Polizei: Bei der Demo am Samstag waren etwa 150 Kinder dabei

Samstagnachmittag gab es in Aachen eine Demonstration der „Pro-Palästina-Bewegung“. Es versammelten sich – laut Polizeibericht – ca. 450 Personen am Theaterplatz. Von dort aus verlief der Demonstrationszug über Kapuzinergraben, Friedrich-Wilhelm-Platz, Peterstraße, Heinrichsallee, Wilhelmstraße, Theaterstraße, wieder endend auf dem Theaterplatz.

In diesem Verlauf soll die Menschenmenge auf etwa 1.000 Personen, davon ca. 150 Kinder, angewachsen sein – dies habe die angezeigte Teilnehmerzahl deutlich übertroffen, sagt die Polizei. Sie teilt weiter folgendes mit:

„Unter strikter Beachtung der Einhaltung von beschränkenden Hinweisen für die Versammlungsteilnehmer*innen gewährleistete die Polizei Aachen die Durchführung der Versammlung und des Aufzugs. Es wurden drei mitgeführte Plakate festgestellt, bei denen der Verdacht bestand, dass Texte strafrechtlich relevant waren. In zwei Fällen wurden Strafanzeigen gefertigt und die Plakate sichergestellt.

Kontrollstellen im Umfeld der Synagoge

Insgesamt wurde bei 27 Personen die Identität festgestellt, davon 20 mal im Umfeld der Aachener Synagoge an dort eingerichteten Durchlass-Kontrollstellen. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Der Mann wurde auf der Anfahrt zur Versammlung in einem PKW kontrolliert. Er war stark emotionalisiert und aggressiv. In seinem PKW wurde ein Baseballschläger gefunden und sichergestellt – dies führt ebenfalls zu einer Anzeige.

Neben dem Schutz der Versammlung verfolgte die Polizei Aachen u.a. das Ziel sicherzustellen, dass nicht zu Gewalt oder Hass im Allgemeinen oder gegen die israelische Bevölkerung oder jüdische Menschen, gleich wo diese leben, aufgerufen wurde. Das Existenzrecht des Staates Israel durfte nicht geleugnet oder infrage gestellt werden.

Trotzt hoher Emotionalisierung der Versammlungsteilnehmer*innen zieht die Polizei Aachen das positive Fazit eines weitestgehend friedlichen Einsatzes. Im Aachener Stadtgebiet kam es durch den Demonstrationszug zu deutlichen Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs.“ (th)

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Anmerkung: Ist es eigentlich nötig, dass man solche Demonstrationen an der Aachener Synagoge vorbeiziehen lässt? Nein!!!

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Gewonnen – aber einer bleibt auf der Strecke

12.200 kamen am Samstag ins Stadion in der Soers. Wie man sieht: Alle werden abgetastet.
Vor dem Spiel, die Alemannia-Fans sind immer schon eine Stunde vorher da.
Punkt 14 Uhr sitzt jede/r auf seinem Platz. Schon vorher wird gesungen, die Namen der Spieler werden gerufen, Schals werden geschwenkt.

Dass die Paderborner so ein Rüpelvolk sind, hätte man jetzt auch nicht vermutet. Sie traten am Freitag auf dem Tivoli gegen Aachen an und kannten bei ihrer Härte keine Gnade. Verloren haben sie trotzdem! Aachen hat 2 : 1 gewonnen.

Wieder schoss die Alemannia ein frühes Tor (8. Minute), und man hatte bald den Eindruck: Aachen hat den Gegner ziemlich gut im Griff. Kurz vor der Pause allerdings wird einem Aachener der Ball mitten ins Gesicht geschossen. Der Spieler muss behandelt werden, man denkt schon: krass, das tut weh. Aber es sollte noch schlimmer kommen.

Vor der Halbzeit verwandelt Aachen noch einen Freistoß ziemlich elegant, 2 : 0. Ab geht’s in die Pause.

