Zum Jahreswechsel kein Feuerwerk in Aachens Innenstadt

Die Stadtverwaltung teilt mit, sie habe für dieses Jahr Silvester „eine Allgemeinverfügung zum Verbot von Feuerwerk erlassen“. Das bedeutet, dass das Feuerwerk in der Innenstadt in diesem Jahr in Aachen ausfallen würde, wenn sich irgendjemand an das Verbot halten würde. Davon ist allerdings leider nicht auszugehen.

Das Verbot sei beschränkt auf das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über zwei Metern erreichen können, heißt es in der Mitteilung. Wo? Auf und innerhalb des Grabenrings.

In diesem Bereich konzentrieren sich in der Aachener Innenstadt die historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke, die durch das Silvesterfeuerwerk einer besonderen und erheblich gesteigerten Brandgefahr ausgesetzt sind.

Bereits vor neun Jahren kam es in der Silvesternacht zu einem Brand in der Nikolauskirche. Verursacht durch eine Silvesterrakete beschädigte das Feuer das Gebäude und den historischen Hochaltar.

Das beschriebene Verbot ist zeitlich begrenzt vom 31. Dezember 2019 um 18 Uhr bis zum 1. Januar 2020 um 6 Uhr.

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Ein Feldmarschall hat sich umgebracht. 1944 (noch im Krieg) berichtet die Tageszeitung davon, und da steht: „Weitere Erörterungen des Vorfalls sind unstatthaft“. Das bedeutet, dass über den Vorgang nicht weiter diskutiert werden durfte.
Diese Zeitungsseiten sind jetzt im Zeitungsmuseum in Aachen, Pontstraße, zu besichtigen. Sehr interessant. Man kann sehen, was mit der AfD und ihrem „Flügel“ auf uns zukommt. Die Sprache der heutigen extremen Rechten findet ihr auf den Zeitungsseiten von damals.
Öffnungszeiten im Zeitungsmuseum: dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Eintritt: 6 Euro.

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Polizist fährt Fußgängerin an

Am Montagnachmittag (2. Dezember) hat im Berufsverkehr gegen 16.20 Uhr auf der Lagerhausstraße ein Polizist auf seinem Polizeimotorrad eine Fußgängerin (39) aus Raeren angefahren. Die Frau musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei teilt weiter wörtlich mit: „Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens zu dieser Zeit stoppten die Fahrzeuge auf der Lagerhausstraße in Richtung Marschiertor immer wieder. Auf Höhe einer Verkehrsinsel (Querungshilfe) nutze die 39- Jährige diesen Umstand und überquerte zwischen den stehenden Pkw die Straße. Hierbei übersah sie jedoch das von links auf einer freien Fahrspur heranrollende Polizeimotorrad. Trotz einer sofortigen Vollbremsung des Motorradpolizisten stießen die Fußgängerin und das Zweirad zusammen; die 39- Jährige kam zu Fall und wurde verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Das Motorrad kippte um und wurde dabei leicht beschädigt; der Polizist blieb unverletzt.“ (pw)

Nach Darstellung der Polizei war also die Fußgängerin selbst schuld an dem Unfall.

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Werde „FREEDOM FIGHTER“! Schenke Freiheit!

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) meint: Stärken Sie die Rechtsschutzversicherung für das Grundgesetz: Verschenken Sie eine Fördermitgliedschaft in der GFF“.

Die Arbeit für die Grund- und Menschenrechte ist nur dank mittlerweile über 1.800 Fördermitgliedern sowie vielen Spenden*innen und engagierten Unterstützer*innen möglich. In den vergangenen zwölf Monaten konnte die GFF dadurch zahlreiche Verfahren für die Freiheit führen und ein eigenes Legal Team mit drei Volljurist*innen aufbauen. 

2019 gab es zugleich zahlreiche weitere Erfolge zu feiern: Für Hermann Theisen, einen Friedensaktivisten, der vor Waffen- und Pharmakonzernen zum Whistleblowing aufgerufen hatte, konnte die GFF drei Freisprüche erstreiten. Dank des Widerspruchs wurde die Rechtswidrigkeit einer Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion in Berlin festgestellt, die das Mitführen von angeblich „gefährlichen Werkzeugen“ regulierte – tatsächlich aber weit über das Ziel hinaus schoss und so willkürliche Durchsuchungen von Personen ohne konkreten Anlass erlaubte.

Derzeit arbeiten die GFF an über 20 weiteren Projekten – dabei geht es etwa um den „digitalen Striptease“ von Asylsuchenden, deren Handy-Daten von den Behörden ausgelesen, kopiert und zu unklaren Zwecken gespeichert werden können. „Außerdem begleiten wir zahlreiche weitere Verfahren im Bereich Datenschutz, Pressefreiheit, Antidiskriminierung und Informationsfreiheit, so etwa eine Serie von Verfassungsbeschwerden gegen Verschärfungen der Polizei- und Sicherheitsgesetze auf Landes- und Bundesebene“, erklärt die GFF.

Doch die GFF kann nur so stark sein wie die Menschen, die hinter ihr stehen. Denn sie wird wesentlich von ihren Fördermitgliedern, Spenderinnen und Spendern getragen.

Ein neues Stück Freiheit verschenken

Die GFF teilt mit: „Heute möchten wir Sie bitten, uns weiter zu unterstützen: Verschenken Sie symbolisch ein Stück Freiheit in Form einer neuen Fördermitgliedschaft an Ihre Familie, Eltern, Freunde oder Kolleg*innen. Mit Ihrer Hilfe können wir unsere Arbeit auf ein noch festeres Fundament stellen und weitere Verfahren für Grund- und Menschenrechte anstoßen.“

Mein Lieblingsverein: https://freiheitsrechte.org

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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