Zwei im Ringkampf

Die Kontroverse Stefan Niggemeier/Konstantin Neven DuMont will und will nicht enden. Die beiden haben sich hoffnungslos ineinander verkeilt, fast hätte ich geschrieben: verliebt. Aber das ist Quatsch. Sie streiten sich ja wie bekloppt.

Der eine hat einen prominenten Verleger-Vater, der andere nicht. Der eine ist ein ausgefuchster Medienjournalist, der andere nicht.  Schade, wenn sie sich zusammentun würden und gemeinsam für etwas kämpfen würden, da möchte ich nicht der Gegner sein. Zusammen könnten sie die deutsche Presselandschaft auf den Kopf stellen.

Jetzt haben sie sich ineinander verkeilt, und ein Streitschlichter ist nicht in Sicht. Mir scheint, man beneidet sich unterschwellig gegenseitig. Ich habe aber den Durchblick noch nicht.

Mit den Vätern ist es jedenfalls so: Wenn sie zuhause oft ganz spannende Geschichten von ihrem Job erzählen, dann begeisterst du dich spätestens mit 12, aber manche auch schon mit acht für den Job von deinem Vater. Du hörst zu und es ist interessant, macht Spaß, du kapierst, wie das so geht in dem Job, was wichtig ist, was unwichtig, wer was macht und wer was falschmacht.

Mit 18 hast du schon – ohne es richtig zu merken – so viel mitbekommen von dem Job deines Vaters, dass du, wenn du beispielsweise jetzt anfängst, Medizin zu studieren, schon einen Vorsprung hast von vier Semestern. Gegenüber denen, die in ihrer Kindheit und Jugend nichts vom Arztberuf miterlebt haben.

Oder du bist Kind eines Juweliers, der zuhause oft begeistert von den neuen Modellen, von Farben,  Steinen, Diamanten, von den verschiedenen Schliffen und den namhaften Designern erzählt. Der immer mal wieder die Konkurrenz beobachtet und sich tierisch freut, wenn er besser ist als die usw usw

Oder du bist Kind eines Journalisten. Da kriegst du täglich mit, dass Zeitung wichtig ist, dass man mutig sein muss, audiatur et altera pars, wie eine gute Zeitung aussehen muss, was die Ansprüche sind und wie man sie verwirklicht. Und alles, alles, alles und mehr. Und wenn dein Volontariat anfängt, hast du einen Vorsprung, der wird immer bleiben, auch in 20 Jahren noch. Das holt keiner mehr auf.

Und so ist es auch mit Konstantin Neven DuMont. Er hat das Verlagswesen am Familientisch gelernt, das kann er niemals abschütteln.

Man sollte ihn nicht beschimpfen und ihm übelwollen, nur weil sein Vater ein mächtiger Verleger ist.

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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2 Antworten zu Zwei im Ringkampf

  1. August schreibt:

    Wirklich informativer ArtikelPost, ich danke. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diese Seite einen RSS-Feed wert. Ich werd den Blog weiterempfehlen!

    Super!

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  2. konstantinbekker schreibt:

    Liebe Übergangshymne, gib Dir doch wenigstens einen Namen, der durchaus ein Pseudonym sein könnte, wenn Du Deinen echten Namen nicht aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen bekannt machen willst (oder musst wie der Niggemeir) oder aus dem persönlichen Grund einer übersteigerten Ruhmsucht (was auch nicht verboten wäre).
    Außerdem solltest Du eine E-Mail-Adresse angeben, unter der man Dich erreichen kann. Diese muss selbstverständlich nicht Deinen echten Namen enthalten (wie im angeblichen Falle des Konstantin Neven DuMont im Blog des Herrn Niggemeier).
    Es grüßt als ebenfalls kaum beachteter Blogautor freundlich: Konstantin Bekker.

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