Was dann passierte, konnte man von den Zuschauerplätzen aus nicht genau sehen. Vor dem Tor der Paderborner wird der Aachener Spieler Aldin Dervisevic verletzt, er liegt am Boden, umringt von anderen Spielern. Hilfe wird vom Spielfeldrand herbeigerufen, es kommt zu einer minutenlangen Verletzungspause. Es kommen Malteser mit einer Trage, dann – das Spiel ist schon wieder im Gange – wird der Verletzte ganz vorsichtig auf der Trage in einen Rettungswagen transportiert. Der Rettungswagen ist dafür extra nah an den Spielfeldrand gefahren.

Was für eine fürchterliche Situation. Die Spieler sind irritiert, jeder denkt wahrscheinlich an den Verletzten, wie es ihm geht, die Paderborner foulen ohne Unterlass. Es kommt zum Gegentor, 2 : 1. Die Zuschauer schreien und singen jetzt, trommeln und feuern an, damit nicht noch in letzter Minute das Spiel gedreht wird. Jetzt aufpassen! Es gibt mehrere gelbe Karten, sogar eine gelbe für jemand auf der Bank und eine rote für einen Paderborner – auch auf der Bank, er fliegt raus. Ein weitere Spieler wird ins Krankenhaus gefahren, Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Die Nachspielzeit wird durchgesagt: 7 Minuten. „Soooo lang?“, denkt jede/r weil man ja weiß, dass Aachen in den letzten 5 Minuten gern mal 2 Tore kassiert. Aber es bleibt dabei: 2 : 1 für Aachen (jetzt in der Tabelle auf Platz 7). Düren hat übrigens schon tags zuvor gegen Köln verloren.

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Aachen: Tchibo (Großkölnstraße) geht, POHA (Mefferdatisstraße) kommt

Ende diesen Jahres ist Schluss mit Tchibo in Aachen, zumindest mit dem Laden in der Großkölnstraße. Dann kann man Tchibo-Kaffee nur noch bei Discountern kaufen. Außer Kaffee bietet Tchibo bekanntlich auch allerlei Teile an, die im Haushalt gebraucht werden, außerdem Socken und Schlafanzüge und so Sachen. In Aachen (korrigiert: nicht immer in der Großkölnstraße) war der Kaffeeröster 65 Jahre lang präsent. Ein Nachmieter für den 300 Quadratmeter großen Laden gegenüber von St. Nikolaus soll schon gefunden worden sein. Zuletzt machte die Einkaufsstraße mit kleinen Bäumen in Kübeln auf sich aufmerksam. (Nebenbei: Woher kommt der Name Tchibo? Vom Armenier Carl Tchilinghiryan)

Update: Unglaublich viele Leserinnen und Leser interessieren sich für Tchibo, wir wissen nicht genau warum. Schließlich schließt die Filiale in der Großkölnstraße, weil schon lange zu wenige sich dort ihren Kaffee kaufen. Aber von wegen kein Interesse!

Richtig ist, dass es am Aachener Kugelbrunnen noch ein Tchibo gibt und auch in Supermärkten. Wer gern in der Eifel (Simmerath und Monschau/Imgenbroich) einkauft, findet Tchibo auch dort. In Belgien gekaufter Kaffee ist aber leckerer.

Beim Gang durch die Mefferdatisstraße steht man plötzlich vor einem neuen POHA House. Offensichtlich das zweite dritte dieser Art mit einem für Aachen ungewöhnlichen Konzept. Das erste POHA House befindet sich direkt am Theater. Ein weiteres ist für Preuswald verzeichnet. Die Wohnungen sind voll möbliert. Es gibt „innovative Büroflächen“ und Community-Bereiche, die die Bewohner*innen gemeinsam nutzen können. Das Wohnen dort soll aber sehr teuer sein.
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Ungewöhnliche Kirche mit wildem Garten abzugeben

Der Garten von St. Bonifatius in der Mataréstraße ist ein kleiner Park mit viel Wildwuchs. Die Kirche wird bald profaniert (d.h. entweiht), hoffentlich wird der Garten verschont. Er wäre ein idealer Spielgrund für die Kinder aus der Montessori Grundschule von gegenüber. Das Viertel hat in den letzten fünf Jahren viel Grünfläche verloren. Hoffentlich muss nicht auch noch der verwilderte Garten dran glauben.
Das Kirchenschiff von St. Bonifatius, es steht unter Denkmalschutz. Es ist ein moderner Bau und gleicht einer Fabrikhalle, die allerdings durch Fenster von Glaskünstlerin Maria Katzgrau erhellt wird. Die Kirche kann man beheizen, im Viertel hoffen die Menschen, dass sie das Gebäude einmal werden nutzen können.

