Aachener Maler der Avantgarde: Hanns Pastor, vor 100 Jahre geboren

Zum 100. Geburtstag: Ausstellung mit Werken von Hanns Pastor.

Genau heute vor 100 Jahren wurde einer der großen Aachener Künstler geboren: Hanns Pastor. Er kam am 21. März 1917 in Jülich zur Welt und starb am 19. November 2009 in Aachen. In den „Aachen Arkaden“ im 1. Stock würdigt eine Ausstellung diesen Künstler.

Manchmal erzählte Peter Lacroix zu seinen Lebzeiten davon, wie er 1965 im damals noch kunstfeindlichen Aachen mit Hanns Pastor, Fritz Martin und Jupp Kuckartz die „Gruppe 65“ gegründet hatte. Es gab Jahresausstellungen dieser Gruppe im Suermondt-Ludwig-Museum, und man exponierte sich mit moderner Malerei. 2006 würdigte das Suermondt-Ludwig-Museum Hanns Pastor als einen Pionier der deutschen Malerei nach dem 2. Weltkrieg.

Pastor gehört zu den Malern der informellen Malerei. Der Begriff Informel bezeichnet keinen einheitlichen Stil, „sondern charakterisiert eine künstlerische Haltung, die das klassische Form- und Kompositionsprinzip ebenso ablehnt wie die geometrische Abstraktion“ (s. wikipedia).

Hanns Pastor lebte und arbeitete einige Jahre in Paris, aber hauptsächlich in Aachen. Lange Jahre war er als Kunsterzieher tätig. Die aktuelle Ausstellung in den Arkaden ist noch bis zum 22. April zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 13 bis 19 Uhr. s. http://www.kulturwerk-aachen.de

Man kann froh sein, dass in Aachen wenigstens das Kulturwerk den 100. Geburtstag dieses wichtigen Malers der Avantgarde nicht vergessen hat. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Skulptur und Objekte. Die Ausstellung ist dicht gehängt.

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Ein Antrag von der Opposition? – CDU/SPD dazu: „Abgelehnt“

Die lokale Politik geht erst am kommenden Mittwoch, 22. März, wieder los. Da treffen sich alle Ratsmitglieder im großen Sitzungssaal des Rathauses (ab 17 Uhr, ist öffentlich) und behandeln drei Themen von maximaler Brisanz, wie ich finde.

Zunächst geht es um die Vorverteilung von Jodtabletten an die Aachener Bevölkerung und um die Verteilung im „Ereignisfall“, der der Rat entweder zustimmen oder sie ablehnen kann. Es wurde ein Konzept zur Vorverteilung erstellt, das ihr hier einsehen könnt. Durch die Vorverteilung wird eine generelle Verteilung im Ereignisfall nicht ersetzt.

Zur Vorverteilung: Man muss (elektronisch) einen Bezugsschein beantragen und kann mit diesem in der Hand in einer Apotheke das Jod bekommen. Die Vorverteilung wird einmalig in einem Zeitraum von 3 Monaten im Stadtgebiet Aachen bzw. der gesamten Region Aachen durchgeführt.

Die Verwaltung äußert sich auch zum „Konzept zur Information der

Das ist die oströmische Kaiserin Theodora wie sie in einem Gebäude in Ravenna abgebildet ist. Die Dame muss sehr wohlhabend gewesen sein, sie trägt viel Schmuck. Sie war zunächst Schauspielerin, setzte sich gegen Mädchenhandel ein und soll hier nur den Text auflockern.

Bevölkerung“. Unter anderem wird eine Informationsbroschüre am Donnerstag, 23. März, im Rahmen der Euregio Wirtschaftsschau veröffentlicht und vorgestellt. Darin geht es um die Vorverteilung.

100.000 Euro sollen die Kosten für das Drumherum (onlinebasiertes Verfahren, Aufwandsentschädigung der Apotheken, Belieferung der Apotheken durch ein Pharma-Großhandelsunternehmen, Druck der Infobroschüren, Infoflyer, Bezugsscheinanträge, Informationsblätter usw.), decken und sind im Aachener Haushalt für 2017 eingeplant. Die Kosten für das Jod übernimmt das Land NRW.

