„Kanal Trivial“ fragt nach dem Geld

Marc Teuku (Wort) und Andreas Müller (Bild und Ton) machen in Aachen den „Kanal Trivial“, und mit dem sind sie jetzt bei Folge 12 angekommen. Sehr toll. Sie haben sich mit der Kämmerin der Stadt Aachen getroffen und von ihr erfahren, wie es um die Finanzen der Stadt steht.

Es geht – unterhaltsam – um Schulden, Einnahmen und Ausgaben. Schaut es euch an, die Kämmerin ist eine resolute Dame, die – wie ich finde – ganz gut auf die Kasse der Stadt aufpasst. Aachen wirtschaftet sparsam, sollte aber mehr Einnahmen machen. Nur wie? Höhere Gebühren, höhere Gewerbesteuern erheben oder die Leute bei der Grundsteuer abzocken? Eine Bettensteuer für Touristen einführen oder eine Steuer für alle, die mit dem Pkw in die Stadt fahren?

 

Alles keine guten Ideen. Aber zunächst wird ja auch Karneval gefeiert.

Im Krönungssaal ist viel Platz, dahin lädt der Oberbürgermeister am Mittwoch, 22. Februar, zum „närrischen Rat“ ein. Ab 18.11 Uhr wird gefeiert, der Eintritt ist frei. Die Hauptakteure werden neben den Größen des Öcher Fastelovvends die Damen und Herren Ratsvertreter sein. SPD und CDU, Grüne, Linke und auch die FDP haben Programmpunkte vorbereitet. Auch wenn man nichts versteht: Den wunderschönen, imposanten Krönungssaal zu erleben, das allein ist schon einen Besuch im Rathaus wert.

Also dann: Man sieht sich.

 

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Aachen braucht Plätze für die U3-Kinder

In der Mataréstraße entsteht eine Kita für Menschen die noch keine 3 Jahre alt sind. Die Plätze werden dringend gebraucht. Aachen erfüllt sein selbst-gesetztes Soll nicht.

In der Mataréstraße entstehen Kitaplätze für Menschen, die noch keine 3 Jahre alt sind (U3). Die Plätze werden dringend gebraucht. Aachen erfüllt sein selbst-gesetztes Soll nicht.

U3 – damit sind Kinder gemeint, die unter 3 Jahre alt sind. Auch für diese ganz Kleinen muss die Stadt Aachen Betreuungsplätze bereithalten. 50 Prozent aller U3-Kinder, so hatte man sich fest vorgenommen, sollten auch einen Platz bekommen. Geschafft wurde das nicht.

44,42 Prozent sind versorgt. Und viele Eltern äußern erst gar nicht den Wunsch nach einem Platz für ihr Kind, weil sie dann am anderen Ende der Stadt irgendwo vielleicht was angeboten bekommen, was ihnen nicht zumutbar erscheint. So helfen sie sich privat weiter, wenn aus Geldmangel Vater und Mutter, also beide, arbeiten müssen. Nebenbei gesagt: Das MÜSSEN bedauerlicherweise viele.

Der Neubau einer Kita dauert vier Jahre und ist sehr teuer, so wurde jetzt im zuständigen Ausschuss mitgeteilt. Und vom Brandschutz bis zu den Hygienevorschriften gebe es außergewöhnlich viel zu beachten. Auch wurden schon Plätze für Über-3-Jährige in solche für U3-Kinder umgewandelt. Endlos ist das aber nicht machbar, die Grenze ist erreicht.

So könnte die Stadtverwaltung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze auf Tagespflegepersonen (früher Tagesmütter genannt) zurückgreifen. Die sind gut ausgebildet, stellen ihre eigene Wohnung zur Verfügung, sind flexibel und hochmotiviert . . . wenn man sie denn einigermaßen korrekt bezahlt, mitsamt Urlaub, Krankheitstagen und Weiterbezahlung, falls das Kind mal ausnahmsweise nicht gebracht wird.

Doch daran fehlt es in Aachen auf ganzer Linie. Die Tagespflegepersonen haben sogar vor Gericht bescheinigt bekommen, dass sie von der Stadt nicht gerecht bezahlt werden. Die Finanzierung wurde umorganisiert – mit keinem Erfolg. Wer hat da noch Lust, Tagesmutter oder -vater zu werden?

