Voll in der Schusslinie

Zwei Herren sind zur Zeit in Aachen in die Schusslinien der Politik geraten, da möchte man nicht mit tauschen.

Der Erste ist der Herr Museumsleiter Peter van den Brink. Außer der CDU will ihn keiner mehr haben. Und weite Teile der örtlichen Kunstszene wollen ihn schon gar nicht mehr als Chef des Suermondt-Ludwig-Museums installiert sehen. Denn die hat er in seinen vielen Jahren in Aachen konsequent ignoriert. Zudem werden van den Brink u. a. lange, teure Reisen vorgeworfen und eine zu seltene Anwesenheit im Museum an der Wilhelmstraße.

Peter van den Brink (57) hat, wie bei Museumsleitern üblich, einen befristeten Vertrag. Der muss eigentlich im Dezember verlängert werden. Oder eben auch nicht. Doch jetzt hat sich rausgestellt, dass wohl die Verwaltung den Vertrag so ungeschickt aufgesetzt hat (oder die Rechtslage hat sich vielleicht auch geändert, k.a.), dass van den Brink eine lebenslange Anstellung gewährt werden muss. Die, so heißt es, könne er vor jedem Gericht in Deutschland einklagen. Na Mahlzeit.

Jetzt hat erstmal der Personalrat der Stadtverwaltung sein Veto eingelegt. Der kann das, weil des Museumsleiters Vertrag nicht ohne Zustimmung des Personalrates verlängert werden kann. Offensichtlich. Wie sich das alles genau verhält, das wird wohl ein Gericht klären müssen.

Der zweite „Umstrittene“ ist Alemannias Geschäftsführer Alexander Mronz. Der hat einfach mal eben so  die Karlsbande rehabilitiert, indem er der rechtsradikal-auffälligen Gruppe erlaubte, ihr Banner ins Stadion zu hängen. Schöne Pleite. Von Seiten der Polizei war zu hören, dass sie dazu mal gern befragt worden wäre. Und dass es vielleicht besser gewesen wäre, die Erlaubnis „auf Bewährung“ zu erteilen.

Die Fahne der Karlsbande konnte man beim jüngsten Spiel schon sehen.

Eine andere Fahne, nämlich die der Anhänger von Bayer Ürdingen mit der Aufschrift „Kein Bock auf Nazis“, durfte nicht aufgehängt werden. Das finde ich typisch für die Alemannia. Mronz soll gesagt haben, die Anti-Nazi-Fahne habe Sicherheitsmängel aufgewiesen. Die Fans von Bayer Ürdingen waren stinksauer, dass einer was gegen ihre Anti-Nazi-Fahne hat.

Ich muss schon sagen: Da hat Herr Mronz wirklich sehr ungeschickt agiert. Sieht so aus, als hätte der Mann, wenn es um die rechte Szene geht, ein Brett vorm Kopf.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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