Wer bekommt Jod? Es befinden sich im Stadtgebiet Aachen rund 110.000 Haushalte des bezugsberechtigten Personenkreises der 0-45-Jährigen, so steht es in der Vorlage.

Wichtig, bitte informiert euch selbst: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16439  Ich habe in Sachen Katastrophenschutz wenig bis keine Ahnung.

Es müssen hier offensichtlich vier Sachen organisiert werden: 1. die Vorverteilung von Jod, 2. die Verteilung im Ereignisfall (über die Wahllokale?), 3. die Information der Bevölkerung über die Vorverteilung und 4. die Information über das, was im Ereignisfall (wenn Strahlung austritt) passiert.

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Das nächste Thema für den Stadtrat ist die therapeutische Versorgung der Kindergartenkinder, bei denen irgendwelche Defizite in der Entwicklung festgestellt werden. Es geht um die Zukunft der therapeutischen Versorgung (in Kitas der Stadt Aachen). Kurz gesagt muss die Finanzierung neu organisiert werden, nachdem der Landschaftsverband (LVR) nicht mehr zahlt (war vom LVR freiwillig, wurde lange im Voraus angekündigt, gleichwohl zeigt sich die Stadt kaum vorbereitet).

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Damit nicht genug, muss der Rat auch noch über verkaufsoffene Sonntage diskutieren (Vorlage unter anderem: hier). Dieses Thema hat insofern einen Pferdefuss, als sich für beide Seiten (sonntags offen und geschlossen) sehr gute Argumente finden lassen. Ich

Treffen sich bis zur Bundestagswahl im September jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Katschhof: Menschen, die es bedauern würden, wenn Europa in seine Einzelteile zerfällt.

persönlich habe dem Austausch dieser Argumente schon so oft beigewohnt (Stichwort: Verschwendung von Lebenszeit), dass es mir mittlerweile egal ist, ob sonntags offen ist oder nicht. Soooo wichtig ist die Sache nun auch wieder nicht, es nervt.

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Ab 17 Uhr (Do., 23. März) tagt in der Volkshochschule (VHS) in der Peterstraße der Betriebsausschuss Theater und VHS. Er bespricht unter anderem die bisherigen Entwicklungen aus den Projekten der VHS zur Stärkung der Demokratie. Es gibt nichts Schriftliches, nur einen mündlichen Bericht. Mal hören, ob der Ausschuss schon von „Pulse of Europe“ (Foto) gehört hat und eventuell daran denkt, diese Bewegung in Aachen zu unterstützen.

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Die Sitzungswoche beendet am Donnerstag der Mobilitätsausschuss ab 17 Uhr (Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäudes Marschierter, Lagerhausstraße). Unter anderem beraten die Politiker*innen über die Einrichtung eines Zebrastreifens in der Neustraße/Ecke Krugenofen und über einen Antrag der Piratenfraktion/Grüne: die Anschaffung von E-Bikes für das Ordnungsamt. Hier bitte lesen, die Antwort der Verwaltung auf den Antrag ist lustig.

Der Antrag ist gut, er wird wohl von der CDU/SPD-Mehrheit abgelehnt, allein schon, weil er von der Opposition kommt.

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Die Fetzen fliegen auch auf lokaler Ebene

Die Fetzen fliegen auf Europa-Ebene, die Europapolitik samt Türkei und US-Präsident Trump halten uns in Atem. Gleichwohl wird auf der lokalen Ebene ebenfalls weiter diskutiert und entschieden. Es hagelt Termine.

Viel zu lange haben wir einfachen Bürgerinnen und Bürger uns zurückgehalten, als es um die Europäische Union ging. Schon vor der Brexit-Entscheidung in England hätten wir demonstrieren müssen unter dem Motto „Bleibt bei uns“, wie es jetzt endlich geschieht mit Blick auf die Niederlande (Wahl am kommenden Mittwoch). Die neue Bewegung „Pulse of Europe“ gibt zu Hoffnungen Anlass. Man trifft sich bis zur Bundestagswahl im September jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Katschhof.

