Die Medien: korrupt und verlogen ?

Langsam merken die US-Medien, dass Trump mit seiner Methode die Existenzberechtigung der freien Presse sabotiert. Auf Wandzeitungen ist man indes noch nicht angewiesen. (In Aachen gesehen.)

Was jetzt offensichtlich ist: Was Donald Trump mit der Presse vorhat. Konnte man anfangs noch denken „Na ja, er hat sich halt über ein paar deftige, sehr kritische Berichte geärgert und keilt jetzt heftig zurück . . . „, so hat sich längst etwas anderes gezeigt.

„Wer austeilt, muss auch einstecken können“, sagt man JournalistInnen, die andere heftig kritisieren und selber wie Mimosen reagieren, wenn der Betroffene loslegt und sich wehrt. Doch längst ist klar geworden, dass es hinsichtlich Trump um etwas anderes geht.

Trumps Feindseligkeit gegenüber den Medien hat System. Die Feindseligkeit ist sozusagen systematisch, und es handelt sich nicht um mehr oder weniger spontanes Zurückschimpfen, sondern um eine Strategie – wohl durchdacht und konsequent durchgehalten. Trump möchte die Glaubwürdigkeit von Journalisten und Journalistinnen ganz grundsätzlich zerstören. Trump möchte vernichten.

Und deshalb freue ich mich über folgende Initiative: Hunderte amerikanische Zeitungen wehren sich gegen die Angriffe von Präsident Trump. 

Trump hat mit seinen Beschimpfungen und Beleidigungen der Presse und mit seinem unentwegten Gequatsche von sogenannten Fake-News das Ziel, die Presse unglaubwürdig zu machen. Journalisten nennt er „Feinde des Volkes“ („enemy of the people“). Er ist Entertainment-erfahren und bezeichnet in melodramatischer Art die Medien generell als korrupt und verlogen. Das haut rein, das wirkt, das überzeugt (den Pöbel).

Eines Tages wird niemand mehr glauben, was die Presse berichtet. Dann hat der US-Präsident sein Ziel erreicht.

Das ständige Wiederholen von Hetze gegen Journalisten unterhöhlt das Vertrauen in eine wichtige Institution der Demokratie und bringt die Öffentlichkeit dazu, den Medien nichts mehr zu glauben. Hass und Misstrauen greifen um sich. Das ist dann das Ende der Pressefreiheit.

So kann man sich nur freuen über jeden, der die Gefahr erkennt und für eine freie Presse und ein Ende des Trump-Feldzugs kämpft. Das ist dringend erforderlich, denn die Lage der Medien ist ernst.

***

Trumps Umgang mit den Medien

Trump veröffentlichte im Juli 2017 ein Video, in dem er einem Mann wiederholt ins von einem CNN-Logo überblendete Gesicht schlägt, das ursprünglich aus einer Wrestling-Storyline Trumps von 2007 stammt. CNN bezeichnete dies als Aufforderung zur Gewalt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-praesident-donald-trump-attackiert-cnn-auf-twitter-a-1155492.html

„Journalisten sind entsetzliche, abscheuliche Leute“, FAZ

Trumps feindselige Aussagen gegenüber den Medien scheinen zu fruchten:

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/republikaner-wollen-donald-trump-mehr-macht-ueber-medien-geben-15727964.html

„Wir sind nicht der Feind“, FAZ

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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