Stuttgart

Heute, am 9. Oktober, hat das ZDF in seinen späten Nachrichten mitgeteilt: „Es werden immer mehr“.  Gemeint sind natürlich Demonstranten gegen Stuttgart 21, den unterirdischen Bahnhof.  Ja wer hätte das gedacht, dass eine Protestbewegung mal ihren Anfang in Stuttgart nehmen würde? Ich nicht.

Dass die Leute gegen den Bahnhof was haben, kann ich verstehen. Zehn Jahre Baustelle, Milliarden sollen ausgegeben werden, und dann wurde noch im Verfahren sehr über die Köpfe der Menschen hinweg gehandelt.

Andererseits war es beim Münchener Flughafen genauso: irre Proteste, dann wurde gebaut, heute ist jeder froh. Andere Länder bauen sich noch viel größere Großprojekte. Und: Warum das Geld nach Griechenland und Portugal oder Irrland schaufeln oder den Bankern geben. Da kann man es auch behalten und sich dafür einen gigantischen Bahnhof bauen.

Gut, wirklich nötig scheint niemand den Bahnhof zu haben. Ich hatte jedenfalls noch nie gehört, dass jemand die Strecke von Stuttgart nach Ulm schlecht findet. Ich meine von jemand, der früher gelegentlich von Aachen aus nach Stuttgart und dann nach Ulm weiterfuhr.

Soll ich also nach Stuttgart fahren und mitdemonstrieren? Eigentlich nicht. Ich war erst einmal in meinem Leben in Stuttgart, und dann in der Therme und abends im Musical. Es war alles recht schwäbisch dort, man vermisst auf Anhieb die rheinländische Deftigkeit und den Humor, das viele Lachen und fröhlich sein. Das ist dort nicht so wirklich zu finden.

Trotzdem möchte ich mir so eine S21-Demo natürlich mal ansehen. Um zu wissen, wie es da genau ist. Wie ich ja gern alles selbst in Augenschein nehme, was bedeutungsvoll ist. Und wenn ich das richtig sehe, tut sich derzeit in Suttgart wirklich Bedeutungsvolles für Deutschland. Deshalb: Kommenden Samstag bin ich in Stuttgart. Hin und zurück gehts per Bahn natürlich ;->))

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Stuttgart

  1. ebook leser schreibt:

    Ministerpräsident Stefan Mappus nannte die Auseinandersetzung um das Bauprojekt einen Richtungsentscheid für Deutschland. „Es geht um die Frage: Kann ich in Deutschland auf Basis von Rechtssicherheit und Vertragstreue noch Projekte angehen“, sagte er. Zugleich bot Mappus den Bürgern in einem offenen Brief weitere Informations- und Gesprächsforen – eine „Dialogagenda Stuttgart 21“ – an. Für mich stellt sich nach wie vor die Frage, warum lässt die Regierung nicht das Volk über Stuttgart 21 abstimmen?????????

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