Staatsanwaltschaft auf dem Holzweg?

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wird sich einmal in aller Form entschuldigen müssen, und zwar beim Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU). Davon bin ich überzeugt. Und war es schon, als folgende Info bekannt wurde: Es wird wegen Bestechlichkeit gegen Wolfgang Spelthahn ermittelt. 

Ja, ich weiß auch, dass manchmal seriös erscheinende Personen doch Dreck am Stecken haben können. Aber wenn man die Vorwürfe hört, muss man quasi lachen, so absurd ist es, den Namen Spalthahn in dem Zusammenhang zu hören. Hallo, Staatsanwaltschaft, habt ihr einen Knall? 

Spelthahn soll davon gewusst haben, dass reiche Ausländer mithilfe gefälschter Unterlagen, Scheinwohnsitzen und Scheinfirmen feste Aufenthaltstitel für die Bundesrepublik erhalten haben, unter anderem vom Ausländeramt des Kreises Düren. Falls derartiges wirklich stattgefunden hat, muss es komplett hinter dem Rücken des Landrats geschehen sein. Wer Kontakt zu wohlhabenden Personen in China hatte, die in unseren Breiten ihr vieles Geld investieren wollen, galt bis vor kurzem noch als besonders weitsichtig und vernünftig. Der erbarmungslose Krieg, den Russland begonnen hat, hat uns eines Besseren belehrt. Investitionen von Russen oder Chinesen in Deutschland sind schlagartig und zu Recht nicht mehr erwünscht. 

Die örtliche Zeitung berichtet, dass der Rechtsanwalt, der die Staatsanwaltschaft auf Spelthahns Spur gesetzt hatte, nur unkonkrete, unbestimmte und „lediglich auf Vermutungen fußende Aussagen“ in Richtung Spelthahn gemacht habe, und dass er dies womöglich nur tat, um der für ihn psychisch unerträglichen Untersuchungshaft zu entkommen. 

Weiter ist zu lesen, bis heute habe es „keine Durchsuchung von Spelthahns Büro, von Spelthahns Haus oder von Spelthahns Bankkonten“ gegeben. Frage: „Warum nicht, wenn doch seit Mai wegen Bestechlichkeit gegen ihn ermittelt wird?“ Hallo, Staatsanwaltschaft in Düsseldorf, könntet ihr diese Frage mal beantworten?  Und ansonsten schon mal die Tickets für die Bahn kaufen, um zur Entschuldigung persönlich in Düren vorbeizukommen.

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Traumhaft schön: Der neue Spielplatz in der Beverstraße

Am Rande des Frankenberger Viertels, in der Beverstraße (wo ganz früher das Finanzamt Aachen-Land war) gibt es jetzt – quasi hinter einer Wohnanlage – einen neuen Spielplatz. Der ist vom ersten Tag an gut besucht, die Kinder lieben es, dort zu klettern, zu balancieren, zu schaukeln und sich rumzuhangeln. Übrigens: Es gibt in dem Quartier jede Menge Kinder, aber wenig freie Fläche.

Nach einer Bürgerbeteiligung mit auffallend vielen Kindern, legte die Verwaltung los. Hauptattraktion ist die Kletteranlage „Dschungel“, das Trampolin kommt auch immer gut an bei Kita-Kindern und Grundschulkindern. Es gibt dort auch Picknicktische und Bänke.

Eine alte Mauer erhielt eine Öffnung, durch die man über eine Rutsche in den unteren Bereich des Spielplatzes gelangt. Es gibt Fallschutz unter allen Spielgeräten, so ist der Spielplatz auch für Kinder im Rollstuhl nicht tabu. Im Sand kommt man nämlich mit dem Rollstuhl nicht voran.

Schatten spenden alte Bäume, 5 hochstämmige Schattenspender wurden zusätzlich gepflanzt, dazu Bambus, Gräser und Stauden. Auf den Mauern dürfen wir eine Farbexplosion bewundern. Aachener Graffiti-Künstler*innen, ein Kunst- und Jugendprojekt und Leute aus der Bleiberger Fabrik waren dort aktiv.

415.000 Euro hat die Spieloase gekostet, es wurden auch Mauern saniert und eine Beleuchtung installiert. Auch hier gilt: Gut angelegtes Geld.

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Immer freitags: Mahnwache auf dem Münsterplatz

Schon seit vielen Wochen versammeln sich immer freitags Menschen zu einer Mahnwache auf dem Münsterplatz, direkt neben dem Dom. So auch am vergangenen Freitag, 5. Juli, und sicher auch am kommenden Freitag, 12. Juni.

