Ein Radweg ist jetzt breiter und ein Neubau sechs Etagen hoch

Vom Krautmühlenweg in Forst aus kann man einen Neubau in die Höhe wachsen sehen. Dort baut der Verein TIBA ein Wohnheim für muslimische Studierende. Infos hier.

Der Krautmühlenweg wurde u. a. um etwa einen Meter verbreitert und ist jetzt eine kleine Straße. Er wird von Radfahrer*innen richtig gut frequentiert.

Die Kleingärtner dort haben sich zwar nicht gefreut, dass wegen der Verbreiterung eine Hecke fallen musste, doch wer zwischen Adalbertsteinweg und Frankenberger Viertel mit dem Rad unterwegs ist, der freut sich sicher über mehr Platz für Räder -und dass Fußgänger*innen und Räder jetzt viel besser aneinander vorbeikommen.

Foto: Krautmühlenweg zwischen der Oberen Drimbornstraße und der Robert-Koch-Straße)

Das Wohnheimprojekt betrachtet man am besten von der Robert-Koch-Straße aus. Es wird direkt neben einer kleinen Moschee – quasi in der Kurve – hochgezogen. In der Moschee wird freitags immer gebetet. Das Gebäude wurde zu klein, es ist picobello gepflegt und gefällt, sieht aus wie eine alte Fabrik. Was dort einmal produziert wurde, ist AachenNews nicht bekannt.

In Forst zu Hause: der Verein TIBA (Türkischer Integrations- und Bildungsverein Aachen). Rechts neben den Gebetsräumen wird ein Studentenwohnheim mit Tagungsräumen und Bibliothek errichtet.
Sechs Etagen hoch: die neue Wohn-, Gebets-, Bildungs- und Tagungsstätte des Vereins TIBA, der Mitglied ist im Verband der Islamischen Kulturzentren.

Das neue Gebäude des als gemeinnützig anerkannten Vereins TIBA e. V. sollte eigentlich schon fertig sein. Aber wie immer bei neuen Gebäuden und Brücken dauert es etwas länger. 52 Studierende sollen dort einmal wohnen, eine Gesamtnutzfläche von 3640 Quadratmetern wird es geben. Das ist der Internet-Seite des Vereins zu entnehmen.

Mehr Infos hier

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Nicht einfach: Teich vom Schlamm befreit

Aus dem Teich „An der Rast“ in Laurensberg viel Schlamm und Unrat rausgefischt. Foto: Stadt Aachen

Mit einem Arbeitsboot wurde jetzt der Teich „An der Rast“ in Laurensberg erfolgreich entschlammt. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Biomasse und Unrat seien aus dem Teich gefischt worden. Was einfach erscheint, habe angesichts der besonderen Situation und den Bedingungen vor Ort einige Herausforderungen geboten, und zwar für Menschen und Arbeitsgeräte.

Eine Beprobung der Teichsohle habe ergeben, so wird weiter mitgeteilt, dass es sich um eine mindestens ein Meter dicke, graue Lehmschicht handelt, die den so genannten Hergenrather Schichten zuzuordnen ist.

Anfang August werden noch die Zu- und Abläufe geortet und gereinigt. Danach folgen weitere Maßnahmen zur Nutzung und Pflege der Teichanlage.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Mehr Versiegelung, weniger Grün, mehr Hitze. – Muss das sein?

Das Gebiet zwischen Weberstraße und Mariabrunnstraße, die Begrünung reduziert Hitze. Rechts oben lugt das Luisenhospital hervor. In der Nähe befindet sich das „Luisenhöfe“-Projekt, dort steht ebenfalls mehr Versiegelung auf der Tagesordnung.

Zwischen Weberstraße, Hohenstaufenallee und Mariabrunnstraße gab es einmal schöne und auch ökologisch wertvolle Schrebergärten. Dieses ganze Stadtgrün wurde entfernt, jetzt gibt es dort eine große Grünfläche mit Wildwuchs, auch wertvoll. Ein Aachener Investor (Landmarken) möchte dort Wohnungen bauen.