Jetzt bin ich gespannt, wie Aachen kinderfreundlich bleiben will und die Versorgung der U3-Menschen geregelt bekommt.

Es sieht nicht gut aus.

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Win Braun geht

Liebe Leute,

alles deutet darauf hin, dass der Künstler Win Braun im Sterben liegt . . .

Das ist wirklich unendlich traurig, denn dass Win Braun in seinem Heimatort Breinig seine farbenfrohen, wilden Bilder malt und malt ohne Ende, Reden schwingt und säuft und raucht und Ausstellungen eröffnet . . . das würde sich niemals ändern, dachte ich.

Falsch gedacht, er geht, und wir werden ihm alle folgen, früher oder später. Wie traurig ist das denn! Von ihm bleiben die Bilder, so viele Bilder. Ich hatte auch eins, es hing an meinem Arbeitsplatz und ist mir weggekommen. Aber das ist kein Unglück, denn Win Brauns Bilder sind in so vielen Häusern, ich werde sie immer wieder sehen, man kommt nicht daran vorbei und das ist doch tröstlich.

In den letzten Jahren habe ich Win aus den Augen verloren. Ich lese aber, dass er gut betreut wurde und seine letzte Zeit keine schlimme Zeit für ihn gewesen ist. Danke Win, für all die Bilder, die du uns um die Ohren gehauen hast. Es hat so unendlich viel Spaß gemacht, dich zu kennen.

Margret Vallot

Ein Video „Die letzte Ausstellung“. 

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Musikfest der StädteRegion in Gefahr?

Heute habe ich mich auf die nächste Sitzung des Kultur- und Tourismusausschuss der StädteRegion vorbereitet und war überrascht. Es gab allerhand zu lesen, wie immer. Und ich glaube, den Vorlagen für den kommenden Tourismus- und Kulturausschuss am Mittwoch (15. 02., 17 Uhr, Mediensaal, Zollernstraße, Gäste willkommen) entnehmen zu können, dass das Musikfest der Städteregion nur knapp dem Sparwahn entkommen ist.

An diesem Musikfest hängt die ganz Eifel mit Herzblut. Also jedenfalls alle Eifeler, die ich kenne, und das sind nicht gerade wenige. Das Fest findet immer im Sommer statt, immer in einem anderen Dorf, diverse Orchester treffen sich und üben vorher wochenlang. Es ist Kultur pur, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt, aufeinander achten und zusammenwirken beibringt.

Ein besseres Hobby kann man Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen fast nicht empfehlen. Die StädteRegion unterstützt das Musikfest seit Jahren mit 4000 Euro plus 100 Euro für jeden teilnehmenden Verein. Es nehmen zwischen 10 und 20 Vereine teil. Das Fest gibt es schon seit etwa 60 Jahren, früher hieß es Kreismusikfest.

Hier ein Video, das ich im Netz gefunden habe, vom Fest von 2013:
https://www.youtube.com/watch?v=-C7f5gmLm_0

Es ist natürlich nicht jedermanns Lieblingsmusik, aber die Musik vieler Eifeler, die mit Begeisterung teils seit Jahren immer zu den Proben rennen. Neulich waren diese Leute geschockt, dass ihr Musikfest platt gemacht werden soll. Anfangs hatte es nämlich noch geheißen, das Fest müsse ganz ausfallen. Es sei dafür kein Geld da.

Derzeit stellt sich mir die Sache so dar, als würde das Fest weniger Zuschüsse bekommen, es wird deshalb verändert und bekommt ein wenig den Charakter einer Bildungsveranstaltung. Wenn man bedenkt, was alles bei Baumaßnahmen rausgehauen wird an Geld. . .  Und was für Radwege ausgegeben wird. . .  Auf die kommende Sitzung bin ich gespannt.

Hier noch ein typisches Eifeler Orchester. Ihr erkennt, wie wertvoll den Leuten ihre Musik ist.     www.lyra-hoefen.de

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Im Fokus: Das Wohnen und die Mobilität in Aachen

Neue Wohnungen in Aachen, hier Mataréstraße. Die Stadt kann viel tun um mehr Wohnungsbau in Aachen möglich zu machen. Dabei greift sie regulierend in den Markt ein. Das mag nicht jeder.

