Über die Zukunft des Theaterplatz ins Gespräch kommen

Wegen der geplanten neuen Verkehrsführung wurde vor dem Theater ein großes Tor aufgebaut. Alle Fotos: Stadt Aachen / Andreas Herrmann

„Das Portal gibt einen ersten Impuls, um schon in der Adventszeit über einen neuen Theaterplatz nachzudenken“, sagte Kulturdezernentin Susanne Schwier. Die Ausmaße des Tores: fünf Meter hoch und neun Meter breit – sind als Hinweis auf die Größe des Projekts gedacht, das dort angegangen wird. Man wolle mit dem Portal, das unter anderem Motive der berühmten Mailänder Scala zeigt, ein erstes Zeichen setzen, ergänzte Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck.

„Ich bin mir sicher, dass der Platz in den nächsten Jahren durch eine Umgestaltung an Aufenthaltsqualität gewinnt, und das Theater damit wieder stärker ins Zentrum der Stadt rückt“, so Schwier. Wenn demnächst die Verkehrsführung einseitig verlaufen wird, dann können Elisenbrunnen und das Theater wieder als ein Ensemble begriffen werden, so wie es zur Entstehungszeit auch gedacht war.

Bunte Fußstapfen auf dem Vorplatzpflaster weisen den Weg durch das Portal und symbolisieren zusätzlich die Verbindung zwischen historischer Altstadt und Theater. Zur Untermalung der Eröffnung servierten Mitglieder des Sinfonieorchesters musikalische Beiträge. Zudem lädt in den kommenden Wochen ein kleiner Glühweinstand – mit freundlicher Hilfe des „LastExit“ aufgebaut –  alle dazu ein, sich auf dem Theatervorplatz zu treffen. Das neue Theaterportal bleibt bis Ende Januar stehen.

Die „Intervention“ des Theaters stellt aber „nur“ den Auftakt für viele weitere Aktionen und Veränderungen auf dem Theaterplatz dar. Im Frühjahr 2020 geht es weiter. „Ab dann machen wir den Theaterplatz zum Reallabor“, freute sich Frauke Burgdorff, städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, auf die spannende Zeit.   

Doch was genau heißt das eigentlich? „Wir stellen uns einen Vier-Jahreszeiten-Rhythmus vor – mit Schwerpunkten und Aktionen im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter“, erläutert Burgdorff. Zum Start geht damit auch eine geänderte Verkehrsführung einher.

Das Experiment im September kam bei den Menschen schon mal sehr gut an. Für die Fachleute war es zugleich äußerst spannend, die neuen Verkehrsströme zu beobachten und zu analysieren. Die große Frage vorab lautete natürlich: Kommt es durch die Wegnahme der Spuren auf der Nordseite des Platzes zu größeren Staus oder anderweitigen Verkehrsbeeinträchtigungen? Die Antwortet nach den ersten Erfahrungen lautet: nein.

Miteinander ins Gespräch kommen
Der Ansatz der Verwaltung am Theaterplatz ist neu: „Wir gehen bewusst ergebnisoffen in den Prozess“, betont Frauke Burgdorff. So würden nicht wie üblich in einem ersten Schritt Pläne erstellt, die einen (möglichen) umgestalteten Platz zeigen und über den Politik und Bürger dann in klassischen Beteiligungs- und Entscheidungsverfahren abstimmen können. „Beim Reallabor Theaterplatz ist wirklich jeder willkommen, mit uns ins Gespräch zu kommen und sich einzubringen.“

Dies wird unter anderem in der „PlanBar“ der Stadt Aachen möglich sein. Direkt am Theaterplatz gelegen, wird sie zentrale Anlaufstelle, Veranstaltungsort, Infopunkt für alle möglichen „Planspiele“. 

Auch dieses Foto hat das Presseamt freundlicherweise mitgeschickt. Schön, ne?

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