Finanzausschuss, Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt. Dort geht es u. a. darum, dass die Stadtverwaltung untersuchen soll, ob es gut wäre, wenn die Stadt in Aachen Grundstücke kauft, diese herrichtet und dann wieder verkauft – ausschließlich an jemand, der/die dort Wohnungen schaffen will. Das nennt man „Bodenvorratspolitik betreiben“.  Abgeschaut hat man sich das aus Münster, das ist gut: Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden.

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Der Kinder- und Jugendausschuss tagt ausnahmsweise zusammen mit dem Schulausschuss (Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus). Es geht unter anderem um die therapeutische Versorgung in den Kindergärten der Stadt Aachen.

Das ist etwas kompliziert. Vereinfacht zusammengefasst geht es darum, dass leider  eine Menge Kinder Hilfe bei ihrer Entwicklung brauchen, damit sie bei der Einschulung wenigstens einigermaßen auf dem Entwicklungsstand von nicht entwicklungsverzögerten/behinderten Kindern sind.

Eine kleine Schar von Therapeuten ist nötig, um all die Sprachfehler, Verhaltensauffälligkeiten, motorischen Mängel und was weiß ich noch alles bei den Kleinen zu korrigieren. Bezahlen sollen das neuerdings die Krankenkassen, und das ist für die Eltern echt krass und mit viel Aufwand verbunden. Die Therapeuten sind nämlich nicht mehr im Kindergarten sowieso anwesend (wie bis vor einem halben Jahr), sondern die Therapeuten müssen jetzt extra aufgesucht werden, und vorher müssen sich die Eltern neuerdings noch von einem Arzt ein Rezept besorgen, das später noch verlängert werden muss, was aber am kleinen Budget der Ärzte scheitert.

Kurz: Es läuft nicht mehr rund mit der therapeutischen Hilfe für die kleinen Behinderten. Und einmal verschleppte Mangelentwicklungen werfen die Kinder gleich vor Beginn der Schulkarriere zurück. Es entsteht ein Defizit, das mit der Zeit immer größer wird. Die Kinder starten gleich zu Anfang der Entwicklung mit einer Benachteiligung, die viel später richtig, richtig teuer wird, und zwar gesellschaftlich.

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Im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße, wird unter anderem besprochen: Mietpreisindex für studentisches Wohnen in Aachen. Und: Abrechnung überhöhter Mieten auf Basis der SGB II-Richtlinien.

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Es gibt noch einen weiteren Termin am Dienstag ab 17 Uhr: Das Bürgerforum im Verwaltungsgebäude Mozartstraße, Raum 207/208, in dem es um einen Ratsantrag „Politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ausbauen“ (Antrag von: Die Linke) geht. Zusätzlich wird der Fachbereich Umwelt zum Thema Luftreinhaltung referieren. Schon jetzt ist abzusehen, dass Aachen – von Umweltschützern vor Gericht gezerrt – einen Prozess in Bausch und Bogen verlieren wird und dann – zur Reinhaltung der Atemluft – die Dieselautos aus der Stadt verbannen muss.

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Mittwoch, 15. März, 16 Uhr Sitzungssaal Rathaus, Betriebsausschuss Kultur. Sondersitzung. Es geht um Zuschüsse für allerlei kulturelle Initiativen. http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16356

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Im Hauptausschuss (Mittwoch, 15. März, 17 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) werden die Fetzen fliegen, denn es geht um verkaufsoffene Sonntage. Die Stadt will sich an Recht und Gesetz halten und keine Prozesse mit der Gewerkschaft riskieren und hat die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage reduziert. Das ruft die Geschäftswelt auf den Plan, der umsatzstarke Tage durch die Lappen gehen. Vor allen Dingen die Chefs vom Aachener Möbelhaus PORTA hängen quer unter der Decke vor Empörung.

Das Ganze wird umfangreich hier dargestellt: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16304

Außerdem auf der Tagesordnung: die „Soziale Stadt Aachen-Nord“. Es geht auch um den Weiterbetrieb der überdimensionierten Müllverbrennungsanlage Weisweiler durch die MVA Weisweiler GmbH & Co. KG mit der RWE Power AG ab 2021.

