März 2015 (!), Protest gegen Putin auf dem Marktplatz in Aachen.

Anfang 2015 wird in Moskau der oppositionelle Politiker Boris Nemtsov erschossen. Die Länder Osteuropas nehmen das zum Anlass, vor einem aggressiven Russland zu warnen, vor Putin und seinen Absichten insbesondere.

Prangerten auf dem Aachener Markt die Ermordung (in Moskau auf einer Brücke ) des Putin-Kritikers Boris Nemtsov an und sehen eine Verbindung zu Putin, von dem sie weitere Morde erwarten. Das war im März 2015. Foto: AachenNews Archiv

Die führenden deutschen Sozialdemokraten sind dick mit Putin und diversen russischen Spitzenpolitikern befreundet und wollen es auf jeden Fall auch bleiben. Sie machen die größten Fehler, Frank-Walter Steinmeier ist jetzt seit 2017 Bundespräsident. Die Unverfrorenheit von diesem Mann ist nahezu unerträglich.

In Aachen gibt es im März 2015 einen Protest. Auf dem Wanted-Plakat steht, was Putin vorgeworfen wird:

Verfolgung und Unterdrückung von Minderheiten im eigenen Land,

Ermordung politischer Gegner,

Entführung von EU-Bürgern von EU-Staatsgebiet,

Planung und Durchführung von Angriffskriegen gegen souveräne Nachbarstaaten,

Annexion von Landesteilen souveräner Nachbarstaaten.

Und wenn man führenden Sozialdemokraten heute sagt: Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist keine begrenzte Sache, die man befrieden kann, indem einfach beide Seiten aufhören zu kämpfen, dann sehen die das gänzlich anders. Sie erkennen immer noch nicht, worum es wirklich geht.

Sie ignorieren im Grunde immer noch die Warnungen der Polen, der Balten, überhaupt der Länder Osteuropas und vieler Militärsachverständiger in Deutschland. Tja, sie kapieren es nicht, da kann man nichts machen.

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Ein Beispiel: Erdgasspeicher komplett nach Russland verkauft, direkt nach der Annexion der Krim.

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Aushang im Schaufenster eines Aachener Bestattungsunternehmers in der Wilhelmstraße

Vür spreiche ouch Platt. – Bravo, wir konnten alles gut verstehen.

Damit Aachens Fahrradfahrer*innen noch möglichst lange die Dienste des Bestattungsunternehmens nicht in Anspruch nehmen müssen, hat die Politik entschieden und die Verwaltung hat es realisiert: Poller aufgestellt und einen Radweg gebildet. Danke für so viel Fürsorge für Menschen, die aufs Auto verzichten und deshalb beim Fahren keine schützende Blechhülle um sich rum haben.

In der Monheimsallee.

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Baumhasser legen Flatterulme nieder

Einen Baumfrevel im Westpark hat Aachens Baumschützer Hans Falk jüngst entdeckt. Nach Rücksprache mit dem Stadtbetrieb erfuhr er, dass auch dieser davon ausgeht, dass wohl Vandalismus vorliegt.

Die mit grober Axt gefällte Flatterulme lag auf der Wiese und wurde zügig vom Stadtbetrieb entfernt. Es soll bereits Strafanzeige gestellt worden sein.

Seit April 2019 schön gewachsen, jetzt wurde sie abgehackt: die Flatterulme. Foto: Hans Falk

Falk teilt mit: „Ob das eine gezielte Tat gegen unsere Baumpflanzaktion von Flatterulmen des Aachener Baumschutzbundes in Kooperation mit Stadtbetrieb, NABU, Ökologie-Zentrum und Stadtoasen zum Tag des Baumes am 25. 4. 2019 war, ist spekulativ.“ Möglich ist alles.

Während aktuell einerseits zur Gemeinschaftsaktion „Liebesbaumallee“ aufgerufen wird, führen kriminelle Baumfäller parallel Hassaktionen durch. Es sei schon erschreckend und frustrierend „wie durch gesellschaftliche Polarisation solche Auswüchse entstehen und auf welch niedrigem Niveau ökologisches Bewusstsein entwickelt ist“, bedauert Falk.

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Schokoladen-Hype in Aachen. Aber: Auch Fisch ist begehrt.

Heute kurz nach 9 Uhr morgens standen sie schon in der Krämerstraße – die Fans der neuen Schokolade.

Ab 10 Uhr gab es in Aachen in der Lindt-Filiale am Dom, Krämerstraße 20-34, die neue Dubai-Schokolade. Man musste früh aufstehen, die Tafeln sind heiß begehrt und teuer. Im Netz werden sie schon für etwa 150 Euro pro Stück gehandelt. Der Preis steigt zur Zeit weiter.