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Aachen will E-Scooter-Parkplätze einrichten

Heute geht es im Rathaus um Abstellplätze für E-Scooter. Um Platz für die Mini-Roller zu schaffen, werden Pkw-Parkplätze umgewandelt. 

Heute ein Thema für die Politik: E-Scooter in Aachen und die Frage, wo sie abgestellt werden dürfen. Foto: AachenNews Archiv

Busfahren wird immer teurer, demnächst um fast 10 Prozent. Da ist zumindest für Studierende der E-Roller eine Alternative. Billig und überall abstellbar. Überall? Bald nicht mehr. 16 Stationen wurden ausgesucht und zwar in der Aachener Innenstadt. 

Die Stationen sind:

Schanz, Hauptbahnhof, Franzstraße/Borngasse, 

Theaterstraße 13/Borngasse, Franzstraße 5, 

Alexianergraben 45/47, Karlsgraben 6, Hartmannstraße 6, 

Peterstraße, Augustinerbach ggü. Haus Nr. 12, Templergraben 51, 

Eilfschornsteinstraße 86, Neupforte 1, Komphausbadstraße 8,

Pontstraße/Pontdriesch, Pontstraße 151/Friesenstraße. 

Behinderung, Kosten, Nachfrage

Aktuell sind drei Anbieter in Aachen aktiv (VOI, Tier und Lime) mit je 650 E-Tretrollern. Das ist nicht wenig. Ungeordnetes Abstellen behindert vorzugsweise Fußgänger*innen, Radler und Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und manchmal auch Autos.

Aus der Vorlage: In Aachen liegt eine stabil hohe Gesamtnachfrage und -auslastung vor. Die höchste Auslastung ist im und um das Stadtzentrum zu verzeichnen. Daher verteilen E-Tretroller-Anbieter ihre Flotten hauptsächlich auf die inneren Stadtteile, wo die Nachfrage am größten ist. Der größte Nutzungsanteil liegt dort, wo die Fläche für das Abstellen von E-Tretrollern sehr begrenzt und die Flächenkonkurrenz am höchsten ist.

Wer wo seinen E-Scooter abstellt, das lässt sich übrigens digital kontrollieren: Der Bezahlvorgang läuft weiter, bis das betreffende Leihfahrzeug in einer der Parkzonen abgestellt wird. Kosten wird die Umwandlung von Pkw-Parkplätzen in E-Scooper-Parkplätze voraussichtlich etwa 46.620,- Euro.

Perspektivisch sollen die Abstellplätze im inneren Grabenring weiter verdichtet werden, so dass das Abstellen nur noch auf den vorgesehenen Parkflächen möglich ist. Einer Vorlage für den Ausschuss sind Einzelheiten über „Abstellplätze für E-Tretroller“ zu entnehmen. Hier klicken.

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Israel-Flagge: zum dritten Mal gestohlen

Auf AachenNews gibt es (oben) derzeit ein Foto, das zwei Flaggen zeigt. Die flattern vor dem Rathaus in Aachen. Auch vor dem Haus der StädteRegion in Aachen in der Zollernstraße befindet sich ein Fahnenmast. Auch dort wurde eine Israel-Flagge gehisst.

Heute teilt die Polizei mit, dass in der Zollernstraße die Israel-Fahne zum dritten Male gestohlen worden ist. Die Polizei schreibt, heute (25. Oktober) „ist gegen 6.50 Uhr festgestellt worden, dass die Israel-Flagge vor dem Haus der StädteRegion in der Zollernstraße wieder gestohlen wurde“.

Es ist bereits der dritte Diebstahl der Flagge. Am Montag vor einer Woche, also am 16. Oktober, war die Flagge schon einmal abgerissen und danach sogar noch verbrannt worden. In der Nacht auf Dienstag (24. Oktober) ist die Flagge dann erneut gestohlen worden. Auch die Flagge vor dem Aachener Rathaus wurde unterdessen runtergerissen und beschädigt.