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Der Donnerstag kommt mit drei Ausschüssen: 1. Personal- und Verwaltungsausschuss, 2. Rechnungsprüfungsausschuss, 3. Sportausschuss. Letzterer im Haus Löwenstein. Beginn 17 Uhr. Themen im Sportausschuss sind zum Beispiel Zuschüsse zur Anschaffung neuer Sportgeräte für Vereine und die Umwandlung von Ascheplätzen in Kunstrasen im Jahr 2017. Außerdem stellt der Stadtsportbund Aachen e.V. den Sachstand zu aktuellen Aufgaben vor.

Auto-Abgase machen uns krank. Der kleine Wagen gehört wahrscheinlich nicht dazu. Gesehen in der Zeppelinstraße.

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Klaus Paier: LuFo zeigt Bilder und erstmals auch Skizzen.

Streetart, in unserer Grenzregion heute hochaktuell: Ein wohl 30 Jahre altes Wandbild von Klaus Paier. Es befand sich in der Mörgensstraße/Ecke Hubertusstraße.  Fotos: Regina und Dieter Weinkauf

Das Ludwig Forum wird ab dem 9. April eine Ausstellung zeigen, bei der es um die Bilder des Aachener Wandmalers Klaus Paier geht. Das Besondere: Die Freunde wilder Bilder werden zum ersten Mal auch Skizzen sehen können, die Paier anfertigte, lange bevor er seine Bilder an die Wände der Stadt brachte. Das hat einer der beiden Kuratoren auf Nachfrage bestätigt.

Benjamin Dodenhoff und Marlen Lienkamp sind im LuFo mit den Vorbereitungen zur Ausstellung beschäftigt. 18 historische Fotos (von Wandmalereien) werden voraussichtlich zu sehen sein. Dazu zu jedem Foto auch Skizzen, die Klaus Paier jeweils vorbereitend in seinem Atelier fertigte. Diese Skizzen befinden sich in großer Zahl im Nachlass des Wandmalers. Die Museumsleute konnten sie vom Bruder des 2009 verstorbenen Aachener Wandmalers bekommen.

Die Ausstellung hat den Titel „Optische Schreie“, sie wird am Samstag, 8. April, um 19 Uhr eröffnet.

Papiers Bilder tauchten Ende der 70er Jahre in Aachen im öffentlichen Raum auf. Sie waren farbenfroh und provokativ. Auf Anhieb fand sich eine große Schar kunstinteressierter Menschen, die den Wert der Arbeiten erkannte. Die Stadtverwaltung hingegen beeilte sich stets, die Bilder so schnell wie möglich zu zerstören, schließlich waren sie von niemandem bestellt worden, und provozieren lassen wollte man sich auch nicht.

Die Bilder seien voller „Warnsignale zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen“, so schreibt die Forumsleitung in einer Pressemitteilung zur Ausstellung.

Heute sind von den Bildern nur noch Reste vorhanden. Zwei stehen zwar unter Denkmalschutz, sind aber gerade in den letzten Tagen ebenfalls beschädigt worden. Paier (Jahrgang 1945) selbst verzweifelte damals fast an der Kunstfeindlichkeit der Aachener Stadtoberen und Teilen der Presse, wandte sich nach Köln und wurde dort begeistert aufgenommen.

Die Präsentation in Aachen, so schreiben die Kuratoren in ihrer Pressemitteilung , „ist Teil des neuen Forschungsprojektes mit dem Titel „Die Erfindung der Neuen Wilden“. Diesen mittlerweile in die Kunstgeschichte eingegangen Begriff prägte Dr. Wolfgang Becker, der viele Jahre Chef des LuFo war.

Ein besonderes Glück für Aachen ist es, dass Regina und Dieter Weinkauf die Wandbilder von Klaus Paier so hervorragend und kontinuierlich fotografiert haben. Teils haben sie sie kurz nach ihrer Entstehung entdeckt und fotografiert, teils dokumentieren sie den Verfall.

