Schrottimmobilie fällt, Hotel wird gebaut

Modehaus Pfeiffer, Rückseite (am Seilgraben). Schon seit 20 Jahren gehört das Gebäude der Familie Pfeiffer nicht mehr, der Name ist allerdings geblieben. Jetzt wird es abgerissen.

Die Pfeiffer-Immobilie, vom Seilgraben aus gesehen. Eigentlich ein 1 A – Grundstück, auf dem sich aber in den letzten 20 Jahren gar nichts mehr abgespielt hat. Ein Schandfleck.

Wohl 20 Jahre lang stand das Gebäude leer. Es vergammelte und sah immer häßlicher aus. Die Rede ist vom Textil-Warenhaus Pfeiffer in der Großkölnstraße. Auf mehreren Etagen konnte man in dem Modegeschäft mal grausam konservative Damenklamotten kaufen.

Jetzt wird das Gebäude abgerissen. Staub, Gestank und Krach sind an der Rückseite (zum Seilgraben hin) eine Belästigung. Aber wenn alles gut geht, wird auf dem 1100 Quadratmeter großen Innenstadt-Gelände auch neu gebaut: ein Hotel mit 157 Zimmern.

Bis Mitte August soll der Abriss über die Bühne gehen. Ende 2019 soll das neue Hotel schon eröffnet werden, wenn man beim Ausschachten nicht wieder auf wertvolle römische Funde stößt. Die hielten ja in Aachens Innenstadt bisher noch jeden Neubau auf.

An der Großkölnstraße wird unter dem Hotel auch eine kleine Tiefgarage gebaut, das Hotel wird dann von B & B Hotels (preisgünstig, weil kaum Personal) betrieben, realisiert wird das ganze von einem Hamburger Architekturbüro, fünfeinhalb Geschosse werden sich nahtlos in die Umgebung einfügen.

Jahrelang hatte man in Aachen gedacht, der Modegigant Peek & Cloppenburg würde sich auf dem Grundstück niederlassen. Aber daraus wurde nichts. Jetzt gehört das Gelände samt Schrottimmobilie der List Development Commercial AG.

 

***

Mein Eindruck ist, dass ein Hotel der preiswerteren Sorte an dieser Stelle eine gute Idee ist. Wohnungen kann man besser in Forst oder am Rotter Dell bauen, wo mehr Platz und die Luft besser ist, nicht so abgasgeschwängert. Überhaupt freu ich mich, wenn die extrem heruntergekommene Häuserzeile  verschwindet, die Hässlichkeit hat sich ja im Laufe der Jahre von dort auf die ganze untere Großkölnstraße ausgebreitet. Diese Eigenschaft haben ja Schrottimmobilien: Sie ziehen immer ihre Umgebung mit hinunter.

Ein weiteres Hotel kann Aachen gebrauchen, das geben die Übernachtungs-Zahlen in den jetzt schon gut gefüllten Hotels vor. Nebenbei: Gut gehen in Aachen auch privat vermietete Zimmer und Wohnungen für Touristen (via airbnb). Hier seht ihr das Angebot. Aber das ist ein anderes Thema. 

Schon lange ein trauriger Anblick: Die Vorderseite der Schrottimmobilie an der Großkölnstraße. Nebenan gibt es alles für 1 Euro.

 

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3 Antworten zu Schrottimmobilie fällt, Hotel wird gebaut

  1. didus schreibt:

    In Aachen fehlen Wohnungen. Das Verdrängen der Wohnbevölkerung in die Außenbezirke zu propagieren und gleichzeitig mittels Hinweis auf AirBnB-Modelle einen weiteren Anstieg der Mietpreise zu forcieren, ruiniert die Innenstadt und ist gelinde gesagt asozial.

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  2. Anonymous schreibt:

    So viel Müll wie Sie verbreiten ist schon fast Sondermüll

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  3. jaro52 schreibt:

    „Mein Eindruck ist, dass ein Hotel der preiswerteren Sorte an dieser Stelle eine gute Idee ist. Wohnungen kann man besser in Forst oder am Rotter Dell bauen, wo mehr Platz und die Luft besser ist, nicht so abgasgeschwängert.“ – Echt krass! Wie naiv darf man werden oder sein, um Derartiges der Welt vermeintlich verkünden zu müssen?! … der nachfolgende Kommentar inklusive.

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