Freitags ab 17 Uhr: Mahnwache auf dem Münsterplatz.

Es sind nicht sehr viele Personen, die kurz an die von der Hamas entführten über 100 Geiseln erinnern und ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Bei jeder Mahnwache kommt es bedauerlicherweise zu Anfeindungen: Vorbeigehende rufen Schmähungen und verschwinden dann ganz schnell. Man kann davon ausgehen, dass es Hass auf Juden auch in Aachen gibt. So ist es bei den Mahnwachen erforderlich, dass die Polizei anwesend ist, insbesondere nachdem es Anfang Juni zu einem Übergriff kam, als eine Israel-Flagge weggerissen und dann zertrampelt wurde.

Vergangenen Freitag erinnerte die hiesige Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Elisabeth Paul, an Hersh Goldberg-Polin (24), der bei dem Anschlag der Hamas (am 7. Oktober 2023) durch besonders mutiges Reagieren bekannt geworden ist. Auch Felix Kehren, Sprecher des Jungen Forums in der DIG, mahnte, und er erinnerte an Juden-feindliche Vorfälle in 2 Schulen. Außerdem wurden die Namen aller Geiseln vorgelesen, damit die Menschen und ihr grausames Schicksal in der Öffentlichkeit nicht in Vergessenheit geraten.

Es ist bestimmt kein Fehler sich an der Mahnwache zu beteiligen und einmal Solidarität mit den Entführten, ihren Familien und den von Gewalt und Anfeindung betroffenen Menschen zu zeigen.

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Zwischen Dom und Rathaus im Sand spielen

Ein Team des Aachener Stadtbetriebs hat zum neunten Mal Aachens größten Sandkasten aufgebaut. Foto: Stadt Aachen/Harald Krömer

Pünktlich zum Start der Sommerferien rollten am Freitag um 7 Uhr die ersten Fahrzeuge des Stadtbetriebs auf den Katschhof – beladen mit Balken, Werkzeug und vor allem: Sand. Der Archimedische Sandkasten wird routiniert vom Team des Aachener Stadtbetriebs aufgebaut.

Es ist ein besonderes Ereignis für die Mitarbeiter, das vor Ort viele begeisterte Zuschauer*innen findet. Da werden 160 Meter laufende Balken verlegt und mit 200 Schlossschrauben festgedreht, mit vier Kipplastern Sand angefahren, der schließlich mit dem Radlader und auch per Hand in der großen 324 Quadratmeter großen Holzkonstruktion verteilt wird.

150 Tonnen Spielsand 

„Wir haben 150 Tonnen Sand, davon sind 50 Tonnen, gereinigt und gesiebt, aus Altbeständen und 100 Tonnen neuer Spielsand“, erklärt Sabine Meyer-Harms, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Grün- und Freiflächenpflege des  Aachener Stadtbetriebs. Auch während der gesamten Sommerferien, bis einschließlich Sonntag, 18. August, wird der Sandkasten von Mitarbeitenden des Stadtbetriebs betreut. Unter anderem werden Spielplatzkontrolleure jeden Morgen den Spielsand rechen und auf Verunreinigungen kontrollieren.

Der Sand wird nach dem Abbau des Archimedischen Sandkastens eingelagert und über das Jahr auf Spielplätzen im Stadtgebiet verteilt.

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Burg Frankenberg: Mauer als Wandtafel benutzt

Leider besprüht: Die Mauer der Burg Frankenberg.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde von unbekannten Personen die Burgmauer der Burg Frankenberg „großflächig mit politischen Parolen besprüht“. Das teilte die Polizei heute mit.

Die Schriftzüge mit politischem Inhalt wurden auf einer Fläche von 30 x 3 Metern aufgebracht. Hinweise auf einen Verursacher liegen der Polizei nicht vor. Die Polizei sicherte Spuren, der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen, hieß es.

Die Veranstalter von dem Podest-Camp im Park distanzieren sich. Es läuft nämlich im Frankenberger Park die Veranstaltung L´Isola noch heute, Sonntag, 7. Juli. Das Sommer-Protest-Fest ist ähnlich dem früheren Klimacamp. Es gab ein umfangreiches Programm.