Neue Wohnungen entstehen in Aachen, hier Mataréstraße. Die Stadt kann viel tun um mehr Wohnungsbau möglich zu machen. Dabei greift sie regulierend in den Markt ein. Das mag nicht jeder.   Foto: September 2016

Wir sind mitten in der 5. Jahreszeit. Die meisten Kommunalpolitiker sind wahrscheinlich (mehr oder weniger) Lokalpatrioten und stürzen sich mit Mann und Maus ins heimische Brauchtum (hier: Karneval). So kommt die Politik fast gänzlich zum Erliegen, es finden nur zwei Ausschüsse statt. Beide allerdings mit wichtigen Themen.

In Zeiten von Wohnungsnot ist EIN Ausschuss von besonderer Bedeutung: der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss (Die., 14. 02., 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschietor, Lagerhausstraße). Dort geht es unter Punkt Ö 3 um den Mietspiegel.

Was ist ein Mietspiegel? Der Mietspiegel bietet eine Übersicht über die in Aachen üblichen Mieten (im frei finanzierten Wohnungsbau). Er wird zusammengestellt mit Daten vom Verein „Haus und Grund“ (Hauseigentümer) und vom Mieterschutzverein. So etwa 10.000 Daten werden zur Verfügung gestellt, aus denen dann eine Durchschnittsmiete ermittelt wird, die gültig ist, an der sich alle orientieren müssen und die nicht erheblich überschritten werden darf. Das Verfahren hat Mängel, und dauernd treffen sich deshalb irgendwelche Mieter/Vermieter-Parteien vor Gericht. Jetzt soll die Stadtverwaltung (von den Politikern beauftragt) Vorbereitungen treffen für einen deutlich korrekteren, nachvollziehbareren und ausführlicheren Mietspiegel.

So ein qualifizierter Mietspiegel muss „nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen“ erstellt werden, und er muss natürlich von allen Betroffenen und von der Stadtverwaltung anerkannt werden. Die Daten müssen repräsentativ sein. Dazu müssen dann umfangreiche Dokumentationen geführt werden. Ganz schön viel Arbeit (und Kosten: 200.000 Euro) für die Verwaltung mal wieder.

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Nächster Punkt in diesem Ausschuss: die Wohnraumschutz-Satzung. Damit kann man die Zweckentfremdung von Wohnungen untersagen oder bestrafen. Vermieter dürfen dann z. B. ihre Wohnungen nicht mehr monatelang leerstehten lassen, sie dürfen nicht mehr gezielt Leerstand produzieren und sie dürfen keine Wohnungen in Ferienwohnungen umwandeln. Hier lesen.

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Schließlich wird noch ein Antrag zur Bodenvorratspolitik diskutiert, und es wird ein Antrag zur Präzisierung der „Quote für öffentlich geförderten Wohnungsbau“ behandelt. Bei der Bodenvorratspolitik nimmt die Stadtverwaltung Einfluss auf die Menge an Grundstücken, die es in Aachen für Wohnungen und Gewerbe gibt. Die Verwaltung teilt in ihrer Vorlage mit: „Grundsätzlich ist Stadtentwicklung ohne Grundstücke nicht möglich, steigende Wohn- und Immobilienpreise sind direkte Folge hoher und steigender Bodenpreise. Durch bodenpolitische Aktivitäten der Kommune ist der Bodenmarkt beeinflussbar. Wesentliche Vorteile einer aktiven Bodenvorratspolitik:

1. Die Implementierung der Flächen in ein passendes Bebauungsplanverfahren ist gewährleistet.
2. Bodenspekulation ist nicht möglich.
3. Planungsbedingte Bodenwertsteigerungen verbleiben bei der Gemeinde.
4. Die Kommunen haben erheblichen Einfluss auf das Bodenpreisniveau und seine Entwicklung.
5. Bei der Grundstücksvergabe können wohnungspolitische Ziele optimal umgesetzt werden.“
Hier die Vorlage zu dem Thema: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16270

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Beim Mobilitätsausschuss (Do., 16. 02., 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße) geht es unter anderem um die Ermittlung der Verkehrssituation am „Aquis Plaza“, wo nicht alles rund läuft. Es geht sodann um die wegweisende Beschilderung des Radverkehrsnetzes der Stadt Aachen und um den Baubeschluss für die Erneuerung des Gasborn nachdem die Stawag dort gearbeitet hat.