Das Gelände gehörte mal der Bahn (also dem Bund), die Stadt Aachen kann dort über die Bauplanung Einfluss nehmen. Was das Gelände besonders wertvoll macht: Es soll sich um eine sogenannte Kaltluftbahn handeln. Über solche Bahnen wird das angrenzende Viertel und wird auch die Innenstadt mit frischer Luft versorgt. Es wäre eventuell töricht, Kaltluftbahnen mit Bauwerken zuzustellen.

Wer kennt das nicht: im Sommer „steht“ die Luft in der Stadt, tags und nachts bewegt sich im Talkessel kein Lüftchen, das kann dauern. Einige Aachener Stadtteile sind nämlich stadtklimatisch durch einen flächenhaft ungünstigen Luftaustausch gekennzeichnet. „Den zahlreichen Kaltluftschneisen, die stadtplanerisch möglichst frei von Bebauung bleiben sollen, kommt daher eine wichtige Bedeutung für das Stadtklima zu“, so bei Wikipedia nachzulesen.

Und weiter: Die Talkessellage der Aachener Innenstadt, der dortige starke Verkehr und die fortschreitende Bebauung von Freiflächen „wirken sich negativ auf die Lufthygiene aus“. Es drohen eine Zunahme von Allergien, Atemwegsinfekten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein Anstieg der Sterblichkeit. Besonders betroffen sind vorgeschädigte Personen z. B. mit Asthma sowie Kinder und Jugendliche.

Dieses private Bauprojekt würde, sollte es realisiert werden, Einfluss auf die Aufheizung der Stadt haben. Ist eigentlich eine Bürgerbeteiligung geplant, bzw. ist diese bei dem Projekt überhaupt erforderlich? Es wurde schon ein Gutachten erstellt, das die Versorgung mit Frischluft zum Thema hat. Was steht da drin, wird das noch veröffentlicht?

Insgesamt hatte man in Aachen die Ansicht vertreten, dass Schrebergärten von ökologischem Wert für die Stadt sind und gefördert werden müssen. Diese Gärten (Mariabrunnstraße) gibt es nun nicht mehr (wie auch die Gärten der Anlage „Eifelbahn“ am Eisenbahnweg. Die Kleingartenanlage „Eifelbahn“ soll einem Gewerbegebiet weichen).

Sehr viel Fläche ist in Aachen versiegelt, bzw. bebaut. Bebauung schafft „Wärmeinseln“. Kann da wirklich Dachbegrünung helfen? Man müsste wohl tausende Dächer begrünen, um all die Versiegelungen auszugleichen.

Wer Natur und insbesondere Bäume schützen will, kann sich in Aachen an den Baumschutzbund wenden. Man trifft sich dort einmal im Monat. Hier klicken.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Traurig: Café Hase im Frankenberger Viertel schließt

Das Café Hase in der Triebelstraße 21 in Aachen.

Wie schade! Das Café Hase im Frankenberger Viertel schließt. Heute, Sonntag, 21. Juli, war es zum letzten Mal geöffnet, nachzulesen auf der Schaufensterscheibe. Da wendet sich Inhaberin Cora Stuhlweißenburg mit persönlichen Worten an die Gäste.

Das Café Hase – nur 70 Quadratmeter groß und mit kleiner Küche – gab es seit Ende 2014. Was einem dort serviert wurde, war einfach alles lecker und von besonderer Qualität: Suppen und Kuchen, Salate und Quiche, Roggenbrote und Bowles. Dieses enge Café war von Anfang an ein Erfolg, dort fühlte man sich wohl, quasi wie im eigenen Wohnzimmer.

Café Fuchs Ecke Oppenhoffallee/Schlossstraße.

Zusammen mit dem Café Fuchs, 2019 eröffnet, war die Arbeit für die Gastronomin mehr als ein Full-Time-Job. Sie möchte offenbar mal wieder Zeit haben, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht sogar in den Hase-Räumen. Hinzu kommt, dass das Personal knapp ist.

Der zweite Standort, das Café Fuchs, wird in gleicher Weise liebevoll geführt. Dieses Café im umgebauten Matratzenladen an der Ecke Oppenhoffallee/Schlossstraße ist viel größer, die Qualität der Speisen aber ebenfalls hoch. Dort wird man demnächst die hausgemachten Kuchen bekommen, die die Gäste im Hase so gern mochten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Keine Gnade: Aus für 2 Bäume am Westbahnhof

Zwei Roßkastanien müssen fallen, wann genau ist nicht bekannt. Aber: Sie stehen angeblich Baufahrzeugen (UPDATE: Feuerwehrfahrzeugen) im Weg. Tja, Pech gehabt.