 

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Kommunalpolitik noch auf Sparflamme

Montag ist Schontag, aber diesmal sieht die ganze Woche nach Schonung aus. Außer der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (Mi., 08. 03., 17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt) und dem Planungsausschuss (Do., 09. 03., 17 Uhr, Raum 170, Verwaltungsgebäude, Lagerhausstraße) steht – zumindest für mich – nichts Bedeutendes an.

Wenn die Stadt Aachen ein Wohnviertel/Quartier mit Hilfe eines Quartiermanagers so untersuchen und behandeln will, dass sich auch ältere Menschen dort wohlfühlen, dann bekommt sie dafür Geld von der Landesregierung. Also sollen die Politiker im Ausschuss beschließen, dass ein entsprechender Antrag gestellt wird.

Der neue Quartiermanager ist schon gefunden, er wird sich das Gebiet am Westpark vorknöpfen und ziemlich großräumig Ausschau halten: Was lässt sich machen für die Über-55-Jährigen und welches sind überhaupt die Anforderungen, die ältere Bevölkerungsgruppen an das Wohnumfeld haben?

Weiter geht es mit folgendem Projekt, dem der Ausschuss in seiner Mehrheit zustimmen muss und wohl auch wird: Auf einer derzeit unbewirtschafteten Grünfläche der „Offenen Tür Josefshaus“, Schleswigstraße 3, gegenüber vom Begegnungszentrum der AWO im Aachener Ostviertel soll auf Initiative einer Gruppe Studierender der Zuyd Hogeschool ein generationenübergreifender Gemeinschaftsgarten im Quartier entstehen. Der soll das Zusammenkommen und den Austausch von Jugendlichen und Senioren aus dem Ostviertel fördern.

Nächster Punkt: Ich bin persönlich gelegentlich am Kaiserplatz, steige dort in einen Bus oder kaufe bei Zara-Home etwas ein oder grausam süße Süßigkeiten im einem türkischen Geschäft oder trinke Ayran am Fuße des Adalbertsberg. Mich dort zu bewegen, das war bisher kein Problem. Andere haben Probleme. Der Ausschuss wird sich damit befassen.

Mit gefällt übrigens die dominanten Stellung von St. Adalbert auf dem Felsen und die mittelalterlich anmutende, kleinteilige Bebauung am Fuß. Ich hoffe, dass die städtebauliche Entwicklung des 19. Jahrhunderts in Zukunft dort immer ablesbar bleibt. (Hier im Anhang: Kartenmaterial und schöne Abbildungen, http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16346 )

Ebenfalls befasst sich der Ausschuss mit den Problemen der Benutzer der Kreuzherrenstraße (endlose Geschichte im Pontviertel)

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Im Planungsausschuss, aus dem auch die Tageszeitungen immer ausführlich berichten, geht es unter anderem um ein bisher schwer vernachlässigtes Gebiet: Den Bereich der Grenze zu den Niederlanden bei Vaals.

Die Verwaltung teilt mit: „Bereits im letzten Jahr haben die Stadt Aachen und die Gemeinde Vaals, jeweils vertreten durch den Oberbürgermeister bzw. den Bürgermeister, beschlossen, eine gemeinsame Entwicklung des Bereiches auf beiden Seiten des Grenzübergangs voranzutreiben.“ Man darf auf die Ergebnisse eines BDA-Wettbewerbs, die im Ausschuss vorgestellt werden, gespannt sein.

Auch schön: Es haben bisher schon mehrere Treffen zwischen Vertretern von Vaals und Aachen stattgefunden, bei denen als Ziel der Planung nicht die Betonung des Trennenden, sondern das Zusammenwachsen in den Vordergrund gestellt werden soll.

Wichtig im Ausschuss wäre noch ein Ratsantrag, den CDU und SPD gemeinsam stellen. Dabei geht es um den sogenannten Campus West (Gelände am Westbahnhof) der RWTH. Es soll dort hauptsächlich Wissenschaft stattfinden, es soll ein „Sondergebiet Hochschule und Institute für Forschung und Entwick­lung“ ausgewiesen werden – aber auch Wohnungsbau dort stattfinden. Wobei in der Nähe, nämlich im Umfeld des ehemaligen Klosters „Guter Hirte“ künftig schon insgesamt etwa 780 Wohneinheiten entstehen werden. Das steht schon fest.