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In Eilendorf: Von-Coels-Straße wird ab Montag zur Baustelle

In den Sommerferien wird die Von-Coels-Straße (L221) in Eilendorf saniert – und zwar zwischen Freunder Straße und Schilderstraße in drei Bauabschnitten. Die Asphaltsanierung sei, so teilt die Stadtverwaltung mit, „zwingend erforderlich und nicht weiter aufschiebbar“, weil die Straße so dermaßen kaputt ist.

Die Asphaltdecke der Von-Coels-Straße ist auf dem Teilstück zwischen Schilderstraße und Freunder Straße schwer beschädigt. Foto: AachenNews Archiv

Um die verkehrliche Belastung so gering wie möglich zu halten, hätten Verkehrsplanung, Straßenverkehrsbehörde und ASEAG vereinbart, die Arbeiten in den Sommerferien auszuführen. „Dadurch haben sie keine Auswirkungen auf den Schulverkehr.“

Die Asphaltdecke der Von-Coels-Straße wird zwischen Freunder Straße und Schilderstraße saniert. Es kann im ersten Bauabschnitt zwischen Heckstraße und Schilderstraße nur unter Vollsperrung gearbeitet werden. Diese Arbeiten beginnen am Montag, 8. Juli, und dauern voraussichtlich bis Samstag, 20. Juli

In diesem ersten Bauabschnitt werden zwei Umleitungen in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert. Eine führt über Schubertstraße, Heckstraße, Verlautenheidener Straße, Hauptstraße, Alt-Haarener-Straße, Jülicher Straße, Berliner Ring in Fahrtrichtung Rothe Erde und Eilendorf. Eine zweite führt über Freunder Straße/ Nordstraße, Debyestraße, Trierer Straße und Madrider Ring. 

Im zweiten Teil der Sommerferien, voraussichtlich von Montag, 22. Juli, bis Freitag, 9. August, wird die Asphaltdecke zwischen Heckstraße und Freunder Straße saniert. Dieser Abschnitt wird in zwei Bauabschnitte unterteilt, so dass eine Vollsperrung vermieden werden kann. Allerdings wird jeweils nur die Fahrtrichtung nach Stolberg befahrbar sein.

Eine Einfahrt von der Von-Coels-Straße in die Freunder Straße, egal ob aus Eilendorf oder Stolberg kommend, wird in dieser Zeit nicht möglich sein. Die Ausfahrt aus der Freunder Straße in die Von-Coels-Straße nach Stolberg wird aber fortbestehen. In den Bauabschnitten zwei und drei wird der aus Stolberg kommende Kraftfahrzeugverkehr nach Eilendorf über Schubert- und Heckstraße zur Von-Coels-Straße umgeleitet. 

Der Radverkehr ist weiterhin entlang der Baustelle möglich. Für die Buslinien gibt es Umleitungsstrecken.

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Aachens Friedhöfe: Parks und geeignet zur ruhigen Erholung?

Teile der Aachener Friedhofsflächen haben parkähnlichen Charakter. Bestattungsflächen und naturnahe Freiflächen grenzen regelmäßig aneinander. Diese freien Flächen der innerstädtischen Friedhöfe zur ruhigen Erholung zu nutzen und das ökologische Potenzial zu stärken, ist Ziel des Friedhofsentwicklungskonzeptes, das der hiesige Stadtbetrieb vorantreibt. 

Veränderung der Bestattungskultur

2022 wurde mit den Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Friedhöfe in den Stadtbezirken begonnen, nun folgt die Konzepterarbeitung für die acht städtischen Friedhöfe in der Innenstadt: Westfriedhof I und II, Hüls, Ostfriedhof, Forst, Lintert, Waldfriedhof und Heißberg mit einer Ausdehnung von insgesamt 108 Hektar

Als die Friedhofsflächen in den 1970er Jahren geplant wurden, ging man noch von einer wesentlich größeren notwendigen Fläche für Bestattungen aus. Doch die stark zunehmende Urnenbestattung, die auch in deutlich kleineren Grabflächen mündet, führt dazu, dass zahlreiche Bereiche nicht (mehr) benötigt werden.

Die Friedhöfe (hier Westfriedhof) haben mit einer Gesamtfläche von rund 108 Hektar einen Anteil von 30 Prozent an den öffentlichen Grünflächen. Foto: Stadt Aachen/Harald Krömer

Welche Flächen das sind, wie viele Hektar und welche Entwicklungsmöglichkeiten es dazu gibt, wird im Friedhofsentwicklungskonzept vom Aachener Stadtbetrieb erarbeitet. Am Beispiel des Friedhofs West II sind es knapp zehn Prozent der Gesamtfläche von 21,7 Hektar, die unmittelbar ausgegliedert werden können. Ein Demenz- und Sinnesgarten soll auf dem Friedhof Hüls entstehen – mit verschiedenen Bereichen, um die Natur mit ihren Pflanzen zu sehen, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken.

