„Kontrollierte“ Sprengung, großer Schaden. Parkplatz wird umgebaut. Jazzkonzert und heute Warnstreik.

Die Polizei findet Sprengstoff, und bald hört die Nachbarschaft einen riesengroßen Knall. Dazu teilt die Pressestelle der Polizei mit:

Am Freitag (3. März) gegen 14 Uhr fanden Polizisten bei einer Durchsuchung zufällig Sprengstoff in einer Wohnung. Eigentlich sollten die richterlich angeordneten Maßnahmen einem ganz anderen Zweck dienen, als die Beamten der Aachener Kriminalpolizei eine Wohnung in der Passstraße aufsuchten. Neben den zwei Mietern fanden die Polizisten jedoch auch eine unbekannte Substanz. Sicherheitshalber zog man Spezialisten des Landeskriminalamtes hinzu, die den Stoff letztlich als Sprengstoff identifizierten.

Da man die Gefährlichkeit der Chemikalie nicht absehen konnte, wurden sowohl das Haus, wie auch die Nachbargebäude vorsorglich geräumt. Die etwa 50 Anwohner brachte man in Bussen zum nahegelegenen Tivoli, um sie dort zu versorgen. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Aachen und das örtliche Versorgungsunternehmen hielten sich sicherheitshalber vor Ort in Bereitschaft.

Um 23.30 Uhr erfolgte die kontrollierte Sprengung in einer provisorischen Grube, noch in der Passstraße vor dem Gebäude. Durch die Wucht der Detonation kam es an zwei Gebäuden zu Sachschäden. An einem Haus zersplitterten die Fensterscheiden und im Nachbargebäude flogen Steine bis in den Hausflur hinein.

Die Wohnungsmieter und Verursacher der umfangreichen Maßnahmen und Schäden wurden festgenommen, die Ermittlungen dauern an. (And.)

„Something’s coming”

Ganz so laut wird es am Donnerstag, 9. März, bestimmt nicht. Dann präsentiert nämlich Jazzotic, die Bigband der Aachener Musikschule, ihr neues Programm „Something’s coming“. Das Publikum kann sich auf Originalarrangements von Sammy Nestico, Bob Curnow, Michael Camilo, Peter Herbolzheimer und Gordon Goodwin freuen.

Die Jazzotic Big Band ist seit über 35 Jahren das Jazzensemble der städtischen Musikschule und eine feste Größe innerhalb des Kulturbetriebs der Stadt Aachen. 17 Musiker*innen, eine Mischung aus Amateuren, Musikstudierenden und Profis, haben sich im Laufe der Jahre ein vielseitiges Repertoire erarbeitet. Die Leitung des Ensembles hat Walter Hennecken, unterstützt wird die Band diesmal solistisch durch den Jazztrompeter Marc Huynen.

Das Konzert findet im Saalbau Kappertz an der Hüttenstraße 45 statt. Programmbeginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Mehr Infors unter Telefon 0241 432-38950.

Warnstreik heute, 6. März

Im Rahmen der laufenden Tarifrunde ruft die Gewerkschaft ver.di (Bezirk Aachen-Düren-Erft) die Beschäftigten und Auszubildenden der Stadtverwaltung Aachen am heutigen 6. März erneut zum Warnstreik auf. Es handelt sich hierbei um kleinere, betriebsnahe Aktionen.

Für den Tag ist voraussichtlich nicht mit großflächigen, streikbedingten Schließungen zu rechnen – einzelne Einrichtungen können dennoch betroffen sein. Die Stadt Aachen bittet um Verständnis.

Gottfriedstraße: Parkplatz wird umgebaut 

Der Parkplatz an der Gottfriedstraße im Suermondtviertel wird ab morgen, Dienstag, 7. März, gesperrt und dann umgebaut. Auch die Parkplätze am Rand der Gottfriedstraße gegenüber den Gebäuden mit den Hausnummern 29 bis 35 entfallen während der Bauarbeiten. Die Umgestaltung dauert voraussichtlich bis Mitte April.

Die drei auf dem Parkplatz stationierten Cambio-Fahrzeuge sind inzwischen vor die Häuser Gottfriedstraße 28 bis 30 verlagert worden. Die Glascontainer stehen nun zwischen den neuen Sitzwürfeln gegenüber den Häusern Martin-Luther-Straße 27 bis 29. 

Der Umgestaltung des Parkplatzes ist ein Baustein des Neubauprojekts Martin-Luther-Straße/Richardstraße. Bauliche und gestalterische Mängel in den beiden Straßen und am Parkplatz werden dabei behoben. Die Bauarbeiten in der Martin-Luther-Straße sind abgeschlossen, die in der Richardstraße laufen noch. 

