Wie ein Raumschiff aus einer fremden Galaxie

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Der Neubau des „Aquis Plaza“ am Aachener Kaiserplatz kommt voran. Wie ein Raumschiff aus einer fremden Galaxie, so wird die neue Shopping-Mall mitten in die Stadt Aachen hineingesetzt (s. Foto oben, vom 27. März). Es gibt eigentlich niemanden, der darüber glücklich ist. Und ich kenne auch niemanden, den die Angelegenheit gleichgültig lässt. 29.000 Quadratmeter zusätzliche Ladenfläche, 130 zusätzliche Läden – die werden Aachen verändern und nicht nur Aachen.

Auf Facebook habe ich mich schon klar geäußert: „Das Teil in diesen Dimensionen hätte von den Bürgerinnen und Bürgern mittels (Bürger)entscheid verhindert werden müssen.“ Und die Frage steht im Raum: Warum wurde es nicht verhindert, woran hat es gelegen? Schließlich hat es bei Campusbahn und Bauhaus geklappt.

Alle, die jetzt und in den kommenden Jahren jammern, mögen sich mal fragen, ob sie sich nicht doch etwas mehr darum kümmern müssen, was mit und aus der Stadt Aachen gemacht wird. Auch die Menschen in der StädteRegion dürfen sich einmischen. Denn von Monschau/Imgenbroich bis Eschweiler wird die neue Riesen-Mall den Läden Kaufkraft entziehen. Zumindest in den ersten drei Jahren, wie man aus Erfahrung weiß. Nach drei Jahren hat so ziemlich jeder mal das „Aquis Plaza“ besucht und dort was gekauft, und das reicht dann vielen auch.

Wie man Stadtentwicklung betreibt, das machen seit etwa 20 Jahren die Maastrichter vor. Dabei ist diese niederländische Nachbarstadt kleiner als Aachen, gleichwohl weltbekannt wegen der Maastrichter Verträge.

Das Geld, das die Maastrichter als eine „Stadt in der absoluten niederländischen Randlage“ nach zähen Verhandlungen aus Den Haag bekommen haben, haben sie klug investiert: das Kongresszentrum MECC gebaut, viele Konferenzen, Messen (TEFAF) und Konzerte dort veranstaltet, drei Hochschulen gegründet/ausgebaut, Klinikum, Museen (Stararchitekt Aldo Rossi) gebaut, sich das Preuvenemint und viele andere Attraktionen, die wirklich wunderbar sind, ausgedacht. Und vieles mehr, nicht zuletzt gibt es freies wifi auf dem zentralen Platz, dem Frijfhof. Eine alternative Szene (Boschstraatquartier) wird toleriert.

Unterdessen soll die oben gezeigte Baustelle ab Herbst 2015 so aussehen:

http://www.aquisplaza.de/

http://www.maastrichtportal.nl/home.html?lang=2

http://www.preuvenemint.nl/en/

http://de.wikipedia.org/wiki/Maastricht

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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