In Aachen am Westbahnhof wird ein neues RWTH-Gelände entstehen: der sogenannte Campus West. Und – wie leider nicht selten in Aachen – werden/wurden bevor man zu bauen beginnt erstmal Bäume gefällt. Unter anderem sollen zwei Roßkastanien (s. Foto) niedergelegt werden. Wild gewachsene Begleitbäume wurden schon vor einiger Zeit gefällt, und der ganze Baum- und Strauchbestand um die alten Güterhallen herum vor noch längerer Zeit.

Ist erst mal gut abgeholzt, dann werden neue Bäume gepflanzt, und dann brüstet man sich, wie toll umweltfreundlich man doch sei, dass jetzt sooooo viele neue Bäume gepflanzt wurden.

Der Campus West ist ein Hochschulgelände, das am Westbahnhof – quasi entlang der Schienen – aus dem Boden gestampft wird. Wo jetzt noch nichts ist, werden mal große Gebäude stehen, in denen künftig bedeutende, komplexe Aufgaben der Gesellschaft, ja der Menschheit (Klimakatastrophe?) in Angriff genommen werden (wir wollen es hoffen). Aachen darf sich tatsächlich freuen: Das Ansehen der Stadt als namhafte Wissenschaftsstadt Europas wird steigen.

Aber kann man bei all dem Bauen nicht um die Bäume herumbauen, oder die Bäume integrieren? So viele Bäume hat Aachen nämlich gar nicht mehr. Und es werden immer weniger, immer weniger, nicht mehr.

***

s. dazu den Text „So plant die Stadt . . . “. Leider wurden die Bäume da nicht erwähnt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Noch drei Wochen: buddeln und chillen

Drei Wochen lang haben Ferienspielkinder unter Anleitung der Bleiberger Fabrik eine künstlerisch-technische Installation auf dem Aachener Katschhof errichtet (oben leider nicht im Bild). In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Sonnenspiel – wir bauen ein Tiny House!“

Die Werkstatt am Archimedischen Sandkasten geht zwar zu Ende, aber der Sandkasten bleibt und steht noch drei Wochen zum Chillen und Buddeln für alle bereit.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Neulich am Tierpark

Mal 300.000, mal 350.000 Besucherinnen und Besucher im Jahr verzeichnet – je nach Wetter – der Tierpark an der Oberen Drimbornstraße.

Der Aachener Tierpark ist eine Einrichtung, die Stadtkinder in Kontakt mit Haustieren (Hühnern, Mäusen, Schweinen, Schafen, Ziegen usw. usw.) kommen lässt. Generationen von Kindern hatten im Kinderbauernhof schon ihren Spaß, staunten und überwanden die Angst vor dem Kontakt mit den Vierbeinern. Die Spielplätze in dem Areal sind gepflegt und attraktiv, ein Besuch im Tierpark (aka Euregio Zoo) ist immer ein Erlebnis.

Aber werden dort wirklich alle Tiere artgerecht gehalten? z. B. Affen, Raubkatzen, Zebras und Kamele? Das ist kaum möglich. Die Öffentlichkeit wirft zunehmend kritische Blicke auf die Tierparks und Zoos, die kleine Kinder so gern besuchen. Was, wenn das Angebot des Tierparks aus Tierschutzgründen eingeschränkt werden muss? Wenn zusätzlicher Auslauf für Tiere geschaffen werden muss? Dafür gibt es am Beverbach gar keinen Platz. – Mit der Zukunft des Aachener Tierparks wird sich die Politik befassen müssen.

***

Etwas Musik.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Busse sollen schneller durch Aachen und die Region fahren

Die Busse in der Stadt Aachen werden bereits seit den 1980er Jahren an (manchen) Kreuzungen bevorzugt behandelt. Sie erhalten frühere oder längere Grünzeiten, um sich so flüssiger und zügiger durch die Straßen bewegen zu können. Die bisher genutzte analoge Funkkommunikation hat inzwischen Schwächen. Ein neues System werde Abhilfe schaffen.

