Neu im Stadtbild: ein Klohäuschen

Klohäuschen in Aachen, neben dem Elisengarten.

Klohäuschen in Aachen, neben dem Elisengarten.

Es ist keine Welt-Sensation, soll aber doch hier erwähnt werden: Seitlich vom Elisenbrunnen steht ein neues Häuschen, für alle, die mal müssen. Sehr futuristisch und architektonisch reduziert, wenn man bedenkt, was für eine Antiquität da vorher stand (ein grünes Teil im Art déco Stil). Beide wurden/werden nicht benutzt, das ist sozusagen offensichtlich. Man kann dort vorbeigehen so oft man will, man sieht nie jemand rauskommen oder reingehen.

An anderen Stellen in Aachen fehlen eindeutig Toiletten, da würde schon ein billiges, handelsübliches Pissoir reichen.  Zum Beispiel am Westpark, am Musikbunker im Frankenberger Park und in unmittelbarer Nähe zur Antoniusstraße. Die Wildpinkellei des nachts nervt. Aber das erleben nur die, die nachts schon mal unterwegs sind und nicht die, die ab 20 Uhr immer zu Hause sitzen und um 22 Uhr spätestens ins Bett gehen. Ja, ist doch wahr, Mann.

Und komme mir keiner und sage „wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?“. 98 Prozent aller Wildpinkler sind Männer, Frauen bekommen das irgendwie anders geregelt.

Gesehen in der Nähe vom Bahnhof Rothe Erde.

Pissoir. Gesehen in der Nähe vom Bahnhof Rothe Erde.

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Sehenswert: Gregor Gysi im Kanal Trivial

Ihr wollt wissen, warum Gregor Gysi vor seinem Auftritt in Aachen bei der Ordensverleihung ein bisschen ängstlich ist? Und was er über Aachen denkt und hier schon erlebt hat? Was er von dem Orden hält und von seinem Vorgänger als Ordensträger (Wider den tierischen Ernst), Markus Söder? Seht euch die neue Folge von Kanal Trivial an. Aber Vorsicht: Es geht ganz viel um Karneval.

Zwei Aachener machen den Kanal Trivial und sind jetzt schon bei Folge 11 angekommen. Der Kanal wird immer bekannter und beliebter, und hier gehts zur neuen Folge:

Gregor Gysi über Karneval und Politik – Kanal Trivial Folge: 11

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Politik in der kommenden Woche

Fünf wichtige Ausschüsse tagen in der kommenden Woche, das bedeutet: Jede Menge Arbeit für die Lokalpolitiker, die alle Sitzungen in ihrer Freizeit stundenlang vorbereiten und nachbereiten müssen.

Los geht’s mit dem Kinder- und Jugendausschuss (Die., 07.02, ab 17 Uhr, Raum 207/208, Verwaltungsgebäude Mozartstraße). Beraten werden dort unter anderem drei Kita-Themen, nämlich die Kindertagesstätten-Bedarfsplanung 2017/18, die Realisierung der Kita Ferberberg und ein Investorenmodell zur geplanten Kita Branderhofer Weg.

Erst ab 18 Uhr trifft sich an diesem Dienstag der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz (Reumontstraße). Dort wird der Antrag der Partei Die Linke behandelt, den diese schon Anfang September eingereicht hatte. Sage und schreibe fünf (5) Monate brauchte die Stadtverwaltung von Aachen um den Antrag abzulehnen, um nämlich vorzugeben, dass kein Geld für den „Zivilschutz für Menschen mit wenig Geld“ ausgegeben wird.

Die Zahl der potentiellen Empfänger wurde ermittelt, sie beläuft sich in Aachen auf 34.235 Personen. 75 Euro pro Person würden Wasser und Lebensmittel kosten, die für „Menschen mit wenig Geld“ bereit gestellt würden, falls mal eine Katastrophe eintritt. „Hinzu kommen“, so teilt die Verwaltung mit „weitere Kosten für die Lagerhaltung, Personalkosten für die Verwaltung sowie regelmäßigen Kosten für den Austausch verderblicher Lebensmittel“.