Aachen ist zwar eine Schoko-Stadt (seit den Zeiten der Trumpf-Schokolade und Schoko-Unternehmer Peter Ludwig). Aber eine Art Run auf Schokolade hat man hier noch nicht gesehen. Foto: Alexandra Radermacher

50 Tafeln sollen für Aachen zur Verfügung gestanden haben, wie eine gewöhnlich gut informierte Person (auf Facebook) berichtete. Mindestens 100 Menschen haben angestanden. Da war längst nicht für jeden ein Stückchen Schokolade dabei. Die neue Dubai-Schokolade soll übrigens nach Pistazien schmecken. Hier seht ihr sie. Die örtliche Presse berichtet ausführlich.

In eine ganz ähnliche Schlange haben sich andere Feinschmecker eingereiht. Der Markt ist gänzlich an den Elisenbrunnen umgezogen. Er wird jetzt – wie es die Kundschaft und die Beschicker seit Jahren fordern – nur noch am Elisenbrunnen stattfinden. Es hatte sich Dienstag eine lange Schlange aufgestellt, um frischen Fisch zu kaufen.

Erfreut sich großen Kundenzustroms: der komplett an den Elisenbrunnen verlegte Aachener Markt.
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Sonntags geschlossen: Kiosk in der Oppenhoffallee ist betroffen

Ein Kiosk in der Oppenhoffallee/Ecke Charlottenstraße. Ab sofort ist dort sonntags nichts zu holen. Sehr zum Bedauern der Nachbarschaft und der Kiosk-Betreiber.

Im Kiosk in der Oppenhoffallee ist jemand wütend: Der kleine Laden muss ab sofort sonntags und an Feiertagen geschlossen bleiben. Dabei sei im Sommer gerade Sonntag der beste Tag, so bedauert die Madam hinter der Ladentheke und fühlt sich drangsaliert.

Nicht nur dieser Kiosk, alle Kioske in Aachen bleiben jetzt sonntags zu, so erfahren wir und wundern uns. Aber es hat wohl seine Richtigkeit: Das Aachener Verwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Kioskbetreibers zurückgewiesen und das Sonntags-Verbot bestätigt. Bei Missachtung drohen hohe Bußgelder.

Das Ladenöffnungsgesetz ist nicht auf der Seite der Menschen, die arbeiten wollen und nicht auf der Seite derjenigen, die – wenn plötzlich Besuch kommt – schnell ein paar Flaschen holen wollen. Schwer zu verstehen, aber so ist es. Mal sehen, wie viele Kioske aufgrund der Verdienstausfälle bald ganz schließen müssen.

Zum Weiterlesen: https://www.t-online.de/region/aachen/id_100523154/aachen-sonntagsoeffnungen-von-kiosken-gericht-faellt-entscheidung.html

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In Herbst und Winter: Natur in die Stadt geholt

Rot, braun, grün – farblich lässt der Herbst nichts zu wünschen übrig. Es kommen auf einmal gelbe, rote und orangefarbene Pigmente zum Vorschein. Bei der ganzen Farbenpracht ist es schwer zu verstehen, dass manche Menschen gerade den Herbst als eine Zeit erleben, wo sich Depression und Traurigkeit einstellen. Leute empfinden die Winterzeit, in der die Natur zu sterben scheint, als bedrohlich.

Rot wie Feuer werden bald die Blätter sein, drauf kann man sich freuen.

Auf dem Aachener Markt wurde unterdessen – wie jedes Jahr – ein Weihnachtsbaum aufgestellt, und auch die Buden stehen schon parat, sind aber noch leer. Weihnachten ohne geschmückten Weihnachtsbaum, das kann sich hierzulande keiner vorstellen.

Tannenbäume sorgen für Weihnachtsstimmung. Die Bäume, hunderte allein in Aachen, landen nach den Festtagen alle in der Müllabfuhr. Das ist nicht gerade nachhaltig

Dazu wachsen die Bäume meist leider in keinem intakten Wald, sondern in Monokulturen, die laut deutschem Umweltbundesamt durch intensiven Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Mineraldünger allen Ökosystemkomponenten Schaden zufügen.

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Von der Natur erobert: eine Hauswand

Voll bewachsene Hauswand an der Krefelder Straße im Herbst. Alle Blätter weg. Man sieht jetzt gut, dass die Bepflanzung keine Schäden an der Wand verursacht hat.
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Es ist Herbst: Nasses Laub überall

Am Hansemannplatz in Aachen.

Poller schützen jetzt die Radfahrer*innen am Hansemannplatz, allerdings ist es offensichtlich schwer, mit den üblichen Kehrgeräten den rotmarkierten Radweg freizuhalten. Die Blätter sind übrigens so schmutzig, aus ihnen kann kein Kompost mehr gemacht werden. s. hier

Der ADFC teilt wurde von der örtlichen Presse um eine Stellungnahme gebeten und teilt auf seiner Homepage mit, Laub auf Radwegen stelle „ein ernstes Problem“ dar, besonders auf neuen Radwegen in der Innenstadt wie der Heinrichs- und Monheimsallee. Die häufig unzureichende Räumung erhöhe das Unfallrisiko erheblich.