Notmaßnahme in Laurensberg

In Laurensberg muss kurzfristig wegen einer Notmaßnahme ein Teil der Straße Im Weingarten saniert werden. Betroffen ist der Bereich auf Höhe der Häuser 8 und 10. Der Aachener Stadtbetrieb wird dort gemeinsam mit der Regionetz eine Kombi-Maßnahme umsetzen: Die Regionetz ertüchtigt in dem Bereich einen Schacht, der Stadtbetrieb wird im Anschluss die Straßenablaufleitungen zur Oberflächenentwässerung sanieren. Diese sind defekt, es haben sich bereits Hohlräume gebildet. In dem Zusammenhang wird auch im oben genannten Bereich die Fahrbahnoberfläche der Straße saniert.

Die Maßnahme wird voraussichtlich von Dienstag, 7. März, bis Freitag, 17. März, umgesetzt, wobei die Verantwortlichen davon ausgehen, die Arbeiten frühzeitiger beenden zu können. Da die Straße ähnlich einer Sackgasse ist, kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen.

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Nicht erschrecken: Am kommenden Donnerstag, 9. März, ist wieder Warntag

Wenn am kommenden Donnerstag um 11 Uhr in Aachen die Sirenen heulen und die Handys rappeln, dann heißt es: Ruhe bewahren. Es sind nicht die Russen im Anmarsch, es ist einfach nur mal wieder Warntag.

Die Stadt Aachen testet am Donnerstag, 9. März, im Rahmen des landesweiten Warntags ihre Sirenen. Pünktlich um 11 Uhr werden in allen NRW-Kommunen die Sirenen ausgelöst.

Nach dem ersten Test zum bundesweiten Warntag im Dezember 2022 kommt am 9. März erneut das System Cell Broadcast zum Einsatz. Cell Broadcast ist eine Warnnachricht, die direkt aufs Handy geschickt wird. Mit keinem anderen Warnmittel können mehr Menschen erreicht werden. Weitere Infos speziell zu diesem Thema und weitere Hinweise, wie das eigene Handy die Warnnachricht empfangen kann, findet man auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: www.bbk.bund.de

Die Stadtverwaltung teilt dazu mit: Der landesweite Sirenenprobealarm dient dazu, die Sireneninfrastruktur zu testen und zugleich das Bewusstsein für Sirenensignale in der Bevölkerung zu erhöhen. Die Stadt Aachen bündelt online Hinweise zur Notfallvorsorge und zum richtigen Handeln in Notsituationen auf www.aachen.de/notfall. Dort finden Sie auch Tonbeispiele der Sirenensignale.

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(Fast) alles neu in der alten Klangbrücke

Spannt sich als Brückenbau über die Kurhausstraße mitten in Aachen: die Klangbrücke. Foto: AachenNews Archiv

„Licht aus, Spot an!“ heißt es jetzt im Alten Kurhaus an der Komphausbadstraße. Im modernen Teil befindet sich die Klangbrücke. Die vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen vermietete Location hat jetzt ein neues Traversensystem und eine neue Lichttechnik mit Scheinwerfern und Lichtpult.

Dazu teilt die Stadtverwaltung mit: Die neue Lichtanlage umfasst sechs farblich verstellbare Scheinwerfer mit jeweils zehn Kilogramm moderner energiesparender LED-Technik. Die 60 Meter lange Traverse wiegt rund 420 Kilogramm.

„Bestens ausgestattet mit Licht und Bühnenequipment bietet sich dieser intime Veranstaltungsraum für Theater, Kleinkunst und Konzerte an. Durch den großzügigen Barbereich lassen sich kulturelle Events aller Art stilvoll bewirten“, erklärt Irit Tirtey, Geschäftsführerin Kulturbetrieb Aachen.

Die Klangbrücke hat auf 54 Quadratmetern eine feste Bühne und Theaterbestuhlung für 199 Personen. Die Geschichte des Hauses reicht zurück bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts, als Aachen eines der bevorzugten Bäder Europas war. Um den Gästen Zerstreuung zu bieten errichtete Richard Reumont 1786 die „Neue Redoute“ samt Spielcasino an der Komphausbadstraße. Architekt war Jakob Couven.