Reiche Menschen in den Vereinigten Staaten haben übrigens längst gigantische Vorräte von allem angelegt. Sie können zudem Notstromversorgung organisieren, wenn irgendwelche Hacker aktiv werden, können sich versorgen, wenn Donald Trump im Nahen Osten zuschlagen lässt und Flüchtlingsströme sich in Bewegung setzen.
Ich bin sicher: Falls Trump und seine Bande die Menschen gegeneinander hetzen können, werden sie das tun, und dann wird es zugehen wie auf der Titanic: Die in der 3. Klasse haben keine Chance.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte ist ein Gremium, in dem die bürgernahesten Themen von allen behandelt werden. Dort geht es am Mittwoch (08. 02., 17 Uhr, Haus Löwenstein, Marktplatz) um den Namen einer neuen Straße in Nähe der Aachen Arkaden. Man will außerdem generell Straßen nicht mehr nach Personen benennen, was ich eine gute Idee finde.

Es geht ferner um den Umbau/Ausbau von Gasborn und Promenadenstraße nach Stawag-Maßnahmen und um eine Ergänzung zum barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen.

Weiter geht es Donnerstag, 9. Februar, 17 Uhr, im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor(Lagerhausstraße) mit dem Planungsausschuss. Sehr interessant finde ich da, was mit der großen Baulücke in der Charlottenstraße geplant ist. Nämlich: sinnvolle Nachverdichtung zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

Es wird außerdem um die Revitalisierung von Aachen Nord und das Modellvorhaben „Suermondtviertel: ein Quartier in Bewegung“ gehen.

Die Sitzung des Schulausschusses findet ab 17 Uhr statt im Raum 207/208 des Verwaltungsgebäudes Mozartstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen dann unter anderem die Fortentwicklung des II. Bildungsweges in der StädteRegion Aachen (Abendrealschule, Abendgymnasium und Kolleg), die räumliche Situation des Angebots „Schule von acht bis eins“ der KGS Kornelimünster und die Prioritätenliste zum Programm „Gute Schule 2020“.

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Kampf um fairen Lohn, Folge II

Kindertagespflege in Aachen, da läuft erstaunlicherweise anhaltend was schief.   Das ist nicht schwer zu verstehen: Die Tagesmütter und -väter bekommen  – schlicht und ergreifend – keinen fairen Lohn für ihre wichtige Arbeit. Das hat sogar ganz offiziell ein Richter via Urteil  in Aachen bestätigt.

Daraufhin wurde von seiten der Stadtverwaltung die Honorierung umgestellt. Ergebnis: Die Bezahlung wurde keinesfalls gerechter. Das Team vom Aachener „Kanal Trivial“ hat mit Tagesmutter Christine Frels gesprochen um zu erfahren, wie weit die Tagespflegepersonen in ihrem Kampf um gerechten Lohn gekommen sind.

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Lokalpolitik für alle.

Heute, beim Karlsfest, ist die Aachener Pferdestaffel vor dem Rathaus im Einsatz. Die Pferde sind ruhig, wenn sich jemand nähert schauen sie interessiert und nehmen das als eine Abwechslung vom langweiligen Rumstehen. Im Rosenmontagszug von Aachen laufen etwa drei Dutzend Pferde mit, in Köln sollen es knapp 500 sein.

Heute (beim Karlsfest) sind die Aachener Stadtreiter vor dem Rathaus im Einsatz. Die Pferde sind ruhig. Wenn sich jemand nähert, schauen sie interessiert und nehmen das hin – eine Abwechslung vom langweiligen Rumstehen. Im Rosenmontagszug von Aachen laufen etwa drei Dutzend Pferde mit, in Köln sollen es knapp 500 sein.

Kommunalpolitik wird in der kommenden Woche in sieben Sitzungen gemacht. Sechs davon finden am Mittwoch, 1. Februar, statt. Ich bin neuerdings für die Piratenpartei Mitglied im Bürgerforum, das am Dienstag, 31. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus über die Bühne geht. Ich habe mir vorgenommen, eine Art Anwältin der Menschen zu sein, nicht vorrangig der Politik oder der Verwaltung.

Das Bürgerforum soll – wie der Name schon sagt – ein Forum für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sein. De facto sitzen dort die Politiker*innen mit einem oder zwei Herren von der Verwaltung und behandeln Themen, die sie sich meist selbst gegeben haben. Von „Forum“ keine Spur. Von „Bürgern“ ist auch kaum was zu sehen. Leere Stuhlreihen prägen das Bild.

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Zwei Themen sind aktuell im Bürgerforum von Bedeutung. Das erste lautet „Verbot der Nutzung von Pferden im Aachener Rosenmontagszug und in allen Aachener Karnevalszügen“.