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Neu im Stadtbild: ein Klohäuschen

Klohäuschen in Aachen, neben dem Elisengarten.

Klohäuschen in Aachen, neben dem Elisengarten.

Es ist keine Welt-Sensation, soll aber doch hier erwähnt werden: Seitlich vom Elisenbrunnen steht ein neues Häuschen, für alle, die mal müssen. Sehr futuristisch und architektonisch reduziert, wenn man bedenkt, was für eine Antiquität da vorher stand (ein grünes Teil im Art déco Stil). Beide wurden/werden nicht benutzt, das ist sozusagen offensichtlich. Man kann dort vorbeigehen so oft man will, man sieht nie jemand rauskommen oder reingehen.

An anderen Stellen in Aachen fehlen eindeutig Toiletten, da würde schon ein billiges, handelsübliches Pissoir reichen.  Zum Beispiel am Westpark, am Musikbunker im Frankenberger Park und in unmittelbarer Nähe zur Antoniusstraße. Die Wildpinkellei des nachts nervt. Aber das erleben nur die, die nachts schon mal unterwegs sind und nicht die, die ab 20 Uhr immer zu Hause sitzen und um 22 Uhr spätestens ins Bett gehen. Ja, ist doch wahr, Mann.

Und komme mir keiner und sage „wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?“. 98 Prozent aller Wildpinkler sind Männer, Frauen bekommen das irgendwie anders geregelt.

Gesehen in der Nähe vom Bahnhof Rothe Erde.

Pissoir. Gesehen in der Nähe vom Bahnhof Rothe Erde.

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Sehenswert: Gregor Gysi im Kanal Trivial

Ihr wollt wissen, warum Gregor Gysi vor seinem Auftritt in Aachen bei der Ordensverleihung ein bisschen ängstlich ist? Und was er über Aachen denkt und hier schon erlebt hat? Was er von dem Orden hält und von seinem Vorgänger als Ordensträger (Wider den tierischen Ernst), Markus Söder? Seht euch die neue Folge von Kanal Trivial an. Aber Vorsicht: Es geht ganz viel um Karneval.

Zwei Aachener machen den Kanal Trivial und sind jetzt schon bei Folge 11 angekommen. Der Kanal wird immer bekannter und beliebter, und hier gehts zur neuen Folge:

Gregor Gysi über Karneval und Politik – Kanal Trivial Folge: 11

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Politik in der kommenden Woche

Fünf wichtige Ausschüsse tagen in der kommenden Woche, das bedeutet: Jede Menge Arbeit für die Lokalpolitiker, die alle Sitzungen in ihrer Freizeit stundenlang vorbereiten und nachbereiten müssen.

Los geht’s mit dem Kinder- und Jugendausschuss (Die., 07.02, ab 17 Uhr, Raum 207/208, Verwaltungsgebäude Mozartstraße). Beraten werden dort unter anderem drei Kita-Themen, nämlich die Kindertagesstätten-Bedarfsplanung 2017/18, die Realisierung der Kita Ferberberg und ein Investorenmodell zur geplanten Kita Branderhofer Weg.

Erst ab 18 Uhr trifft sich an diesem Dienstag der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz (Reumontstraße). Dort wird der Antrag der Partei Die Linke behandelt, den diese schon Anfang September eingereicht hatte. Sage und schreibe fünf (5) Monate brauchte die Stadtverwaltung von Aachen um den Antrag abzulehnen, um nämlich vorzugeben, dass kein Geld für den „Zivilschutz für Menschen mit wenig Geld“ ausgegeben wird.

Die Zahl der potentiellen Empfänger wurde ermittelt, sie beläuft sich in Aachen auf 34.235 Personen. 75 Euro pro Person würden Wasser und Lebensmittel kosten, die für „Menschen mit wenig Geld“ bereit gestellt würden, falls mal eine Katastrophe eintritt. „Hinzu kommen“, so teilt die Verwaltung mit „weitere Kosten für die Lagerhaltung, Personalkosten für die Verwaltung sowie regelmäßigen Kosten für den Austausch verderblicher Lebensmittel“.