Diese Flagge symbolisiert den Staat Israel und alle Werte, für die Israel steht. Das gilt für alle Nationalflaggen, sie symbolisieren die jeweilige Nation. In der Vergangenheit hat man oft gesehen, dass zum Beispiel im Iran die amerikanische Flagge verbrannt wurde. Die Frage ist, was sich die Stadt Aachen und die StädteRegion diesbezüglich noch alles gefallen lassen. Werden sie jetzt darauf verzichten, die Flagge Israels zu hissen? Vielleicht mit der Begründung: Der Klügere gibt nach. Möglich ist es.

Hinweise auf den oder die Täter gibt es bisher nicht, schreibt die Polizei. Der Staatsschutz der Aachener Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (kg)

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Andrej Hunko aus Aachen verlässt mit Sahra Wagenknecht die Linkspartei

Heute hat Sahra Wagenknecht in der Bundespressekonferenz ganz spektakulär ihren neuen Verein vorgestellt. Ziel des Vereins: Sie will eine neue Partei  gründen. Mit ihr aus der Partei „Die Linke“ ausgetreten sind 9 weitere Personen, alle stammen aus Westdeutschland. Dabei ist auch der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko

Sahra Wagenknecht ist eine Art Diva, ein Star, kantig und von daher interessant. Hunko ist selbst in Aachen nur mäßig bekannt. Er wurde 1963 in München geboren, ab 2004 war er einer der Organisatoren der Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau in Aachen. Als Bundestagsabgeordneter war er oft Wahlbeobachter. Er besuchte mehrfach zu Unecht inhaftierte Politiker und setzte sich erfolgreich für ihre Freilassung ein.

Die Linkspartei wird im Bundestag nicht zuletzt seinetwegen ihren Fraktionsstatus verlieren und damit viele Rechte und viel Geld für Mitarbeiter*innen. Zwei charismatische Galionsfiguren fehlen dieser Partei nun: Wagenknecht und Gregor Gysi (im Ruhestand). 

Foto: Da warb er noch für die Linkspartei, jetzt ist er ausgetreten und will in die Wagenknecht-Partei eintreten: Andrej Hunko.

Links-konservativ und populistisch könnte man die Richtung nennen, die Sahra Wagenknechts neue Partei, die auch ihren Namen trägt, einschlägt: Schwerreiche sollen (stärker) besteuert werden, und Zuwanderung soll es nicht mehr geben, die verschärfe in Deutschland nur die Wohnungsnot.

Im Osten werden ihr wohl die AfD-Wähler*innen zuströmen. Auch frustrierte Nicht-Wähler wird sie gewinnen können und einige von der SPD. Dabei, das ist kein Fehler, wird angeblich jede/r überprüft, der Mitglied werden will. Ein bestimmtes Milieu soll draußen bleiben. 

Jetzt hat sie erst mal zu Spenden aufgerufen. Das wird spannend. 

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Die Linkspartei ist mit 3 Personen im Rat der Stadt Aachen vertreten. Dort gibt es keine Austritte. Für Leo Deumens, Ellen Begolli, Matthias Fischer und auch Marc Beus ändere sich nichts, so war zu erfahren. Den Aachener Parteichef Darius Dunker, der bei Andrej Hunko angestellt ist, zieht es ebenfalls nicht zu der neuen Partei.

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Der Demeterhof, der Rektor und die Arkaden

Was auf AachenNews schon vorausgesagt wurde, ist auch eingetroffen: Der Demeterhof, der neu am Gemmenicher Weg (in Laurensberg) gebaut wird, hat nichts zu befürchten – weder von der Politik noch von der Verwaltung.

Mitten im Landschaftsschutzgebiet: Eine 2000 Quadratmeter große Anlage wird errichtet.