Das teilte die Stadtverwaltung jüngst mit. Die Übertragung der Daten sei nicht dauerhaft sichergestellt. Zudem seien Frequenzen, die in anderen Städten für die ÖPNV-Bevorrechtigung genutzt werden, inzwischen zurückgenommen worden. Dadurch sei die bisherige Technologie in Zukunft nicht mehr flächendeckend nutzbar. 

Aus diesem Grund haben sich die Stadt Aachen, die ASEAG und das Softwarehaus MAT.TRAFFIC GmbH zu einem Konsortium zusammengeschlossen.

„Die Fahrgäste erleben einen effizienteren und zuverlässigeren Busverkehr“, so wird zugesagt. Foto: AachenNews Archiv

Das Konsortium will eine kabellose Internet (WLAN)-Technologie als neuen Kommunikationsstandard für die ÖPNV-Bevorrechtigung entwickeln. Das Projekt trägt den Namen BUS2DATA. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert es mit 195.900 Euro.

Der Austausch von Daten vom Bus zur Zentrale und vom Bus zur Ampel müsse deutlich verbessert werden, heißt es weiter in der Mitteilung. „Eine standardisierte WLAN-Kommunikation ist nötig. Sie liefert mehr Live-Daten über die jeweiligen Busfahrten als heute. Dadurch lassen sich nach Bedarf längere Grünphasen für die Busse erreichen.“

Überdies bekomme das Fahrpersonal auf den Bussen zusätzliche Hinweise darauf, mit welchem Tempo es seine Busse bewegen sollten. Und schließlich lassen sich durch größere Datenaufkommen auch „besser als heute Qualitätsanalysen erstellen und auf einer öffentliche Datenplattform zugänglich machen“. 

Das in diesem Projekt entwickelte System bringe Vorteile für alle am ÖPNV teilnehmenden Personengruppen: Das Fahrpersonal könne den Fahrtverlauf durch mehr Informationen stärker als bisher beeinflussen. Die Fahrgäste erleben angeblich einen effizienteren und zuverlässigeren Busverkehr. Schwachstellen auf den Strecken würden sich besser erkennen und bei Bedarf schneller beseitigen lassen. 

Die neuen Signalstellen und Steuergeräte von BUS2DATA wurden schon an der Vaalser Straße installiert und getestet. Mit ersten Testergebnissen wird Ende 2024 gerechnet.

Über das Förderprogramm mFUND des BMDV

Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek (www.mobilithek.info/). Weitere Infos: www.mfund.de.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aus dem Stadtarchiv: Wissenswertes vom uralten Freibad Hangeweiher. Im Winter: Eislauffläche

Das Archivale des Monats zeigt den hölzernen Sprungturm der ursprünglichen Bade- und Schwimmanstalt Hangeweiher.

Im frühen 19. Jahrhundert war der Hangeweiher das einzige zum Schwimmen geeignete Gewässer Aachens. Da sich das bebaute Stadtgebiet noch weitgehend auf den Bereich der mittelalterlichen Stadtmauern beschränkte, lag der Weiher außerhalb der Stadt in ländlicher Umgebung.

Seit den 1840er-Jahren drang die preußische Regierung auf die Einrichtung kommunaler Turnplätze und -hallen, die in Aachen jedoch erst Jahrzehnte später im geforderten Umfang realisiert wurden. Im Zuge dieser Entwicklung sollte die Stadt auch eine Bade- und Schwimmanstalt einrichten. Hierfür nutzte sie mangels Alternativen den Hangeweiher.

Das Foto zeigt den hölzernen Sprungturm der ursprünglichen Anlage. Auf dem Sprungturm sichert ein im Anzug gekleideter Mann, vielleicht der Schwimmmeister oder ein Lehrer, einen Springer mit einem Seil. Foto: Stadtarchiv, Fotosammlung, FOTO 61 XVIII.2

Eine Polizeiverfügung vom 24. Juni 1856 regelte den Betrieb der Bade- und Schwimmanstalt. Sie beschränkte die Nutzung auf Männer, verbot das Nacktbaden, legte Eintrittspreise und Verhaltensweisen fest, regelte die Aufsicht durch den Schwimmmeister und enthielt Bestimmungen über das Fahren mit Nachen. Die Stadt vermietete die Anstalt an einem privatwirtschaftlich agierenden Schwimmmeister. 