Reiche Menschen in den Vereinigten Staaten haben übrigens längst gigantische Vorräte von allem angelegt. Sie können zudem Notstromversorgung organisieren, wenn irgendwelche Hacker aktiv werden, können sich versorgen, wenn Donald Trump im Nahen Osten zuschlagen lässt und Flüchtlingsströme sich in Bewegung setzen.
Ich bin sicher: Falls Trump und seine Bande die Menschen gegeneinander hetzen können, werden sie das tun, und dann wird es zugehen wie auf der Titanic: Die in der 3. Klasse haben keine Chance.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte ist ein Gremium, in dem die bürgernahesten Themen von allen behandelt werden. Dort geht es am Mittwoch (08. 02., 17 Uhr, Haus Löwenstein, Marktplatz) um den Namen einer neuen Straße in Nähe der Aachen Arkaden. Man will außerdem generell Straßen nicht mehr nach Personen benennen, was ich eine gute Idee finde.

Es geht ferner um den Umbau/Ausbau von Gasborn und Promenadenstraße nach Stawag-Maßnahmen und um eine Ergänzung zum barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen.

Weiter geht es Donnerstag, 9. Februar, 17 Uhr, im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor(Lagerhausstraße) mit dem Planungsausschuss. Sehr interessant finde ich da, was mit der großen Baulücke in der Charlottenstraße geplant ist. Nämlich: sinnvolle Nachverdichtung zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

Es wird außerdem um die Revitalisierung von Aachen Nord und das Modellvorhaben „Suermondtviertel: ein Quartier in Bewegung“ gehen.

Die Sitzung des Schulausschusses findet ab 17 Uhr statt im Raum 207/208 des Verwaltungsgebäudes Mozartstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen dann unter anderem die Fortentwicklung des II. Bildungsweges in der StädteRegion Aachen (Abendrealschule, Abendgymnasium und Kolleg), die räumliche Situation des Angebots „Schule von acht bis eins“ der KGS Kornelimünster und die Prioritätenliste zum Programm „Gute Schule 2020“.

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Kampf um fairen Lohn, Folge II

Kindertagespflege in Aachen, da läuft erstaunlicherweise anhaltend was schief.   Das ist nicht schwer zu verstehen: Die Tagesmütter und -väter bekommen  – schlicht und ergreifend – keinen fairen Lohn für ihre wichtige Arbeit. Das hat sogar ganz offiziell ein Richter via Urteil  in Aachen bestätigt.

Daraufhin wurde von seiten der Stadtverwaltung die Honorierung umgestellt. Ergebnis: Die Bezahlung wurde keinesfalls gerechter. Das Team vom Aachener „Kanal Trivial“ hat mit Tagesmutter Christine Frels gesprochen um zu erfahren, wie weit die Tagespflegepersonen in ihrem Kampf um gerechten Lohn gekommen sind.

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Lokalpolitik für alle.

Heute, beim Karlsfest, ist die Aachener Pferdestaffel vor dem Rathaus im Einsatz. Die Pferde sind ruhig, wenn sich jemand nähert schauen sie interessiert und nehmen das als eine Abwechslung vom langweiligen Rumstehen. Im Rosenmontagszug von Aachen laufen etwa drei Dutzend Pferde mit, in Köln sollen es knapp 500 sein.

Heute (beim Karlsfest) sind die Aachener Stadtreiter vor dem Rathaus im Einsatz. Die Pferde sind ruhig. Wenn sich jemand nähert, schauen sie interessiert und nehmen das hin – eine Abwechslung vom langweiligen Rumstehen. Im Rosenmontagszug von Aachen laufen etwa drei Dutzend Pferde mit, in Köln sollen es knapp 500 sein.

Kommunalpolitik wird in der kommenden Woche in sieben Sitzungen gemacht. Sechs davon finden am Mittwoch, 1. Februar, statt. Ich bin neuerdings für die Piratenpartei Mitglied im Bürgerforum, das am Dienstag, 31. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus über die Bühne geht. Ich habe mir vorgenommen, eine Art Anwältin der Menschen zu sein, nicht vorrangig der Politik oder der Verwaltung.

Das Bürgerforum soll – wie der Name schon sagt – ein Forum für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sein. De facto sitzen dort die Politiker*innen mit einem oder zwei Herren von der Verwaltung und behandeln Themen, die sie sich meist selbst gegeben haben. Von „Forum“ keine Spur. Von „Bürgern“ ist auch kaum was zu sehen. Leere Stuhlreihen prägen das Bild.

***

Zwei Themen sind aktuell im Bürgerforum von Bedeutung. Das erste lautet „Verbot der Nutzung von Pferden im Aachener Rosenmontagszug und in allen Aachener Karnevalszügen“.

Initiativen aus Köln, dabei ein Verein mit dem Namen „Rheinvegan“, meinen, sich in Aachener Belange einmischen zu müssen und schildern in der Vorlage seitenlang, wie die Pferde leiden. Komisch, dass mir das noch nie aufgefallen ist. Dem zuständigen Veterinär, der die Tiere Jahr für Jahr untersuchte, auch Blutproben nahm, ist ebenfalls Tierquälerei nicht aufgefallen. Wohl aber natürlich den Kölnern.

Mir ist durchaus nicht entgangen, dass wir in Europa neuerdings ein neues  Verhältnis zu Tieren entwickeln, und das begrüße ich. Man möchte sich nicht mehr amüsieren auf Kosten von Tieren. Diese werden als verwandte Kreatur betrachtet, und das ist richtig und gut. Nur: Schweine, Kühe, Hühner, Puter, Enten, Gänse, Bienen . . . derlei Tiere werden weiter bis hin zur fabrikmäßigen Tötung gequält, dass es einem die Tränen und die Augen treibt. Auch Hunde werden „aus lauter Liebe“ vollgestopft, bis sie kaum noch gehen können. Aber die Pferde . . .

Mein Eindruck ist, dass diese Tiere zu den wenigen gehören, die bis auf seltene Stress-Aktionen „human“ behandelt werden. Quälereien werden stets angeprangert und bringen dann die Öffentlichkeit auf die Palme. Pferde und Esel haben jahrhundertelang Wagen durch die Städte gezogen und Menschen transportiert, das passte. Traditionell gehören Pferde natürlich auch zum Rosenmontagszug. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Kölner sind mit ihrem Ansinnen schon in Köln gescheitert, mal sehen, was sie in Aachen bewirken können.

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Das zweite Thema von übergreifender Bedeutung ist der Antrag einer Bürgerin, die aus Mangel an Platz in ihrem Viertel ( in Aachens Osten) ihr Auto nicht mehr abstellen kann. Und sie spricht nicht für sich allein.

Das habe ich auch erlebt, dass man 30 Minuten durchs Viertel kurvt, keinen Platz findet, die Karre dann weit außerhalb abstellen muss und eine halbe Stunde zu Fuss nach Hause gehen darf.

Die Stadtverwaltung meinte noch in der November-Sitzung, es seien deshalb so wenig Anwohnerpark-Zonen eingerichtet, weil an dem Thema insgesamt nur ein einziger Mitarbeiter arbeiten würde. Da ginge es eben nur sehr langsam voran, obwohl bereits Bürger in mindestens acht Wohnbereichen enorme Parkprobleme haben.

So heißt es in der aktuellen Vorlage der Verwaltung, Anwohnerparken in Ost 1 werde es frühestens in sieben Jahren geben. Andere seien vorher dran, da sei die Situation ebenfalls dramatisch. Wie man Leuten, die in einer Vollkatastrophe hängen, sagen kann „in sieben Jahren lösen wir euer Problem“ das ist mir ein Rätsel. Das muss doch möglich sein, da für 2 Jahre mal 2 weitere Mitarbeiter dran zu setzen.

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Was diese Woche noch ansteht, sind z. B. Sitzungen der Bezirksvertretungen in Brand, Laurensberg, Eilendorf und Richterich. Dort sind die Probleme nicht von übergreifender Natur. Ich spare mir die Darstellung.

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