In Kornelimünster: Die Kunst unserer Zeit

Eine Doppelausstellung wurde am Samstag in Kornelimünster eröffnet. Ein Art-Bus brachte später etliche Kunstfreunde zu einer weiteren Vernissage ins LuFo und zum Neuen Aachener Kunstverein.

Weiter geht es mit der Kunstbetrachtung. Das „Kunsthaus NRW Kornelimünster“ (in der alten Abtei) hatte zu zwei Ausstellungen geladen, wir waren am Samstag (21. 10.) bei der Eröffnung dabei.

Vorab muss man wissen, dass das Land NRW – um Künstler zu fördern – Kunst kauft, insbesondere kauft es Werke junger Künstler und hängt die Klamotten z. B. in den Büros von Ministerien und Landesbehörden auf. Das ist eine prima Sache. Das Land betätigt sich als Sammler, was nach dem 2. Weltkrieg anfing, als man den zuvor krass verfolgten Kunstschaffenden ein wenig auf die Beine helfen wollte, sofern sie überlebt hatten. Viele begingen Selbstmord.

In unseren Tagen produziert fast jeder (auf seinem Smartphone) Bilder in einem unendlich scheinenden Strom, diese Fülle gab es zuvor noch nie. Den Künstlern und Künstlerinnen kommt – als kritischen Bildproduzenten – eine besondere Bedeutung zu. Man könnte von ihnen u. a. Hilfe bei der Deutung, beim Umgang  oder bei der Verarbeitung der Bilder-Fluten erwarten. Insbesondere, wenn „Medienkunst“ angekündigt wird.

Samstag in Kornelimüster wurden bei der sehr gut besuchten Vernissage unsere Erwartungen eher nicht erfüllt, gleichwohl war es ein Genuss, die alten, barocken Klosterräume zu sehen und darin die moderne Kunst. Ein echtes Erlebnis – eine umwerfend schöne Kombi, insbesondere für jemand, der die Abtei seit 20 Jahren nicht besucht hat.

Die beiden Präsentationen sind räumlich quasi eng verzahnt, gehen irgendwie ineinander über. Die Ausstellung „Sammlung mit losen Enden 03: 21. Jahrhundert“ ist im Kunsthaus Kornelimünster zu sehen bis zum 25. März. Die Schau „reflecting – Zweitbasierte Kunst aus NRW“ ist bis zum 28. Januar zu sehen.

„reflecting“ präsentiert – laut Flyer – im Kunsthaus die Vielfalt der Medienkunst aus NRW. Weiter heißt es: „Die Ausstellung, kuratiert von Elke Kania und Dr. Marcel Schumacher, vereint Video-Skulptur, Film, ortsspezifische Videoinstallation und analoge Doppel-Diaprojektion. . . . Die zeitbasierten Kunstwerke reflektieren seismografisch Eigenschaften der gegenwärtigen digitalen wie realen Welt und jene Räume, in denen wir uns bewegen.“

Die Namen der Künstlerinnen und Künstler findet ihr im Netz. Ebenso die Öffnungszeiten. Unten noch ein paar Fotos aus dem Kunsthaus, das mal nacheinander ein Kloster, eine Weberei, ein Landhaus für Fabrikantenfamilien, ein Haus für ein Lehrerseminar und ein Bundesarchiv war:

An den Decken: Stuckaturen und Malereien von Lütticher Künstlern (18. Jahrhundert).

Das Treppenhaus mit einer Lichtinstallation von Martin Pfeifle (2011).

Im Außenbereich des Kunsthauses ist natürlich auch allerhand zu sehen.

Infos zum Kunsthaus in Kornelimünster:

Leiter des Kunsthauses: Dr. Marcel Schumacher
Eintritt: frei
Infos zu Führungen unter: kunsthaus.nrw.de
Barrierefrei: das Obergeschoss ist nur über Treppen zu erreichen
Gruppenführungen: nach Voranmeldung möglich (mit unterschiedlichen Schwerpunkten), die kosten aber 40 Euro.

Zum Vormerken: Am Mittwoch, 8. 11., wird im Ludwig Forum in Aachen, Jülicher Straße, um 19 Uhr eine Ausstellung mit dem Titel „Digital Games“ eröffnet.  

 

Über uebergangshymne

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