Denk ich an Europa in der Nacht . . .

Europa. Wir sind der Kontinent der Kriege, aber seit 60 Jahren wollen wir ein Kontinent des Friedens sein. Nur: Blauhelme auf Zypern, das bedeutet nicht Frieden, das bedeutet Krieg. Und auch, was sich auf dem Balkan abgespielt hat und abspielt, zeugt  nicht davon, dass die EU für ein friedliches Europa gesorgt hätte. Wirklich nicht.

Die europäischen Staaten haben festgesetzt, dass jeder in der Europäischen Union Mitglied werden kann, der gewisse definierte Bedingungen zum Beitritt erfüllt. So wie bei einem Club oder Verein: Jeder wird aufgenommen, der bestimmte Bedingungen erfüllt. Und was ist? 
Es wurden Griechenland, Bulgarien, Rumänien und zuletzt auch Kroatien aufgenommen, von denen man vorher ganz genau wusste, dass sie die erforderlichen Bedingungen GAR NICHT erfüllen. Hohe Inflation, Korruption auf allen Ebenen, keine funktionierende Verwaltung, kein intaktes Rechtssystem, kein Minderheitenschutz – alles Ausschlussgründe. Diese Länder erfüllten nicht die Beitrittskriterien und wurden trotzdem Mitglied. Das kann nicht gutgehen. 

Was Griechenland betrifft, so lagen vor dem Beitritt dicken Studien und Gutachten vor, dass Griechenland überhaupt nicht bereit ist, Mitglied zu werden. Da muss man sich heute nicht wundern. Griechenland hatte damals kein Grundbuch, erhielt dann via EU viele Millionen um ein Grundbuch anzuschaffen und hat heute noch kein Grundbuch. 

Was oft erzählt wird, ist folgendes: Weil China und Indien mit ihren jeweils über eine Milliarde Einwohnern und Brasilien wirtschaftlich immer stärker und einflussreicher werden, müsse Europa sich ebenfalls erweitern und von den jetzt etwa 500 Millionen Einwohnern auf mindestens 800 Millionen kommen. Ansonsten säßen „wir“ (Europäer) in 10, 20 Jahren bei den G 7 demnächst nicht mehr dabei und hätten auch sonst wegen Bedeutungslosigkeit nichts mehr zu sagen. 
Also aus Angst vor den neuen Großen dieser Welt müsste Europa zusammenhalten und sich vergrößern. Das ist Werben für Europa durch Angstmachen. Sehr schade und der völlig falsche Weg. Wer weiß, in wie viele Länder China und auch Indien dereinst einmal zerfallen sein werden. Auch kann Europa in  der Gemeinschaft der Weltmächte einflussreich sein, wie heute Luxemburg in der EU. 
Schließlich möge man sich einmal anschauen, wie viele Nobelpreisträger aus China und Indien kommen. Sehr, sehr wenige. Und wie viele aus Europa und den USA. Es sieht doch so aus, als werde bis auf weiteres in China das produziert und nachgebaut, was Europäer und Amerikaner erfinden. Insofern kann Europa bei seinen „nur“ 500 Millionen bleiben und trotzdem eine wichtige Rolle unter den Weltmächten einnehmen. 
Das ist hier alles vorerst ziemlich salopp aufgeschrieben und wird bis zur Europawahl im Mai 2014 weitergedacht und diskutiert.

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.