1842 erwarb die Stadt das Gebäude, das Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens geworden war, und gab ihm den Namen „Kurhaus“. 1864 wurde das Kurhaus um einen Konzertsaal erweitert. Hier residierte die Städtische Musikdirektion. Herbert von Karajan dirigierte hier während seiner Zeit als Aachener Musikdirektor. Mit der „Klangbrücke“, einem Zentrum für zeitgenössische Musik, erhielt das Haus seit 1998 wieder einen Teil seiner ursprünglichen Aufgaben zurück. 

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Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik e.V. hat in der Klangbrücke ihren Sitz. Der benachbarte Ballsaal bietet einen glanzvollen Rahmen für Feste und kulturelle Ereignisse. Weitere Informationen zum Alten Kurhaus und der Klangbrücke gibt es beim Kulturservice der Stadt Aachen telefonisch unter 0241 432-4920 bis -4925 oder auf der Website www.altes-kurhaus-aachen.de.

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Ganser-Freunde und Ganser-Gegner auf dem Markt und im Rathaus

Hörten sich die Reden ihrer Sprecher an: Ganser-Freunde (hinten) und Ganser-Gegner (vorne).

Fällt Rassismus unter Meinungsfreiheit? Darf man – ganz allgemein gefragt – Hetze verbreiten und zwar, indem man sich auf die Meinungsfreiheit beruft? Einige Aachener trugen diese und ähnliche Fragen gestern an den Rat der Stadt heran. Eine wirkliche Antwort erhielten sie nicht.

Es ging einigen Fragestellern im Rathaus um den Schweizer Daniele Ganser, der Ende März im Eurogress die Frage beantworten will, warum Russland die Ukraine überfallen hat. (Spoiler: Er meint, die Amerikaner seien schuld, sie hätten die Sache geschickt eingefädelt). Auf dem Markt und im Rathaus konnte man heute (1. März) zwei Gruppen erleben: Die einen wollten, dass Ganser der Auftritt im Eurogress untersagt wird, die anderen pochten auf „Meinungsfreiheit“ und wollten den Schweizer auftreten lassen.

Der selbsternannte Friedensforscher hat auf die schwierigsten Fragen einfache Antworten. Zu Russland und insbesondere zu Corona und dem Holokaust. Das macht ihn beliebt. Man muss ihm nur zuhören und nicht lange nachfragen, dann weiß man Bescheid, kann sich zurücklehnen und auch noch das Gefühl haben, man gehöre zu den wenigen Menschen, die wirklich durchblicken. Wer Ganser glaubt, meint zu wissen, was alles hinter dem Vorhang abgeht.

Die Stadtverwaltung in Gestalt der Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen will sich offenbar im Fall Ganser nicht festlegen. Die CDU meint, sie stimme in nichts mit Ganser überein, er müsse aber seine Ansichten in einem städtischen Gebäude äußern dürfen. Die Grünen wollen ihm das Eurogress nicht überlassen. Ebenso Linke, Volt, Piraten, UWG und Die Partei sowie Gewerkschaften und der Verein Aachener Friedenspreis, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Gruppe „Omas gegen Rechts“ und Ukrainer in Aachen.

Kein städtischer Raum für Feinde und Verächter unserer Demokratie“, steht da. Im Rathaus prallten gestern die Meinungen aufeinander.

Die Sache scheint entschieden, allerdings kann sich da noch einiges hochschaukeln. Vielleicht wird die Ganser-Veranstaltung am Ende von der Polizei abgesagt, weil die Situation zu gefährlich wird, die Polizei „Gefahr im Verzug“ sieht und Ganser sowieso wegen Dauergeschrei von keinem Menschen im Saal verstanden wird, rein akustisch. Mal abwarten.

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Hunko (MdB) aus Aachen macht sich für Ganser und Guérot stark

Zur Auseinandersetzung um den Auftritt des Schweizers Daniele Ganser schickte Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke aus Aachen eine Pressemitteilung, aus der hier leicht gekürzt zitiert wird. Hunko schreibt:

„Die Versuche eine Veranstaltung von Daniele Ganser in Aachen zu verhindern, bewegen sich außerhalb des Rahmens der in Art 5 des Grundgesetzes verbrieften Meinungsfreiheit.“ Hunderte Aachenerinnen und Aachener hätten inzwischen Karten gekauft. Diese hätten das Recht, sich „ein unzensiertes Bild“ des Schweizers, der sich selbst Friedensforscher nennt, zu machen.

Die mögliche Absage in Aachen würde sich, so Hunko, „in ähnliche Vorgänge der Gegenwart einreihen, etwa in die Absage des Konzertes des Musikers Markus Stockhausen in Aachen, in die Absage eines Konzerts des Pink-Floyd-Gründers Roger Waters in Frankfurt und möglicherweise anderen Städten oder in die Kündigung der Professur der Europawissenschaftlerin Ulrike Guérot durch die Uni Bonn“.