Nasses Laub mache Wege rutschig und verlängere die Bremswege, was gerade für Radfahrende mit Kindern oder in Lastenrädern gefährlich werde. Ben Jansen vom ADFC weiter: „Zudem verdeckt Laub oft Fahrbahnmarkierungen, die auch für Radfahrende Orientierung bieten.“

Wenn der Radweg nicht geräumt ist – ganz egal, ob Laub oder Schnee – dürfen Radfahrer*innen auch die Fahrbahn benutzen. Um unnötige Stresssituationen zu vermeiden, sollten die neuen geschützten Radwege auch durchgängig gut benutzbar sein. Denn beim Ausweichen auf eine mehrspurige Fahrbahn verschwindet das neu gewonnene Sicherheitsgefühl schlagartig.

Bäume in der Stadt sind ja schön, machen aber im Herbst viel Arbeit. Auch die Gehwege sind jetzt voll mit Laub.

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Pressefreiheit vor Gericht: GFF klagt für Semsrott

Die Pressefreiheit ist gefährdet: „Wir ziehen mit FragDenStaat-Chefredakteur Arne Semsrott vor den Bundesgerichtshof.“

Das teilte jetzt die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) mit. Die GFF ist ein 2015 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der mit strategischer Klageführung den Erhalt und den Ausbau der Grund- und Menschenrechte erreichen will. (s. Wikipedia)

Die GFF wurde von ihrem Vorsitzenden Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, und dem Grünen-Politiker und Bürgerrechtler Malte Spitz initiiert, der den Posten des Generalsekretärs bekleidet. Weitere Vorstandsmitglieder der GFF sind Nora Markard, Professorin für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Universität Münster, Boris Burghardt, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Juristische Zeitgeschichte an der Philipps-Universität Marburg, sowie John Philipp Thurn, Richter am Sozialgericht Berlin.

Weitere namentlich bekannte Mitglieder des Vereins sind überwiegend Juristen aus den Feldern Völkerstrafrecht, Datenschutz und Informationsfreiheit, Strafrechtund Strafprozessrecht sowie Journalisten und Aktivisten aus den Bereichen Privatsphäre, Überwachung, Geheimdienste und Informationsfreiheit.

Weil er Gerichtsbeschlüsse aus laufenden Verfahren gegen die „Letzte Generation“ veröffentlichte, wurde gegen FragDenStaat-Chefredakteur Arne Semsrott ein Strafverfahren eröffnet. Paragraf 353d des Strafgesetzbuchs enthält für solche Dokumente ein absolutes Veröffentlichungsverbot.

Mitte Oktober sprach das Landgericht Berlin I Semsrott schuldig – wenn auch mit einer milden Strafe. Gemeinsam mit Semsrott ziehen wir nun vor den Bundesgerichtshof: Der verfassungswidrige Paragraf verletzt die Pressefreiheit und muss gestrichen werden!

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Wissenschaft kommt nicht aus der Mode

Gestern war wieder Wissenschaftsnacht, eine Veranstaltung, die tausende Menschen in Richtung Hochschulviertel in Bewegung setzt. Vielfach sind es Eltern mit ihren Kindern. Aktuelle Forschung wird verständlich aufbereitet, da geben die RWTH-Wissenschaftler*innen sich große Mühe und haben Erfolg.

Das C.A.R.L in der Claßenstraße glich wieder einem Bienenstock. Es gab etwa 80 Veranstaltungen, alle bei freiem Eintritt, für Menschen aller Generationen.

Die ersten Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr, die letzten um 24 Uhr. Es gibt Vorträge, Shows mit Blitz und Donner (künstlich hergestellt), Theorie und Praxis (Rennwagen selbst bauen), unterhaltsame Science-Slamer (Professoren), Vorführungen, medizinische Unterweisungen – in insgesamt 9 Einrichtungen, die zu Fuß leicht zu erreichen sind.

Außer dem C.A.R.L sind noch involviert: das Audimax, das Gießerei-Institut, die Bibliothek 2, ein Sammelbau und weitere Institute. Man musste im C.A.R.L. teils eine Stunde lang anstehen, um dort die gewünschte Vorführung – 30 bis 60 Minuten lang – zu erleben.

Luft- und Raumfahrt, künstliche Intelligenz, Kunststoffrecycling und digitale Pflanzen, Welt im Wandel – die RWTH forscht offenbar an allem, was derzeit angesagt ist und dringend verändert werden muss. Dass sich Erwachsene dafür interessieren, wundert nicht. Aber mit welch großem Interesse Kinder aus Klassen 6, 7 und 8 den Ausführungen folgen und geduldig anstehen, das erstaunt. Unwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen der Welt, wie sie derzeit in den USA immer mehr in Mode kommen, haben in Aachen keine Chance.

Um rein optisch einen Einblick zu bekommen, kann man hier schauen: Forschung zum Anfassen, ein Beitrag aus 2023.

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