailreicher Werbegrafiken gehörte zu den Markenzeichen der Firma.
Ein „modernes Spezialhaus“
Das Aachener Unternehmen war am 14. Mai 1907 von Hermann Kaufmann (Berlin) und Alfred Kaufmann (Mönchengladbach) gegründet worden. Das Gebäude in der Großkölnstraße hatte bis 1906 als Warenhaus des Warenhausunternehmens Leonhard Tietz mit Sitz in Köln gedient, das 1906 einen spektakulären Neubau am Markt bezog und damit über das größte Warenhaus der Stadt verfügte.
Nach einem Umbau eröffneten am alten Tietz-Standort am 18. März 1908 die Gebrüder Kaufmann.
Das Kaufhaus war als „modernes Spezialhaus“ mit zahlreichen Abteilungen für Damen-, Herren- und Kinderkleidung und andere Textilwaren konzipiert. Ein auf der Rückseite der abgebildeten Grafik gedruckter Werbetext hebt die hohe Qualität, Vielfalt und Modernität des Sortiments hervor und beschreibt eine kundenorientierte Unternehmensphilosophie. Das Gebäude selbst verfügte über einen Lichthof mit gewölbtem Glasdach, seitlichen Galerien und Freitreppen.
Nach mehreren Eigentümerwechseln ging das Kaufhaus 1913 im Konzern des Hamburger Unternehmers Max Emden auf, der mit dem „Hammonia“ bereits das zweitgrößte Warenhaus Aachens besaß. Im Januar 1927 übernahm die Leonhard Tietz AG die Aachener Niederlassungen des Emden-Konzerns und verlegte das „Geka“, wie „Gebr. Kaufmann“ inzwischen allgemein genannt wurde, in das wesentlich größere „Hammonia“-Gebäude an der Adalbertstraße 20-28, wo es bis zum Zweiten Weltkrieg bestand.
Die Gewalt des NS-Regimes
In der Geschichte des „Geka“ spiegelt sich die Bedeutung jüdischer Unternehmer in der Aachener Wirtschaftsgeschichte, aber auch die Gewalt des NS-Regimes und seiner antisemitischen Maßnahmen. Als Teil der Leonhard Tietz AG wurde auch die Gebr. Kaufmann GmbH „arisiert“.
Im Gegensatz zum Mutterkonzern, der seit 1933 „Kaufhof“ hieß, behielt sie zunächst noch ihren Namen. 1941 erfolgte dann eine Umbenennung, die das etablierte Kürzel „Geka“ beibehielt, jedoch die Namen der beiden Gründer entfernte. Das Unternehmen firmierte nun als „Geka Das Kaufhaus für Mode und Heim GmbH“ und bestand formal bis 1967/68.
Nach Kriegsende nutzte der Kaufhof-Konzern das Kürzel Geka zeitweise für einen Teil seines Angebots, doch wurde das Haus selbst nicht mehr wiedereröffnet. An die Stelle des Gebäudes in der Adalbertstraße trat 1955 der heutige Kaufhof-Neubau.
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Kanal kaputt
Der Abwasserkanal am Adalbertsteinweg zwischen Reichsweg und Weißenburger Straße ist schwerer beschädigt als zunächst angenommen. Auf einer Länge von rund 14 Meter ist er eingebrochen. Die Regionetz hat inzwischen damit begonnen, den Schaden zu beheben. Doch das ist aufwendig. Um an den gebrochenen Kanal gelangen zu können, muss zunächst eine Wasserleitung oberhalb des Kanals verlegt werden. Die bereits begonnenen Bauarbeiten dauern deshalb voraussichtlich bis zu vier Monate. s. dazu: wie fürchterlich diese Baustelle ist.
Staatsschutz aktiv
In der Nacht zum Heiligabend (24. Dezember) hat es eine Sachbeschädigung an der Anlaufstelle der Polizei Aachen in der Peterstraße gegeben. Nach derzeitigen Informationen sprühten in der Nacht bisher Unbekannte „Arbeit macht frei“ auf die Fensterscheiben des Gebäudes. Am Mittwochmorgen wurde das Graffito, so teilt die Polizei mit, umgehend entfernt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wo auch immer ihr seid: Es lohnt sich, informiert zu sein. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Unsere Adresse: mail@AachenNews.org
***
Diagnose von KI
Technologieversprechen für das Gesundheitswesen werden in Hamburg kritisiert auf dem 39C3 : KI-Systeme sollen Personalmangel beheben, doch Pläne wie die des Charité-Chefs, ein Drittel der Mitarbeitenden durch KI zu ersetzen, seien unrealistisch. Der Referent warnt u. a. vor der Ausblendung sozialer Ungleichheiten – während Tech-Milliardäre von Longevity träumen, sterben Menschen an behandelbaren Krankheiten wie HIV.
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.