Hunko nennt das alles eine „dramatische Erosion demokratischer Grundrechte“ in Deutschland. Diese sei „zutiefst Besorgnis erregend“.

Der Aachener Bundestagsabgeordnete (Die Linke) zitiert die Neue Zürcher Zeitung von Samstag, die meinte, der Reifegrad einer Demokratie zeige sich am Umgang mit kritischen Stimmen. Die Absage von Veranstaltungen umstrittener Redner ist für Hunko „ein Kennzeichen autoritärer Systeme“.

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Klares „nein“ zum Auftritt von Daniele Ganser in einem städtischen Gebäude

Ein umstrittener Redner will Ende März im Eurogress auftreten. Grüne, SPD, die Mitglieder der Fraktion Zukunft im Rat der Stadt Aachen und viele andere meinen: Das sollten wir uns ersparen. Dem Redner, Dr. Daniele Ganser, werden immer wieder antisemitische, verfassungsfeindliche Aussagen vorgeworfen. Wie es ihm gelingen konnte, die Erlaubnis zu einem Auftritt im Aachener Eurogress zu bekommen (alle Eintrittskarten sollen ausverkauft sein), das ist unklar. Hat vielleicht mit Unachtsamkeit zu tun.

Im Nachhinein wurde überlegt, ob es möglich ist, diese Erlaubnis wieder rückgängig zu machen. Derzeit ist man wohl diesbezüglich noch nicht zu einem Ende gelangt. Kann sein, dass übermorgen (01. 03., Sitzung des Stadtrates im Rathaus, Beginn: 17 Uhr) darüber diskutiert wird. Gansers Auftritte in Dortmund und Nürnberg wurden bereits abgesagt. Beide Städte müssen mit Schadensersatzforderungen rechnen. Aber das ist es den dortigen Stadträten wohl wert.

Ganser erregte insbesondere Aufmerksamkeit, als er landauf, landab die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie mit der Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus in Verbindung brachte. – Unzweifelhaft ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut und allen Deutschen garantiert. Ganser kann seine Meinungen verbreiten, allerdings am besten nicht in einem städtischen Gebäude. Das sieht nämlich so aus, als stimme Aachen mit Rat und Verwaltung der Verbreitung von Gansers Thesen zu. Davon kann aber keine Rede sein.

In den sozialen Medien wird vielfach vor Ganser gewarnt. Schon als anlässlich der Pandemie überraschend viele Schwurbler mit den absurdesten Thesen um die Ecke kamen, konnte man sich fürchten. Was werden die als nächstes Schreckliches erzählen, fragte man sich. Jetzt wissen wir es.

Es gibt Krieg, Putin will eine Neuordnung der Machtverhältnisse in Europa, die Schwurbler unterstützen ihn und fordern: keine Waffenlieferung mehr an die Ukraine. Das wäre ein klarer Fall von unterlassener Hilfeleistung. Ganser ist einer von denen, die zu Russlands Krieg gegen die Ukraine eigenwillige, vom Mainstream abweichende Theorien entwickeln. Man sollte ihn nicht im Eurogress auftreten lassen.

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Analyse zum Weiterlesen: Warum Daniele Ganser unseriös ist.

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Heute und morgen: Warnstreiks

Ihr müsst mit Einschränkungen bei der Verwaltung und der Müll- und Abfallentsorgung rechnen

Müll und Abfall bleiben liegen, wenn zum Streik aufgerufen wird. Streiken ist großer Mist, muss aber immer dann geschehen, wenn man sich gegen grobe Ungerechtigkeit (in der Bezahlung) zur Wehr setzen will. Außerdem: Mit einem Streik, von dem keiner was merkt, erreicht man nichts. Deshalb sind von Streiks leider auch immer völlig Unbeteiligte betroffen.

In der Stadtverwaltung sind die Gewerkschaftsmitglieder am heutigen Montag, 27. Februar, zum Warnstreik aufgerufen. Das kann Auswirkungen auf alle Bereiche der Stadtverwaltung und ihrer Einrichtungen haben. Welche Bereiche wie stark betroffen sind, wird später mitgeteilt.

Die Stadtverwaltung hatte schon vorab um Verständnis gebeten, wenn bestreikte Bereiche und Einrichtungen heute und morgen „ohne Ankündigung nicht geöffnet sind oder nur eingeschränkt arbeiten können“.