„Nicht schön“ und „blöd gelaufen, aber alles rechtens“, so lässt sich zusammenfassen, was bisher geschah und zur Versiegelung einer Fläche im Landschaftsschutzgebiet führte. Dort fließt der Dorbach, und der ist in der Vergangenheit schon oft über die Ufer getreten, hat Wiesen überflutet. Wird es nach der zusätzlichen Versiegelung noch mehr Überschwemmungen geben? Werden dort Tiere ihre Rückzugsbereiche behalten?

Es handelt sich um einen Demeterhof, und dessen Konzept basiert auf den landwirtschaftlichen Konzepten und der spirituell-esoterischen Weltanschauung der Anthroposophie Rudolf Steiners. Dass Demeter-Fans Wissenschaftsfeindlichkeit und eine Nähe zur Querdenken-Bewegung vorgeworfen wird, soll hier mal gar keine Rolle spielen. Ein Bauernhof mit Wohnhaus für sieben Personen und mit einer Lagerhalle für Landmaschinen sowie alle paar Tage Kundinnen und Kunden, die vorfahren um Gemüse und Obst abzuholen – das ist die Zukunft vom Gemmenicher Weg.

Aber wie erwähnt: Es ist ein privilegiertes Bauvorhaben und es ist alles rechtens.

Der alte/neue Rektor hat viel vor

Professor Ulrich Rüdiger bleibt Rektor der RWTH Aachen. Er wurde am vergangenen Donnerstag von der Hochschulwahlversammlung, bestehend aus den Mitgliedern des Senats und des Hochschulrats, für eine zweite Amtszeit von vier Jahren gewählt. Der Rektor ist 57 Jahre alt und Physiker.

Dieser Rektor hat wie bisher keiner seiner Vorgänger nicht nur ein Interesse am Wohlergehen „seiner“ Hochschule, sondern auch erkennbar Interesse an einer guten Entwicklung der Stadt Aachen insgesamt.

Zu seinen Ambitionen sagte er, er werde das Thema Nachhaltigkeit weiter vorantreiben. „Gesellschaft und Wirtschaft erwarten zu Recht von uns, dass wir Wissen vermitteln und Impulse geben, wie öffentliches Wohlergehen und nachhaltiges Handeln in Einklang gebracht werden können.“ Man wolle die RWTH zur nachhaltigsten aller deutschen Technischen Universitäten machen.

Weitere wichtige Themen seien die Entwicklung des Campus West als das größte Entwicklungsprojekt nicht nur für die RWTH, sondern für Stadt und Städteregion, sowie das Ausbauen der Netzwerke. Hier nannte der RWTH-Rektor laut RWTH-Pressestelle die „Jülich Aachen Research Alliance“ sowie den Leibniz- und Fraunhofer-Standort.

Aus den Arkaden wird ein Bürogebäude

Viele Ladenlokale in Aachen stehen leer, am leersten steht aber das Einkaufszentrum Aachen Arkaden, Trierer Straße 1. Es wurde vor 15 Jahren errichtet, als man das Internet und seine Möglichkeiten zwar schon kannte, aber gnadenlos ignorierte. Zeitungsverlage und Geschäftsleute taten einfach so, als gäbe es das Internet nicht. Von dieser Methode, mit technischen Neuheiten umzugehen, sind sie übrigens bis heute nicht abgekommen, aber das nur nebenbei.

In den Aachen Arkaden (für 70 Millionen Euro errichtet, 65 Shops, auf 20.000 Quadratmetern) gibt es noch zwei Geschäfte und ein Fitness-Center. Gerne geht man dort nicht einkaufen. Foto: AachenNews Archiv

Eingezogen ist dort das Gesundheitsamt, das nutzt jetzt 6000 Quadratmeter und will sich in den Arkaden demnächst noch weiter ausbreiten.

Die Arkaden werden zu einem Bürogebäude. Teile des Ausländeramtes werden dort unterkommen, das Versorgungsamt und das kommunale Integrationszentrum. In den Zeiten von Corona, so erinnert man sich, haben sich dort tausende Menschen impfen lassen. Bald soll auch die Sparkasse Aachen in den Arkaden eine 600 Quadratmeter große Filiale eröffnen. Zwei andere Filialen werden deshalb geschlossen. Pessimisten meinen, das Schicksal der Arkaden am Bahnhof Rothe Erde sei auch das Schicksal des Aquis Plaza. Mal sehen.