Ferner wird beantragt: „Die Stadt sichert unverändert durch den Haushalt der Stadt Aachen einen Anteil an Infrastrukturmaßnahmen von 15 Millionen Euro zu.“ Dieses Geld wird wohl hauptsächlich dafür verwendet, um die angeblich notwendige Verbindung zwischen Campus West und Campus Melaten baulich herzustellen. Genaueres ist der Vorlage zu entnehmen. Der Fall ist kompliziert.

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Anregung: Das wäre schön, wenn einer mal die beiden Wikipedia-Beiträge „Campus Melaten“ und „Campus West“ erstellen könnte. Es sind schließlich Projekte, in die hunderte Millionen Euro fließen. Und wenn es für die Forster Linde einen Wikipedia-Eintrag gibt, dann können eigentlich auch die 2 Aachener Campusse dort auftauchen.

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Ein weitere Termin: kommenden Sonntag, 14 Uhr auf dem Katschhof (zwischen Dom und Rathaus gelegen) in Aachen (und in zahlreichen anderen europäischen Städten). Dort treffen sich Menschen, die meinen, bei allem Fehlerhaften was der EU anhaftet, ist es doch wichtig, dass dieser Staatenbund erhalten bleibt. Man will den EU-Skeptikern sagen: Wir sind auch das Volk, und wir wollen nicht, dass diese EU plattgemacht wird.

Kommt hin, zu „Pulse of Europe„, warme Klamotten und Schirme nicht vergessen.

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Mein Freund der Baum . . . steht in Forst

Es gibt Bäume, von denen geht etwas Magisches aus. So einen Baum gibt es auch in Aachen, die „Forster Linde“.

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Diese Linde steht im Ortsteil Forst und ist wohl 1000 Jahre alt. Die „Forster Linde“ war, als sie erstmals in Urkunden erwähnt wurde, eine Gerichtslinde. In ihrem Schatten fanden Gemeindeversammlungen, öffentliche Gerichtstage und angeblich auch Feste statt. Bei Wikipedia gibt es einen aufschlussreichen Text über diese Linde. https://de.wikipedia.org/wiki/Forster_Linde

Sicher war der Platz, wo die Linde steht, auch schon zu Zeiten der alten Germanen ein heiliger Bezirk. Gut, dass offenbar Kaiser Karl keine Kenntnis von dem Baum hatte. Er hätte ihn anzünden lassen, um diesen neumodischen Glauben aus dem Orient (Christentum) durchzusetzen, wie er auch „Irminsul“ niederbrennen ließ, den heiligen Baum der Sachsen. Karl hatte einfach was gegen Andersgläubige.

Die „Forster Linde“ beeindruckt, der Umfang des Stammes misst an der schmalsten Stelle mehr als 10 Meter. Und obwohl Stürme und Blitze den Baum mächtig zerzaust haben, ist er immer noch 23 Meter hoch. Das steht sinngemäß auf einem Hinweisschild in Nähe des Baumes, der heute ein geschütztes Naturdenkmal ist und mit dessen Erhalt und Pflege sich die Stadtverwaltung die größte Mühe macht.

Direkt neben dem Baum befindet sich ein uraltes Häuschen, ein Schöffenhaus, in dem vor mehreren hundert Jahren Gerichtsverhandlungen stattfanden. Zwei Gefängniszellen und die Wohnung des Gerichtsdieners gibt es ebenfalls in dem Häuschen. Alles muss winzig sein, man kann es aber leider nicht betreten. In der Nähe ist eine alte Gemarkungsbezeichnung, die Galgenplai lautet.

Klar, dass neben die Linde in alter Zeit eine katholische Kirche gebaut wurde. Auch das, so vermute ich, um den Leuten den neuen monotheistischen, schwerst patriarchalischen, körperfeindlichen Glauben leichter aufzwingen zu können.  GOTT sei dank musste sich die Kirche dann doch in den letzten Jahrzehnten ein wenig wandeln, sonst wäre sie wohl aus unseren Breitengraden verschwunden.