Initiativen aus Köln, dabei ein Verein mit dem Namen „Rheinvegan“, meinen, sich in Aachener Belange einmischen zu müssen und schildern in der Vorlage seitenlang, wie die Pferde leiden. Komisch, dass mir das noch nie aufgefallen ist. Dem zuständigen Veterinär, der die Tiere Jahr für Jahr untersuchte, auch Blutproben nahm, ist ebenfalls Tierquälerei nicht aufgefallen. Wohl aber natürlich den Kölnern.

Mir ist durchaus nicht entgangen, dass wir in Europa neuerdings ein neues  Verhältnis zu Tieren entwickeln, und das begrüße ich. Man möchte sich nicht mehr amüsieren auf Kosten von Tieren. Diese werden als verwandte Kreatur betrachtet, und das ist richtig und gut. Nur: Schweine, Kühe, Hühner, Puter, Enten, Gänse, Bienen . . . derlei Tiere werden weiter bis hin zur fabrikmäßigen Tötung gequält, dass es einem die Tränen und die Augen treibt. Auch Hunde werden „aus lauter Liebe“ vollgestopft, bis sie kaum noch gehen können. Aber die Pferde . . .

Mein Eindruck ist, dass diese Tiere zu den wenigen gehören, die bis auf seltene Stress-Aktionen „human“ behandelt werden. Quälereien werden stets angeprangert und bringen dann die Öffentlichkeit auf die Palme. Pferde und Esel haben jahrhundertelang Wagen durch die Städte gezogen und Menschen transportiert, das passte. Traditionell gehören Pferde natürlich auch zum Rosenmontagszug. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Kölner sind mit ihrem Ansinnen schon in Köln gescheitert, mal sehen, was sie in Aachen bewirken können.

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Das zweite Thema von übergreifender Bedeutung ist der Antrag einer Bürgerin, die aus Mangel an Platz in ihrem Viertel ( in Aachens Osten) ihr Auto nicht mehr abstellen kann. Und sie spricht nicht für sich allein.

Das habe ich auch erlebt, dass man 30 Minuten durchs Viertel kurvt, keinen Platz findet, die Karre dann weit außerhalb abstellen muss und eine halbe Stunde zu Fuss nach Hause gehen darf.

Die Stadtverwaltung meinte noch in der November-Sitzung, es seien deshalb so wenig Anwohnerpark-Zonen eingerichtet, weil an dem Thema insgesamt nur ein einziger Mitarbeiter arbeiten würde. Da ginge es eben nur sehr langsam voran, obwohl bereits Bürger in mindestens acht Wohnbereichen enorme Parkprobleme haben.

So heißt es in der aktuellen Vorlage der Verwaltung, Anwohnerparken in Ost 1 werde es frühestens in sieben Jahren geben. Andere seien vorher dran, da sei die Situation ebenfalls dramatisch. Wie man Leuten, die in einer Vollkatastrophe hängen, sagen kann „in sieben Jahren lösen wir euer Problem“ das ist mir ein Rätsel. Das muss doch möglich sein, da für 2 Jahre mal 2 weitere Mitarbeiter dran zu setzen.

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Was diese Woche noch ansteht, sind z. B. Sitzungen der Bezirksvertretungen in Brand, Laurensberg, Eilendorf und Richterich. Dort sind die Probleme nicht von übergreifender Natur. Ich spare mir die Darstellung.

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Erinnerung an ein wichtiges Datum

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Besonders heute erinnern sich in Aachen Mitglieder der Piratenpartei an ein wichtiges Datum: Ein Verbrechen, wie es die Menschheit zuvor noch nie erlebt hatte, ein mit großer bürokratischer Konzentration und Gnadenlosigkeit ausgeführter Mord an einem ganzen Volk wurde endlich gestoppt.  Nur wenige Juden in Europa hatten überlebt.

Ein Volk, das Bauwerke geschaffen hatte, die heute zum „Weltkulturerbe“ gehören, hatte die bestialische Vernichtung eines anderen Volkes bis ins Kleinste hinein geplant und ausgeführt. Bisher nie für möglich gehaltene Verrohung und Grausamkeit hatten sich ohne alle Hemmungen austoben dürfen. Man schämt sich noch heute zu sehen, mit wie viel Raffinesse und Erbarmungslosigkeit Menschen andere Menschen misshandelt haben. Aachenerinnen und Aachener haben sich daran beteiligt.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch heute, 72 Jahre später heißt es gegen faschistische Ideologien und rassistische Hetze anzukämpfen. Wir werden die Opfer von Auschwitz und die Opfer des Faschismus nicht vergessen und stehen auch deshalb noch immer auf den Straßen im Kampf gegen Rassismus und faschistische Propaganda. Denn alles hat nicht mit Gaskammern angefangen, sondern mit Ideen und Worten.

