Kunst auf dem Katschhof: Da fehlt doch einer

Sagenhaft: Nur einen Tag standen die Karlchen auf dem Katschhof, da waren schon Diebe zur Stelle. Nachts natürlich. Also Sonntag, 13. April, in aller Herrgottsfrühe, wie die Polizei mitteilt. Ein roter Karl ist weg, ein goldfarbener wurde wiedergefunden.

Nahmen die Diebe die Plastiken, weil sie sie bescheuert finden und das Kunstwerk beschädigen wollten? Oder nahmen sie die Karlchen, weil sie ihren Wert erkannt haben und sie auf dem Schwarzmarkt verkaufen wollten? Oder weil sie einfach selbst einen Karl ihr Eigen nennen wollten, aber das nötige Geld zum Kauf nicht haben?

„Wenn Sie keine 350 verkaufen, werden Sie wieder ausgeladen“, hatte man anfangs von Seiten der Stadt dem Künstler gesagt. Er ging das Risiko ein, und alles wunderte sich, als dann ausgerechnet in Aachen eine Art Run auf die Kunst einsetzte und 700 Kaiser-Plastiken weggingen. Und eine Nachfrage ist immer noch vorhanden.

350 Euro kostet so ein roter Kaiser, 700 einer in Gold, handsigniert und nummeriert. Hauptsache: Die finanziell klamme Stadt zahlt ansonsten nichts, kommt vielmehr kostenlos an jede Menge gute Publicity.

Derweil regen sich andere über einen Plastik-Gartenzwerg (ebenfalls von Ottmar Hörl) auf, der im Projektbüro im Haus Löwenstein steht und den Hitlergruß zeigt. Ein Vorgarten-Wichtel, der Inbegriff deutscher Spießigkeit . . .  und dieser alberne Gruß, das passt. Verlangt wird indessen, dass der Staatsanwalt ermitteln und der Oberbürgermeister sich äußern möge.

Resümee: Mit der Hörl-Kunst kriegen wir noch Spaß.

Für alle, die sich gern Videos anschauen:  http://youtu.be/-L2kd4L-llc

Bild

Hier stand ein Karl und blickte verträumt in Richtung Dom. Diebe schafften ihn nachts weg.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Kunst auf dem Katschhof: Da fehlt doch einer

  1. Navelbrush schreibt:

    Da laufen doch Sicherheitsleute Streife… einen habe ich selber gesehen, man spricht von mindestens zweien.

    Ohne den Wachmenschen etwas unterstellen zu wollen, würde ich mal hinterfragen, für welchen Stundenlohn die sich die Nächte um die Ohren hauen sollen, um die nur ca. 10kg leichten Klaufixe zu bewachen.

    Gefällt 1 Person

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