Was wird aus Kirche, Bibliothek, VHS und dem Bushof?

Die Kirche St. Peter im Zentrum von Aachen

Das Gotteshaus gehört zu den ältesten Denkmalen Aachens: St. Peter, in der Nähe von Stadtbibliothek und Bushof zwischen Peterstraße und Alexanderstraße gelegen. In der Kirche gab es mal viele Jahre lang immer wieder moderne Kunst zu sehen. Eine muntere Szene versammelte sich in den 1980er Jahren zu den Vernissagen dort.

Aus 1215 stammen die ältesten Teile der Kirche, die damals wohl noch eine Kapelle war. Etwas später wurde der alte Turm gebaut, der heute noch steht. Der Innenraum ist ausladend und schön, dort kann man sich kulturelle Events vorstellen. Mit der Volkshochschule (VHS) und der Stadtbibliothek in der Nähe wird auch schon mal von einem kulturellen Dreieck gesprochen, was sich an dieser Stelle von Aachen einrichten ließe.

Der Bushof von Aachen – mit Einfahrt in ein wenig genutztes Parkhaus

Der Bushof ist ein häßliches Gebäude, das sanierungsbedürftig ist. Er müsste eigentlich abgerissen und die Situation an der Peterstraße neu definiert werden. Doch wie das Parkhaus Büchel so wird auch der Bushof mit der darin befindlichen Volkshochschule zu meinen Lebzeiten bestimmt nie abgerissen.

Dabei ist das Parkhaus im Bushof nicht mal in der Weihnachtszeit voll. Private Pkw suchen oberirdisch lange nach Parkplätzen und bleiben dann – trotz angehobener Parkgebühren – am Straßenrand stehen. Zu einer – für mich merkbaren – Verbesserung der Luftqualität hat die Anhebung der Parkgebühren noch nicht geführt. War aber so geplant.

Das ist schon merkwürdig: Das Mittelalter hat Gebäude errichtet, die stehen heute noch. Meine Genration hat Gebäude geschaffen, die sahen von Anfang an beschissen aus, verrotten nach höchstens 40 bis 50 Jahren und müssten dann eigentlich abgerissen werden. Um danach wieder für 40, 50 Jahre was Neues zu errichten? Alles nicht besonders nachhaltig.

Der Eingang der Stadtbücherei in der Couvenstraße

Der Vollständigkeit halber zum Schluss ein Foto von der Stadtbibliothek – ganz in der Nähe von St. Peter und dem Bushof. Die Bibliothek ist äußerst gut sortiert, mit dem Fahrrad ist man dort willkommen. Das sieht man an den vielen Bügeln. Innen ist sie zwar nicht besonders schick, aber trotzdem gut besucht.

s. dazu auch die Kommentare

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3 Antworten zu Was wird aus Kirche, Bibliothek, VHS und dem Bushof?

  1. Til Jaeger schreibt:

    Hallo Herr Pilgram, ganz so einfach sollte es sich die Stadt bzgl. der AC-Arkaden nicht machen; die einen erheblichen Anteil an der Realisierung (politischer Wille) und dem Scheitern dieses Großprojektes trägt. . . Wäre es „nur“ das Werk eines Großinvestors und die Stadt ohne die Möglichkeit der Einflussnahme gewesen, hätte Sie ihren politischen Auftrag nicht erfüllt. Es ist an der Zeit, auch für diesen Bereich (unter vielen) eine städtebauliche Gestaltungsidee zu entwickeln. Eine Vision mit einer solchen Nutzungsänderung (Kulturelles Zentrum – in Verbindung mit der Nadelfabrik, Halle Strang etc. als Gegengewicht zum universitär geprägten Westen) halte ich in Bezug auf Integration und Aufwertung der östl. Stadtbereiche für dikussionswert.

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  2. Hermann Josef Pilgram schreibt:

    Das „kulturelle Dreieck“ umfasst eher zusätzlich zur Bibliothek und zur VHS das Alte Kurhaus mit der Klangbrücke. Mit St. Peter könnte das zu einem „Viereck“ ausgebaut werden. Die geometrische Form ist allerdings nicht so wichtig. Wichtig ist, dass für diesen Bereich eine städtebauliche Lösung gefunden und realisiert wird, die nachhaltig in dem Sinne ist, dass sie tatsächlich so gut ist, dass sie längere Zeit funktioniert und Bestand hat, dass sie den Stadtraum und seine Nutzungen verbessert und dass sie für VHS und Bibliothek, aber auch für das Kurhaus mit Klangbrücke und deren Nutzer gute Bedingungen schafft. In einer guten städtebaulichen Lösung können gerade diese 3 Kulturorte eine wichtige Rolle spielen, weil es gute Nutzungen für diesen zentralen Bereich sind. Es sind auch Synergien möglich, etwa gemeinsame Säle und Infrastruktur. Von dem Vorschlag eines Umzugs in die Aachen-Arkaden halte ich überhaupt nichts, warum soll die Stadt gescheiterte Immobilienprojekte als Mieter unterstützen? Wichtig ist vielmehr, dass endlich ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt wird, der zeigt, wie dieser Bereich gestaltet werden könnte und wie er sich entwickeln könnte. Und wichtig ist dann, dass die rechtlichen, finanziellen etc. Voraussetzungen geschaffen werden, das auch umzusetzen.

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  3. Til Jaeger schreibt:

    Ich denke nicht, dass die erwähnten Gebäude (Bushof, Stadtbibliothek) per se „hässlich“ sind; es fehlt aber bestimmt seitens der Stadt am Willen und an den Fähigkeiten Gebäude instand zu halten d.h. weiterzuentwickeln und zu verbessern! Auch die Stadträume drumherum (viel wichtiger) sind Aachen-typisch nicht oder mindergestaltet. Diese sind seit ca. 35 Jahren nicht überarbeitet d.h verbessert worden – eher verschlimmbessert! Auch die Gebäude aus früheren Zeiten, die überdauert haben wurden und haben sich den Veränderungen der Zeit unterworfen; mal schlecht, mal recht.
    Um die Dikussion positiv zu bereichern schlage ich vor, die VHS+Bibliothek+… in die verwaisten Aachen-Arkaden umziehen zu lassen: Nehmen wir uns doch ein Beispiel (vielleicht auch irgendwann mal architektonisch) an der Ideen-Kraft der Finnen und der neugeschaffenen „Oodi“-Bibliothek in Helsinki – „Eine hybride Bibliothek, zwischen Wissensspeicher und digitalem Co-Working Space…“ „Ein Stadthaus für Alle Bürger“ „Eine Ode an die Gemeinschaft!“

    https://www.db-bauzeitung.de/aktuell/neu-in/helsinki-zentralbibliothek-oodi/

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