Am Dienstag, 28. Februar, sind die Beschäftigten des Aachener Stadtbetriebs zum ganztägigen Warnstreik aufgefordert. Dabei kann es erneut zu Ausfällen bei der Abfallsammlung kommen. Das genaue Ausmaß der Streikauswirkungen ist einfach noch nicht abzusehen.

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Nachts im Frankenberger Viertel unterwegs

Blick in Richtung Neumarkt von der Oppenhoffallee aus.
Nachts gesehen in der Lothringer Straße: Drei Bäume wurden in der Nähe vom Restaurant Cocon gefällt. Dort wird ein kleiner, bisher namenloser Platz neu gestaltet. Es sollen auch mehrere neue Bäume gepflanzt werden. Trotzdem: Es ist schade, dass bei der Neugestaltung der Ecke die alten Bäume nicht alle berücksichtig und eingeplant werden konnten. Übrigens: 400 Bäume etwa verliert Aachen netto jedes Jahr.
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Am Jahrestag: Traurig und kämpferisch zugleich

In Aachen lebende Flüchtlinge aus der Ukraine demonstrierten am Jahrestag des Kriegsbeginns. Rund 2500 sollen es laut Polizeibericht gewesen sein, die sich am Hauptbahnhof versammelten und durch die Stadt zogen. Auf dem Katschhof gab es eine Kundgebung. Selten sah man eine Demonstration, an der sich so viele junge Frauen beteiligten.
Die Farben Blau und Gelb dominierten alles. Das Motto von Demonstration und Kundgebung lautete „Light Will Win Over Darkness“, ein zuversichtliches und zugleich widerständiges Motto. Es drückt aus, was viele Menschen in Aachen empfinden. Dass nämlich am Ende Putin – in welcher Form auch immer – von seinem Vorhaben, die Ukraine als Staat zu vernichten, abrücken muss.
Sie sangen die ukrainische Nationalhymne und riefen „danke Aachen, danke Deutschland“. Aachen hat bis jetzt 2650 aus der Ukraine Geflüchtete aufgenommen. Ihre Kinder wurden in Kitas und Schulen integriert. Die ersten Flüchtlinge kamen übrigens schon zwei Tage nach Beginn des Krieges. Die Aachener*innen halfen und spendeten bis sie gebremst werden mussten. Auf dem Katschhof standen alle zusammen und freuten sich über teilnahmsvolle Worte von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Karlspreis-Sprecher Jürgen Linden. Zahlreiche Kommunalpolitiker*innen waren – als Zeichen der Solidarität – ebenfalls zum Katschhof gekommen.
Unermessliches Leid wird den Menschen in der Ukraine angetan. Fern der Heimat schauen sie mit Schrecken auf das, was ein grausamer Diktator und willige Soldaten in ihrem Land anrichten. Eins wollen sie mit Sicherheit nicht: aufgeben und dem Diktator auch noch Teile ihres Heimatlandes überlassen. Bei aller Trauer war auch Wut dabei, als Slogans skandiert wurden, die sich auf verschleppte Kinder bezogen und auf die Ukraine, die als Teil Europas gesehen wird. Eins ist sicher: auch die Mehrheit der Aachener verabscheut, was den Menschen der Ukraine widerfährt.
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Neues Denkmal am Holzgraben (war wohl leider nicht zu verhindern)

Ein neues Denkmal mit den Figuren Schängche, Tant Hazzor und Noppeney steht jetzt am Holzgraben Es ist nicht gerade avantgardistisch bzw. bahnbrechend modern, aber doch richtungweisend für große Teile von Aachen. Foto: Stadt Aachen/Malou Bresser.

Die Stadtverwaltung teilt mit: „Die Stadt Aachen hat zusammen mit dem Förderverein „Öcher Schängche Denkmal“ am Freitag, 24. Februar, das Denkmal am Holzgraben aufstellen lassen. Es erinnert an den 100. Geburtstag der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche im Mai 2021.

Die Bronzeplastik mit den Figuren Schängche, Tant Hazzor und Noppeney steht auf einem Podest aus Blaustein. Die offizielle Einweihung des Denkmals soll Anfang Mai 2023 folgen.“ 

Um die Aufstellung hat es große Diskussionen gegeben und auch Streit. Das Denkmal ist nicht jedermanns Geschmack. Es wurde die Ansicht vertreten, dass in der Aachener Innenstadt schon genug Püppchen und niedliche Figürchen aufgestellt wurden. Beobachtet wurde eine Disneylandisierung der Innenstadt. Doch die Kritiker*innen konnten sich nicht durchsetzen.

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