Das mit rund 630.000 Euro von Düsseldorf geförderte Projekt hat das Ziel, die innerstädtischen Friedhöfe Aachens im Sinne der nachhaltigen Steigerung der Biodiversität und ruhigen Erholung zu entwickeln. Erste Schritte sind die Kartierung der Bezirksfriedhöfe und die Ausarbeitung detaillierter Ziele und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität und der naturnahen Erholung.

Der Erholungswert der Grünflächen soll mehr ins Bewusstsein gerückt werden, wobei mit einer Bürger*innenumfrage Ideen und Wünsche abgefragt werden. Sitzgelegenheiten, kleine Spielpunkte, vielleicht ein Bücherschrank – die Ideen sind vielfältig.

Online-Umfrage hinterlegt

Der Stadtbetrieb möchte die Wünsche und Anregungen der Bürger*innen aufnehmen. Auf www.aachen.de/friedhofsentwicklungskonzept ist eine Online-Umfrage hinterlegt, bei der anonym entsprechende Vorschläge eingebracht werden können. Zusätzlich werden an Friedhöfen in der Innenstadt Kästen mit Umfragezetteln angebracht, die bis Ende Juli ausgefüllt wieder abgegeben werden können.

Am Montag, 15. Juli, gibt es ab 11 Uhr eine zentrale Umfrageaktion auf dem Westfriedhof an der Friedhofsverwaltung.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Premiere: Kinder reden mit der Politik und umgekehrt

An den Tischen: Politiker*innen aller im Rat vertretenen Fraktionen und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sowie Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Auf den Zuschauerplätzen hatten sich Kinder aus Aachen und einige erwachsene Beobachter niedergelassen.

Neulich im Ludwig-Forum in Aachen: Dort hat das 1. Kinder-Forum stattgefunden, für das zuvor Mädchen und Jungen aus 5 Grundschulen Anträge eingereicht hatten. Es ging u. a. um bedrohliche Situationen wegen Autos auf dem Schulweg, es ging um den Platz der Kinderrechte und um die Treppe am Napoleonsberg in Kornelimünster.

Diese alte Blaustein-Treppe sieht zwar schön aus und ist im unteren Teil geradezu kunstvoll mit kleinen Pflastersteinen gepflastert, aber sie ist bei Regen rutschig, und im Dunkeln sind die Stufen schlecht zu erkennen.

Steil und im Dunkeln, also in Herbst und Winter, naß und schwer zu begehen ist die Treppe am Napoleonsberg in Kornelimünster.

Zusätzlich stört die Kinder in Kornelimünster eine Piste neben der Treppe, die bei Regen ebenfalls rutschig ist und die von Kindern mit Mountainbikes als Rennstrecke benutzt wird. Die Treppe lässt sich sicherer machen, der Weg neben der Treppe kann bepflanzt werden. Die zuständigen Personen bei der Stadtverwaltung wollen sich mit den Kindern an Ort und Stelle treffen und sehen, was sich machen lässt.

Das Kinder-Forum war eine von der Aachener Verwaltung prima vorbereitete und kindgerecht gemachte Veranstaltung. Es hatte auch einige humorvolle Momente. Und: Das war bestimmt viel Arbeit für die Verwaltung und auch für die Lehrerinnen, die alle Präsentationen mit den Kindern zuvor geübt hatten. Vielleicht wäre es noch möglich, dass sich alle Politiker*innen etwas kürzer fassen mit ihren Wortbeiträgen, die für Erwachsene sicher wichtig, für Kinder aber weniger wichtig sind.

Foto: Viele nehmen lieber den Weg neben der Treppe. Manchmal brettern dort auch Kinder auf Rädern runter. Das will man verhindern.

Man könnte sich beim nächste Kinder-Forum auf die Auftritte von maximal 3 Gruppen beschränken. – Allem Anschein nach fühlten sich die Kinder wohl und ernst genommen. Auf das nächste Kinder-Forum kann man sich freuen.