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Jetzt trifft es die Israel-Flagge vor dem Rathaus

Nachdem schon in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober irgendwelche politisch völlig fehlgeleiteten Gestalten (oder war es eine Einzelperson?) die israelische Fahne in der Zollernstraße heruntergerissen und vor Ort verbrannt hatten, traf es jetzt die Flagge vor dem Aachener Rathaus. Am Donnerstagmorgen (19. Oktober) fiel Mitarbeitern der Stadtverwaltung Aachen um kurz vor 6 Uhr auf, dass eine Israelflagge vor dem Rathaus auf dem Aachener Markt beschädigt wurde.

Es fehlt in Aachen nicht an Möglichkeiten, sich an Demonstrationen zu beteiligen. Gleichwohl scheint es manchem erforderlich, sich zusätzlich an Symbolen zu vergreifen, um etwas auszudrücken. Soll gesagt werden, dass man nicht damit einverstanden ist, dass Israel sich gegen einen brutalen Terrorangriff wehrt? Wie sollen wir diese Fahnen-Attacken lesen?

Eine neue Flagge vor dem Haus der StädteRegion in der Zollernstraße ist längst gehisst, im Beisein von unter anderen dem Chef der StädteRegion, Tim Grüttemeier. Hier dokumentiert: Instagram.

Zu dem neuen Vorfall teilt die Polizei mit: „Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag augenscheinlich einen Teil der Flagge, die dort aus Solidaritätsgründen durch die Stadt Aachen angebracht wurde, abgerissen.“ Der abgerissene Teil der Fahne sei nicht aufzufinden gewesen.

Der Staatsschutz der Aachener Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Personen, die in dem Zusammenhang verdächtige Feststellungen gemacht haben, sollen sich bei der Polizei melden: 0241 9577-35101 oder außerhalb der Bürozeiten unter 0241 9577 34210.

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Anmerkung: Der Nahost-Konflikt sorgt nach der erneuten Eskalation vom 7. Oktober 2023 für hitzige Diskussionen. Es ist der komplizierteste Konflikt der Welt. Man kann wegen fehlendem Wissen jede Menge falsch machen und sagen. Es ist kein Fehler, sich zurückzuhalten, und diese Zurückhaltung sollte nicht als stilles Einverständnis mit irgendwem gewertet werden. Für Infos: Hier.

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Was wird aus St. Bonifatius in Forst?

Die Kirche St. Bonifatius in Aachen, Mataréstraße 10, soll profanisiert werden. Das heißt, sie soll aufhören, eine Kirche zu sein. Was wird aus dem denkmalgeschützten Bauwerk? Foto: AachenNews Archiv

Ende des Jahres soll es schon geschehen: St. Bonifatius in Forst wird kein Sakralbau mehr sein. Die katholische Kirche will – dem Vernehmen nach – das Gebäude verkaufen. Nicht an jeden – an den/die Käufer werden gewisse Ansprüche gestellt.

Käufer könnte z. B. die Stadt Aachen sein, wenn sie denn noch einen Batzen Geld auf der hohen Kante hätte. Hat sie aber nicht. In dem Gebäude könnte man dann eine Art Bürgertreff/CommunityCenter einrichten oder sonst eine soziale Einrichtung, die im Viertel gebraucht wird. Workshops, Konzerte, Lesungen, allerlei Aufführungen und Treffen könnten dort stattfinden.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist umgeben von einer Art Wildwuchs, von vielen Bäumen, die hoffentlich alle nicht gefällt werden. Warten wir’s ab, befürchten muss man gerade für die Bäume erfahrungsgemäß das Schlimmste. Geplant hat den Bau der berühmte Architekt Rudolf Schwarz, eine Sensation sind geradezu die Fenster, gestaltet von der in der Fachwelt hochanerkannten Glaskünstlerin Maria Katzgrau. Hier sieht man: weitere schöne Fotos aus dem Inneren der Kirche.

Hinter reichlich viel Grün liegt – ganz hinten – etwas versteckt eine große, moderne Kirche: St. Bonifatius. Aus der könnte noch was werden.
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