Zum Weiterlesen s.  https://de.wikipedia.org/wiki/Baumkult

Moderne Heimatpflege ist online: http://unser-aachen.eu/das-ding-unter-der-linde/

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Auch Kleinkindbetreuung sollte gerecht bezahlt werden

 

Protest der Tagesmütter und Mütter vor dem Rathaus. Foto: Tagesmutter

Protest der Tagesmütter und Mütter vor dem Rathaus. Foto: Tagesmutter

Es war kalt, es regnete, Sturmböen fegten über den Markt und es war Aschermittwoch: Eine Handvoll Tagesmütter, Mütter und Kleinkinder hatte sich gestern vor dem Rathaus zu einer Mahnwache eingefunden.

Der Grund für ihren anhaltenden Protest ist die mangelhafte finanzielle Ausstattung der Tagesmütter und -väter. Tagespflegepersonen sind für die Stadt Aachen im Einsatz, damit der Oberbürgermeister (OB) seiner Pflicht nachkommen kann und einer gewissen Zahl an (berufstätigen) Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind zur Verfügung stellen kann. Dazu ist er – wie erwähnt – verpflichtet.

Die Dienste nimmt der OB gern in Anspruch, anständig bezahlen will er sie nicht. Den Eindruck haben jedenfalls die Betroffenen und die Eltern der Kleinkinder. Wenn zum Beispiel ein Kind ein paar Tage länger nicht zur Tagespflege gebracht wird, gibt es für die Tagespflegeperson kein Geld mehr. So als würde die Erzieherin in der Kita weniger Geld bekommen, wenn ein Kind eine Weile nicht in den Kindergarten kommen kann.

Dazu muss man die Abläufe in einer Familie kennen: Wenn z. B. Vater oder Mutter freie Tage haben, wollen sie fast immer das Kleinkind gern bei sich behalten. Auch im Urlaub wollen sie es mitnehmen, und wenn die Oma zu Besuch kommt, bleibt es vielleicht auch mal einen Tag oder zwei zu Hause. Schon bald ist dann das Kind zu lange weg von der Tagesmutter, die merkt das prompt auf ihren Konto.

Der bürokratische Aufwand, den die Tagespflegepersonen neuerdings betreiben müssen, ist im übrigen so gewaltig, dass ich hier mit der Schilderung niemanden langweilen oder Kopfschmerzen zufügen möchte. Unvorstellbar. Wer hat sich so etwas ausgedacht?

Übrigens: Der Protest dauerte nur kurz, aus dem Rathaus ließ sich derweil niemand auf dem Marktplatz blicken.

(Bitte schaut heute in eure „Aachener Nachrichten“. Da ist die Problematik viel besser erklärt, als ich das hier machen kann.)

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Bäume und Kino: Plötzlich muss es schnell gehen

Die Elisabethstraße in Aachen. Ein Abrissbagger leistet ganze Arbeit.

Die Elisabethstraße im Zentrum von Aachen: Ein Abrissbagger leistet derzeit ganze Arbeit.

Von wegen: nach Karneval! Genau über Karneval wird ein altes Kino in Aachen abgerissen. Dem Elysée rückt derzeit ein Bagger an der Rückfront zuleibe. Diese Straße (s. Foto oben vom 24. 02.) werdet ihr bald nicht mehr wiedererkennen.

Müssen Bäume oder ein Gebäude fallen, so geschieht dies oft – sofern die Angelegenheit umstritten ist – über Weihnachten, über Karneval oder wenn gerade eine Fußballweltmeisterschaft ihre spannende Phase erreicht. Vorne stürmen die Jecken das Rathaus, hinten setzen die Arbeiter die Abrissbirne/Kettensäge ein.

