Vier Stierköpfe im Krönungssaal, plus zwölf Mädchenköpfe

Heute im Krönungssaal des Aachener Rathauses: Keine Bange, es wird nicht auf die Kunst gezielt, sondern auf eine Taube, die sich in den Saal verirrt hatte und ihn nicht mehr verlassen wollte.
Heute im Krönungssaal des Aachener Rathauses: Keine Bange, es wird nicht auf die Kunst gezielt, sondern auf eine Taube, die sich in den Saal verirrt hatte und ihn nicht mehr verlassen wollte.

Nicht nur im Foyer des Rathauses ist neue Kunst eingezogen. Auch im Krönungssaal hängen jetzt vier große Bilder, eher Tafeln, die dort vorher nicht zu sehen waren. Nun hat Aachen bestimmt größere Probleme zu diskutieren als die Frage: Welcher Künstler darf im Rathaus ausstellen?

Aber man hat sich entschieden. Aktuell für Emil Ciocoiu (im Foyer) und für vier Arbeiten von Eric Peters (im Krönungssaal). Mit Eric Peters und seiner Kunst habe ich mich – ehrlich gesagt – bisher erst einmal beschäftigt. Das war im

Dezember 1986, als er an einem 100 Meter langen und acht Meter hohen Bild mitgearbeitet hat. Zusammen mit Herbert Bardenheuer und Wolfgang Kupczyk.

Eins von vier Werken von Eric Peters, die jetzt den Krönungssaal schmücken.

Eins von vier Werken von Eric Peters, die jetzt den Krönungssaal schmücken.

Das Riesenopus schmückte damals eine Wand des Aachener Bushofs (von innen). Es war nicht besonders lange zu sehen, wurde später einfach übermalt. Schon damals wurde Dr. Wolfgang Becker (da noch Leiter der Neuen Galerie) mit der Aussage zitiert, der Bushof sei „das hässlichste Gebäude der Stadt“.

Jetzt hängt Eric Peters (bis zum 30. Mai) mit vier Arbeiten im Krönungssaal. Thema ist die Sage von Europa und ihrer Entführung durch Zeus, der dazu die Gestalt eines Stieres annahm. Man sieht vier unterschiedliche, dicke Stierköpfe, und darüber jeweils drei Mädchenköpfe schweben. Auf einem Bild sieht das Mädchen mit seinen dicken Zöpfen aus wie die ukrainische Politikerin Timoschenko. Auffallend: Alle Köpfe ruhen auf vormodern anmutenden Kragen. Was das alles bedeutet, weiß ich noch nicht.

Im Krönungssaal herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Besuchergruppen mit und ohne Führung strömen ins Rathaus, es geht zu wie in einem Taubenschlag. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen die Schönheit und Weite dieses einmaligen Saales erleben wollen und bestaunen.

Blick in den Krönungssaal.

Blick in den Krönungssaal.

Aber von wegen Taubenschlag: In den Saal war aus Versehen eine Taube geflogen. Und die musste nun irgendwie rausgedrängt werden. Jedenfalls sollte sie verständlicherweise die Kunst nicht mit ihrem Kot bekleckern. Auf dem Foto (oben) ist zu sehen, mit welcher „Waffe“ (Schleuder) das Tier zum Verlassen der Örtlichkeit bewegt werden sollte.

Am 29. Mai wird im Krönungssaal der Karlspreis verliehen. Schon jetzt hat man mit dem Aufbau der Bühne begonnen (Foto).

Ergänzend für alle, die sich für die Kunst von Eric Peters interessieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Peters

http://www.eric-peters.com/werke.htm

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/europa-serie-des-aachener-malers-eric-peters-im-kroenungssaal-1.818517

Über uebergangshymne

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