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Baumschutzbund weiter engagiert für die Natur

Im Stadtgarten dabei: der Aachener Baumschutzbund. Foto: Hans Falk

Die Stadt Aachen hatte jüngst eingeladen und zahlreiche Engagierte waren dem Ruf gefolgt. Der Aktionstag „Aachen zeigt Engagement“ im Stadtpark bot allen Ehrenamtlichen, die oft im Stillen agieren, eine große Bühne. Die Pressestelle der Stadt weiß: Ohne die ehrenamtliche Arbeit „wäre Aachen nicht denkbar – deshalb verdienen sie höchste Anerkennung und Sichtbarkeit“.

Auf dem Gelände waren über 100 Stände aufgebaut – mit dabei die Aachener Baumschützer. Der Tag war gut organisiert und das Wetter angenehm. Allerdings haperte es etwas an „Laufkundschaft“, was wohl auf die (für diesen Zweck) etwas abgelegenen Örtlichkeit zurückzuführen ist.

Camp im Frankenberger Park

Aktuell läuft die Veranstaltung L´Isola noch bis Sonntag, 7. Juli. Das ist ein Sommer-Protest-Fest und ist ähnlich dem früheren Klimacamp. Es gibt ein umfangreiches Programm.

Am kommenden Samstag, 6. Juli, wird Baumschützer Hans Falk einen Programmteil beisteuern. Er bietet eine stadtökologische Quartiersführung an. Sie startet um 16.30 Uhr.

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Mit Pferden einmal quer durch die Stadt

Das Publikum ist begeistert, Tierschützer haben ihre Zweifel, ob das noch sein muss: Pferde auf Kopfsteinpflaster in der Innenstadt.

Es ist wieder CHIO, und zum weltberühmten CHIO gehört seit ewigen Zeiten, dass sich das aktuelle Partnerland (in diesem Jahr sind es die Vereinigten Staaten) in der Innenstadt präsentiert – mitsamt Pferden und diesmal auch drei „Indianerinnen“. Publikum findet sich immer reichlich ein, und es ist nicht zu übersehen: Die Zuschauer*innen sind außerordentlich begeistert und freuen sich. Alles staunt und applaudiert.

Beim traditionellen Aufgalopp auf dem Marktplatz am gestrigen Montag gab es wieder einen prächtigen, farbenfrohen Pferde- und Kutschenkorso, der sich vom Turniergelände über den Soerser Weg, die Krefelder Straße, Kreuzung Bastei, Sandkaulstraße, Großkölnstraße bis zum Marktplatz bewegte. Mit dabei waren u.a. die Color Guard, Fahnenreiter und verschiedene Westernpferde, Mustangs, Lasso-Werfer und natürlich auch die berühmten Cheerleader.

In früheren Jahren nahm auch die Polizei mit einer Reiterstaffel teil, doch die darf ihren Tieren den Aufgalopp seit ein paar Jahren nicht mehr zumuten. Die Aachener Stadtreiter ersetzen die Polizisten in dem Korso.

Die Amerikaner präsentierten sich sehr traditionell. Absolut befremdlich war auf jeden Fall das Auftreten von drei „Indianerinnen“. Die Amerikaner sind mit indigenen Völkern denkbar grausam umgegangen. Vor 400 Jahren gehörte den Navajos, Apachen, Sioux, Shoshonen, Hopis, Algonquin und vielen anderen Völkern fast ganz Nordamerika. Dann besetzten Europäer das Land, töteten fast alle Ureinwohner und zerstörten ihre Lebensgrundlagen.

Anmerkung von AachenNews: Kulturelle Aneignung, wie gestern auf dem Markt von Aachen zu sehen, ist ein ernstzunehmendes Thema, das leider immer wieder auftritt. Dass beim CHIO Symbole und Darstellungen der nordamerikanischen Ureinwohner verwendet werden, ohne die historische und kulturelle Bedeutung angemessen zu berücksichtigen, verwundert doch etwas.

Der Begriff der kulturellen Aneignung bezieht sich auf die Übernahme von Elementen einer Kultur durch Mitglieder einer anderen Kultur, oft ohne Verständnis, Respekt oder Erlaubnis. Dies kann zu einer Verzerrung und Trivialisierung der ursprünglichen kulturellen Bedeutung führen und die betroffenen Gemeinschaften verletzen.

Der CHIO als international renommiertes Reitsportevent trägt eine besondere Verantwortung. Es ist nicht nur eine sportliche Veranstaltung, sondern auch ein kulturelles Aushängeschild. Hier sollten hohe ethische Standards gelten, insbesondere im Umgang mit kulturellen Darstellungen.

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