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„Wir fragen dich vorher“, schreiben die Piraten. Das wäre ja mal gar nicht so schlecht. Denn nicht nur in Berlin, Hamburg und Stuttgart wurden Bauten begonnen, die nach und nach quasi unbezahlbar sind. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Projekte, bei denen die Kosten explodieren. Nur ein Beispiel: Das Landesarchiv in Duisburg, dessen Baukosten von 50 auf knapp 200 Millionen hochgeschossen sind. Und ob die Kosten für das FH-Kompetenzzentrum in Aachen (s. Foto oben) wirklich „nur“ 40 Millionen Euro betragen werden, wie es zunächst hieß, muss doch sehr bezweifelt weden. 

 
Diese Baustelle in der Hohenstaufenallee ruht seit vielen Monaten. Das kann man von den Wohnungen in der Weberstraße aus, wo ich gelegentlich zu Besuch bin, gut beobachten. Wären die Bauherren schlau, würden sie den Bau erst gar nicht ausführen. Die Wiese, auf der jetzt halb ausgeschachtet ist, war ja immer sehr feucht, ein Sumpfloch. Laut Zeitungsberichten ist schon ein Haus in der Nachbarschaft beschädigt, weshalb man wohl vor Gericht streiten wird, wer für die Reparaturen aufkommen muss. 
 
Wahlplakat der Piratenpartei

Wahlplakat der Piratenpartei

Zurück zu „Wir fragen dich vorher“. Die Anwohner hätten sicher abgeraten, dort zu bauen. Es sei denn, man leistet sich eine Entwässerung, die sehr teuer ist. Aber kann man sich bei solchen Projekten nach den Anwohnern richten? Müsste das Pflicht sein, die Anwohner zumindest zu befragen? Denn wer kennt sich mit den Spezifika der Grundstücke so gut aus, wie die Menschen, die dort seit Jahrzehnten wohnen?

 
Bauherr, so erfährt man an Ort und Stelle, ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes. Der ist nicht zu beneiden. Und die Fachhochschule auch nicht. Die wird nämlich nach meiner vorsichtigen Einschätzung noch viele Jahre auf ihr neues Kompetenzzentrum warten müssen. 
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Melissa Mar Mode

Es gibt noch eine kleine Modeseite, die sich vielleicht auch noch jemand ansehen will. Besonders linksradikal ist die allerdings nicht.

 

 

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Preiswert wohnen im neuen Aachener Youthhostel

BildIn dem Gebäude, wo sich früher das Aachener Gesundheitsamt drin befand, warten jetzt die Mitarbeiter eines neuen Hotel/Hostel auf jede Menge Gäste. Genauer gesagt: 348 Betten sind zu Minimini-Preisen zu haben. Ist das nicht schön?

Das Gebäude sieht von außen nicht besonders einladend aus. Aber ich habe es mir von innen angesehen. Es ist eine prima Unterkunft für Leute, die Aachen besuchen wollen, aber kaum Geld haben. Alles sieht ganz neu aus und ist es auch.

Wenn man also in Aachen aus dem Hauptbahnhof rauskommt, muss man nur 200 Meter nach rechts weitergehen, schon steht man vor der neuen Unterkunft. Von den Gleisen ist es gleichwohl abgerückt, die Züge dürften nicht stören. (Erfahrungsberichte sind hier willkommen).

Es gibt, soweit ich sehen kann, drei Kategorien: Einmal kann man in einem 8-Bett-Raum schlafen, Bettwäsche und Handtuch selbst mitbringen, ohne Frühstück. Dann zahlt man pro Nacht 10 Euro.
Man kann auch in einem 4-Bett-Zimmer (Familien) schlafen, in einem Doppelzimmer und in einem Einzelzimmer. Das Einzelzimmer kosten pro Nacht 39 Euro. Alle Infos entnehme ich einem Heftchen, das ich im Hostel bekommen habe. Ihr findet Infos  unter www.aohostels.com oder unter Tel.: 030/809 47-5110. Die Adresse ist Aachen, Hackländerstraße 5.

Der ganze Kasten ist – pünktlich zum Karlsjahr und zur im Sommer stattfindenden Heiligtumsfahrt – vor drei Wochen fertig geworden. Aber sollte es in Aachen mal einen LPT der Piratenpartei geben, wäre die ganze wilde Piratentruppe in dem Haus gut und preiswert untergebracht.

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Geschäftsräume werden umgewandelt

Das fällt auf: Aus Läden werden zunehmend Wohnungen und Büros. Ein Beispiel für viele fällt in der Jakobstraße in Aachen ins Auge (oben). Dort wurden die Geschäftsräume einer Apotheke umgebaut. Derartige Ladenlokale sind offensichtlich nicht mehr zu vermieten, Wohnungen dagegen wohl. Nach der Eröffnung der Kaiserplatz Mall (Aquis Plaza mit über 100 zusätzlichen Läden) könnte noch mehr Wohnraum geschaffen werden. Das ist nicht immer eine schlechte Lösung.
Ein weiteres Beispiel für die Umwandlung von Geschäftsräumen in Wohnräume: Im unteren Bild links, da befand sich mal ein Ladenlokal, das stand lange leer. Jetzt gibt es dort statt der großen Schaufenster kleine Fensterchen mit Gardinen. Und nebenan, also eine Tür weiter, da wurde auch viele Jahre lang etwas zu verkaufen versucht. Jetzt sind dort Philosophen aktiv und laden zu interessanten Vorträgen und Diskussionen ein. http://www.logoi.de

Jakobstraße in Aachen

Jakobstraße in Aachen

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Umstrittener Museumschef stellt unbekannten Maler aus

So eine Ausstellung wie die, die am 13. März im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen eröffnet wurde, dürfte es eigentlich gar nicht geben. Zu sehen sind Zeichnungen eines völlig unbekannten niederländischen Malers aus dem 17. Jahrhundert. Ein Museum sollte aber bekannte Künstler zeigen, wo die Menschen hinströmen, wahrscheinlich wegen des Wiedererkennungswertes oder was weiß ich.

Und zweitens darf es eine solche Ausstellung nicht geben, weil der Titel der Bilderschau englisch ist. „Deaf, dumb & brilliant“, so lautet er. Englische Titel hat das Publikum in Deutschland nicht gern. Darauf wies der Chef des Hauses an der Wilhelmstraße, ein Niederländer, das Vernissage-Publikum hin.

Dieser Mann hat die Ausstellung gleichwohl so gemacht, wie es sie eigentlich gar nicht geben darf. Sie wurde vor zahlreichem Publikum eröffnet und ist rundum gelungen und wunderschön. Und alles, was nicht sein darf, geschieht, wobei Peter van den Brink angeblich um seinen Arbeitsplatz bangen muss. Diese Diskussion ist jedenfalls in kunst- und kulturinteressierten Kreisen zur Zeit im Gange.

Mein Eindruck: Er bangt keinesfalls, jedenfalls machte er bei der Eröffnung und bei der Vorstellung seiner Pläne für das Suermondt-Ludwig-Museum im Kulturausschuss nicht diesen Eindruck. Vor den Politikern entschuldigte er sich zwar für das ein oder andere Fehlverhalten als Museumschef. Er war wohl in der Vergangenheit zu oft unterwegs und zu selten in Aachen als Chef präsent und soll dann noch hohe Spesenrechnungen vorgelegt haben. Auch hatte er die Texte für die Politiker zur Sitzung wieder viel zu spät vorgelegt. Und er hat ja tatsächlich reichlich oft gerade niederländische Künstler präsentiert. Aber um seinen Job fürchtet er nicht, muss er auch nicht. Dieser bestens vernetzte Kunsthistoriker kann auch als Kurator, Dozent oder Autor andernorts zu Ruhm und Ehre (und Geld) kommen.

Am 13. März wurde nun also die Bilderschau eröffnet, von der eingangs die Rede war. Vom 13. März datiert übrigens auch der erste Eintrag zum Künstler (jetzt fällt endlich der Name: Johannes Thopas) bei Wikipedia.

Von diesem Meisterzeichner existierte seit Jahr und Tag nur ein einziges Bild im Suermondt-Ludwig-Museum. Jetzt aber sind dort bis zum 22. Juni genau 39 Werke von ihm zu sehen. Aus Museen und privaten Sammlungen wurden sie zusammengesucht. „Ein in Vergessenheit geratener Meister seines Fachs“ ist Thopas laut Museum. Viele der 39 Werke sind in Aachen zum ersten Male öffentlich zu sehen. Sie sind fast alle sehr klein und zeigen ausdrucksvolle Charakterbildnisse, selbstbewusste und wohlhabende niederländische Bürgerinnen und Bürger.

Es ist eine Ausstellung für Menschen, die es gewöhnt sind, Bilder zu betrachten, sie zu lesen und die sich nicht verschließen vor dem, was alles von ihnen an Gefühlen und Erkenntnissen ausgeht.

Wie es indes mit Peter van den Brink weitergeht, darüber wird hier noch berichtet.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Thopas

http://www.aachen.de/DE/kultur_freizeit/kultur/museen_sammlungen/slm/index.html

http://www.suermondt-ludwig-museum.de/index.html

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Was ist mit LuFo und Suermondt-Ludwig-Museum los?

IMG_5442Irgendwas stimmt nicht mit den beiden großen Aachener Museen. Ludwig Forum und Suermondt-Ludwig-Museum sind beide randvoll mit Kunst der allerfeinsten Art. Sie zeigen ihren jeweiligen Bestand und dazu Wechselausstellungen. Doch sie sind nur noch wenig im öffentlichen Leben der Stadt präsent.

Was da nicht stimmt, weiß eigentlich keiner so genau. Also, ich zumindest hatte noch nicht das Vergnügen, darüber aufgeklärt zu werden. Beide Häuser hatten mal einen sehr guten Ruf in Aachen, in der Region und darüber hinaus. Beide haben ausreichend Personal, ganz viel Platz für Kunst, prallvolle Archive, und sie sind auch von der Politik mit ausreichend Geld ausgestattet.

Aber beide Häuser sind nicht mehr das, worüber man spricht in Aachen. Sie sind für das Image der Stadt unerheblich geworden. Es ist ungerecht, aber beide sind irgendwie langweilig. Keine Kracher mehr, keine Aufregerthemen, keine Provokationen, keine Diskussionen, keine Wortgefechte über diese Häuser im Bildungsbürgertum. Keine umstrittenen Ausstellungen mehr, wo sich die empfindlichen und kniffeligen Fragen der Zeit stellen.

Das gab es alles einmal in beiden Häusern. Das vermissen wir jetzt.

Damit jeder weiß, wovon die Rede ist: Das Ludwig Forum mit seiner modernen Kunst (plus Wechselausstellungen) befindet sich im ehemaligen Aachener Arbeiterviertel an der Jülicher Straße in einer ehemaligen Fabrik. Das Umfeld ist eine einzige Katastrophe. Man muss sich fast überwinden, um dort hinzugehen. Ein Museum und die Gegend dort, das passt total kein bisschen zusammen. Ostviertel eben. Dort würde eine Bildungseinrichtung hinpassen, wo fleißig Kurse gegeben und Hauptschulabschlüsse nachgeholt werden können. http://www.ludwigforum.de

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist in einer ehemaligen Industriellenvilla, in der Wilhelmstraße, prominent gelegen. Es ist ein Schatzhaus, die alte Kunst ist dort vertreten. Eigentlich, wie ich finde, sind Gebäude und Ausstellungsstücke alle sehr sehenswert. Auch die Wechselausstellungen sind von hoher Qualität. Es gab Zeiten, da ging ich dort mehrmals im Jahr hin, nur, um immer wieder dieselben eindrucksvollen Kunstwerke zu sehen. http://www.suermondt-ludwig-museum.de

Jetzt ist der Museumschef umstritten, außer der CDU wollen wohl alle Parteien im Rat seinen Vertrag nicht mehr verlängern. Kann aber sein, dass sich die CDU durchsetzt. Vor der Kommunalwahl (25. Mai) wird aber nichts mehr entschieden.

Man müsste hier Zahlen nennen: Wie viel Geld bekommen die Häuser aus der Stadtkasse? Wie viel Personal haben sie genau? Wie viele Besucher kommen abzüglich der zwangs-verpflichteten Schulklassen? Welche Ausstellungen gab es genau? Was machen die beiden Museums-Vereine? Wie viel Geld wurde in den letzten zehn Jahren in die Häuser investiert, jenseits des laufenden Betriebs? usw. usf.

Es gibt natürlich Vermutungen und Spekulationen, aber der „Niedergang“ ist relativ unerklärlich. Die verantwortlichen Politiker haben beschlossen, nach der Wahl eine Strukturkommission einzurichten. Um der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wie die zwei Aachener Museen wieder ein durch und durch positives Image bekommen können. Tja.

Und wer wird in dieser Kommission sitzen? Ich hoffe wirklich, dass es Kunstkenner und Museumsexperten von auswärts sein werden. Nichts gegen die hiesigen, aber der Blick von außen bringt einen in so einer Situation weiter.

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Steine pflastern unsere Wege, mal bequem, mal unbequem

Das glaubt einem auch kein Mensch, wie schwer das manchmal ist, in Aachen einfach nur über die Straße zu gehen (s. Foto oben). In den Außenbezirken mag es ja noch klappen. Aber wer in der Nähe von Rathaus und Dom wohnt oder dort gern einkaufen geht, der hat es schwer. Die dicken Pflastersteine sind nämlich richtige Stolperfallen. Mit dem Absatz bleibt man oft in den Rillen hängen. Und als Frau besonders, wenn die Absätze ein bisschen spitz und hoch sind. Da rollt dann der Schuster mit den Augen, wenn er immer wieder dieselben Schuhe reparieren muss.

Jetzt steht in Aachen der Klosterplatz vor der Fertigstellung. Und mit Freude haben wir bemerkt, dass schöne, glatte Steine zum Einsatz gekommen sind. Da bleiben wir nicht mehr mit den Absätzen hängen (s. Foto unten). Der Klosterplatz erstreckt sich jetzt optisch von der Domschatzkammer quer rüber bis zum Eingang der Verwaltung des Bistums. Die Johannes-Paul-II.-Straße und die Ritter-Chorus-Straße sind Bruch- und übergangslos begehbar und gestaltet und angebunden an den Klosterplatz. Eine „Straße“ ist eigentlich nicht mehr zu erkennen.

Die Stadtverwaltung teilte freundlicherweise folgendes mit: „Die öffentlichen Anwohner-Parkplätze am Klosterplatz wurden umgewidmet und werden jetzt als Privatparkplätze an die Anwohner vermietet. Lediglich sechs Behindertenparkplätze bleiben als öffentliche Verkehrsfläche erhalten.“

Tja, und damit ist sozusagen mein Parkplatz futsch. Denn als Anwohner für einen nicht-überdachten Parkplatz 100 Euro im Monat zu zahlen, das ist mir doch etwas zu teuer. Früher parkte ich dort mit dem Anwohnerparkschein, für 30 Euro im Jahr. Und ich würde mich sehr wundern, wenn es da nicht aus der Klosterplatz-Nachbarschaft Protestbriefe in Richtung Verwaltung geben würde.

Immerhin, so schreibt die Verwaltung: „Mit dem Mietpreis in Höhe von 100 Euro im Monat ist auch eine Durchfahrgenehmigung verbunden.“

2014-03-08 13.31.14

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Es gab zwar keinen Winter, aber jetzt einen Frühling in Aachen

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Kinder lassen sich informieren und stellen viele Fragen

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