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Bahnhof Aachen-Rothe Erde

Im Vorbeigehen gesehen. Beachtet rechts das Teil, das optisch an die Umgebung angepasst wurde.

Im Vorbeigehen gesehen. Beachtet rechts das Teil, das optisch an die Umgebung angepasst wurde.

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Kommunalpolitik: Nächste Runde

Wer sich für Aachen interessiert, der kennt höchstwahrscheinlich auch den Verein „Stadtbekannt & Co“. Seit vielen Jahren veranstalten in diesem Verein sachkundige Leute Führungen durch Aachen und die Region, und zwar keine 0815-Führungen, sondern solche, die immer außergewöhnlich, innovativ, anders sind.

Aachen von seinen weniger bekannten Seiten zu zeigen, das ist ein Ziel von „Stadtbekannt & Co“. (Die Seite sollte man sich, sofern noch nicht bekannt, auch als alter Aachener ansehen und mal eine Führung mitmachen: http://www.stadtbekannt-aachen.de/www/index.php )

Unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins werden seit knapp 20 Jahren auch Themen aufgearbeitet, die – jenseits des Immer-Gleichen – sehr speziellen Interessen nachgehen. Dabei finden die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigungs-Gedanke ausdrücklich Berücksichtigung. Die Verwaltung bescheinigt dem Verein treffend „ein besonderes Profil (…), das vom Mainstream der rein touristischen Führungen abweicht“.

Der Verein hat sich an die Stadtverwaltung mit der Bitte um eine Finanzspritze gewandt. Man möchte in der Geschäftsstelle des Vereins professioneller arbeiten als bisher. 40.000 Euro, so stellt man sich vor, könnten die ohnehin schon vorhandene Professionalität noch deutlich erhöhen.

40.000 Euro müssten die Politiker im Hauptausschuss (Mittwoch, 25. Januar, 16 Uhr, Ratssaal, Rathaus) bewilligen. Doch da ist man weit davon entfernt. Die Verwaltung rät ab, die Politik wird folgen.

Man meint, es gebe doch in Aachen schon andere, die Führungen machen, man wisse zudem gar nicht, wie viele Mitglieder „Stadtbekannt“ hat, und die wirtschaftliche Situation sei auch unbekannt, man dürfe obendrein keinen Präzedenzfall schaffen, und die Historiker und Gesellschaftswissenschaftler sollten 2017 gar nicht und danach irgendwie anders gefördert werden.

Bla bla blubber blubb, mit anderen Worten: Es gibt keine Kohle für „Stadtbekannt“. Sehr, sehr schade. Wenn man DIESE Initiative nicht unterstützt, dann weiß ich es auch nicht.

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Mittwoch könnte sich ab 17 Uhr der Besuch des Stadtrates lohnen (Rathaus). Es werden Reden gehalten, jede Partei teilt mit, was 2017 in Aachen geschehen soll und was besser nicht. Auch Ratsherr und Pirat Marc Teuku wird in die Bütt gehen und CDU/SPD die Leviten lesen (Versäumnisse und Fehler vorhalten).

Außerdem geht es um die Frage, wie viel Geld die Stadt Aachen an die Städteregion zahlen muss, damit die Verwaltung die Städteregion effektiv verwalten kann. Es sind 164.104.440,00 Euro. Hier nachlesen: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16163

Es handelt sich um eine Umlage: Alle Kommunen der Städteregion (von Monschau bis Baesweiler) zahlen einen bestimmten Satz. 2017 ist es knapp ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

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Die Grünen haben eine Idee, die leider nicht durchführbar ist. Schaut mal unter Punkt Ö 7 nach. Es geht um hunderttausende Euro, die in die Kasse der Stadt gespült werden, weil viele Bürgerinnen und Bürger die Umweltzone ignorieren oder sonst diesbezüglich was falsch machen. Und darum, was mit diesem Geld geschehen soll.

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Der Ratsbeschluss, dass Aachen Mitglied der neuen „Metropolregion Rheinland“ (Sitz in Köln) wird, ist eine reine Routine-Sache. Was diese Metropolregion genau soll, entzieht sich weiterhin meiner Kenntnis. Angeblich will man sich zusammenschließen, um Geld in Brüssel für die Region zwischen Aachen und Duisburg locker zu machen. Kaum zu glauben ist aber, dass man dazu so eine neue Riesen-Organisation braucht, die allerdings formal als einfacher „Verein“ daherkommt.