Wie dem auch sei. Wenn etwas Neues entstehen soll, muss eben etwas Altes zerstört werden. So auch beim Aufstellen von Windrädern. Um sieben überdimensionierte Windräder (200 Meter hoch) im Wald von Aachen zu errichten, werden derzeit 10.000 Bäume (hauptsächlich Fichten) gefällt. 60 Jahre lang gewachsen, in 2 Minuten niedergelegt und von allen Ästen befreit. Die örtliche Presse berichtet ausführlich. Eifelon.de kommentiert hier.

Wie hier schon öfter mitgeteilt, muss das Elysée-Kino einem Hotel (Motel One, 270 Zimmer, 7 Etagen) weichen. Insgesamt soll das Areal  3400 Quadratmetern groß sein, das frei wird und auf dem außer dem Hotel u. a. noch ein Appartementhaus für 85 Studierende hochgezogen wird. Zwei Aachener Architekturbüros haben die Pläne erstellt.

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Lila Gebäude an der Krefelder Straße

 

Krefelder Straße/Merowingerstraße: ein Gebäude in Lila.

Krefelder Straße/Merowingerstraße: ein Gebäude in Lila.

Huch, da steht ein Bauwerk und das ist lila. War das nicht so geplant, dass das Gebäude pink gestrichen werden sollte?

Egal, jetzt zieht es krass die Blicke aller auf sich, die die Krefelder Straße (Aachen) runterfahren. Nach den grauen Bauten an der Kronprinzenstraße jetzt also Lila. Ist das nicht ein bisschen dunkel? Aber okay, Lila ist besser als Grau. Und im Gegensatz zu den grauen Gebäuden zwischen Adalbertsteinweg und Frankenberger Viertel handelt es sich hier (s. Foto) um ein Hotel (3 Sterne).

22 Millionen Euro soll es gekostet haben, noch diesen Sommer sollen die ersten Gäste dort übernachten. Das Haus hat 5 Stockwerke, soweit  ich sehe. 164 Zimmer waren geplant, dazu eine Tiefgarage und ein feiner Wellness-Bereich. Nebenan wird übrigens ein Wohngebäude errichtet mit 34 Wohnungen, wenn sich an den Plänen von 2015 nichts geändert hat.

Das Hotel ist ein Haus der Kette „Hampton by Hilton“, als Architekten zeichnen Benthem/Crouwel (Amsterdam) verantwortlich. Man kann sich wirklich freuen, dass Aachen bald hotelmäßig gut ausgestattet sein wird.

 

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Abriss beginnt nach Karneval

Hier werden 3 Gebäude abgerissen und ein Hotel gebaut. Die Dreiteilung der Fassade soll erhalten bleiben.

Hier werden 3 Gebäude abgerissen und ein Hotel gebaut. Die Dreiteilung der Fassade soll erhalten bleiben.  Foto: Archiv

Drei Gebäude in Aachens Innenstadt werden abgerissen, ein neues wird hochgezogen. Schräg gegenüber vom Stadttheater, an denkbar prominentem Ort sozusagen, wird ein neues Hotel (270 Zimmer) errichtet. Für das Projekt verantwortlich zeichnet die Landmarken AG, also Entwickler Norbert Hermanns.

Die Häuserzeile sieht schon lange wenig repräsentativ aus. Und Hotels kann Aachen gut gebrauchen: Die Zahl der Übernachtungsgäste steigt und steigt. Es soll dem Vernehmen nach direkt nach Karneval mit den Abrissarbeiten begonnen werden, und zwar von der Elisabethstraße aus. Die Anwohner werden nicht zu beneiden sein.

Errichtet wird nicht nur ein 8-stöckiges Hotel der Kette „Motel one“, es werden auf dem Areal auch ein Studenten-Appartementhaus und Büroflächen entstehen. Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn nicht die Fassade des alten Elysée-Kinos ebenfalls dran glauben müsste. Zugesagt wurde lediglich, dass die Wellenform in der neuen Fassade aufgegriffen wird. Das müssen wir abwarten.

Ein halbes Jahr, so schätze ich, werden die Abrissarbeiten zwischen Kapuzinergraben, Elisabethstraße und Kleinmaschierstraße wohl dauern. Das Gebäude der Dresdener Bank (Kapuzinergraben) soll in das Ensemble einbezogen werden.

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