Polizei warnt: Betrüger bieten überteuerte Hilfe an

Im Januar diesen Jahres wurden der Polizei bislang zwei Fälle in der Städteregion bekannt, in denen „windige Gesellen“, wie die Polizei schreibt, älteren Hausbewohnern ihre handwerklichen Dienste anboten und dann zu Wucherpreisen abrechneten.

In einem Fall setzten die Täter mit einem Hauseigentümer – auf einem Schmierzettel – einen vermeintlichen Vertrag auf, in dem man zu einem erheblich überhöhten Preis Arbeiten an Haus und Dach vereinbarte. In einem späteren Gespräch konnte der Geldbetrag zwar noch relativiert werden, trotzdem wurde nach Abschluss der Arbeiten ein immer noch zu hoher Betrag verlangt und der dann auch gezahlt.

Eine Quittung oder Rechnung erhielt der Geschädigte nicht. In einem anderen Fall nannten die Betrüger zunächst einen sehr niedrigen Preis, ebenfalls für Arbeiten am Dach bzw. an der Fassade. Nachdem sie dann ein paar Fallrohre am Haus ausgetauscht hatten, verlangten die Spitzbuben plötzlich jedoch ein Vielfaches des zuvor ausgemachten Betrages.

Trotz Einwand des Geschädigten, zahlte er schließlich einen Großteil des verlangten Geldes. Ein Quittungsbeleg war nur unzureichend bzw. mit falschem Namen ausgestellt worden.

In beiden Fällen fuhren die Täter in einem weißen Lieferwagen vor die Häuser, sprachen die Leute an und gaben sich als Handwerker aus. Ihre Gesprächsführung war dabei renitent und äußerst fordernd, teils in bedrohlicher Art und Weise drängten sie sich den Bewohnern auf. Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen wegen Betrug aufgenommen. 

Die aktuellen Sachverhalte nimmt die Polizei Aachen zum Anlass und rät den Bürgerinnen und Bürgern, besondere Vorsicht walten zu lassen, wenn sogenannte Handwerker ihre Dienste auf diese Art und Weise anbieten. 

Gehen Sie nicht auf Haustürgeschäfte ein. Lassen Sie sich Namen und Ausweis geben und notieren Sie diese, aber Vorsicht! Das Vorzeigen einer Reisegewerbekarte ist noch kein Beweis für eine fachmännische und korrekte Preisgestaltung.“ Und weiter warnt die Polizei: „Bestehen Sie auf ordentliche, kostenlose und schriftliche Kostenvoranschläge und Rechnungen mit Nennung der Firma und der SteuerID. Bei Zweifeln informieren Sie sich bei der örtlichen Handwerkskammer oder der Verbraucherzentrale.“ (pw)

Betrüger, die unseriöse Dienste anbieten, sollte man wegschicken. Am besten dahin, wo der Pfeffer wächst (s. unterer Pfeil).

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