Was da wirklich dahintersteckt, wird uns garantiert erst nach der Landtagswahl offenbart.

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Donnerstag treffen wir uns dann im Betriebsausschuss Kultur (17 Uhr, Raum 207/208, Verwaltungsgebäude Mozartstraße), wo unter anderem die „Designmetropole Aachen“ die Gelegenheit bekommt, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Noch ne Metropole . . . da bin ich mal gespannt. Mehr hier: http://www.designmetropole-aachen.de

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Man könne in diesen Tagen keiner Arbeit nachgehen, „weil man so viel sehen, lesen, „fasse es nicht“-schreien, verarbeiten und weiterlesen muss“, schrieb ein Journalist auf Twitter. Deshalb: Am Ende ein Tipp für alle, die sich weniger für die Stadt, mehr für die Nation interessieren. Es gibt einen sehr interessanten Podcast: „Lage der Nation“ Ein Jurist und ein Journalist helfen dir, angesichts sich überschlagender Ereignisse das Chaos im Kopf ein wenig zu ordnen.

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Neue Wohnungen hinter trister Fassade

Rue de tristesse, und das nicht nur an dunkeln Tagen.

Rue de tristesse, und das nicht nur an dunkeln Tagen.

Zwischen Frankenberger Viertel und Adalbertsteinweg ist eine neue Wohnanlage gebaut geworden, die „Frankenberger Höfe“ mit knapp 200 247 Wohnungen. Zur Orientierung: Die sind genau da, wo sich mal das Finanzamt Aachen-Land befand, an der Beverstraße. Dort kann man Wohnungen jetzt noch mieten und auch kaufen.

So sollte das Areal eigentlich mal aussehen: hell und freundlich.

Grau in Grau ist in der Realität die Fassade derzeit. Grau gilt als langweilig, traurig, nichtssagend. Die „graue Maus“ ist sprichwörtlich und charakterisiert eine Person als uninteressant. Grau steht für etwas Unbedeutendes und Uninteressantes. Es bedeutet Eintönigkeit und symbolisiert Trübsinn, Depression. „In den Kronprinzengärten“ lautet hochtrabend die Adresse dort und die passt auf das Gelände eher gar nicht. Gärten stellt man sich bunt vor.

Na sowas. Ein paar Eimer Farbe hätten den Gebäuden gut getan.

Na sowas. Ein paar Eimer Farbe hätten den Gebäuden gut getan.

Aber dieses Grau? „Feldgrau“ steht für Unauffälligkeit. Es gibt die Grauzone und das Haar wird grau, wie traurig. Das Morgengrauen ist weder schwarze Nacht noch heller Tag. Und in grauen Vorzeit gab es mal die graue Eminenz. Stellt img_4356euch vor, ihr kommt abends nach Hause und geht diese Straße entlang. Da greift man doch gleich zur Flasche. (Neulich drehte dort ein Mann durch und wurde in die Psychiatrie gebracht.)

Die Frage ist hier: Warum haben die Architekten bei den Gebäuden die Farbe Grau gewählt? Wenn es noch knallhelle Grautöne wären . . . aber so!? Wer möchte da wohnen? Würde mich nicht wundern, wenn es Probleme gäbe, dort Wohnungen zu vermieten.

Im übrigen Frankenberger Viertel haben sich die Architekten jedenfalls nicht umgesehen. Dann wäre ihnen aufgefallen, dass dort auch ROTE und BLAUE Fassaden gut hinpassen.

Quasi am anderen Ende des Frankenberger Viertels steht dieses Gebäude und strahlt Lebensfreude aus.

Quasi am anderen Ende des Frankenberger Viertels stehen diese Gebäude und strahlen Lebensfreude aus.

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Zum Weiterlesen: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/das-betongold-bleibt-der-renner-1.1491156

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Initiative „Recht auf Stadt“ im Interview

In Aachen fehlen mindestens 1000 Wohnungen für Leute, die wenig Geld zur Verfügung haben. Sie müssen an den Rand der Stadt ziehen oder ganz aus Aachen weg.

Die Initiative „Recht auf Stadt“ hat sich kürzlich gegründet und sucht noch Mitstreiter. Die Initiative möchte erreichen, dass mehr Wohnungen für Minderbemittelte gebaut werden und nicht nur Wohnungen für Menschen, die eine hohe Miete oder gar eine Eigentumswohnung bezahlen können.

In der neuen Folge vom Kanal Trivial (Folge: 9) wird Christian Walter interviewt.

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