Nur für Männer

Der Schwimmmeister überwachte die Einhaltung der Polizeiverordnung, erhob festgesetzte Tarife und durfte nur männliche Personen einlassen. Er besaß das Wohnrecht in einem am Hangeweiher gelegenen Haus, durfte einen gastronomischen Betrieb einrichten und im Winter das Eis des gefrorenen Weihers verkaufen. Zur Sicherheit der Badenden musste der Schwimmmeister ein geübter Schwimmer sein, außerdem war ein Rettungsboot vorhanden.

Die Bade- und Schwimmanstalt umfasste den gesamten Weiher, der etwa 1,5 Meter tief und dessen Boden von einer Schlammschicht bedeckt war. In der Nordwestecke war ein Nichtschwimmerbereich abgetrennt. Dort befanden sich außerdem „Badehäuschen“ (Umkleidekabinen), Brause, Schwimmbrücke, Sprunggerüst, Einstiegstreppen und Sanitäranlagen sowie drei Nachen. In Frostperioden wurde die Anstalt als beaufsichtigte Eislauffläche geöffnet. Im Jahr 1885 wurde erwogen, auch Frauen das Schwimmen im Hangeweiher zu ermöglichen, doch scheiterte das Vorhaben an Fragen des Sichtschutzes.

Anfällig für Verschlammung

Die Existenz der Badeanstalt stand im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert immer wieder zur Disposition. Der Weiher war anfällig für Überschwemmungen, Verschlammung, Pflanzenwuchs, Verunreinigungen und Uferschäden. Regelmäßig waren aufwändige und teure Ausschlammungs- und Uferbefestigungsarbeiten erforderlich und für die Deponierung der Schlämme fehlten der Stadt Flächen. Die Übertragung der Zuständigkeit auf die städtischen Wasserwerke mit ihrer modernen technischen Expertise im Jahr 1901 ließ die Unzulänglichkeit der Anlage stärker in den Blick rücken. 

Zunächst folgten mehrere technische und bauliche Verbesserungen, Geräte für den Schwimmunterricht der Schulen und für Wassersport, aber auch für militärische „Wehrertüchtigung“, wurden angeschafft. 1908 begannen Planungen für den Neubau eines Freibads mit künstlichem Bassin neben dem Hangeweiher, der seinerseits zum Mittelpunkt des neu angelegten Kaiser-Friedrich-Parks werden sollte. Park und Freibad wiederum waren Teil der im Umfeld entstehenden Gartenstadt, einem modernen Wohngebiet für wohlhabende Bürger*innen.

Nach langen Verzögerungen wurde das neue Freibad nach dem Ersten Weltkrieg realisiert und ist an derselben Stelle noch in Betrieb. 

Quelle: Aachener Stadtarchiv

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Busspuren am Bushof werden erneuert

Die Busspuren am Bushof sind sehr sanierungsbedürftig und werden im Sommer in zwei Bauabschnitten erneuert. Der massive Betonbelag muss entfernt und durch neue Fahrbahnflächen in Fließbeton ersetzt werden. Das teilte die Pressestelle der Verwaltung mit.

Die Peterstraße. Gegenüber vom Bushof bot mal ein Imbiss Döner für einen Euro an. Foto: AachenNews Archiv

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt haben schon begonnen, und zwar in Richtung Hansemannplatz zwischen der Blondelstraße und dem Haus Peterstraße 54. 

Der zweite Bauabschnitt soll voraussichtlich am 12. August starten. Gebaut werde stadtauswärts auf dem Abschnitt mit dem Häusern Peterstraße 56 bis 60. Parallel dazu soll die gegenüberliegende Busspur in Richtung Elisenbrunnen im Teilstück der Peterstraße 17 bis 21 saniert werden. Ersatzhaltestellen werden jeweils beidseitig zwischen Komphausbadstraße und Blondelstraße angelegt.

Für die Radfahrer*innen hat die Stadt eine offizielle Umleitungsstrecke über Blondelstraße, Willy-Brandt-Platz, Synagogenplatz und Schumacherstraße in beiden Richtungen ausgeschildert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar